LIEBE ZUM MENSCHEN: Weihnachtskarten für die Kanzlei

Ich glaube, wir sind eine der wenigen Kanzleien, wenn überhaupt die einzigen, die ihre Kuverts noch händisch beschriften.

Jedes Jahr erstellen wir gemeinsam die aktuelle Weihnachtsliste. Da komme ich mir dann ein bisschen vor wie das Christkind. Die Adressen all der braven Kinder, die eine Karte bekommen sollen. Danach zähle ich sie und bestelle eine entsprechende Stückzahl. Natürlich bei einer gemeinnützigen Organisation, denn der soziale Beitrag ist uns wichtig. Heuer gibt es wieder einmal zur Abwechslung unterschiedliche Motive. Die Kuverts werden dann hinten mit dem Kanzleistempel verstehen, vorne mit einer der Adresse aus der Liste beschriftet und mit einer Karte versehen. Sortiert nach In- und Ausland.

Anschließend unterschreibt mein Chef alle persönlich und kuvertiert sie ein. Die Briefmarken werden dann wieder von mir draufgeklebt und ab geht die Post. Gut, dass es selbstklebende gibt. 🙂

Handschriftliche Briefe oder Karten haben in unserer digitalisierten Welt mittlerweile Seltenheitswert, aber dadurch fallen sie auch mehr auf. Das merken wir immer dran, dass doch ein Teil unserer Klienten und Klientinnen uns ebenfalls eine schickt. Davon sind immer auch ein paar handgeschriebene.

Etwas mit der Hand zu schreiben kostet mehr Zeit, aber dafür wertschätze ich den Empfänger auch damit, dass ich mir diese Zeit genommen habe, um ihm oder ihr diese Karte oder diesen Brief zu schicken.

Ich hoffe sehr, dass diese Tradition erhalten bleibt, auch bei jüngeren Generationen. Für mich gehört das zur Adventzeit dazu, wie auch Maroni und Kekse und viel Kuscheln natürlich. An meine Familie und Freunde zu denken und ihnen eine Karte zu schreiben. Dazu ein guter Tee und viel Liebe im Herzen.

Schreibt ihr selbst noch Weihnachtskarten?

Alles Liebe

Eure Caroline

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Zitat

LIEBE ZUM LEBEN: zum „Tag der Nettigkeit“

Zum „Tag der Nettigkeit“ ein Zitat, das ich im neuen Roman „Die Mondschwester“ von Lucinda Riley  (Goldmann-Verlag, Nov 2018) gefunden habe, den ich gestern zu lesen begonnen habe:

„Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt zu sehen wünschst.“

Mahatma Gandhi

Ich bin über die Wahrheit dieser Weisheit immer wieder überrascht. Das einfachste Prinzip ist oft das wirkungsvollste. Es funktioniert, ich habe es selbst erlebt.

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUM MENSCHEN: Auf den Spuren der Vergänglichkeit

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Aufstieg zur Sophienalpe

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Auf dem Weg zur Sophienalpe

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Gideon Ernst von Loudon Grab

Passend zu Allerheiligen unternahmen wir eine Wanderung auf den Spuren der Vergänglichkeit. Wir fuhren von Hütteldorf mit dem Bus 450 zum Kasgraben und folgten den Hinweisen zum „Wald der Ewigkeit“, wo sich naturverbundene Menschen in Urnen unter Bäumen in einem natürlich gewachsenen Wald beerdigen lassen können. Außerdem soll er auch als Kraftplatz dienen. Ein paar Bänke laden zur Innenschau und zur Besinnung ein. Die Bäume sind mit kleinen Plaketten mit Nummern und teilweise mit Banderolen gekennzeichnet, auf denen z. B. „Baum der Liebe“ oder „Baum des Friedens“ stehen. Ein sehr friedlicher Ort, wie wir beide fanden.

Nach ein paar Minuten in stiller Eintracht auf einer der Holzbänke setzen wir unseren Weg Richtung Sophienalpe fort. Wir gehen einfach die Forststraße weiter und nicht den offiziellen Stadtwanderweg 8, auf den wir dann kurz vor dem Schutzhaus treffen.

Der Herbst zeigt fröhlich sein prächtiges Farbenkleid. Obwohl die Bäume sich auf die lange Winterpause vorbereiten, zeigen sie in dieser Jahreszeit, dass im Tod doch auch immer ein Neuanfang steckt, wenn wir ihn erkennen wollen. Hier sind es die Knospen, die bereits angelegt sind, um im Frühling so früh wie möglich austreiben zu können. Tod steht für mich auch für die Trennung oder das Ende einer Beziehung oder eines Projekts etc.

Wegen des doch unangenehm kalten und heftigen Windes machen wir keine Pause und steigen gleich zur Rieglerhütte ab. Diese erreichen wir nach rund einer halben Stunde. Dort folgen wir der Straße halb rechts und kommen an einem großen Pferdegestüt vorbei.

Wir folgen dann weiter den Wegweisern zu einer großen Hundeauslaufzone. Wir folgen dem schmalen ausgetretenen Pfad nach rechts über die Wiese. Dann sind wir kurz unsicher, wie der Weg denn weitergeht, da die Wegweiser uneindeutig oder umgefallen sind. Wir finden den richtigen Einschlupf in den Wald. Der Weg ist mal leicht ansteigend, dann geht es wieder sanft hinunter oder auch mal flach dahin.

Wir erreichen die sogenannten „Türkensteine“, die Gideon Ernst von Loudon, ein österreichischer Feldherr, Sultan Mahmud I. (1730-1754) nach der Eroberung Belgrads (8. Oktober 1789) abnahm und zur Ausgestaltung seiner zukünftigen Grabstätte mitbrachte.

Kurze Zeit später stehen wir auch schon vor dem Grab des Feldherren Loudon. Wir verweilen kurz und folgen dem Pfad noch ein kleines Stück bis zurück zum Startpunkt. Wir haben Glück, der Bus kommt kurz darauf (fährt an Feiertagen nur alle 30 min).

Allerseelen am nächsten Tag, den wir uns frei genommen haben,  schenkt uns herrlichen Sonnenschein, der uns zu einer spontanen Runde an der Alten Donau verführt. Nur wenige Menschen sind unterwegs, was im Sommer kaum je der Fall ist. Wir genießen die Zeit zu Zweit und die Sonne auf den hölzernen Plattformen, die in das ruhige Gewässer hineinragen.

Ich wünsche Euch allen eine angenehme Zeit der stillen Einkehr. Herbst und Winter passen gut zu Rückzug und Innenschau.

Alles Liebe

Eure Caroline