LIEBE ZU RITUALEN/ ZUR TRADITION: Belgische Weihnachten

Auch wenn ich sehr unkonventionell bin und gerne hinterfrage und vieles anders mache als die meisten, so liebe ich dennoch auch einen gewissen Rahmen, der mir Sicherheit und Halt gibt. Rituale und Traditionen hoch zu halten finde ich wichtig, besonders auch sie gemeinsam in der Partnerschaft zu leben. Ich war immer schon von fremden Kulturen und ihren Traditionen und Ritualen fasziniert, deswegen reise ich auch so gerne.

Da ich jetzt mit einem Belgier zusammen bin, der seine Wurzeln auch in Österreich pflegen möchte und dem Traditionen und Rituale wichtig sind, tauche ich gerade ganz tief in seine Kultur ein. Eine ausgesprochen spannende Reise, bei der ich auch ihm immer näher komme.

Ich entdecke neugierig die Unterschiede und Gemeinsamkeiten und freue mich, wenn er glücklich ist, dass ich seine Welt mit ihm teile.

Natürlich komme ich dadurch auch in den Genuss von köstlichen belgischen Spezialitäten, was mir besonders gut gefällt.

Am vergangenen Wochenende haben wir belgischen Spekulatius gebacken und den Weihnachtsbaum aufgestellt. Letzteres unterscheidet sich doch sehr von Österreich, wo wir ja meist erst kurz vor Heiligabend den Baum aufstellen. In Belgien steht er oft schon am 1. Dezember. Daher verwenden die Belgier auch aus gutem Grund keine Kerzen für den Baum, sondern elektrische Lichterketten.

Auch kommt am 6.12. nicht der Nikolo oder Krampus, sondern Sinterklaas mit seinem Helfer Swarte Piet (Schwarzer Peter). Die köstlichen Schokofiguren *lecker* (natürlich aus der berühmten belgischen Schokolade) werden zerbrochen auf Gebäck mit Butter gegessen, dasselbe gilt auch für belgischen Spekulatius. Letzteren tauchen die Belgier auch gerne in den Kaffee oder Tee. Schmeckt übrigens echt gut so.

Ich genieße jedenfalls mein Leben gerade sehr, in jeder Hinsicht, und freue mich, mit meinem Partner Weihnachten zu feiern 😛 ❤

Ich wünsche Euch weiterhin eine schöne Adventzeit

Eure Caroline

 

LIEBE ZUR LIEBE: was zählt, ist der Mensch!

Ich wollte Euch heute ganz viel darüber erzählen, was ich die letzten Tage gemacht habe. Wie mich mein Herzkönig mit verbundenen Augen zum Weihnachtsmarkt vor dem heeresgeschichtlichen Museums verführt hat, über den Workshop über die Complete Vocal Technique, die eine sehr sympathische Niederländerin gehalten hat, über den Kinderbuchschreibworkshop oder die sehr nette Adventfeier im Tierpark Wolfsgraben, die meine beste Freundin, ihre Familie und ich besucht haben.

Doch dann ist mir eingefallen, dass ich das Wichtigste gestern bei meiner 1. Grinbergmethoden-Einheit gehört habe.

Meine Therapeutin meinte, sie hätte sich nicht in eine Frau verliebt, sondern in den Menschen, die sie ist.

Für die Liebe zählt das Geschlecht nicht.

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR VIELFALT/NATUR: im Papier-Garten, „Marriage story“ und vom Cobenzl nach Neuwaldegg

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Im Papiergarten

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Kunstwerk von Pille-Riin Jaik (Ausstellung im X hibit)

Mein Leben ist gerade besonders bunt und volle Fülle und Action und (neuer) toller Menschen. Ich liebe es.

Am vergangenen Donnerstag war ich mit meinem Partner im Theater am Spittelberg zu einem fast schon besinnlichen Konzert der norwegischen Gruppe „PUST“ im Rahmen des A capella Festivals mit Weihnachtsliedern und fast schon meditativen Melodien. Sie sangen sogar eine Coverversion von Depeche mode – „Silence“, allerdings auf Norwegisch. Kompletter Gegensatz zum Death metal Konzert die Woche davor. Danach gab es noch belgische Pommes am Weihnachtsmarkt. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Am Freitag hatte ich meine erste Reiki-Einheit meines Lebens bei einer ganz tollen Frau, sehr abgelegen, aber der Weg hat sich gelohnt. War bisher immer etwas skeptisch gewesen. Jetzt nicht mehr. Es wirkt. Hab die Energie ganz stark gespürt. Wir haben „Innere Kind“-Arbeit gemacht, die mich sehr berührt hat. Die Menschen reagieren anders auf mich, besonders die Frauen. Liebevoller, herzlicher, offener. Ich spüre die Energien auch besser als davor. Daher hab ich mich dazu entschlossen, nächstes Jahr einen Kurs bei ihr zu machen, zusammen mit meinem Partner.Einen Bekannten traf ich abends auch noch auf ein Gespräch samt Spaziergang.

