LIEBE ZUR NATUR: Ein versteckter See im Wienerwald

Von der (Endstelle) Rodaun (60A oder 60er-Straßenbahn) aus starteten wir am Samstag  eine lange Wanderung durch den herrlich Wienerwald. Über die Perchtoldsdorfer Heide bis zum Franz Ferdinand Schutzhaus am Parapluiberg, wo wir die großartige Fernsicht bis zum Milleniumstower im 20. Bezirk von Wien genossen haben. Dann ging es gleich ohne Pause weiter Richtung Teufelsteinhütte, die wir aber nicht besuchten, sondern wir schwenkten kurz vor der entsprechenden Abzweigung in Richtung Kaltenleutgeben und Wiener Hütte vom Weg ab und wanderten Richtung Tal. Es ging ganz schön steil bergab.

Nachdem wir bereits eine Weile unterwegs gewesen waren, schimmerte plötzlich überraschend auf rechter Seite ein großer See zwischen den dichten Bäumen hindurch. Auf meine Bitte hin, machten wir einen kurzen Abstecher an dessen Ufer, der auf einem schmalen, schon halb zugewachsenen Pfad zu erreichen war. Dort beschlossen wir, eine Pause einzulegen und verspeisten unsere mitgebrachten Köstlichkeiten. Die Schilder, die am steil abfallenden Ufer standen, gaben keinerlei Auskunft über das uns unbekannte Gewässer, waren sie doch ohne Beschriftung (???).  Gestärkt von der Rast gingen wir über einen anderen Weg, von dem wir auf eine breite Forststraße gelangten, weiter Richtung Kaltenleutgeben und siehe da, auf einem weiteren Schild weiter unten wurde erklärt, dass wir uns im Naturschutzgebiet „Teufelstein-Fischerwiesen“ befinden, entstanden aus einem ehemaligen Steinbruch, der wohl auch den See entstehen hat lassen. Spannend, was wir immer wieder entdecken. Ausgesprochen häufig fanden wir dunkelblau schillernde Käfer entlang der Strecke, auch eine Vielzahl unterschiedlicher Schmetterlingsarten konnten wir beobachten und uns an ihnen erfreuen.

In Kaltenleutgeben angekommen, wandten wir uns zuerst nach links, dann bei einer metallenen Brücke wieder nach rechts und gingen zwischen Wohnbauten hindurch, überquerten die Hauptstraße, bogen rechts ab und stiegen dann langsam links die Straße zur Wiener Hütte hinauf, die zu unserer Enttäuschung nach wie vor geschlossen hat, obwohl sie bereits seit geraumer Zeit neu gebaut worden ist. Scheinbar gibt es Ärger mit wem auch immer. Sehr schade.

Nach nettem Geplauder mit einem freundlichen älteren Pensionisten-Pärchen vor der Hütte, die ebenfalls vergeblich gekommen waren, nahmen wir den üblichen Wanderweg Richtung Rodaun und stiegen dann bei der 60A-Busstation „Willergasse“ in den Bus ein und fuhren zurück Richtung S-Bahn-Bahnhof Liesing.

Fazit: Das sonnige Wetter passte perfekt zur tollen, erholsamen Wanderung in kühlendem Wald mit großartigen Fernblicken über große Teile Wiens.

Fakten: rein persönliche Einschätzung

Gehzeit (inkl. 2 kurzen Trink- u. 1 längeren Essenspause beim See): 3,5 Stunden

Weg: teilweise längere Passagen steiler bergauf bzw. bergab. Anfangs auch Stufen (beim Perchtoldsdorfer Kurhaus), aber mit guter Grundkondition keine besonderen Probleme zu erwarten.

Durch die Länge ist doch auch etwas Ausdauer notwendig.

Alles Liebe und bleibt neugierig,

Eure Caroline

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