LIEBE ZUR BERÜHRUNG: Die Herz-Übung

Schon wieder eine Kuschelparty, bereits die Vierte, eine andere Trainerin (Maria) diesmal, eine kleine Gruppe – gerade sechs Mitkuschlerinnen. So weit, so bekannt. Geborgenheit, Erdung, Entspannung, Freude, Wohlbefinden. Thema: Flowerpower – 70er Jahre – ganz wunderbare Musik. Diesmal waren sogar mehr Männer (2/3) als Frauen (1/3) da.

Es entstehen auch unglaublich berührende Momente. Alles hat Raum. Tränen, Lachen, spontane Umarmungen. Die Herzen werden weit und offen, und so kann wieder Neues im Leben entstehen. Festgefahrenes kann wieder fließen. Altes wird losgelassen. Befreiung entsteht. Achtsamkeit und Einfühlsamkeit ist so wichtig, besonders einem selbst auch gegenüber. Wie geht es mir gerade? Muss ich etwas ändern?

Achtsame Berührung ohne sexuellen Hintergrund ist so kraftvoll und nährend. Ein Geben und Nehmen ohne Erwartungen, bedingungslose Annahme des anderen. Einfach Liebe im Moment. Wenn die Zeit um ist, geht jeder wieder seiner Wege. Was bleibt ist Wohlbefinden und eine bessere Selbstwahrnehmung des eigenen Körpers, der eigenen Grenzen.

Eine Übung davon möchte ich gerne heute teilen:

Jeder bekommt ein großes Papier-Herz auf den Rücken geklebt. Dann suchen sich alle ein Gegenüber und schauen sich in die Augen. Welche positiven Eigenschaften oder Eindrücke auch immer gerade auftauchen wollen, sollen wir dann auf das Herz der Übungsperson  schreiben. Wenn beide fertig sind, wird gewechselt. Bei so einer kleinen Gruppe kommen alle zum Zug. Am Ende hat jeder ein ganzes Herz voller schöner Dinge, das er mit nach Hause nehmen kann. Es soll uns daran erinnern, welch tolle Menschen wir sind, jeder von uns. Wir mäkeln eh oft genug an uns herum. Das sollten wir dringend ändern!

Alles Liebe und eine herzliche Umarmung

Eure Caroline

 

 

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LIEBE ZUR NATUR: Zur Vöslauer Hütte über den Harzberg und die Jubiläumswarte

Manchmal braucht man gar nicht weit raus zu fahren, um eine herrliche Waldwanderung zu machen. Wir entschieden uns diesmal für eine Wienerwaldrunde von Bad Vöslau aus. Vom Bahnhof mussten wir erstmal die Orientierung und den Kurpark finden. Dieser liegt oberhalb des wunderschönen Bades, wo man in Mineralwasser schwimmen kann. Leider waren wir noch nie drinnen, aber es sieht mit seinen drei großen Becken und dem riesigen Föhrenwald malerisch und erholsam aus, wenn sich nicht gerade viele Gäste um den Platz streiten.

Im oberen Teil des Kurparks trafen wir eine freundliche hilfreiche Dame, die uns den richtigen Einschlupf zum Harzberg zeigte. Wir wollten den anstrengenderen Weg nehmen, der Teil des Waldlehrpfades ist. Für alle anderen gibt es auch noch eine weniger schweißtreibende Möglichkeit. Der gut gangbare Weg führt durch dichten Wald, ist herrlich schattig und auch bei sehr heißem Wetter sicher gut zu gehen. Zuerst steigt er nur sanft an, erst im oberen Teil führt er dann steil über viele niedrige Stufen hinauf. Dieses Stück ist aber nicht sonderlich lange. Mit gemächlichem Schritt ist er gut zu schaffen.

Der Harzberg mit der Jubiläumswarte lag nun vor uns. Rechts daneben kann man sich auch in der Harzberghütte stärken. Wir bestiegen stattdessen lieber die Warte, die bei Schönwetter einen fabelhaften Ausblick über das Wiener Becken bietet. Bis zum Schneeberg konnten wir sehen, links daneben, etwas weiter vorne die Hohe Wand (Das Beitragsbild zeigt allerdings eine andere Richtung).

