LIEBE ZUR NATUR: Von Zuckerrüben und Hirschen – Rotwildfütterung im Nationalpark Kalkalpen

Rotwildfütterung Kalkalpen 2018 komp

Rotwildfütterung – Nationalpark Kalkalpen/OÖ, 06.01.2018

Rotwildfütterung Kalkalpen 2018 2 komp

Nationalpark Kalkalpen in der Nähe von Molln/OÖ

Am Wochenende war ich bei meiner besten Freundin und ihren beiden süßen Kindern in Linz eingeladen. Ihr Mann hatte leider Nachtdienst.

Wir machten einen Ausflug zur Rotwildfütterung in den Nationalpark Kalkalpen in der Nähe von Molln in Oberösterreich. Von Linz aus sind das auch nochmal 1,5 h mit dem Auto. Der Ausgangsort der Führung liegt ganz versteckt in einem Tal und ist nur über unebene Forststraßen zu erreichen, die schon einige Schlaglöcher hatten. Ohne Auto hat man keine Chance, was ich schade finde. Den Nationalpark Kalkalpen kannte ich bisher noch nicht, dieser zeigte sich am Samstag von seiner schönsten Seite. Glänzende, sonnenbeschienene Berggipfel, Nebelschwaden im Tal. Schnee lag auch noch. Die Gehwege waren alle gestreut, was wegen der rutschigen Eisschicht sehr nützlich war.

Unser sympathischer Führer und Jäger Rudi holte unsere große Gruppe ab und führte uns den ca. 15 min Weg zum beheizbaren Beobachtungshäuschen, wo wir auf Bänken Platz nahmen. Während Rudi die Heuballen und Zuckerrüben in den drei Futterkrippen und auf der freien Fläche verteilte, kam schon der 1. Hirsch vorsichtig näher. Lange beobachtete er das Geschehen ohne sich zu bewegen. Quasi wie ein Späher, der schaut, ob die Luft rein ist. Erst als Rudi verschwunden war, kamen auch der Rest des Rudels zum Futterplatz. Am liebsten fressen sie Zuckerrüben, das ist für sie wie Zuckerl für uns. Die Rüben waren auch als erstes aufgefressen, erst dann interessierten sich die Tiere für das Heu. Die Gruppe bestand zum Großteil aus Hirschkühen, jägersprachlich auch „Tier“ genannt, samt ihren Kälbern. Eine größere Anzahl an Hirschen war aber auch dabei. Manche lieferten sich auch spielerische Duelle mit ihren beeindruckenden Geweihen. An Letzteren kann man übrigens im Gegensatz zu dem Gämsen das Alter nicht feststellen. Dieses wird anhand des Abnutzungsgrad der Zähne bestimmt.

Wir konnten auch abgeworfene Geweihe (Knochensubstanz) und einen Fuß (Paarhufer/Schalenwild) eines Rotwilds näher betrachten und begreifen. Das war für mich besonders interessant.

Rotwild gehört zu den Wiederkäuern. Ein Teil des Rudels legte sich nach dem köstlichen Mahl auch hin, um in Ruhe zu verdauen und nochmals alles in Ruhe durchzukauen.

Wir durften den Jäger und Führer Rudi natürlich mit Fragen löchern, die er geduldig beantwortete. Im Nationalpark gibt es auch rd. 5 Luchse und den ganz seltenen Weißrückenspecht, einer in Mitteleuropa seltenen Art aus der Gattung der Buntspechte.

Wir beobachteten die Tiere ca. 2 Stunden, dann machten wir uns wieder auf den Rückweg, wo wir den interessanten Ausflug in der stark geheizten Hütte des Nationalparks gemütlich  ausklingen ließen. Anschließend fuhren wir wieder nach Linz. Erst am nächsten Tag um die Mittagszeit erreichte ich wieder Wien.

Fazit: für Natur- und Tierbegeisterte ist die Rotwildfütterung ein wunderbares Erlebnis. Für ungeduldige Kinder weniger geeignet. Tierbeobachtungen brauchen einfach ihre Zeit, Kindern könnte schnell langweilig werden, wenn sie Warten nicht gewöhnt sind. Unser Nationalparkführer und Jäger Rudi war sehr kompetent, freundlich und geduldig. Er ist ganz alleine für sein Revier und die Fütterungen dort verantwortlich.

Alles Liebe

Eure Caroline

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