LIEBE ZUR NATUR: Der „Pizzabote“ im Wald

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Am Sonntag: Vom Bahnhof Payerbach-Reichenau (NÖ) über die Waldburgangerhütte und Schneedörfl zurück nach Payerbach (1 h 45 hoch, 2 h hinunter bis Schneedörfl -> Payerbach Bahnhof 15 min länger).

Der Tag begann trüb und regnerisch, das ist mittlerweile kein Hindernis mehr für mich. Nach einem labenden Frühstück und einer ereignislosen Bahnfahrt nach Payerbach-Reichenau folgten wir den Hinweisschildern Richtung Waldburgangerhütte. Neuland für beide von uns. Die ersten rund 25 Minuten folgten wir einer Straße zu einem Bauernhof. Zuerst begegneten wir einigen Duzend grauen Kühen, später sogar den berühmten Highland cows (s. Handyfotos), auch einige Pferden und sogar einem kleinen Esel konnten wir entdecken. Wenige Meter nach dem Hof ging es- ein Hund verfolgte jeden unserer Schritte misstrauisch –  dann steil, an einer Stelle sogar mit einer Eisenkette gesichert, bergan durch den erfrischenden und erholsamen Wald.

Ich liebe den Wald. Den Geruch, das variantenreiche Grün, die „Stille“, die Geräusche der Tiere, die Erde, die mich trägt und Kraft gibt. Die letzten Wochen waren sehr chaotisch und psychisch anstrengend für mich. Ich hatte viel auf meine Schultern geladen. Sogar mein Bauch streikte zunehmend. Am Samstag nach emotionalen Stunden brachen dann ganze Gebirge von meinem Herzen. Klärung und Heilung waren dann am Sonntag möglich. Was ist da besser als eine Wanderung durch herrlichen, dichten Wald?  So eine Wanderung ist wie eine Psychotherapie. Gespräche gehen viel leichter von der Hand, Energie kehrt zurück, positive Gedanken gewinnen wieder die Oberhand und liebevoller Gleichmut stellt sich ein.

Nach einer Weile und einem kurzen Abstecher nach links abseits des Hauptweges erreichten wir die wunderschöne „Jubiläumsaussicht“. Bei gutem Wetter hat man hier einen phänomenalen Weitblick auf die umgebende Gebirgslandschaft (s. Handyfotos).

Nach einer kurzen Rast samt Obst als kleine Stärkung folgten wir dem Hauptweg weiter Richtung Hütte. Nach einem letzten steileren Stück hatten wir es zur „Bodenwiese“ geschafft, wo die Hütte nach wenigen Metern auf der rechten Seite steht.

Wir stärkten uns dort mit Frittatensuppe. Für mich gab es auch noch eine sehr zu empfehlende „Weiße Mohnschnitte“. Köstlich. Mjam, mjam.

Zurück wanderten wir dann über teilweise sehr steile Pfade wieder hinunter und über den Ort Schneedörfl zurück nach Payerbach in knapp über zwei Stunden zum Bahnhof zurück. Lange warten mussten wir zum Glück nicht. Der Zug wartete bereits auf uns.

Am Rückweg kam uns ein Mann im Anzug samt Krawatte und pizzabotentauglicher Tasche in den Händen entgegen. Ich hätte ihn am liebsten gefragt, welche Pizza er denn dabei hat. Der Mann schaute aber so grimmig und konzentriert von der Anstrengung, dass ich mich gerade noch zurückhalten konnte. Welche Schuhe die Typ für seine flotte Besteigung vorgesehen hatte, kann ich Euch leider nicht verraten, dazu war ich in diesem Moment viel zu erstaunt gewesen.

Ich wünsche Euch einen sonnigen Tag,

Eure Caroline

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