LIEBE ZUM MENSCHEN: Wissenschaft für Anfänger oder mit Humor fängt man „Mäuse“ :-)

Der größte Hörsaal der Hauptuni voller gleichgesinnter Menschen. Sie quellen nur so in den Raum. Jede Generation. Redend, essend, trinkend, wartend. Kaum ein leerer Platz ist in den unbequemen und engen Sitzreihen zu entdecken. Einer davon ist neben mir. Rechts von mir sitzt ein sympathisches mittelalterliches Ehepaar, mit denen ich später noch ins Gespräch kommen werde, was ich aber jetzt noch nicht weiß.

Zuerst eine Begrüßung durch den Veranstalter, dann startet der Vortrag über die letzten Jäger und Sammler-Kulturen von Prof. Khaled Hakami. Ich hatte ihn damals in einer kulturanthropologischen Vorlesung auch selbst als Professor in meinem (klassischen) Anthropologiestudium. Sie war eine der besten und unterhaltsamsten Vorlesungen, die ich je während meiner Unizeit gehört habe.

Prof. Hakami verbrachte zusammen mit einem Kollegen mehrmals einige Monate im Süden von Thailand mit den Menschen, um ihre Gewohnheiten und ihre Lebensweise zu studieren.

Der Vortrag war informativ, mit viel Humor und Begeisterung vorgetragen. Dennoch machte Prof. Hakami auch vor uns möglicherweise schockierenden oder  unverständlichen Verhaltensweisen nicht halt. Auch einige Fragen aus dem Publikum wurden beantwortet.

So lockt man auch an Wissenschaft weniger interessierte Menschen in einen 3-stündigen Vortrag (inkl. Pausen). Einfach genial. Mit vielen Fotos, einem kurzen Film, vielen Details und noch mehr lebendig erzählte Einsichten in eine (egalitäre) Kultur, die so ganz anders ist als unsere gewohnte westliche.

An einige Details konnte ich mich sogar noch von der Vorlesung damals erinnern und die ist doch wirklich schon viele Jahre her.

Mit dem netten Ehepaar hatte ich dann während der Pause und am Ende auch noch interessante Gespräche. Es stellte sich nämlich heraus, dass sie in Afrika genau die Kultur besucht hatten, an deren verstorbene Vertretern ich selbst Untersuchungen im Rahmen meiner Diplomarbeit über den Fersensporn vorgenommen hatte. So klein ist die Welt.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUR WEIBLICHKEIT 1 – Tochter meines Vaters :-)

Wenn mein Liebling 4 Tage beim 1. Teil eines Männertrainings (sogar mit Kontaktverbot) ist, dann hab ich genug Zeit, um mich um mich selbst zu kümmern.

Selbstreflexion, Arbeit mit meinen Archetypen, Meditation, Training im Fitnessstudio, Spaziergang vom Hauptbahnhof zum Schwedenplatz, am Wochenende immer langes Frühstück in der Früh und sich der Zeit hingeben, Lesen, Märchen anhören, Malbuch für Erwachsene ausmalen, ein kleines Schönheitsritual in der Früh, ein Bad im Sinne von Cleopatra, einen Besuch mit meinem Vater und seiner Freundin bei der Autoshow 2020 und der Ferienmesse.

Berührende Erinnerungen an verrückte Kinderspiele und andere schöne Momente mit meinem Vater kamen auch hoch. Ich bin sehr dankbar dafür, so einen großartigen Vater zu haben, der immer für uns da war und ist. Ich habe von ihm wichtige Werte gelernt: Zuverlässigkeit, Großzügigkeit gegenüber seinen Liebsten (Liebe, Zeit, Geld), für sich einzustehen und für seine Rechte zu kämpfen, als Familie zusammenzuhalten, seine Kräfte zu vereinen (viribus unitis) und vor allem nicht aufzugeben (außer Briefe 😉 ). Meine große Kinoleidenschaft samt Hang zu Actionfilmen kommt auch von ihm samt meinen dunklen Haaren, meiner Größe, einem Teil meines Humors, mein Hang zu Verrücktheiten und meine Art zu lachen. Von meiner Stimme behaupten auch immer wieder Leute, sie wäre meinem Vater sehr ähnlich, wenn natürlich auch eine weibliche Version davon.

Dank meinem Vater habe ich ein positives Männerbild und weiß, wie wichtig gute Männerfreundschaften für Männer sind. Mein Papa und sein bester Freund, der mein Taufpate ist, leben mir das sehr lebendig und aktiv vor. Diese innige Freundschaft ist auch für meine Freundschaften ein Vorbild.

Danke,

bester Papa der Welt,

für alles, was Du mir geschenkt hast und was ich von Dir lernen durfte ! ❤

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR HINGABE: ein Origamiabend und GO für Anfänger

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Langsam verstehe ich, was mit Hingabe zum Leben gemeint ist. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, aber erst gestern so richtig begriffen, was das bedeutet. Hingabe zum Leben bedeutet für mich, dass wir die Kontrolle aufgeben und die Chancen nützen, die sich uns bieten. Spontan dem nachzugehen, was gerade da ist. Nicht lange nachzudenken. Intuitiv zu handeln. Einfach zu machen ohne darüber nachzudenken, ob das sinnvoll für das weitere Leben ist oder nicht. Was meint ihr?

