LIEBE ZU KINDERN: Eine Schneeballschlacht

Der wunderbare Blog „Die kleinen Glücksmomente“ hat mich auf den Gedanken gebracht, dass ich euch von meiner Winterwanderung mit meiner besten Freundin und ihrer süßen Tochter erzählen wollte.

Wir wanderten am vergangenen Sonntag von Perchtoldsdorf aus zur Kammsteinerhütte. Schon gleich zu Beginn hatte es zu schneien begonnen, und der Wald verwandelte sich langsam in einen magisch-märchenhaften Zauberwald. Ich bin jetzt kein besonderer Winter/Kälte/Schnee-Fan, aber dieser wunderbaren Verwandlung konnte auch ich mich nicht entziehen. Die Tochter meiner Freundin ist noch keine 4 Jahre alt. Wir mussten sie an diesem Tag wirklich viel motivieren, damit sie zur Hütte geht. Oben in der Hütte kuschelte sie sich dann aber zu mir, damit ich ihr die Geschichte von einer Riesin vorlesen konnte, die allerlei Prinzen in ihre große Handtasche steckt, um sie dann Zuhause in ihrem Puppenhaus aufzubewahren, bis die Riesin eines Tages von einer mutigen roten Ritterin und einer winzig kleinen Spinne besiegt wird. Die süße Maus hätte die Geschichte am liebsten gleich nochmals gehört. Nach gutem Speis und Trank stiegen wir noch kurz auf die Warte neben der Hütte hoch, um den genialen Ausblick auf den ganzen südlichen Teil von Wien zu genießen.

Beim Rückweg hatte dann meine Freundin die Idee zu einer Schneeballschlacht. So machten wir also kurz Halt. Die süße Tochter meiner Freundin meinte, nachdem ich sie mit einem Schneeball getroffen hatte, sie möchte lieber nur zuschauen und ihre Mama anfeuern. So traf mich also eine Ladung Schnee auf dem Arm, ich brach theatralisch und übertrieben „strebend“ am Boden zusammen und kugelte mich im Schnee herum. Schon hörte ich das herzige, glucksende Lachen des kleinen Mädchens. Ein Tag, an dem ich ein Kind, wenn auch nur für einen kurzen Moment, erheitern konnte, ist ein guter Tag, dachte ich da. Ja, Schadenfreude ist auch für Kinder die schönste Freude. Auf ging es in die nächste Runde. Die süße Maus feuerte natürlich ihre Mama kräftig an. Schneeball, ein Treffer, ich ging erneut zu Boden. Lautes Lachen. So ging das eine Weile weiter. Gut, dass ich meine wasserdichte Outdoorhose anhatte. Danach schaute ich nämlich wie eine halbe Schneefrau aus. 🙂

Wir sind schon fast wieder beim Auto, als das Mädchen noch meinte, sie würde sich eine rote (Berg)katze wünschen. Auf die Nachfrage, warum denn gerade eine rote Katze, antwortete sie mit ihrer wunderbaren Kinderlogik: „Damit sie besser laufen kann, und ich die Katze nicht die Stiegen hinauftragen muss.“ 🙂

Kinder sind genial. Ihre Wissensfreude, ihre Begeisterungsfähigkeit und ihre Neugier sind ansteckend, aber das Allerbeste ist ihr wunderbares Lachen und ihre leuchtenden Kinderaugen, wenn sie sich freuen. Kinder haben mir schon so oft meinen Tag versüßt. Erst kürzlich wieder: ich treffe manchmal eine Mutter mit ihrem vielleicht 2-jährigen Sohn im Aufzug. Dieser hat gerade ein Lieblingswort, nämlich „Tschüss“. Immer wenn ich ihn und seine Mutter im Aufzug treffe, sagt er „Tschüss“ statt „Hallo“ zu mir. Beim letzten Mal sagte seine Mutter zu ihm, er solle doch etwas höflicher sein. Der Aufzug hält, seine Mutter meinte, jetzt könne er tschüss sagen, worauf der kleine Bub „Hallo“ sagte. Ich hatte so lachen müssen und sagte natürlich „Tschüss“.

Jetzt kommen bald meine Nichte und mein Neffe samt ihrer Mama und ihrem Papa zu Besuch. Besonders auf meine neue Nichte freue ich mich, die jetzt auch schon über einen Monat alt ist. Bisher habe ich sie ja nicht sehen können, da sie ja in Zürich lebt.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

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