Der weitere Weg führte weiter durch den Wald, allerdings meist eben oder sogar etwas bergab. Kurz vor der Vöslauer Hütte (500 m. ü. A.) gab es noch einen letzten kurzen Anstieg. Dann hatten wir unser Ziel erreicht. Dort stärkten wir uns bei einem längeren Pause. Der Abstieg führte über eine Forststraße hinunter, die auch von Fahrrad- und Autofahrern genutzt wird und ging immer weiter bergab. Wir nahmen wieder den Abzweig über den Harzberg, allerdings eine etwas andere Route als zuerst. Man kann auch auf anderem Weg wieder ins Tal steigen. Vom Ende der Forststraße brauchten wir nochmal ca. 20 min zurück zum Ausgangspunkt. Im Ort ist die weitere Beschilderung sehr gut. Wir brauchten keine weitere Hilfe mehr.

Nach insgesamt 3.45 Stunden erreichten wir dann wieder den Bahnhof Bad Vöslau. Die Verbindung ist gut, jede halbe Stunde fährt ein schneller Zug, dazwischen noch stündlich eine S-Bahn, die aber deutlich länger braucht.

Noch blüht viel, wie der Klatschmohn am Bahnhofsvorplatz oder diese herrlichen Pflanzen (Weiß vielleicht wer, was das ist?), die wir unterwegs im Wald entdeckten.

Es war wenig los, weil doch viele zu Pfingsten weggefahren sind, was sehr angenehm war. Nur die Hütten waren voll.

Das Gute liegt oft so nah.

Fakten: leichte Wanderung durch Wald auf breitem Weg bzw. Forststraße mit herrlichem Ausblick von der Jubiläumswarte.

Bhf. Bad Vöslau – Kurpark – Waldlehrpfad (schwierigerer Weg) – Harzberg/Jubiläumswarte – Vöslauer Hütte – Bhf. Bad Vöslau

Gehzeit inkl. Besteigung der Jubiläumswarte und Esspause auf der Vöslauer Hütte 3,45 Stunden (unsere Zeit). Reine Gehzeit ohne Pausen etc. Angabe in unserem Wanderführer 3 – 3,5 Stunden (über leichterem Forstweg).

Für Kinder und Anfänger ist der Weg gut geeignet. Selbst der schwierigere Teil über den Waldlehrpfad.

Alles Liebe und bleibt neugierig

Eure Caroline

 

LIEBE ZUM LEBEN: Ein Wort zum Montag – für mehr Klarheit im „Bloguniversum“

Nun, Ihr Lieben,

der MONTAG ist der ideale Tag, um die Ärgernisse, Traurigkeiten und sonstige unangenehme Erlebnisse der letzten Woche loszulassen, damit wir für all die tollen neuen schönen Dinge, die auf uns zukommen, frei, neugierig und offen sein können.

Mein Wochenende war wunderschön: Training im Fitnesscenter, „nordisches“ Kino „Thelma“, erste Radtour (Greifenstein-Runde), viel Liebe und Kuscheln, ESC angeschaut (3. Platz für Österreich 🙂 ) ein Spaziergang im Türkenschanzpark, Spontanbesuch bei Omi am Muttertag, Anschauen von alten Fotoalben meines Schatzes (vor meiner Zeit mit ihm) – eine echte Zeitreise, die mich sehr berührt hat.

Leider gibt es trotzdem ein Thema, das mich dieser Tage traurig stimmt.

Aus gegebenen Anlass mache ich heute themenmäßig eine Ausnahme auf LIEBESRAUM:

Ich bin echt schockiert darüber, wie viele wunderschöne, liebevoll gestaltete und engagiert geschriebene Blogs dieser Tage aufgegeben werden, weil deren AutorInnen wegen der DSGVO extrem verunsichert sind und in Panik geraten.

Ich sage Euch, ich werde weiterschreiben! Öffentlich und ohne Einschränkung von LIKE- und KOMMENTARFUNKTION. Ich sammle Erinnerungen, Gedanken, Texte, Momentaufnahmen, keine persönlichen (oder gar sensible) Daten, welcher Art auch immer. Mein Blog ist privat und nicht kommerziell, ein öffentlich lesbares Tagebuch. Ich versende keine Newsletter und biete keine Waren oder Dienstleistungen zum Verkauf an. Die DSGVO gilt hier nicht. Ich bin keine Unternehmerin, kein Krankenhaus und keine Behörde, dafür ist die DSGVO geschrieben worden. Wenn WordPress.com Daten sammelt, sie speichert und verarbeitet, dann liegt das nicht in meiner Verantwortung.