Ich war gestern nach einem Jahr wieder einmal bei einem Origamivereinsabend von Noriko. Wir waren fünf Frauen. Noriko hat mit uns und Sake und ein paar japanischen Snacks (sehr knusprig und lecker) auf das neue Jahr angestoßen. Mein erster Sake überhaupt. Hat mir besser geschmeckt als gedacht. Sehr sanft und fast schon fruchtig im Geschmack, aber ordentlich Alkoholgehalt ( 13 %). Dann falteten wir 3 verschiedene Modelle, schon ein wenig in Valentinstagsstimmung (Vorfreude ist die schönste Freude 🙂 ) mit lauter Herzerl.

Ich war schon im Begriff zu gehen und hatte schon Jacke und Mütze an, da sah ich im anderen Raum einen Mann ganz allein vor seinem Laptop sitzen. Aus einem spontanen Impuls heraus fragte ich ihn, was er da mache. Er meinte, er habe vergessen, dass an Montagen kein GO-Spiel-Treffen mehr stattfinden würde. Ob, ich nicht Lust habe, mit ihm zu spielen. Ich antwortete, dass ich das Spiel nicht kann. Er meinte, er würde es mir gerne beibringen. Früher hätte ich abgelehnt. Jetzt, nach all den Veränderungen im letzten Jahr, nutzte ich meine Chance. Im Endeffekt spielten wir dann gute 2 Stunden zusammen. Er erklärte mir die Grundlagen des Spiels und ließ mich fast immer gewinnen, damit ich die Lust am Spiel nicht verlieren würde.

Schaut leicht aus, klingt nach den Regeln auch noch einfach, ist aber sau schwer. Es ist Taktik gefragt, vorausschauendes Denken, Strategie und Einfühlungsvermögen in den Gegner. Mich erinnerte es an eine Mischung aus Schach und Mühle und doch ein ganz einzigartiges Spiel. Ich war sehr fasziniert davon. Es hat mir echt Spaß´gemacht und ich überlege ernsthaft, seiner Einladung zu folgen und mal zu einem Clubtreffen zu gehen und wieder zu spielen bzw. es von einem Meister zu lernen. Meine Neugier ist geweckt. 🙂

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR/DEN ELEMENTEN/ZUR PARTNERSCHAFT: Zusammen durch Feuer und Eis

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Ich hatte den besten und gleichzeitig coolsten Start meines Lebens ins Jahr 2020! Ein ganz besonderes Jahr für mich, in vielerlei Hinsicht.

Am 01.01. waren mein Partner und ich Teilnehmer beim Neufelder Neujahrsschwimmen (Burgenland). Am offiziellen Video bin ich zu sehen, und zwar kurz vor Ende mit der schwarz/rosa Badehaube und der triumphierenden Siegespose. 

https://eventfoto-neufeld-stadt.jimdo.com/2020-1/neujahrsschwimmen/?fbclid=IwAR1B_8H0Z0sfXQfhQC5maxhxF__glPhy-F0bOTguF1ULPU2wSvQGQpz8tug

Die Kälte habe ich überraschenderweise sehr viel besser vertragen als erwartet. Ich habe meine übliche Wechseldusche mit warm-kalt in der Früh gemacht. Den kalten Teil zum Schluss länger als bisher. Ansonsten hab ich beim meinem Partner ein paar Mal nur kalt geduscht. Am 28.12. waren wir den ganzen Tag in der Therme, wo wir Sauna und Kältebecken abwechselnd besucht haben. Am 01.01. selbst waren wir am Vormittag bei Bekannten meines Partners für gemeinsame Atemübungen eingeladen, die uns dann auch mit ihrem Auto mit nach Neufeld genommen haben.

Doch das Beste kam danach. Die coolste Frau Österreichs, Sonja Flandorfer, begleitete uns bei unserem 1. Teil unserer Paarinitiation und Zeremonie, die mein Partner für mich organisiert hatte, samt romantischer Liebeserklärung und seiner aktiven Entscheidung für uns beide. Ich war sehr berührt davon. Die genauen Details möchte ich nicht verraten, die sollen zwischen uns als Paar bleiben. 3 Mal dürft ihr raten, wie ich mich entschieden habe. 😉 ❤

Der 2. Teil unserer Initiation folgte dann am 04.01. mit einem weiteren Schwitzhüttenritual, um auch das Feuer zu besiegen. Auch das schafften wir gemeinsam bis zum Ende. Ich bin sehr stolz auf uns beide. Die Rituale waren stark und schweißten uns noch mehr zusammen.

Gestern ging es dann gleich wieder durch Eis und Schnee auf die Rax zu einer 5,5 stündigen Schneeschuhwanderung. Mit der Gondel hoch, dann zum Ottohaus, weiter zur neuen Seehütte über einen anstrengenden teilweise sehr steilen Weg und zurück über den leichten Seeweg zurück über das Ottohaus zur Seilbahn und wieder hinunter mit der Gondel. Strahlende Sonne den ganzen Tag, blauer Himmel, klare Luft. Besser geht es nicht.

Ich hoffe, ihr hattet einen ebenso tollen Start in dieses wunderbare Jahr!

Alles Liebe

Eure Caroline

PS: An alle Frauen in Wien: am 16.01.2020, um 18.30 Uhr, findet mein 1. Frauenkreis statt. Alle Infos und notwendiger Anmeldung unter liebesraum2.wordpress.com.