LIEBE ZUR KULTUR: Es waren einmal…eine Nacht und ein Wochenende voller Geschichte(n)

Die Walpurgisnacht verbrachte ich samt Begleitung stilecht bei der Erzählnacht „Heissa Walpurgisnacht“ von „Märchen-Margarete“ und Tommi, dem Märchenmönch, im bischöflichen Seminar in Melk in einer ehemaligen Kirche im obersten Geschoss des Gebäudes. Mit Märchen, Legenden und Geschichten umsponnen, von Musik durchdrungen und Wohlgerüchen einer frisch für Zuhörende und Erzählende zubereiteten Tajine samt selbstgebackenem Brot umhüllt, verbrachten wir nicht nur den Abend, sondern auch die Nacht auf selbst gebauten Schlaflagern – meist aus Isomatte und Schlafsack bestehend. Nach einer kurzen Schlafpause ging es bereits um 5.00 Uhr Früh mit den nächsten Geschichten weiter. Sogar meine Begleitung meldete sich spontan zu einer Erzähleinheit. Ich war diesmal „nur“ Zuhörende, aber ein nächstes Mal gibt es bestimmt. 🙂

Ich war überrascht, wie lange ich wach bleiben konnte. Die Magie der Märchen und die Neugier auf das Ende hielten mich wach. Zeitweise mit geschlossenen Augen in meditativer Stimmung lauschte ich mit meinem Herzen und meinem Körper. Mein Verstand legte eine wohlverdiente Pause ein.

Heute beginnt gleich das nächste Modul des Lehrgangs „Freies Erzählen“ von Margarete. Also noch mehr Geschichten und Märchen, lauter andere tolle Sachen und lauter liebe Menschen. Diesmal werde ich Erzählende und Lauschende zugleich sein.

Der Lehrgang ist wie die Handtasche von Mary Poppins. Jeder Griff ein Wunder, jeder Gegenstand eine Geschichte, jeder Gedanke Phantasie. Nichts ist fix, alles in Bewegung – wie das Leben.

Ich lasse mich verzaubern!

Euch allen ein märchenhaftes Wochenende und alles Liebe

Eure Caroline

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LIEBE ZUR NATUR: Ostern, Kunst und mein Gefährte

Zwei Wanderungen, eine Ausstellung eines belgischen Künstlers und viel liebevolle Zeit mit meinem Gefährten prägten Ostern dieses Jahr.

Die 1. Wanderung startete in Paudorf (3 Bahn-Stationen Richtung St. Pölten), führte dann weiter über Kleinwien (ja, gibt es wirklich!), Stift Göttweig, Furth und Mautern über Stein nach Krems, wo wir zwei Nächte blieben.

Die 2. Wanderung führte von Krems über Stein über einen etwas in die Jahre gekommenen Naturlehrpfad nach Egelsee und von dort weiter über die Donauwarte (s. Foto) und Stein wieder zurück nach Krems.

Im Stift Göttweig pflückten wir uns einen Text von einem Strauch, an dem ein Schild befestigt war, das uns dies erlaubte. Der barocken Stiftskirche statteten wir auch einen Besuch ab, und ich ging meinem Lieblingsritual in Kirchen nach, dem Kerzerlanzünden. 🙂 Das ist immer ein berührender Moment für mich. Da gedenke ich immer meinem Opa und den Verstorbenen meiner und seiner Familie.

„Mankind need the warmth of a big love to be a man.“ Pflücktext im Stift Göttweig

Am Samstag waren wir am Nachmittag noch in einer hervorragenden Ausstellung eines belgischen Künstlers in der Kunsthalle. Das neue Museum (s. Foto) hatte leider noch geschlossen. Erst Ende Mai wird es für die Öffentlichkeit zugänglich sein, aber den Museumsshop kann man schon besuchen. Mir fiel auf, was für ausgesucht freundliche Mitarbeiter*innen in den Museen dort beschäftigt sind. Wir bekamen sogar ein paar interessante Hintergrundinfos, die ich aber nicht verraten werde.

Ergänzung 25.04.2019: Jetzt habe ich glatt vergessen, Euch zu berichten, dass wir auch ein paar liebe Tierchen zu Gesicht bekommen haben. Ein Reh lief sogar nur wenige Meter vor uns über den Weg im Wald, ein anderes entdeckten wir während der Hinfahrt mit dem Zug über die Felder laufen. Viele Feldhasen saßen auf den Äckern zwischen den frisch gezogenen Furchen, manchmal sah ich nur ihre langen Löffel hervorlugen. Auch zwei Blindschleichen und viele Eidechsen ließen sich, wenn auch nur für einen Moment, blicken. Meistens hörte ich nur das Rascheln an den dicht bewachsenen Hängen des Weges.