Am Samstag war ich mit meinem Herzensfreund frühstücken in einem unserer Lieblingscafés, danach besuchten wir kurz die Diplomausstellung der AbsolvenInnen der Akademie der bildenden Künste, die derzeit vom Stammgebäude ausgesiedelt und im xpedit. am Abend im Kino „Marriage story“, wo ich mich bei einer Szene zu sehr eingefühlt hatte, sodass mein Kreislauf gleich schwach wurde. Ich weiß aber ganz genau, was ich in so einem Fall tun muss, so war ich schnell wieder fit. Ist mir Gottseidank schon lange nicht mehr passiert. Danach waren nochmal in unserem Café für einen „Absacker“.

Am Sonntag waren wir dann noch wandern. Wir starteten oben am Cobenzl und wanderten dann über alt bekannte und weniger bekannten Wegen über das „Häusl am Roan“ (Roan kommt von Rain, dem Begrenzungsstreifen zwischen zwei Feldern) nach Neuwaldegg bzw. der dort befindlichen Endstation von der Straßenbahn 43. 3 Stunden Natur, frische Luft und schöne Gespräche, einfach wunderbar. Auch ein Stärkung in Form einer Frittatensuppe samt Getränk war drin.

Sonst ist gerade viel los in der Arbeit. Die letzten Weihnachtskarten meiner „Amtsperiode“ sind auch noch zu schreiben. Angefangen habe ich schon, aber irgendwie geht diesmal nichts weiter vor lauter anderen Aufgaben. Das wird noch, da bin ich sicher. Noch ist ja etwas Zeit. 🙂

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUR VIELFALT: Märchen, Männer und Metal

Die letzten Tage sind so schnell vergangen mit allerlei neuen Dingen, dass ich gar nicht dazu gekommen bin, alles aufzuschreiben.

Letzten Donnerstag war ich mit meinem Partner auf dem für mich 1. (Death-Metal)-Konzert meines Lebens, noch dazu Stehplatz. Eine interessante Erfahrung, da ich mich bisher von Menschenmengen und fremden Körperkontakt möglichst ferngehalten habe. In dem Fall fühlte ich mich mit ihm sicher. Ein tolles Gefühl. Wir standen in der 3. Reihe. Von hinten drängten die Leute nach vorne. Nach anfänglicher Irritation, konnte ich das Konzert über weite Strecken einfach genießen, mich der Musik und der Menge hingeben und genießen. Eine coole Show mit riesigen Wikingerstatuen, einer Seeschlange und echten Kämpfern in voller Montur samt einem Podest mit animierten Augen samt übergroßem Helm, gab es auch. Wir hatten viel Spaß. 😀

Freitag bis Sonntag hatte ich wieder ein Erzählseminar bei Margarete. Diesmal ging es um die Geschichte hinter dem Erzählen. Wie und wo in welchen Kulturen erzählt wurde und wird und wie das heute ist. Wieder eine ganz tolle Gruppe voller lieber, kreativer Menschen. Ich hatte bei der Vorstellungsrunde am Freitag einen „Auftritt“ mit lustigen „Tanzschritten“, die ich vor einigen Jahren im Fernsehen gesehen hatte und immer noch beherrsche und auch schon überraschend erfolgreich in einem Seminar eingebaut hatte. Alle haben mitgemacht und am Samstag hat eine Teilnehmerin sogar aktiv danach gebeten. Das hat mich gefreut und mir großen Spaß gemacht, eine Gruppe für ein paar Minuten anzuleiten und zum Mitmachen zu begeistern. 🙂

Am Samstag Abend hab ich mit meinem Partner und zwei seiner Freunde Fußball (Belgien gegen Russland) geschaut.

