LIEBE ZUR NATUR: Mythen, Moor und Marmelade

Unsere erste Radtour heuer startete nicht wie sonst in Wien, sondern in Gmünd (NÖ) im schönen Waldviertel. Unser erstes Ziel war die wunderschöne, abwechslungsreiche Blockheide. Ein Naturpark gleich in Gmünd. Dieses Gebiet ist berühmt für seine riesigen Felsen und Wackelsteine, die die Landschaft prägen (s. Foto). Alle haben sie phantasiereiche Namen, wie z.B die Teufelsbettstätte, Christophorusstein, Pilzstein u. a.  Die Blockheide bietet Wald und Wiesen, Seen und sogar zwei kleine ehemalige Granit-Steinbrüche, die jetzt als Seen neuen Lebensraum für die Tieren bieten.

Wusstet ihr, dass in Granit-Steinbrüchen aus Stein- und Erdspalten Wasser austritt, das bei Betrieb des Steinbruchs abgepumpt wird. Wenn dieser dann still gelegt wird, läuft das künstlich erzeugte Becken voll und ein neuer Lebensraum entsteht.

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Nach einer kleinen Mythenweg-Wanderung (mit Sichtung einer Blindschleiche) nahm ich mir noch eine köstliche, selbstgemachte Marmelade aus dem dortigen kleinen Parkzentrum mit („Mohnzauber“). Gestärkt mit einem „Waldviertler Mohnzelt“ fuhren wir dann mit dem Rad weiter nach Heidenreichstein, wo eine wunderschöne Wasserburg steht. Diese ist privat und dauerhaft bewohnt. Sie gehört der Familie Kinsky. Man kann sie nur mit einer Führung besuchen.

IMG_3952Weiter ging es zum Heidenreichsteiner Moorgebiet. Nach rd. 1,4 km Hügel hoch konnten wir eine Moorwegrunde beginnen. Das Moor ist viel beworben, aber lang nicht so sehenswert, wie die Blockheide. Allerdings haben wir dafür einen süßen kleinen Frosch im Moor entdecken können.

Nach der Wanderung fuhren wir über Schrems wieder zurück nach Gmünd. In Schrems waren leider alle Quartiere belegt, geschlossen oder dubios. Wieder zurück in Gmünd übernachteten wir im Gasthof zum Meridianstein. Das Besondere an Gmünd ist nämlich, dass dort der 15. Längenmeridian, der Referenzmeridian, wo die mittlere Ortszeit mit der mitteleuropäischen Zeit übereinstimmt (Wikipedia am 20.05.2015). Auf dem Weg dorthin trafen wir sogar auf ein Reh, weniger als zehn Meter entfernt.

Am nächsten Tag ging es dann mit dem Rad noch bis Vitis, wo es dann zu regnen begonnen hatte, und wir die Heimreise mit dem Zug angetreten hatten.

Im Zug trafen wir auf einen interessanten Mann, der auf den Spuren seines verstorbenen Vaters, der am letzten Kriegstag des 2. Weltkrieges noch in amerikanische Gefangenschaft geraten ist, die Orte seine Stationierung mit Zug und Rad bereist hat. Dort sprach er auch mit Leuten, die aus der Zeit noch Erfahrungen haben. Eine Zeitreise sozusagen. Eine tolle Idee, wie ich finde.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

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2 Gedanken zu “LIEBE ZUR NATUR: Mythen, Moor und Marmelade

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