Ich lasse mich nicht in Angst und Schrecken versetzen. Ich bleibe ruhig und gelassen. Ich werde dieses Thema jetzt loslassen. Ich würde mich freuen, wenn es mir andere private BloggerInnen es mir nachmachen würden.

Ich habe über das Bloggen viele wunderbare Menschen kennengelernt. Ich möchte nicht, dass sie verloren gehen, nur weil irgendwer kaum verständliche Verordnungen schreibt. Letzteres schafft nur Unklarheit, Angst und Unsicherheit, wie ich es jeden Tag mehr bei anderen spüre.

Ich sende Euch allen Liebe, Klarheit und ganz besonders viel Gelassenheit für Euch und Eure Blogs,

Eure Caroline vom LIEBESRAUM

LIEBE ZUM LEBEN: Ein Wort zum Donnerstag

Normalerweise schreibt man die Essenz des Tages am Ende eines solchen, aber ich wäre nicht ich, wenn ich mich daran halten würde.

Donnerstage sind ganz besonders nützlich, um Dinge zu tun, die einem Freude bereiten. Nicht nur das, sie sind Tage, an denen man seine Freizeit dazu nützen sollte, seinem Seelenplan zu folgen. Sich selbst einen Herzenswunsch zu erfüllen, Wenn das nicht geht, dann zumindest den nächsten Schritt tun. NEIN, nicht den ersten Schritt, den macht man am besten am Mittwoch. Ja, MITTWOCH, nein, nicht am Montag. Montage sind dazu da, um Altes und Trauriges loszulassen, was man in der letzten Woche oder am Wochenende so mitgenommen bzw. erlebt hat.

Heute ist aber Donnerstag, also zurück zum Thema.

Bei mir hat sich meine Seele offenbar gewünscht, dass ich in meinem Leben Platz für Neues schaffe, denn wenn alles vollgeramscht ist mit allerlei Mist und Dreck und unnützen oder unbrauchbaren  Dingen oder solchen, die man nicht mehr will, dann muss man sich von ihnen trennen. Hilft alles nichts. Irgendwann kommt der Donners-TAG dafür. Gilt übrigens auch für Menschen, aber die haben die Angewohnheit eh genau dann zu verschwinden, wenn es nicht mehr passt. Bei mir zumindest.

Heute habe ich aber nun endlich begonnen, meine Wohnung zu entmisten. Einen schweren riesigen Haufen alter Zeitschriften und Kochmagazine, ein paar DVDs, die ich angeschaut habe, aber mir nicht besonders gefallen haben, samt ein paar DVD-Beilagen von Lifestylemagazinen mit irgendwelchen Gymnastikübungen, die ich eh nie gemacht habe. Ein paar Kleidungsstücke, die mir nicht mehr gefallen, und einen Sack voll Plastiksackerl. Mittlerweile habe ich eh mehr als genügend Dauersackerl, die ich lieber benutze, die sind schöner und haltbarer als die üblichen, der Umwelt zuliebe. Ach ja, dann waren da noch zwei alte Thermosflaschen, die ich kaum genutzt habe, weil sie schwer und unpraktisch waren. Echte Fehlkäufe.

Ich habe jetzt seit gestern eine super schöne neue Thermosflasche, die nicht nur auslaufsicher ist, sondern auch fast so leicht wie eine Plastikflasche, aber hundert mal stylischer und robuster mit einem tollen Tropical-Motiv vorne drauf mit Vögeln, Ästen, Blättern und Ananas. Sommerfeeling pur. Die unterstützt mich jetzt dabei, mein Herzensprojekt voranzutreiben. Einen eigenen Roman zu schreiben. Trinken fördert bekanntlich die Konzentration und die geistige Leistungsfähigkeit, aber offenbar nicht das Schreiben von Essenzen. 😉

Das Äußere ist der Spiegel des Inneren, also das heißt, wenn ich meine Wohnung entrümple, dann ordnet sich auch mein Körper und entsorgt Altlasten und sonstigen Mist, der sich da so über die Zeit ansammelt. Es ist, als ob man ein Schild vor die Tür stellt, auf dem steht, dass man alles Neue willkommen heißt. Dann wird man nicht mehr so leicht übersehen und plötzlich läuft wieder alles wie frisch geschmiert und die Rädchen kommen zusammen, die zusammengehören. Ist das nicht wunderbar? Allen Skeptikern sei gesagt: probieren geht über studieren. Nicht vorher schon rummauzen und einem den Spaß verderben. Besonders aufschreiben lohnt sich, dann funktioniert die Sache mit dem Universum noch besser. Ich weiß es, ich habe es selbst ausprobiert.