Wir hatten also ein wunderschönes Ostern. Ich hoffe, Ihr auch.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

 

LIEBE ZUR NATUR: Bärlauch in Baden oder von der Kurstadt über das Helenental nach Bad Vöslau

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Auch diesmal genossen wir strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Wunderbar!

Wir fuhren am Sonntag mit dem Zug nach Baden bei Wien und schlugen den bereits bekannten Weg ins Helental ein, wo es herrlich nach Bärlauch duftete. Rechts und links des Weges war der Baden dicht mit den grünen, typisch büschelförmig angeordneten Blättern dieser würzig riechenden Pflanze überzogen. Hier und da konnte ich auch Leute entdecken, die diese gesunde Köstlichkeit pflückten. Entlang der Schwechat ging es fast immer durchgehend flach dahin, aber nicht unbedingt eben. In der Hundezone wurden fast schon verschwenderisch Holzschnitzel gestreut, welche das Gehen erschweren. Den Sinn dahinter haben wir nicht begriffen. Wir folgten dem Fluss bis zur Abzweigung „Jägerhaus“, den wir auch bereits einmal gegangen waren. Hier ging es dann auch eine Weile bergan, aber nicht weiter schwierig für geübte Wanderer wie uns. Auch nach dem Jägerhaus nahmen wir wieder den linken Weg Richtung Baden zurück den Hügel hinunter. Auf halbem Weg in die Stadt zurück folgten wir aber dann rechts den Berg hinauf den Wegweisern Richtung Bad Vöslau. Ein wunderbarer aussichtsreicher schattiger Waldpfad. Nach ein paar weiteren Kilometern erreichten wir dann wieder bebautes Gebiet und fragten ein sympathisches älteres Paar nach dem weiteren Weg, die sich gerade einen Mittagsschmaus genehmigten.  Sie gaben freundlich Auskunft, und so folgten wir den Hinweisen nach Sooß, einem sympathischen Weinort kurz vor Bad Vöslau. Wir kamen an einem Heurigen vorbei, der einladend aussah, mit schattigen und sonnigen Plätzchen in Mitten des Gartens oder auch der angrenzenden Weingärten. Nicht so dicht gestellt, wie sonst bei Heurigen gerne üblich. Wir entschieden uns aber lieber für ein Eis in der Nachbarstadt. Entlang einer Straße, die von Weingärten gesäumt war, gelangten wir nach ein paar weiteren Minuten in Bad Vöslau an und folgten den häufigen Wegweisern zum berühmten Bad. Dort in der Nähe fragten wir dann ein paar Leute nach einem guten Eissalon, die uns auch freundlich und hilfsbereit mitteilten, dass sich dieser gerade einmal 100 m von unserem Standort entfernt befinde. Schnell hatten wir ihn gefunden und schlemmten freudig köstlich und liebevoll zubereitete Eiskreationen. :-p ❤ Frisch gestärkt spazierten wir durch den Park und an dem kleinen Kanal entlang zum Bahnhof Bad Vöslau, wo wir den Zug zurück nach Wien nahmen.

Ich liebe den Frühling, wenn alles langsam grün wird und blüht und duftet. Da geht mein Herz auf und ich fühle mich frei und lebendig.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

LIEBE ZUR NATUR: DU und ICH (mit Ziege)!

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Ziegen ;-), entdeckt am 23.03.2019, Laab/Walde

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weiße Veilchen, entdeckt am 23.03.2019, Laab/Walde

Vergangenen Samstag genossen wir den Sonnenschein bei einer Wanderung von Laab im Walde entlang der Lainzer-Tiergarten-Mauer bis Mauer (Wien). Wir fuhren mit dem Bus 253 von Wien/Liesing bis zur Station Laab/Walde Tiergartenstraße.

Gleich zu Beginn entdeckten wir ein paar Ziegen im Garten eines Hauses in Laab. Vier oder fünf dieser sympathischen Geschöpfe ließen sich von uns nicht sonderlich beeindrucken und mampften friedlich vor sich hin oder ließen sich die Sonne auf den Pelz, äh auf das Fell scheinen.

Danach ging es weiter hinauf die Tiergartenstraße. Die Anwohner waren fleißig im Garten tätig, um alles nach dem Winter auf Vordermann zu bringen. Der Weg führte uns nach einer kurzen Weile in den Wald hinein und dann rechts immer mehr oder weniger nahe zur Tiergartenmauer entlang Richtung Wien zurück. Immer wieder trafen wir auf andere fleißige Wanderer, die das herrliche Wetter ebenso genossen wie wir.

