LIEBE ZUR FAMILIE: Meine Schwester Stefanie

Ich war über das Wochenende zusammen mit meiner halben restlichen Familie (Mama, Oma, meine 2. Schwester) bei meiner lieben Schwester Stefanie in der Schweiz. Dort wohnt sie seit einigen Jahren mit ihrem lieben Freund und deren gemeinsamen zuckersüßen Sohn in einer schönen großen Wohnung in einer ruhigen Wohngegend in Zürich. Stefanie und ihre Familie haben uns sehr gastfreundlich bei sich aufgenommen. Jeden Morgen gab es ein herrliches umfangreiches Frühstück mit allem, was das Herz begehrt. Übernachtet haben wir aus Platzgründen (außer meiner 2. Schwester) im Hotel.

Meine Schwester ist erfolgreiche angehende Fachärztin für Urologie, arbeitet sehr viel, um das teure Leben in der Schweiz zusammen mit ihrem Freund finanzieren zu können.

Meine Schwester Stefanie war mir immer ein Vorbild. Mein ganzes Kinder- und Teenager-Leben lang war sie mein Weltbild. Als Baby habe ich sie viel geärgert, weil ich so eifersüchtig auf sie war. Wir haben als Kinder auch viel gestritten. Gegen meine Mama haben wir drei „Großen“ (es gibt auch noch zwei „Kleine“) trotzdem immer zusammen gehalten. In meiner Kindheit habe ich sie immer vorgeschickt, wenn ich mich bei einer Sache nicht getraut habe – Beim Heurigen zum Schokobananen kaufen beispielsweise.

Ich habe Stefanie immer nachgeeifert. Ich wollte immer so sein, wie sie, bis ich eines Tages gemerkt habe, dass ich eben anders bin. Ich bin ich. Stefanie ist meine Schwester, nicht mehr und nicht weniger. Sie ist jünger als ich, nur 17 Monate, aber das genügt. Früher war ich oft sehr wütend darüber, dass sie immer mit allem schneller und besser war als ich. Sie hatte als erstes einen Freund, schaffte das Studium schneller als ich und hat jetzt auch als erstes ein Kind.

Meine liebe Schwester ist eine wunderbare Mutter, liebt ihren Sohn über alles und hat am Samstag eine phantastische Geburtstagsfeier für ihn zu seinem 1. Geburtstag auf die Beine gestellt. Mit Familie und Freunden, haufenweise selbstgemachtem süßem und salzigem Essen – da haben wir alles zusammen geholfen -, passender Dekoration und vielen Geschenken. Ihr Sohn war unglaublich gut gelaunt und hat das Theater um ihn sichtbar genossen. Er wusste genau, dass es um ihn geht.

Ich liebe meinen Neffen. Ein unglaublich fröhliches, aufgewecktes und neugieriges kleines Wesen. Zum Fressen. Einfach so.

Am Sonntag war ich schlecht drauf, wollte nur mehr nach Hause, war genervt und hatte keine Lust mehr auf das Familienchaos, besonders wenig auf meine Mama. Mir war einfach alles zuviel. Wir waren alle am Zürichsee und sind spazieren gegangen. Alle außer mir wollten ins Restaurant und Egliknusperli (A.d.A.: regionale Flussbarsch-Art in Panade frittiert) essen gehen.

Ich wollte einfach nicht mehr mit den anderen am Tisch sitzen. Ich begab mich stattdessen ans Ufer des Sees und hing meinen trüben Gedanken nach. Da hörte ich plötzlich Schritte. Als ich meinen Kopf in die Richtung des Geräuschs drehte, sah ich meine liebe Schwester Stefanie auf mich zukommen. Sie setzte sich neben mich ins Gras.

Stefanie hörte mir geduldig und fürsorglich ohne jegliche Vorwürfe zu und versuchte mich aufzumuntern, sodass ich dann nach einer Weile zusammen mit ihr doch noch zum Tisch gekommen bin. Dafür bin ich ihr sehr dankbar.

Ich bin sehr stolz auf meine liebe Schwester Stefanie und wünsche ihrer kleinen wundervollen Familie alles Glück dieser Welt. Ich habe sie alle sehr lieb.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

 

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LIEBE ZUR EINFACHHEIT: Stadtspaziergang

Ich liebe es, die eigene Stadt zu erkunden. Einfach kreuz und quer durch die Straßen zu schlendern ohne Ziel und Zweck. Sich vom Bauch leiten zu lassen. Zu laufen, zu schauen, zu hören, zu schmecken was es gerade wieder Neues zu entdecken gibt. Neue Geschäfte zu erforschen, neue Lokale zu besichtigen. Ich laufe gerne durch Nebenstraßen, die ich noch nicht kenne. Ich entdecke dabei immer wieder Orte, die ich noch nie gesehen habe.

Diesmal entdecken mein Lebenspartner und ich ein kleines Cafe, das mit schrägen alten Möbeln eingerichtet war. Das namenlose Cafe, in der Nähe vom Haus des Meeres gelegen, hatte als Symbol eine Taube (auf der Rechnung). Das „Tauben-Cafe“ entführte uns für ein paar Minuten in eine ganz andere Welt. Ich beobachte dann die Menschen und überlege, was wohl ihre Geschichten sind, die sie zu erzählen haben. Ich genieße diese Zeit.

Unsere Sitzgelegenheit, ein altes Krankenhausbett, stellte sich als überraschend bequem heraus. Ansonsten bestand das Mobiliar aus winzigen Tischen und Sesseln verschieden Stils. Eine alte Holzrodel stand rechts neben dem Eingang. Wenn ich konzentriert lausche, kann ich noch das Kinderlachen aus der Vergangenheit hören, als der Schlitten noch seinem eigentlichen Zweck diente.