Jetzt brauche ich nur mehr die Essenz von der Essenz 😉 :

Donnerstage sind gut, um Dinge zu tun, die man gerne macht, zum Schreiben und zum Erkennen, dass Essenzen nicht meine Stärke sind. 😉 Für mich war das heute an diesem Feiertag Ausmisten, Schreiben, Lesen und mich ganz meinem ungezähmten Lebensrhythmus hingeben (= im Bad rumtrödeln, solange ich will, im Bett lesen, meine Loggia zum Frühstück genießen etc.). Donnerstage motivieren  und erinnern uns daran, dass JETZT die Zeit gekommen ist, um das zu tun, was wirklich wichtig ist, wofür man hier ist.

Nachtrag 10.05., 18.01: langen Spaziergang in der Umgebung gemacht, leckeres Kartoffelpüree gekocht

Alles Liebe an diesem schönen Donnerstag,

Eure Caroline

PS: Lieber SteVe von hodos.at, falls Sie „zufällig“ gerade mitlesen sollten: Geben Sie auch Nachhilfe im Essenzschreiben?

PPS: Was macht Ihr so an Donnerstagen? Ich freue mich auf Eure Kommentare.

LIEBE ZUR NATUR: Wandern in der Salzkammer Österreichs Teil 3

Den letzten Tag nutzen wir nochmal für eine weitere Etappe des SOLEWEGS zur Erholung nach der Bergwanderung am Vortag, und zwar von Bad Goisern nach Bad Ischl. Vom Beginn bis zum Ende ziemlich genau 10 km Strecke.

Diesmal starten wir in Bad Goisern, natürlich wieder beim Bahnhof. Nach einem kleinen Umweg um den Bahnhof herum entdecken wir die ersten Hinweise zum Beginn des SOLEWEGS, den wir nach wenigen Minuten auch erreicht haben. Zuerst geht es noch durch bewohntes Gebiet, aber schon führt der Weg durch schönen Wald.

Irgendwann mitten drin im schönsten Wandern erreichen wir einen Ziegenstall und eine alte Holzbank daneben, die wir für ein Päuschen nützten. Kaum habe ich mich hingesetzt, da kommt auch schon aus dem Nichts dieses hübsche rot-weiß gefleckte Kuschelkätzchen angedüst und will sich ihre Streicheleinheiten abholen. Ja, es war eine Sie, ich habe nachgeschaut. 😉 Gleich ganz zutraulich, obwohl ich eindeutig eine Fremde war. Das können nur Tiere. Echt. Sogar das sensible Bäuchlein durfte ich kraulen. Welche ein Vertrauen.

Der SOLEWEG dieser 2. Etappe verläuft sehr abwechslungsreich. Immer wieder auch durch bewohntes Gebiet und dann wieder durch Wald oder offene Wiesenbereiche. Sogar an der ehemaligen Villa des „Blutigen Oskar“ kommt er vorbei, der aber weniger ein Mörder, sondern mehr eine scharfe Zunge besaß und scharfe Literaturkritiken verfasste. Besser bekannt als Oskar/Oscar Blumenthal, ein deutscher Autor, Kritiker und Bühnendichter, gest. 1917.

Diese 2. Etappe endet bei den Sprungschanzen am Rande von Bad Ischl. Wir wandern dann noch weiter durch die Straßen von Bad Ischl und landen in einem wunderschönen Park entlang der Ischl. Überall blühen Tulpen und andere Zierblumen. Uns kommen zwei Reiterinnen vom am Park gelegenen Reitstall entgegen.

Insgesamt sind wir rd. 2,5 Stunden unterwegs gewesen (inkl. kurzer Pause), das waren 11 km.

Ein aktiv erholsamer Kurzurlaub ging hier zu Ende.

