LIEBE ZUM MENSCHEN: Ein Hoch auf das Lob! Teil 1

Ich arbeite in einer Rechtsanwaltskanzlei und habe dadurch ständig mit Behörden, Ämtern usw. zu tun. Nicht immer läuft da alles so, wie man sich das wünschen würde. Die dort arbeitenden Beamten sind starker Kritik ausgesetzt, weil es oft sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, bis etwas weitergeht oder weil Fehler passieren. Kürzungen, Zusammenlegungen usw. machen den Behörden und Ämtern das Leben schwer. Wer darunter leidet, sind meistens die Menschen, die am wenigsten dafür können, weil sie nur ein kleines Rädchen im Getriebe sind.

Ich finde es ungerecht, dass alle Beamten über einen Kamm geschert werden. Daher möchte ich meinen Blog auch dafür nutzen, um positive Beispiele von Menschen zu bringen, die ihre Aufgabe ernst nehmen und gut Arbeit leisten.

Gerade eben habe ich mit dem Finanzamt f. Gebühren und Verkehrssteuern Wien telefoniert. Wir haben in einem Fall eine Eingabe machen sollen, wofür das Formular im FinanzOnline nicht passte. Also haben wir beim Amt vor einer Woche schriftlich nachgefragt, wie wir das machen sollen. Heute rief die zuständige Dame bei uns an und hat mir nicht nur sämtliche Fragen geduldig beantwortet, sondern mir auch noch ihren Namen genannt und ohne Aufforderung ihre Telefonnummer für eventuelle Rückfragen bei Problemen gegeben. Das nenne ich Service. 🙂 Danke an Frau Eckl! Sie leisten wertvolle und gute Arbeit.

Ich begegne allen Menschen mit Freundlichkeit, weil mir wichtig ist, dass ich ebenso behandelt werde. Daher ist mir auch Lob wichtig. Mit Kritik gehen wir oft verschwenderisch um. Da sind wir schnell ungehalten und ungeduldig. Wer für Menschen ein freundliches Wort und ein ehrlich gemeintes Lob übrig hat, für den öffnen sich plötzlich Türen, Lösungen und Möglichkeiten, wo vorher keine gewesen sind.

Ich suche nach weiteren positiven Beispielen. Wer selbst schon solche kennengelernt hat, der möge sie bitte in den Kommentaren hinterlassen. Danke!

Herzliche Grüße und einen erfolgreichen Tag,

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Mythen, Moor und Marmelade

Unsere erste Radtour heuer startete nicht wie sonst in Wien, sondern in Gmünd (NÖ) im schönen Waldviertel. Unser erstes Ziel war die wunderschöne, abwechslungsreiche Blockheide. Ein Naturpark gleich in Gmünd. Dieses Gebiet ist berühmt für seine riesigen Felsen und Wackelsteine, die die Landschaft prägen (s. Foto). Alle haben sie phantasiereiche Namen, wie z.B die Teufelsbettstätte, Christophorusstein, Pilzstein u. a.  Die Blockheide bietet Wald und Wiesen, Seen und sogar zwei kleine ehemalige Granit-Steinbrüche, die jetzt als Seen neuen Lebensraum für die Tieren bieten.

Wusstet ihr, dass in Granit-Steinbrüchen aus Stein- und Erdspalten Wasser austritt, das bei Betrieb des Steinbruchs abgepumpt wird. Wenn dieser dann still gelegt wird, läuft das künstlich erzeugte Becken voll und ein neuer Lebensraum entsteht.

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Nach einer kleinen Mythenweg-Wanderung (mit Sichtung einer Blindschleiche) nahm ich mir noch eine köstliche, selbstgemachte Marmelade aus dem dortigen kleinen Parkzentrum mit („Mohnzauber“). Gestärkt mit einem „Waldviertler Mohnzelt“ fuhren wir dann mit dem Rad weiter nach Heidenreichstein, wo eine wunderschöne Wasserburg steht. Diese ist privat und dauerhaft bewohnt. Sie gehört der Familie Kinsky. Man kann sie nur mit einer Führung besuchen.

IMG_3952Weiter ging es zum Heidenreichsteiner Moorgebiet. Nach rd. 1,4 km Hügel hoch konnten wir eine Moorwegrunde beginnen. Das Moor ist viel beworben, aber lang nicht so sehenswert, wie die Blockheide. Allerdings haben wir dafür einen süßen kleinen Frosch im Moor entdecken können.

Nach der Wanderung fuhren wir über Schrems wieder zurück nach Gmünd. In Schrems waren leider alle Quartiere belegt, geschlossen oder dubios. Wieder zurück in Gmünd übernachteten wir im Gasthof zum Meridianstein. Das Besondere an Gmünd ist nämlich, dass dort der 15. Längenmeridian, der Referenzmeridian, wo die mittlere Ortszeit mit der mitteleuropäischen Zeit übereinstimmt (Wikipedia am 20.05.2015). Auf dem Weg dorthin trafen wir sogar auf ein Reh, weniger als zehn Meter entfernt.

