LIEBE ZUR NATUR: Anton Bruckners Zuflucht

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Am Wochenende genehmigten wir uns ein romantisch, mystisches Kuschelwochenende in Bad Kreuzen/Oberösterreich.

Die Hinfahrt am Freitagnachmittag nach der Arbeit war schon ein kleines Abenteuer für sich. Wer ein Auto besitzt, ist hier deutlich im Vorteil. Besonders, weil am Wochenende von und nach Bad Kreuzen kein Bus fährt. Von gesperrten Donaubrücken ganz zu schweigen…

Nach unserer Ankunft im Hotel „Schatzkammer“ im riesigen, kuscheligen Zimmer mit herrlicher Aussicht auf die umliegende Bergwelt und großer Terrasse, genossen wir gleich noch die romantische Umgebung der Burg, die mystische Wolfsschlucht. Einen kleinen Teil davon, aber es war schon spät, und wir wollten vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück beim Hotel sein.

Das Hotel selbst hat einen direkten Verbindungsgang zur Burg, wo sich auch der Speisesaal und die Burgschenke befinden. Die Verpflegung war wenig einfallsreich, besonders das vegetarische Gericht, mehr eine Ritterverpflegung zum satt werden.

Am Samstag nach dem Frühstück erkundeten wir bei gutem Wetter die Landschaft eingehender. Zuerst wanderten wir erneut zur Wolfsschlucht hinunter, durchquerten sie diesmal ganz und besuchen danach die Speckalm. Die Umgebung ist dort sehr hügelreich, weswegen die Wanderung eine richtige „Konditionsstrecke“ war, wie wir das gerne nennen. Danach ging es wieder bergab ins Tal und wieder über steilere Wege zurück in den Ort Bad Kreuzen, wo wir bis ganz hinauf zum 1. Kurhaus für Traditionelle europäische Medizin spazierten. Dort gibt es u. a. einen großen Garten, den man kostenfrei besuchen kann, um sich im Sommer an Kneippstationen abzukühlen oder einmal eine Gradieranlage zu besuchen. Letzteres haben wir auch getan.

Exkursion Gradieranlage: ursprüngl. für die Salzgewinnung in Verwendung, hier: Nachahmung der Mittelmeerluft für die Atemtherapie. Dabei wird Salzwasser über Reisig (Äste von Nadelbäumen), das in riesigen Holzrahmen hängt, geleitet. Dadurch entstehen Soletröpfchen in der Luft. Die so mit Salz angereicherte Luft, ähnlich der Meeresluft, befeuchtet und reinigt die Atemwege intensiv. Ein längerer Aufenthalt von ca. 30 – 60 Minuten ist zu empfehlen.

Am Sonntag wanderten wir dann nach dem Frühstück und dem Auschecken wieder über die Wolfsschlucht und die Speckalm über viele Hügel und durch Waldabschnitte sehr abwechslungsreich nach Grein (etwas über 6 km, nicht ganz 2 h Wegzeit bei Regen). Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt, entschieden wir, mit dem früheren Zug zurück nach Wien zu fahren.

Exkursion Wolfsschlucht: diese Schlucht wurde bereits im 19. Jahrhundert für erste Kaltwasseranwendungen in den natürlichen Tümpeln und Wasserfällen der Klamm genutzt. Die Aristokratie und gehobene Beamte kamen gerne hierher, um sich einer Kneippkur zu unterziehen. Das Wasser erreicht sogar im Sommer nur Temperaturen zwischen 12 und 14 Grad. Heute erinnern nur mehr ein paar Tafeln, wie „Wiener Wellen“, „Herrenduschen“, „Damenbad“ oder „Neptunsquelle“ an die frühere Verwendung.

Sogar Anton Bruckner soll in der Schlucht nahe des Wasserfalls Zuflucht gefunden haben, wenn ihm wieder einmal die Musik seiner böhmischen Kollegen nicht gefallen hatte (Quelle: Infotafel bei einer Bank in der Schlucht bei der „Anton Bruckner Zuflucht“). Auch viele Sagen ranken sich um diese Klamm.

Eine einfach zu bewandernde (4,3 km Rundwanderung), mystische, wild-romantische Schlucht mit moosbewachsenen Felsen, Wasserfällen, Grotten, Tümpeln und einem rauschenden Bach. Auch ein paar Bänke zum Ausruhen gibt es dort.

Viel Spaß beim Wandern,

Eure Caroline

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6 Gedanken zu “LIEBE ZUR NATUR: Anton Bruckners Zuflucht

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