LIEBE ZUR PARTNERSCHAFT: Durch Feuer und Eis, durch Licht und Dunkelheit

Wir haben die Chance genutzt und machen ein Extrem-Zusammenwohnexperiment. Eine Woche haben wir bereits erfolgreich gemeistert. Für mich ist es das 1. Mal, dass ich mit einem Partner zusammenwohne. Alles neu, alles aufregend, auch manchmal herausfordernd und dann sind da noch zwei wunderbare Kater, die mir in dieser Zeit viel Trost und Halt spenden. Ich danke ihnen dafür und versorge sie im Gegenzug mit reichlich Streicheleinheiten.

Jetzt lernen wir uns erst so richtig kennen. Unsere hellen und dunklen Seiten. In der derzeitigen Situation bin ich sehr dankbar, dass ich nicht alleine bin. Ich werde auf mich zurückgeworfen. Mein Blog beruht auf meinen vielen Aktivitäten im Außen, die für längere Zeit nicht mehr möglich sind. Dafür komme ich jetzt mit meinem Innersten in Kontakt.

Mein Liebling hat ein intensive Morgenroutine, die ich mit ihm gemeinsam mache. Fitness-Übungen, Dehnungen, Wim Hof Atmung, Meditation und kalte Dusche. Ich lasse eine von mir lange abgelehnte Eigenschaft immer mehr zu – ich werde häuslicher. Ich koche jeden Tag einmal frisch. Ich fühle mich in der Wohnung freier als draußen. Ich sorge freiwillig für ein wohliges Heim.

Bewegung ist trotz der vielen Regeln wichtig und notwendig für meinen Körper, deswegen sorge ich dafür, dass ich zumindest eine Stunde am Tag zusammenbekomme, natürlich mit viel Abstand zwischen mir und den anderen da draußen. Ich will mich spüren, deswegen gehe ich mit kurzer Hose und T-shirt raus. Kälte bringt mich in meinen Körper, lässt mich das Leben spüren. Ich muss mich auf mich fokussieren, das bringt mich raus aus den Gedanken, die sich im Kreise drehen.

Sonst höre ich Musik, lese, mache Grinbergübungen oder meditiere, abends schauen wir gemeinsam „The Witcher“ auf Netflix oder so an. Wie praktisch, dass ich mit einem Mann zusammen bin, der nicht nur ausgesprochen technikaffin ist, sondern auch noch einen Beamer besitzt und die wichtigsten Streaming-Dienste abonniert hat. ❤ Ein Heim-Eisbad mit einem Haufen Kühlakkus wurde auch schon gemacht.

Er kommt dafür in den Genuss meiner Massagen, und wir haben auch sonst viel Spaß gemeinsam. Wenn es einem von uns schlecht geht, dann unterstützen wir uns gegenseitig. Wir sind echt ein gutes Team. Gemeinsam besiegen wir jedes Eisbad 😀 und jede Krise, sogar in Zeiten der Isolation. Danke, geliebter Mann, du machst das toll!

Bleibt gesund, ihr Lieben da draußen!

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

 

LIEBE ZUM GRENZGANG/NATUR: „Crazyness Grad 500“,…

… der Kommentar meiner Schwester, nachdem ich meiner Familie von dem Eisbad erzählt habe, das ich kürzlich im Rahmen meines 1. Wim Hof Fundamental Workshops bei der coolsten Frau Österreichs, Sonja Flandorfer, gemacht habe. Nach der intensiven Atmung, dem Horse Stance, einer Fokusierungs- und Aufwärmübung war jenes übrigens überraschend entspannend für mich. Ich wäre fast eingeschlafen. Genaugenommen war ich sogar 3 Mal drin. Die offiziell gemessene Tiefsttemperatur war 1,8 Grad. Mein derzeitiger persönlicher Kälterekord.