Am nächsten Tag ging es dann mit dem Rad noch bis Vitis, wo es dann zu regnen begonnen hatte, und wir die Heimreise mit dem Zug angetreten hatten.

Im Zug trafen wir auf einen interessanten Mann, der auf den Spuren seines verstorbenen Vaters, der am letzten Kriegstag des 2. Weltkrieges noch in amerikanische Gefangenschaft geraten ist, die Orte seine Stationierung mit Zug und Rad bereist hat. Dort sprach er auch mit Leuten, die aus der Zeit noch Erfahrungen haben. Eine Zeitreise sozusagen. Eine tolle Idee, wie ich finde.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

LIEBE ZUM KINO: Drei Herzen

Was passiert, wenn sich ein Mann und eine Frau zufällig begegnen? Der Mann hat gerade seinen letzten Zug nach Hause verpasst. Er sucht nach einem Hotel. Die Frau begleitet ihn und zeigt ihm die Gegend. Sie verlieben sich, machen ein weiteres Treffen aus. In Paris, um 18.00 Uhr bei einem Brunnen in einem bekannten Park. Die Frau verrät nicht mal ihren Namen. Das Schicksal soll entscheiden.

Der Mann hat einen Herzinfarkt, er kommt zu spät zum Treffen. Sie ist schon weg.

Wochen später lernt der gleiche Mann im Finanzamt eine andere Frau kennen, die Probleme mit ihrem Antiquitätenladen hat. Er hilft ihr mit der Steuer, denn er ist Steuerprüfer. Der Zuschauer weiß sofort, diese Frau ist die Schwester der ersten Dame. Doch das weiß der Mann nicht. Sie verstehen sich auf Anhieb bestens. Neue Liebe entsteht.

Kann das gut gehen?

„Drei Herzen“, ein französischer Film zum Verlieben. Liebe, Romantik, Drama und tolle Schauspieler. Was will man mehr?

Fazit: Wer französische Filme mag, so wie ich, sollte sich diesen unbedingt anschauen. Manchmal vielleicht etwas vorhersehbar.

Bewertung: ❤ ❤ ❤ ❤ von 5 Herzen

LIEBE ZUR NATUR: Weglos und Schneckenreich

Wanderung am vergangenen Wochenende auf schönen Wegen von Hötzelsdorf (NÖ) über Pernegg und Horn an Tag 1., Zugfahrt bis Gars am Kamp (NÖ) und dann weiter am nächsten Tag nach Rosenburg zurück. Das Schloss haben wir dann aufgrund eines Wikingerspektakels ausgelassen.

Der erste Teil bis nach Pernegg ist noch einigermaßen gut beschildert, aber dann wird es schwierig. Viele Schilder sind kaputt und nur mit Mühe zu sehen bzw. richtig zu interpretieren. Wir haben uns dann auf dem Weg auch gleich im Wald verirrt. Ich bleibe in solche Situationen immer ganz ruhig. Panik kommt da komischerweise nie auf. Den himmlischen Helfern sei Dank, haben wir dann, kaum dass wir die Dunkelheit des Waldes hinter uns gelassen hatten, einen auskunftsfreudigen und ortskundigen Mann getroffen, der uns weiterhelfen konnte. Wir waren offenbar im Kreis gelaufen. Der Wegbeschreibung des Mannes folgend, erreichten wir tatsächlich nach kurzer Zeit einen kleinen Bach, der uns den restlichen Weg treu begleiten sollte. Wir erreichten dann nach Überquerung von drei abenteuerlich anmutenden Baumstammbrücken in Mödring an, wo wir vor der Dorfkirche rasteten.

Nach kurzer Pause wanderten wir weiter nach Horn, wo wir den Zug bis nach Gars am Kamp nahmen. Dort übernachteten wir in der „Waldpension“. Eine alte Villa am Waldrand.

Nach dem ausreichenden Frühstück wanderten wir nach Rosenburg  (s. Foto).

Da das Wetter war ideal für Schnecken, die wir sehr zahlreich beobachten konnten. Wir mussten wirklich bei fast jedem Schritt aufpassen. Haufenweise Weinbergschnecken, duzende Nacktschnecken (besonders viele junge), Schnirkelschnecken. In allen Farben, Formen und Altersklassen. Sogar eine große grün gefärbte Nacktschnecke habe ich gesehen. Ein besonders schönes Exemplar fand ich, als wir auf einer Bank auf dem „Weg der Stille“, der beim Kloster Pernegg (auf Fasten spezialisiert) beginnt, bei einer alten Ruine eine Rast einlegten. Eine Schnecke mit schwarzem Kopf, die ein flaches, schön gezeichnetes Haus trug, das auf der Rückseite eine Vertiefung hatte. Leider weiß ich nicht, was für eine Art das war.

Ich frage mich manchmal, wie Schnecken die Welt sehen. Wenn man auf nur einem Fuß knapp über dem Boden, langsam und bedächtig über den (Wald)boden kriecht.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline