LIEBE ZUM MENSCHEN: Lebensbegleiter

Manchmal passiert es, dass wir auf unserem Lebensweg auf einen Menschen treffen, der unser Leben auf angenehme Weise total durcheinanderschüttelt. Wir denken anders und nehmen auf einmal auch die Welt um uns herum ganz anders wahr und wundern uns darüber, welch unglaublich positiven Effekt dieser Mensch auf uns hat.

Wenn wir das zulassen, eröffnet sich eine neue Schichtweise auf unser Leben und unsere Umwelt. Vielleicht entdecken wir neue Interessensgebiete, erkennen alte Muster, die wir nicht länger brauchen, lachen mehr oder entwickeln neue Ideen für unsere weitere Zukunft.

Andere Menschen können im positiven Sinne richtiggehend als Katalysatoren für wichtige innere Prozesse dienen. Sie helfen uns schon alleine damit, dass sie in unserem Leben sind, ohne groß etwas dafür tun zu müssen.

Wenn wir uns auf andere Menschen einlassen und ihnen die Möglichkeit geben, ein Begleiter unseres Lebensweges zu werden, dann kann es passieren, dass wir unser Inneres Kind neu entdecken und vielleicht sogar die eine oder andere Hülle unseres dicken Schutzpanzers abstreifen können, den viele von uns mit sich herum schleppen.

Ich meine natürlich nur die Menschen, bei denen wir uns wohlfühlen und die uns durch ihr inneres Leuchten und Strahlen anstecken, die Lust am Leben miteinander zu teilen.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich bereits mehrmals auf solche Menschen getroffen bin und sie in mein Leben geholt habe.

Meist tauchten sie gerade dann in meinem Leben auf, wenn ich sie am meisten brauchte oder es am wenigsten erwartet hatte.

Erst vor wenigen Wochen ist mir dieses Wunder wieder passiert. Obwohl dieser Mensch nicht mal in meiner Stadt wohnt, hat er doch schon so viel verändert.

Ich wünsche Euch viele solcher Lebensbegleiter in Eurem Leben und einen wunderbaren Tag,

Eure Caroline

 

 

 

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LIEBE ZUR FREUNDSCHAFT: Was wirklich zählt

Über Freundschaft wurde schon viel geschrieben, weil Nähe und zwischenmenschliche Beziehungen für Menschen überlebenswichtig sind. Für mich waren Freundschaften immer schon sehr bedeutsam und wichtig. Wie viel Kommunikation ist wichtig, um sich wertgeschätzt und gemocht zu fühlen? Wie oft muss man sich sehen? Ich habe festgestellt, dass da oft sehr unterschiedliche Bedürfnisse zusammenkommen. Der eine fühlt sich vernachlässigt, wenn er nicht regelmäßig eine Nachricht erhält oder angerufen wird. Der andere mag es am liebsten nur per Mail und bevorzugt persönliche Treffen mit direktem Austausch. Freundschaften sind genauso dem Wandel unterworfen, wie andere Beziehungen auch. Intensive Phasen wechseln sich mit lockeren Phasen ab, in denen man sich nicht so viel sieht und hört. Auch hier gibt es große Unterschiede. Manche Freundschaften sind ganz innig und man vermisst den anderen, wenn er nur einmal für eine Woche auf Urlaub ist. Den anderen sieht und hört man nur alle paar Monate und die Zeit beim Treffen vergeht wie im Flug, weil man sich ganz schnell wieder nahe ist und die Lücke dazwischen dann wie weggeblasen ist. Ich habe habe in meinem sozialen Kreis beides und doch könnte ich nicht sagen, dass die eine Freundschaft besser als die andere ist. Sie sind alle unterschiedlich und auf ihre Weise genau richtig für die beiden Menschen, die sie leben.