Nach einiger Zeit geht es dann links einen grünen Hügel hinauf. Hinter einem Wasserspeicher (glaublich) machten wir eine gemütliche Pause, wo wir in entspannter Atmosphäre über unsere Partnerschaft sprachen. Ich habe schon öfters bemerkt, dass das beim Wandern besonders gut funktioniert. Am 01.04. ist es soweit. 16 Jahre. ich bin so dankbar dafür. Ich bin angekommen und fühle mich total entspannt, sicher und wohl. Wir sind in den vielen Jahren immer mehr zusammengewachsen ohne unsere eigene Individualität zu verlieren. Das ist ein sehr wertvoller Prozess gewesen. Viel Beziehungsarbeit war nötig, dafür geht jetzt alles viel leichter als früher.

Irgendwann landeten wir dann am Maurer Hauptplatz in Wien/Liesing und fuhren mit dem Bus 60A wieder zur Schnellbahn zurück, allerdings zur Station Atzgersdorf.

Ich freue mich schon auf die nächste Wanderung.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

 

 

LIEBE ZUM REISEN: Tempel, Nil und Krokodil Teil 1

 

 

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Ich bin wieder zurück. Das älteste Reiseland der Welt hat mich wieder freigegeben, aber nicht losgelassen, denn ich werde ganz bestimmt noch oft dorthin reisen, wo man mehr finden kann als nur Steine und Sand, besonders, wenn man offen auf die Menschen zugeht und interessiert ist.

Ich war begleitet von einer unglaublichen Energie, mal kraftvoll, männlich und stark, mal sanft und weiblich. Eine wunderbare Gruppe und unsere tolle und sehr erfahrene Ägyptenspezialistin und Schamanin Monika schafften es, dass ich mich sicher, liebevoll verbunden und gleichzeitig frei und individuell fühlen konnte.

Die Quintessenz dieser Reise war:

Lebe authentisch, dann kann dir nichts passieren. Wenn du das nicht tust, dann werden dich die nicht gelebten Anteile eines Tages zerstören.

Reiseroute: Kairo – Luxor – Esna – Edfu – Kom ombo – Assuan

Wir haben sehr viele Tempel und Gräber besucht, natürlich die Pyramiden mit dem Highlight, die Kammer der Cheopspyramide zu besuchen, um dort ein Ritual im Sarkophag zu machen.

Eine 6-tägige Schifffahrt auf dem Nil von Esna bis Assuan mit einem Privatsegelboot mit nur 5 Kabinen, eigenem Koch und Kapitän bildete den Kern der Reise. Eine wunderbare Mannschaft und köstliches Essen begleitete uns von Esna bis Assuan. Drei Geburtstagsfeiern mit Live-Trommelmusik, Tanz und Singen brachten Abwechslung. Jeweils in der Früh besuchten wir einer der Tempel- oder Grabanlagen an der Strecke.

Esna, Edfu, Kom ombo (Sobek/Horus-Tempel inkl. Krokodilmuseum), zwei Nilinseln, ein Steinbruch inkl. Grabanlage etc. Den Rest des Tages entspannten wir beim Lesen, Schlafen und einfach durch die Gegend schauen.

In Assuan besuchten wir auch das Simon-Kloster (Ruine), die größte koptische (orthodoxe) Kirche Ägyptens, das gut gestaltete „Nubische Museum“ und den sehenswerten botanischen Garten. Ein Highlight und wohltuend für die Augen nach dem vielen Braun und der Tempel und des Sandes.

Wir hatten Kontakt mit wunderbaren, weichen Männern, erlebten eine ganz besonders großzügige Gastfreundschaft und lebten in Fülle und Genuss. Shopping kam auch nicht zu kurz. Duftende Gewürze, große Mengen Tee, Schmuck und das traditionelle Gewand, die Galabea, begleiteten uns auf den heimischen Souks und durch das ganze Land. In Assuan befindet sich der längste Ägyptens: 3 km Waren so weit das Auge reicht.

Diverse Rituale machten die Spiritualität und die unglaubliche Energie des Landes der Pharaonen fühl- und erlebbar. In einem besonders berührendem übergaben wir dem Nil selbst aus Ton hergestellte (innere) Göttinnen.

Ich hatte unglaubliche spirituelle Erfahrungen, für die ich sehr dankbar bin.

Das Leben schenkt einem so viel, wenn man es zulässt und annimmt, neugierig ist und den Menschen viel Liebe und Verständnis entgegenbringt.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUM LEBEN: Heuschrecken, Radioteleskope und Karaoke – „Linz verändert“ wirklich :-)

Wie diejenigen unter Euch, die mir schon länger folgen, wissen, ist Linz unter den Hauptstädten meine liebste in meinem Heimatland.