Am vergangenen Sonntag waren wir dann auch noch in Wim Hof-Manier wandern. Die klassische Route vom Kahlenbergerdorf über den „Nasen“-Weg über den Leopoldsberg und den Kahlenberg nach Nußdorf (Teil des 19. Wr. Bezirks). Das heißt in kurzen Hosen und mit T-shirt -in meinem Fall- und ohne Shirt in seinem Fall. Wir haben jedenfalls viele erstaunte Blicke oder verhaltene Kommentare abgestaubt. Bei der Steilheit des Wegs kommt man sowieso leicht ins schwitzen (besonders, wenn man abseits der üblichen Wege geht) und der fast ungetrübte Sonnenschein wärmt nicht nur die Seele. 20200308_1255564735135643273462066.jpg

Jetzt mache ich seit über einer Woche jeden Tag gleich nach dem Aufwachen meine Atemübungen und übe mich darin, jede Woche die Kaltwasser-Phase meiner morgendlichen Wechseldusche zu verlängern. Es klappt gut. Ich bin echt überrascht, wie motiviert und diszipliniert ich bin – gebe ich offen zu – Letzteres ist nicht so meine Paradedisziplin.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

LIEBE ZUR WISSENSCHAFT: Valentinstag und „Sex on the beach“

Foto von D. R.

Mein Liebling und ich verbrachten den Valentinstag bei einer lustigen und gleichzeitig sehr informativen Führung über das mannigfaltige Liebesleben der lieben Tierchen, die Venus von Willendorf, diverse Goldschätze und noch so mancherlei Geschichten über das prähistorische Liebesleben, das auf Weintöpfen oder anderen Gegenständen und Orten dargestellt worden ist. Sehr eindeutig in seiner Bildhaftigkeit. Sogar mit einer Geburt im Stehen als letzte Konsequenz des wilden Treibens davor. 🙂 Wer es selbst einmal sehen will – ich meine die Bilder 😉 – dem lege ich ganz ungeniert eine entsprechende Führung im Naturhistorischen Museums Wien ans Herz. Als studierte Biologin und Anthropologin ist mir dieses Museum natürlich das Liebste und überhaupt verbrachte ich dort so mancherlei Stunde gebeugt über Knochenfunde und am Computer sitzend bei der Dateneingabe im Zuge meiner freiwilligen Praktika vor Ort.

Den Abschluss der Führung, die im Duo gehalten worden war, bildete ein unterhaltsamer Plausch mit der zweiten Führungsverantwortlichen, die Frage und Antwort stand und auch überaus sympathisch über so Allerlei mit uns und ein paar weiteren Tischnachbarn und -nachbarinnen plauderte. Nebenbei wurde der eine oder andere Cocktail – natürlich passend zum Thema „Sex on the beach“ -. genossen und aus kleinen Schälchen Studentenfutter und Erdnüsse geknuspert.  Ihr Führungsteil war besonders anschaulich gestaltet (ich sage nur „Venus-Vibrator“ – nö, kein Scherz!). Ich kam in den Genuss, dieser imposanten und stacheligen, nachgebauten prähistorischen Kette, als Model zu tragen und der Gruppe vorzuführen. Ich sage euch, so mächtig fühle ich mich nicht immer. Das Original ist sogar noch deutlich gefährlicher als diese nachgemachte Version. Die Spitzen sind dann nicht mehr aus Sicherheitsgründen abgerundet, sondern wirklich pieksig und senden die eindeutige Botschaft: „Männer, bleibt ja weg von mir!“.