Fakten: Bhf. Bad Goisern – Umweg hinter dem Bhf. vorbei über die Traunbrücke, dann bei der Hauptstraße rechts den Schildern folgen – Bad Ischl auf dem SOLEWEG. Der SOLEWEG ist durchgehend beschildert. Es geht insgesamt immer leicht bergab, daher ausgezeichnet für Anfänger geeignet. 10 km Weg, bis ins Zentrum Bad Ischl noch 1 km mehr, rd. 2,5 Stunden Gehzeit (inkl. einer Pause)

Zum Abschluss meiner Salzkammergut-Miniwanderserie noch ein paar Genusstipps aus eigener Erfahrung:

  • ein köstliches Schafmilcheis von Eisl Eis, das in einem kleinen Cafe und Spezialitätengeschäft gleich beim Kreuzplatz 50 m rechts vom Eissalon Giovanni. Den Namen habe ich mir leider nicht gemerkt.
  • Italienische und griechische Spezialitäten im Restaurant LaPiazza, Schulgasse 5a, super nettes Service und köstliches Essen, auch genügend vegetarische Alternativen
  • Ein typisches Mitbringsel aus der Gegend ist natürlich Salz, ich konnte auch nicht widerstehen und kaufte mir ein Natursalz u. a. mit Kümmel und Koriander versetzt, ohne Rieselhilfen etc. Sehr gut, passt zu Kartoffeln, Gemüse etc.

Beleibt neugierig und alles Liebe

Eure Caroline vom LIEBESRAUM

 

 

LIEBE ZUR NATUR: Wandern in der Salzkammer Österreichs Teil 2

 

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Der kleine Sonnstein (923 m. ü. A.) schaut ja von der Weite noch recht harmlos aus. Hoch ist er auch nicht sonderlich. Aber unterschätze niemals einen Gegner äh Berg!

Vom Bahnhof Traunstein Ort aus geht es zuerst einmal wieder zurück Richtung Hauptstraße und dann dieser stadtauswärts folgend rd. einen Kilometer bis zur Bundesstraße vor. Dort gegenüber (ACHTUNG: sau viel Verkehr!!) befindet sich der Einstieg zur Besteigung des genannten Berges. Stiegen. Sehr viele Stiegen. Nun, erinnert mich ein bisschen an den Kahlenberg in Wien über die sogen. „Nase“. Dort schaut es ähnlich aus. Insgesamt ist der Wanderweg aber recht angenehm zu gehen. Wunderschön ist die Passage durch den Wald entlang einer Schlucht, die von einem kleinen, aber wilden Bach gebildet wird. Richtig wildromantisch ist es da. Da kommt ein Aussichtspunkt, wo ich das Foto vom Traunstein samt Umgebung mache.

Von einem Bergsattel (heißt das so?) aus geht es dann links immer steiniger, steiler und anstrengender den „Kopf“ des Berges hinauf. Nach dem höchsten Punkt geht es sogar ganz kurz wieder hinunter bevor wir die Sonnsteinhütte erreichen, die sich wagemutig an die Felswand klammert. Dahinter finden wir dann auch das gut besuchte Gipfelkreuz und genießen die Aussicht über große Teile des wunderschönen, aber kalten Traunsees. Gedauert hat die Wanderung bisher rd. 1,5 Stunden. Der Blick auf den Traunstein, den ich bereits vor einigen Jahren bezwungen habe, ist herrlich. So wie das Wetter. Die letzten Höhenmeter haben mich mehr an meine Grenzen gebracht als ich dachte. Die Pause tut gut.

Unglaublich, wie viele Menschen an diesem sonnigen Tag diesen Berg besteigen. Familien mit Kindern, vielen Kindern, mit Hunden – viele kleine, kaum große – Pärchen, Männergruppen, Frauen, mein Schatz und ich…

Dann geht es wieder runter bis zu dem Sattel zurück, dazwischen noch eine kurze Esspause auf einer Bank. Lecker, das Semmerl… 🙂

Nun denn, auf geht es zum 2. Teil der Wanderung Richtung Endziel Ebensee.

Steil den bewaldeten Hang hinauf. Besser wird der Weg nicht mehr. Teils sehr steile Passagen mit vielen Wurzeln folgen. Irgendwann haben wir es zur Kreuzung geschafft.  Nein, den großen Sonnstein machen wir heute nicht mehr. Wir entscheiden uns für das Tal. Nach insgesamt knapp 4 Stunden und steinigem steilem Abstieg haben wir es endlich geschafft. Wir schnaufen zum Bahnhof, ich lasse mich verschwitzt in einen freien Sessel fallen. Ich bin stolz auf meine Leistung.

Wunderschön war der Tag. Ich habe wieder gemerkt, wo meine Grenzen liegen. Ich bin häufig zu schnell beim Aufstieg, weswegen ich gerne meinem Schatz die Führung überlasse, der ist schließlich Steinbock.

