LIEBE ZUR NATUR: Der Wald, mein Schatz und ich

Am Samstag machten mein Schatz und ich wieder einmal den Wienerwald unsicher. Wir wanderten von Rodaun über die Perchtoldsdorfer Heide, die Franz-Ferdinand-Hütte, die Kugelwiese, die Seewiese, den Gaißberg und Kaltenleutgeben zur Wiener Hütte, um dann von der Schnellbahnstation Liesing heim zu fahren.

Der Tag war recht bedeckt und grau, aber es regnete nicht. Nach einem ruhigen, angenehmen Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Rodaun. Von dort gingen wir frohen Mutes weiter zur Perchtoldsdorfer Heide. Hier trafen wir gleich auf zwei Schafherden. Hübsche Tiere mit langer brauner oder weißer Wolle und langen flauschigen Schwänzen. Eines hatte einen weißen Fleck am braunen Kopf und eine weiße Schwanzspitze. Andere hatten sogar weiß-braun gemischte Wolle. Ich blieb kurz stehen, um sie zu bewundern. Ich liebe Schafe. 🙂 Wir wanderten links an den Tieren vorbei weiter Richtung Franz-Ferdinand-Hütte.

Im Wald entdeckte ich einen wunderschönen seltenen Schwarzspecht mit einer hübschen roten „Kappe“ auf dem Kopf, der auf einem nahen Baum landete. Die Hütte erreichten wir nach ein paar weiteren Minuten Gehzeit. Dort machten wir eine kurze Trinkpause.

Franz-Ferdinand-Schutzhütte

Franz-Ferdinand-Schutzhütte

Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Kugelwiese und Seewiese. Eine Gegend des Wiener Waldes, die wir noch nie zuvor betreten hatten. Ein kleines Abenteuer. Auch nahe des Gasthauses Seewiese genehmigten wir uns eine kurze Pause mit Wasser und Keksen.

Glockenblume

Frisch gestärkt wanderten wir Richtung Gaißberg weiter. Bei einem Unterstand ging es rechts über eine Wiese auf schmalem Pfad in den Wald hinein. Kurz nach Beginn des Weges entdeckte ich in all dem Laub und an einen bereits kahlen Baum gekuschelt ein letztes Zeichen des

Weg Richtung Gaißberg

Weg Richtung Gaißberg

vergangenen Sommers (siehe 2. Foto). Weiter ging es den Weg entlang Richtung Kaltenleutgeben. Auf dem Weg hinunter in den Ort kamen wir an einem Grundstück mit einem Hund vorbei. Anstatt jedoch sein Revier mit Bellen zu verteidigen, schmiegte sich der Hund ganz eng an den Holzlattenzaun, um zu signalisieren, dass er gestreichelt werden wollte. Also ging ich zu dem Tier hin und ließ ihn an meiner Hand schnuppern, die er gleich freundlich abschleckte. Ich nahm das als Aufforderung, ihn streicheln zu dürfen, was ich dann auch tat. Immer, wenn ich auch nur ein paar Sekunden unterbrach, kuschelte sich der Hund wieder ganz eng an den Zaun und steckte sogar seine Schnauze durch die Lücken zwischen den Latten, um meine Hand abzuschlecken, um mich dazu zu bewegen, weiterzumachen. Nach ein paar Minuten Streicheleinheiten, die der Hund sichtlich genoss, machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Wiener Hütte.

Nach einer längeren, steilen Bergetappe und der Überquerung einer großen Wiesenfläche erreichten wir dann diese bekannte Hütte auch und genehmigten uns etwas zu trinken und ein paar Pommes mit Ketchup. Als wir zum Rückweg Richtung Schnellbahn aufbrachen, war es schon recht dämmrig, aber trotzdem sahen wir noch genügend. Kein Mensch war sonst mehr unterwegs. Ich genoss die Stille und den Duft des Waldes.

Wir hatten schon gute zwei Drittel des Weges hinter uns, als ich kurz nicht aufpasste und an einem unter dem Laub verborgenen Stein abrutschte, mit dem rechten Fuß umknöchelte und dann auf die linke Seite stürzte, wobei ich mit der linken Hand über die Steine schürfte und diese dabei ebenfalls leicht verletzte. Mein Schatz schnappte mich gleich unter den Armen und half mir aufstehen, um eine sofortige Schwellung zu verhindern (innerhalb der ersten beiden Minuten). So tappste ich dann vorsichtig, halb auf meinen Schatz gestützt, den Weg weiter hinunter, was auch überraschend gut klappte.

So erreichten wir nach rund 5 Stunden (mit allen Pausen) wieder die Schnellbahn am Liesinger Platz.

Eine tolle Herbst-Wanderung, die ich nie vergessen werde (nicht nur wegen meines verletzten Knöchels).

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

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