Nun, wie auch immer, es war ein schöner Abend, und ich bin um einige mehr oder weniger lustige Geschichten reicher und mein Wissen über das vielfältige Liebesleben der Tiere ist auch wieder aufgefrischt worden. 😀 ❤

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

 

Bild

LIEBE ZUR AUTHENTIZITÄT: Fotoshooting für mich

Caroline

Fotografiert von Gerhard Fally von Foto Fally, 1020 Wien

Ich habe mich gestern zum 1. Mal nur für meine weitere (berufliche) Zukunft professionell fotografieren lassen. Der 1. Schritt war noch eine ordentliche Herausforderung für mich, aber dann war ich ganz überrascht, wie gelassen ich dann beim Termin selbst war. Der Fotograf war auch sehr ruhig und angenehm und hat mir klare Anweisungen gegeben, denen ich gut folgen konnte. Wir brauchten nur eine Serie, die wir dann beim Durchsehen in 5 Runden immer weiter reduzierten, bis nur mehr 3 Fotos übergeblieben sind. Ich nahm alle drei. Jedes gibt eine andere Seite von mir wieder, aber das Foto, das ihr hier seht, hat meine Essenz, mein Wesen, meinen Charakter am authentischsten eingefangen. Jeder, der mich gut kennt, hat das bis jetzt auch so gesehen. ❤

Mögen mir die Fotos Erfolg und Glück bringen!

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZU EMOTIONEN: Mut zur Wut

Glühende Augen, der Blutdruck steigt, rotes Gesicht, mächtige Energiegewalten, geballte Fäuste, aufgerichteter Körper, angespannt und bereit, sich jedem Gegner zu stellen.

Wut ist ein wichtiger Verbündeter für Ermächtigung, Veränderung, Willen und Durchsetzungskraft. Kalt oder heiß – nichts bleibt wie es war. Türme und Panzer werden niedergerissen. Ängste werden überwunden.

Starke Motivation für Fortschritt und Kreativität. Mein erfolgreichstes Gedicht handelt von der Wut und wurde sogar vertont und entstand nach einem heftigen Streit.

Energiequelle für Disziplin und Visionsumsetzung.

Körperliche Höchstleistungen erbringen, wenn Wut die Antriebskraft ist. Tief aus der Basis unseres Körpers entspringt sie und erzeugt für eine gewisse Zeit fast schon grenzenlose Energie und Kraft.

Wut wird von uns Menschen meist unterdrückt – als nicht gesellschaftsfähig betrachtet. Positive Aggression mit Zerstörungswut gleichgesetzt. Dass unterdrückte Wut aber den eigenen Körper maßgeblich beeinträchtigt und schädigt, wird gerne vergessen.

Ich habe am Wochenende während einer Ausdrucksübung im Rahmen eines Erzählseminars zum Thema „Mütter im Märchen“ erlebt, wie befreiend es sein kann, aufgestaute, sehr lange unterdrückte Wut auszudrücken. Die darunter befindlichen Emotionen können dann auch endlich durchlebt werden. Im sicheren Rahmen der Frauengruppe Annahme und Unterstützung zu erfahren, war sehr hilfreich. Obwohl es an sich kein therapeutisches Seminar war, bin ich sehr dankbar darüber, dass dennoch Zeit für diesen sensiblen Prozess war und ihm Raum gegeben wurde. Danke, liebe Jana, für deine Unterstützung dabei!

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

 

 

LIEBE ZUM MENSCHEN: Wissenschaft für Anfänger oder mit Humor fängt man „Mäuse“ :-)

Der größte Hörsaal der Hauptuni voller gleichgesinnter Menschen. Sie quellen nur so in den Raum. Jede Generation. Redend, essend, trinkend, wartend. Kaum ein leerer Platz ist in den unbequemen und engen Sitzreihen zu entdecken. Einer davon ist neben mir. Rechts von mir sitzt ein sympathisches mittelalterliches Ehepaar, mit denen ich später noch ins Gespräch kommen werde, was ich aber jetzt noch nicht weiß.

Zuerst eine Begrüßung durch den Veranstalter, dann startet der Vortrag über die letzten Jäger und Sammler-Kulturen von Prof. Khaled Hakami. Ich hatte ihn damals in einer kulturanthropologischen Vorlesung auch selbst als Professor in meinem (klassischen) Anthropologiestudium. Sie war eine der besten und unterhaltsamsten Vorlesungen, die ich je während meiner Unizeit gehört habe.