Am Sonntag besuchten wir den „Reisesalon“ in Schönbrunn, wo wir eine tolle Schnupper-Thaimassage genossen. Meine Verspannungen vom vielen Headbanging am Donnerstag waren danach weg.

und gestern waren wir gemeinsam bei einem Empfang der belgischen Botschaft. Gutes Flying-Food, Bier nach belgischer Brauart und nette Begegnungen und Gespräche mit sympathischen Menschen, viele gar nicht aus Belgien.

Alles Liebe und eine schöne Woche

Eure Caroline

LIEBE ZUM MENSCHEN/ZUR BERÜHRUNG: „Für-immer-Freundin“

Meine allerbeste Freundin (samt ihrer Familie) kenne ich seit meiner Volksschulzeit, mittlerweile also schon fast 3 Jahrzehnte. Dennoch hatten wir bisher mehr eine Männerfreundschaft geführt. Sie basierte viele Jahre vor allem auf gemeinsamen Aktivitäten, weniger auf Reden. Als sie heiratete und Kinder bekam, änderte sich das immer mehr und wir redeten viel mehr als früher miteinander, auch über persönlichere Themen. Doch ich verschwieg vieles aus Angst vor Ablehnung, obwohl ich intuitiv natürlich wusste, dass bei ihr diese Angst völlig unbegründet war und ist. Mein inneres Kind hatte das aber nicht überzeugt. Ich merkte in den letzten Monaten, dass mich das immer mehr belastetet und auch unserer Freundschaft zu schaden begann. Meine halbherzigen Versuche, es ihr persönlich zu erzählen, scheiterten immer im letzten Moment. Immer fand ich Ausreden, warum gerade nicht der beste Zeitpunkt dafür war. Also nahm ich vor einigen Tagen meinen ganzen Mut zusammen, sprang über meinen Schatten und schrieb ihr alles offen und ehrlich. Ihre loyale Freundschaft ist für mich unbezahlbar, als dass ich sie so einfach wegen irrationaler Ängste aufgeben würde.

Heute kam ihre Antwort, die mich so tief berührt hat, dass ich sofort in Tränen ausgebrochen bin vor Erleichterung, Glück und dem tiefen Wissen und der Bestätigung, dass ich schon so früh in meinem Leben eine der besten Entscheidungen meines Lebens getroffen habe, als ich mich auf die Freundschaft mit ihr eingelassen habe.

Unterschrieben hat sie ihre Mail mit „Deine „Für-immer-Freundin““. ❤ Das ist die perfekte Zusammenfassung ihrer Worte.

Unsere Freundschaft hat dadurch eine neue Ebene erreicht. Darüber freue ich mich sehr. Ich merke, dass durch die vielen positiven Reaktionen auf meine radikale Authentizität auch meine Ängste immer weniger werden und ich immer öfter mutig sein kann und selbstbewusster werde.

Ich wünsche jedem von euch, dass ihr auch eine oder mehrere solcher Freund*innen habt, denn es ist unbezahlbar und lohnt sich immer wieder, über seinen Schatten zu springen und Mut aufzubringen, um für das Wichtige in seinem Leben zu kämpfen und authentisch zu sein, egal ob das ein Ziel, eine Vision ist oder eine Person. Die Menschen, die zu einem passen, werden bestehen bleiben, die anderen werden gehen. Letzteres ist zwar schmerzhaft, aber dafür ist dann wieder Platz für neue Menschen im Leben.

Ich bin heute die glücklichste Frau, weil ich die beste Freundin ever habe. ❤

Alles Liebe

Eure Caroline

PS: Mein Schicksalsjahr 2020 werde ich übrigens auf ganz besondere Weise begrüßen – ich sage nur kalt-kälter-eisig 🙂 Eine wahre Mutprobe, aber so bin ich eben manchmal – eine Grenzgängerin, wild und ver-rückt. 😀

LIEBE ZUR NATUR: Ein Feuersalamander zum Abschied – noch einmal Bad Kreuzen

Ich hatte mir von meinem Herzensfreund gewünscht, dass wir noch den ohnehin bereits gebuchten Urlaub nach Bad Kreuzen noch zusammen machen. Es war eine gute Entscheidung. Wir verabschiedeten uns von unserer langjährigen Partnerschaft und feierten die neu entstehende Herzensfreundschaft.