Nach einer Stärkung im Cafe auf dem Weg nach Hause kamen wir noch an einer kleinen belgischen Waffel- und Schokoladeboutique (wo ich Kekse verkostete) und einem kleinen Straßenfest vorbei. Der ansässige Frisör lud zum Haarschnitt unter freiem Himmel ein. Dort saßen sogar zwei mutige Männer auf den bereitgestellten Sesseln. Diese ließen sich, voneinander getrennt nur durch einen Spiegel, eine neue Frisur schneiden.

Ach ja, da war dann noch die geführte Meditation für jedermann im Zelt mitten auf der Mariahilfer Straße…

Ich liebe Stadtspaziergänge, die einfachen Dinge genießen und nebenbei Neues erfahren.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

LIEBE ZUM KINO: Alleingang

Der würzige Geruch von Popcorn liegt in der Luft, Lachen und Gesprächsfetzen dringen an mein Ohr. Ich warte auf den Einlass in den Kinosaal. Endlich geht es los. Ich betrete den kleinen Saal, suche meinen Sitz in Reihe 5 und mache es mir bequem. Gleich ist es soweit. Werbung läuft schon, die Filmvorschau folgt. Langsam wird es ruhig im Saal. Ich lehne mich zurück und dann ist es endlich soweit. Der Film beginnt…

Ich liebe Kino, es ist für mich weit mehr als bloßes Filmschauen. Für mich ist das eine andere Welt, wo ich vom Alltag und der Routine abschalten und in phantastische, komische, abenteuerliche oder romantische Welten und Geschichten abtauchen kann. Manchmal berühren mich die Filme so sehr, dass ich weinen muss. Im dunklen Saal bin ich anonym, niemand bekommt mit, wenn mir die Tränen heiß über das Gesicht laufen.

Ich gehe seit einiger Zeit auch allein gerne ins Kino, es ist ein Ritual für mich geworden. Ich suche mir einen Film aus, hole mir eine Karte und genehmige mir hin und wieder etwas vom Buffet. Ich genieße diese besondere Atmosphäre, wenn ich ganz allein unter lauter Fremden im Kinosaal sitze und einen Film genieße. Danach habe ich es mir zur Routine gemacht, noch ein Stück zu Fuß zu gehen. Meistens bis zur nächsten U-Bahn-Station, am Donnerstag sogar bis nach Hause. Ich habe sogar den ganzen Weg über ein Liedchen gesummt.

Ich freue mich schon auf meinen nächsten Alleingang.

Ich wünsche euch ein wunderschönes, liebevolles Wochenende,

Eure Caroline

SCHLÜSSEL 6: Neugier

Neugier ist der 6. Schlüssel zur Liebe. Neugier bringt uns das Leben näher. Sie lässt uns neue Dinge, Menschen und Länder kennen lernen. Sie lädt dazu ein, dass wir wissbegierig und begeisterungsfähig werden, wenn wir einen fremden Menschen zum ersten Mal begegnen, um seine Persönlichkeit, seine Weltsicht, seine Probleme und seine Vorstellungen von einer Beziehung, welcher Form auch immer, zu erforschen.

Ohne Neugier würden wir mit Scheuklappen durch die Gegend rennen und nichts würde uns interessieren, außer uns selbst. Wir würden keine Partner, sondern höchstens unsere sexuelle Befriedigung mit namenlosen Gestalten suchen, die uns nicht mehr berühren als Steine am Boden.

Neugier lässt Berührung geschehen. Unsere Seele, unser Herz und unser Körper brauchen Berührung, um nicht abzustumpfen, sonst würden wir zu langweiligen, uninteressanten und gefühllosen Wesen degradieren. Auch unser Gehirn braucht Gedankennahrung und diese findet es nur durch Neugier und Forscherdrang.

Wenn wir unsere Liebsten jeden Tag neu zu entdecken versuchen und dadurch voller Begeisterung für sie sind, dann bleibt die Liebe lebendig, farbenfroh und voller Magie, auch wenn wir unsere Liebsten schon lange kennen.

LIEBE ZUM ESSEN: Glücksrausch auf der Alm

Hattet ihr schon einmal einen Glücksrausch von einem Glas Milch? Habt ihr schon mal selbstgemachte pure Butter probiert, die zarte Honigakzente hatte? Habt ihr schon einmal einjährigen Alpenbergkäse aus Rohmilch wie eine seltene Köstlichkeit genossen? Alles in Bioqualität. Ich schon und zwar letzte Woche in der Lurgbauerhütte auf der Schneealpe (NÖ).

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so gute Milch getrunken. Ganz frisch, Rohmilch ohne Zusätze, nur zum sicheren Verzehr erhitzt. Süß, harmonisch, intensiv, einfach nur köstlich. Die Kühe fressen auf den hochalpinen Weiden auf ca. 1.764 Meter eine vielfältige Alpenkräuterflora, die den Geschmack der Milch mitprägen. Das merkte ich auch an Butter und Käse, die daraus hergestellt werden. Viel intensiver, harmonischer und facettenreicher im Geschmack. Naturbelassen und aus Rohmilch hergestellt.

Als ich diese Milch genossen habe, kamen mir die Tränen vor Glück. Das sind die schönen Seiten der Hochsensibilität. Der verstärkte Geruchs- und Geschmackssinn, das intensive Empfinden der positiven Gefühle.

Bitte bleibt neugierig und wandert auf die Berge, köstliche Genuss- und Sinneswelten erwarten euch!

Herzliche Grüße,

Eure Caroline