Prof. Hakami verbrachte zusammen mit einem Kollegen mehrmals einige Monate im Süden von Thailand mit den Menschen, um ihre Gewohnheiten und ihre Lebensweise zu studieren.

Der Vortrag war informativ, mit viel Humor und Begeisterung vorgetragen. Dennoch machte Prof. Hakami auch vor uns möglicherweise schockierenden oder  unverständlichen Verhaltensweisen nicht halt. Auch einige Fragen aus dem Publikum wurden beantwortet.

So lockt man auch an Wissenschaft weniger interessierte Menschen in einen 3-stündigen Vortrag (inkl. Pausen). Einfach genial. Mit vielen Fotos, einem kurzen Film, vielen Details und noch mehr lebendig erzählte Einsichten in eine (egalitäre) Kultur, die so ganz anders ist als unsere gewohnte westliche.

An einige Details konnte ich mich sogar noch von der Vorlesung damals erinnern und die ist doch wirklich schon viele Jahre her.

Mit dem netten Ehepaar hatte ich dann während der Pause und am Ende auch noch interessante Gespräche. Es stellte sich nämlich heraus, dass sie in Afrika genau die Kultur besucht hatten, an deren verstorbene Vertretern ich selbst Untersuchungen im Rahmen meiner Diplomarbeit über den Fersensporn vorgenommen hatte. So klein ist die Welt.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUR WEIBLICHKEIT 1 – Tochter meines Vaters :-)

Wenn mein Liebling 4 Tage beim 1. Teil eines Männertrainings (sogar mit Kontaktverbot) ist, dann hab ich genug Zeit, um mich um mich selbst zu kümmern.

Selbstreflexion, Arbeit mit meinen Archetypen, Meditation, Training im Fitnessstudio, Spaziergang vom Hauptbahnhof zum Schwedenplatz, am Wochenende immer langes Frühstück in der Früh und sich der Zeit hingeben, Lesen, Märchen anhören, Malbuch für Erwachsene ausmalen, ein kleines Schönheitsritual in der Früh, ein Bad im Sinne von Cleopatra, einen Besuch mit meinem Vater und seiner Freundin bei der Autoshow 2020 und der Ferienmesse.

Berührende Erinnerungen an verrückte Kinderspiele und andere schöne Momente mit meinem Vater kamen auch hoch. Ich bin sehr dankbar dafür, so einen großartigen Vater zu haben, der immer für uns da war und ist. Ich habe von ihm wichtige Werte gelernt: Zuverlässigkeit, Großzügigkeit gegenüber seinen Liebsten (Liebe, Zeit, Geld), für sich einzustehen und für seine Rechte zu kämpfen, als Familie zusammenzuhalten, seine Kräfte zu vereinen (viribus unitis) und vor allem nicht aufzugeben (außer Briefe 😉 ). Meine große Kinoleidenschaft samt Hang zu Actionfilmen kommt auch von ihm samt meinen dunklen Haaren, meiner Größe, einem Teil meines Humors, mein Hang zu Verrücktheiten und meine Art zu lachen. Von meiner Stimme behaupten auch immer wieder Leute, sie wäre meinem Vater sehr ähnlich, wenn natürlich auch eine weibliche Version davon.

Dank meinem Vater habe ich ein positives Männerbild und weiß, wie wichtig gute Männerfreundschaften für Männer sind. Mein Papa und sein bester Freund, der mein Taufpate ist, leben mir das sehr lebendig und aktiv vor. Diese innige Freundschaft ist auch für meine Freundschaften ein Vorbild.

Danke,

bester Papa der Welt,

für alles, was Du mir geschenkt hast und was ich von Dir lernen durfte ! ❤

Alles Liebe

Eure Caroline