LIEBE ZUR NATUR: immer dem Wasser nach – Pfingsten im Ötscherland/NÖ

Schleierfall Ötschergräben 2017 komp

„Schleierfall“ in den Ötschergräben, 04.06.2017

Das Pfingstwochenende stand, schon wie die Bosnienreise, im Zeichen des Elements Wassers. Es ist gleichzeitig das nachgiebigste, wie auch das stärkste Element, kann es doch durch stetiges Bemühen den härtesten Stein aushöhlen oder ganze Täler erschaffen. Langsam, aber sicher. Ich liebe Wasser. Es reinigt mich, es gibt mir neue Energie, es hält meinen Fluss des Lebens in Schwung und lässt mich flexibel auf Situationen reagieren. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass ich in einem wassergesegneten Land wie Österreich auch gerne entlang von Flüssen oder Seen wandere.

Das Wetter war uns trotz dunkler Regenwolken wohlgesonnen und so konnten wir eine wunderschöne 2-Tages-Tour von Lunz am See nach Lackenhof (Übernachtung im Sporthotel) und danach weiter über den Riffelsattel (Teil des Ötschers, 1283 m/Seehöhe) in die wildromantischen Ötschergräben, wo der Ötscherbach (ein Nebenfluss der Erlauf) mit kräftiger Strömung ein Ständiger Begleiter der Wanderer ist. Erst beim „Ötscherhias“, einer bekannten Raststation, nahmen wir Abschied von ihm und wanderten dann Richtung Bahnhof Erlauf der Mariazeller Bahn. Auch auf diesem Weg folgten wir einem kleinen Fluss. Sogar eine renovierte Holzmühle ist hier zu entdecken. Mit Pausen hatten wir am Samstag ca. 4.00 h für die Strecke Lunz/See Busstation Schule (samt Abstecher in den See) und Lackenhof gebraucht, am Sonntag von Lackenhof über den Riffelsattel in die Ötschergräben bis zum „Ötscherhias“ und weiter zum Bahnhof Erlauf ca. 5.30 h.

Der Lunzer See ist vergleichsweise kalt und nur für mutige Schwimmer empfohlen. Das kurze Bad darin war jedenfalls sehr erfrischend!

Die Ötschergräben selbst sind sehr gut begehbar. Die Steiganlagen sind gut gewartet und weisen nur wenig Höhenunterschiede auf und sind trotz der Länge auch mit entsprechend langen Pausen mit Kindern im Volksschulalter gut zu schaffen. Der Weg von Lackenhof auf den Riffelsattel verlangt da schon sehr viel mehr Kondition – für Anfänger nicht geeignet. Besonders der letzte Hang vor der Kuppe ist eine echte Herausforderung an die Beine und das Herz. Sehr steil und durch die kleinen Steine rutschig. Zwei Radfahrer wollten tatsächlich diesen Hang fahrend bewältigen, scheiterten aber kläglich und mussten schieben. Hier sind Wanderstöcke, egal, ob gekauft oder aus der Natur, sehr hilfreich, auch gute (Berg-)schuhe erleichtern den Aufstieg. Bei Sonne ist hier, besonders bei empfindlichen Personen, ein Sonnenschutz unbedingt sinnvoll. In den Waldabschnitten der Tour besteht durch das viele Laub und die Wurzeln der Bäume Rutschgefahr, besonders bei Nässe.

Unterwegs kamen wir an ein paar Wasserfällen vorbei, wobei mir der abgebildete „Schleierfall“ am besten gefallen hat. Bekannt ist auch noch der „Mirafall“.

Die herrliche Landschaft und das viele Wasser haben mich nach der intensiven spirituellen Reise in Bosnien und den doch großen Veränderungen danach wieder gut geerdet und mich mit frischer Energie aufgeladen. Alles Negative und nicht mehr Passende wurde fortgespült, und ich fühle mich gereinigt und frei. Auf zu neuen Herausforderungen und voller Freude in Erwartung des Neuen, das da kommen mag!

Herzlichst

Eure Caroline

 

 

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