Fakten: Bhf. Traunkirchen Ort – Start des Wanderweges (rd. 1 km vom Bhf. entfernt) – Gipfelkreuz des kleinen Sonnsteins – Abstieg zum Sattel – Kreuzung Gipfel gr. Sonnstein/Abstieg Tal – Bhf. Ebensee. Inkl. Pausen ca. 4 Stunden ohne Gipfel des großen Sonnsteins (je nach Schwere des Weg zw. ca. 15 und 25 min). Der kleine Sonnstein ist auch für nicht so geübte Wanderer machbar, wenn genügend Pausen gemacht werden und man zumindest über eine gewisse Grundkondition verfügt und man den gleichen Weg wieder retour nimmt. Für ältere Kinder ab 8 Jahren machbar, es waren sogar weitaus jüngere Kinder unterwegs. Der Weg weiter nach Ebensee verlangt viel Kondition und Durchhaltevermögen. Nichts für Anfänger. Viel zu steil.

Bleibt neugierig und alle Liebe

Eure Caroline vom LIEBESRAUM

PS: Teil 3 des Kurzwanderurlaubs kommt bald…

LIEBE ZUR NATUR: Wandern in der Salzkammer Österreichs Teil 1

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Österreich hat viele schöne Naturschätze, aber das Salzkammergut ist mir das Liebste.

Unseren Kurzwanderurlaub starten wir gleich mit einer Wanderung entlang des SOLEWEGS vom Bahnhof Steeg/Gosau nach Hallstatt. Erst sind wir uns noch uneinig, wo es lang geht, dann aber helfen uns nette Einheimische und zeigen uns den richtigen Weg. Nach nur wenigen Minuten Anstieg auf breitem privatem Forstweg erreichen wir den schmalen, aber fast eben verlaufenden SOLEWEG. Wir laufen ihn übrigens in die entgegengesetzte Richtung, es geht also immer minimal bergauf, von kurzen steileren Passagen abgesehen. Ein schattiger Wald mit blühenden Blumen und köstlich duftenden krautigen Pflanzen ist unser dauerhafter Begleiter. Hin und wieder finden sich ein Durchbruch oder ein steiler Abhang, die uns zu herrlichen Ausblicken auf den Hallstättersee und seine bergige Umgebung verhelfen. Eine lange Brücke ist auch zu überwinden. Da braucht man schon gute Nerven und Schwindelfreiheit, um da hinunter zu schauen. Ganz schön hoch, sag ich euch…

Später sehen wir schon das berühmte und sehr überlaufene Hallstadt im Sonnenlicht aufblitzen. Vor allem chinesische Touristengruppen lieben diesen Ort, der in China sogar nachgebaut wurde. Über viele Treppen geht es abwärts zum historischen Ortskern mit seinen bekannten Holzbauten. Mit dem Boot, das wir gerade noch erwischen, geht es in kurzer Zeit über den See. Dort wandern wir dann noch weiter bis zur nächsten Bahnstation. Hier ist das Ufer viel lichter, dafür teilen wir uns einen Teil des Wegs mit wenig rücksichtsvollen Radfahrern. Ich bin froh, als der Weg für diese zu schmal und zu steinig wird. Wir machen zwischendurch auch eine Pause und tauchen unsere Zehen ins kühle Nass. Ah, wie erfrischend! So soll Urlaub sein.

Nach rd. 3, 5 Stunden reiner Gehzeit erreichen wir die ÖBB-Haltestelle Obersee, wo wir nochmals eine – diesmal längere Pause – einlegen müssen, da der Zug noch eine Weile braucht, um uns dann zu unserem Übernachtungsort Bad Ischl zu bringen.

Fakten: Bhf. Steeg/Gosau – Soleweg – Hallstatt – Überfahrt Hallstättersee – Ostuferwander/radweg bis Haltestelle Obersee

Dauer: rd. 3, 5 Stunden, meistens eben bis minimal bergauf, wenige steilere Passagen, zum Schluss viele Stiegen, teilweise steinig und steil, hinunter nach Hallstatt. Für Kinder und Wander-Anfänger sehr gut geeignet.

Teil 2 unserer Salzkammergut-Wandertour kommt bald…

Bleibt neugierig und einen schönen Tag wünscht Euch allen

Eure Caroline vom LIEBESRAUM