Wir wollten immer schon mal über die Burg Clam wandern, also machten wir das diesmal. 12 km vom Ort Saxen über die Klamschlucht und die Burg Clam, den Ort Klam und quer über Wiesen und an Bauernhöfen vorbei nach Bad Kreuzen zur Burg, wo unser Quartier ist. Wir wurden beim Abendessen sogar vom Servicechef persönlich begrüßt. Schließlich sind wir schon Stammgäste. Es ist wie Heimkommen. Ein Dampfbad für die beanspruchten Muskeln – herrlich entspannend.

Am Samstag drehten wir unsere kleine Runde über das Stadtzentrum und die Wolfsschlucht, wie jedes Jahr. Ein vertrautes Ritual. Diesmal mit einem spontanen Kneipen meinerseits. 🙂 Später auch wieder ein Dampfbaddurchgang.

Am Sonntag die Wanderung zurück über vertraute Wege mit einem so vertrauten Menschen an meiner Seite. Meine 1. große Liebe – war sie, ist sie, bleibt sie. Das hinterlässt tiefe Spuren in meinem Herzen, die nicht auszuradieren sind. Emotionen und Tränen gehören dazu und dürfen sein. Wir wollen im Hier und Jetzt bleiben. Gute Kommunikation ist hier besonders wichtig. Die ersten Schritte sind gemacht. Wir haben beide ein gutes Gefühl dabei und miteinander, das ist die Hauptsache.

Der Feuersalamander ist ein Symbol für Bad Kreuzen geworden. Die letzten 3 Jahre hat er sich jedes Mal zum Abschied gezeigt. Auch diesmal wieder, obwohl es doch schon recht spät im Jahr ist. Plötzlich sah ich ihn vor mir am Weg kriechen. Ein besonders schönes Exemplar noch dazu. Er steht u. a. für Transformation und Veränderung. Ja, das passt perfekt für meinen derzeitigen Lebensabschnitt des Übergangs und der Wandlung in ein neues Leben.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUR SPIRITUALITÄT: Liebe atmen

Andere Partnerschaft, andere Interessen. Mein Freund und ich verbrachten das Wochenende mit ein paar anderen herzensoffenen Paaren und ein paar Singles bei einem Tantraseminar. Ohne Sex, ohne Nacktheit und ohne Massagen. Ja, solche Tantraworkshops gibt es auch noch, worüber ich sehr froh bin. Nicht, weil ich Probleme mit den genannten Dingen hätte (ganz im Gegenteil 🙂 ), sondern, weil das originale Tantra aus Indien eine Lehre zur spirituellen, emotionalen und persönlichen Weiterentwicklung ist, welche die sexuelle Energie dafür nutzt. Nicht bloß eine Methode, um befriedigenderen Sex zu haben; das ist eine angenehme, genussvolle Nebenwirkung, aber nicht der Fokus. Die Paare blieben unter sich. Die Singles übten für sich allein.

Es war mein erstes Tantraseminar und dann gleich noch eines, das von einem Lehrer angeleitet wurde. Obwohl es schon ein recht fortgeschrittenes war, war es doch genau das richtige für mich. Ein toller, humorvoller Lehrer aus den USA, eine sympathische Assistentin aus der Schweiz.

Was wir dort dann gemacht haben? Vor allem geatmet. Bewusst, fokussiert, ganz. Visualisiert, gelacht, geredet, entspannt. Ein paar Übungen, um die erzeugte Energie bei uns zu behalten bzw. zur Erdung. Ein paar Partnerübungen, aber ebenfalls angezogen. Ich gebe es gerne zu, ein paar Küsse waren auch dabei und achtsam sein und Nähe und Intimität schenken, gehalten werden, Präsenz des Mannes, Hingabe der Frau. Das wurde uns aber nicht beigebracht, das entstand durch das Tun und das Miteinander vor Ort.

Liebe machen im wortwörtlichen Sinn. Ein Feld der Liebe erzeugen. Wunderschön, was da entstanden ist. „Schlüssel“ wurden entdeckt, Emotionen geheilt, Veränderung entstand. Am 2. Tag habe ich diese Entwicklungen schon stark gespürt. Das ist so toll! Nach nur ein paar Stunden hatte sich schon so viel getan.

Alles nur durch die richtige Atemtechnik und ein paar weitere Übungen. Jetzt heißt es weitermachen und dranbleiben. Nur dann entsteht das gewünschte spirituelle, emotionale und persönliche Wachstum und noch ein paar andere angenehme physische und psychische Effekte.

Ich atme Energie ein und atme Liebe aus.

Alles Liebe

Eure Caroline