Meine beste Freundin höre und sehe ich aufgrund der Lebensumstände nur alle paar Monate, aber wenn ich sie und ihre wunderbare Tochter sehe, dann genieße ich die Stunden mit ihnen und freue mich, sie in meinem Leben zu haben. Die Zeit dazwischen ist dann wie weggewischt. Unsere Freundschaft ist in der Volksschulzeit entstanden, sie basiert auf gemeinsamen Unternehmungen, weniger auf sozialen Austausch durch Gespräche. Ich habe die wichtigsten Stationen ihres Lebens mitgemacht. Ich war bei ihrer Sponsion dabei, war Gast bei ihrer Hochzeit und habe ihre süße Tochter, als diese gerade 1 Tag alt war, in den Händen gehalten und war bei ihrer Taufe dabei. Unsere Freundschaft hat viele andere Freundschaften und Bekanntschaften überdauert und sogar den Umzug ihrer Familie nach Linz überlebt. Wir haben uns nie häufig gesehen oder gesprochen, aber doch ist sie meine beste Freundin und das seit 1990.

Ganz anders verhält sich das bei meinem besten Freund. Von Anfang an haben wir uns Mails geschrieben. Mittlerweile in 5 Jahren hunderte. Dafür telefonieren wir kaum und senden uns auch nur selten Nachrichten. Wir trafen uns anfangs jede Woche, dann alle zwei und jetzt so, wie es uns passt. Mails schreiben wir immer noch sehr viele. Die Innigkeit und Zuneigung ist trotz der Weiterentwicklung unserer Freundschaft immer geblieben. Die Zeit verfliegt, wenn ich ihn persönlich sehe, und wenn er auf Urlaub ist, dann fehlt mir der Austausch mit ihm. Wir hatten auch unsere Krisen und Zeiten, wo wir uns weniger hören und sehen wollten, aber eine Freundschaft ist nur dann wirklich gut, wenn sie gerade die Phasen gut übersteht. Denn nur in Krisen können wir uns entwickeln und das Fundament unserer Freundschaft stärken. Wir waren immer für einander da, wenn es Probleme gab. Durch ihn habe ich gelernt, Hilfe anzunehmen, wenn sie notwendig ist. Ich ziehe mich in schlechten Phasen eher zurück, doch durch ihn habe ich gelernt, dass es manchmal viel bringt, mit jemanden darüber zu reden.

So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich gestalten sich auch die zwischenmenschlichen Beziehungen. Wichtig ist, dass sich beide damit rundum wohlfühlen. Die Intensität kommt und geht. Was wirklich zählt, dass sind Wertschätzung, Zuneigung, Begleitung in Notlagen und sich für den anderen wirklich Zeit zu nehmen. Lieber seltener, aber dafür dann wirklich zugewandt, aufmerksam und liebevoll. Dazu gehört auch, das Handy einmal in Ruhe zu lassen und nur für den anderen da zu sein. Gemeinsamkeiten sind wichtig, aber genauso auch genügend Unterschiede, um von einander zu lernen und sich persönlich weiterzuentwickeln.

Wenn Probleme auftauchen, dann am besten zeitnah miteinander darüber sprechen. Wenn man sich in einer Beziehung, welcher Art auch immer, nicht mehr wohlfühlt und das auch nicht ändern kann, weil man sich vielleicht zu weit von einander entfernt hat, dann sollte man auch den Mut haben, diese Beziehungen zu beenden. Nichts ist schlimmer als eine belastende Bindung zu einem anderen Menschen. Diese kostet dann nur Kraft und ist für beide keine Bereicherung mehr.

Früher war ich wahnsinnig traurig, wenn eine Freundschaft sich aufgelöst hatte. Mittlerweile weiß ich, dass es eben nicht mehr gepasst hatte, dass die Zeit mit diesem Menschen vorbei war. Dort, wo sich eine Türe schließt, dort öffnet sich eine andere. Wir schauen nur gerne auf die verschlossene Türe und übersehen die neue.

In unser Leben kommen immer diejenigen Menschen, die passen. Wir sind immer Lehrer und Schüler zugleich. Wir brauchen nur etwas Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Liebe, dann werden wir immer die Menschen finden, die uns gut tun.

Herzliche Grüße und viele liebe wertvolle Freunde in Eurem Leben wünscht Euch

Euer Caroline

PS: Dieser Beitrag wurde inspiriert von  https://derbegleitwolf.wordpress.com Danke, Wolf!