Also nutzten wir die Möglichkeit und buchten zwei Nächte Linz, diesmal in einem innerstädtisch gelegenen Hotel nicht weit vom Dom. Obwohl „nur“ 3 Sterne, hatte es ein großartiges Frühstücksbuffet. Mmh, lecker. Linzer Torte, mit Abstand meine Lieblingstorte, gab es dort bereits zum Frühstück. 🙂

Wir besuchten das etwas abgelegene Biozentrum in Bezirk Urfahr. Eine Ausstellung über Heuschrecken weckte mein Interesse. Ich mag die kleinen Hüpfer. Doch es gibt die auch in sehr großer Ausführung und in unglaublicher Vielfalt mit diversen Verwandten. Es wird geschätzt, dass es 22.000 bis 25.000 Arten von ihnen gibt.

Die Langflügelheuschrecken sind bekannt für ihre Orgien, bei denen die Männchen alle 18 Sekunden (!) ein neues Weibchen begatten. Der Begriff „Quickie“ bekommt so eine ganz neue Dimension. Von Slow-Sex halten die Herren der Heuschrecken wohl wenig. Es gibt aber auch hier diverse Varianten, wie bei uns Menschen auch.

Hüpfen, singen, fressen. Die 3 Lieblingsbeschäftigungen von Heuschrecken. Sie haben die unterschiedlichsten Lebensräume erkämpft, sogar Moore und Wüsten.

Sie brauchen nur ein wenig Zeit für ihre Entwicklung und einen Garten, wo nicht alles ganz ordentlich ist. Wild-romantisch sozusagen.

In der Landesgalerie sangen wir in der Ausstellung „Echt jetzt?! Klasse Kunst“ Karaoke. Der witzigste Teil der Ausstellung über Fälschungen. Meine Version von „Yesterday“ von den „Beatles“ fand zumindest schon mal Anklang bei meinem Schatz :-D. Publikum war am Sonntag leider sonst keines zu bekommen. Nebenbei „knackte“ ich noch den Tresor (ja, ein echter mit Codeeingabe), nachdem ich die Quizfrage nach dem zweitältesten Kunstwerk der Ausstellung richtig beantwortet hatte. Exit-the-Room-Spiele sei Dank. 🙂

Die zweite Ausstellung im Haus entführte uns in den idyllischen Ort Green Bank im US-Bundesstaat West Virginia, wo wegen den dort stehenden riesigen Radioteleskopen, die modernsten ihrer Art, jede Form von elektromagnetischer Energie verpönt ist. Ein Eldorado für alle Elektrosmogflüchtlinge und Astrophysiker, die friedlich mit den Einheimischen zusammenleben. Zwei Künstler haben für „The Drake Equation“ diese Gegend mehrere Wochen besucht und dokumentiert.

Die Zukunft beginnt im Schlossmuseum, aber „Leonie“, die sprechende KI (Künstliche Intelligenz“, war leider nicht so recht gesprächig, dafür zeigt sie gerne ihre Tanzkünste. Bei jeder 2. Antwort von mir meinte sie, sie verstünde die Frage nicht. Wenn ich meinte, das ist auch keine Frage, antwortete sie prompt, dass sie meine Aussage als Frage verstanden habe. Etwas frustrierend. Da braucht es doch noch einiges an Entwicklung. Dafür konnte ich alle Quiz-Fragen von „Leonie“ beantworten. 🙂

Der Bodyscanner war leider nicht aus dem Ruhemodus aufzuwecken, trotz doppelter Anleitung, wahrscheinlich zu wenig „Saft“. Schade. Dabei bin ich für interaktive Ausstellungen immer gern zu haben.

Kuscheln und Entspannen kam natürlich auch nicht zu kurz. 🙂

Kulinarik kam auch nicht zu kurz: ich kaufte mir einen Birkenblättersirup. Schmeckt nach Natur, aber besser als das klingt. 🙂 Hab ich schon mal erwähnt, dass ich gerne Neues ausprobiere? 😉

Das Leben kann so schön sein. Es lebe das Leben! ❤

Bleibt neugierig und alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUM MÄRCHEN: Der innere böse Schweine-Wolf

Wir werden in zwei 2-er- und eine 3-er-Gruppe eingeteilt. Wir sind lauter Frauen unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen Lebenslaufs, aber wir alle sind begeistert von Märchen und Geschichten und möchten lernen, diese mündlich zu erzählen. Wir sollen mit „Fingeraugen“ – das sind Augen mit einem Verbindungssteg dazwischen, die man auf den Finger aufstecken kann – eine bekannte Geschichte oder Märchen nachspielen, aber nur mit Hilfe von ein paar Requisiten, Geräuschen, Mimik und Gestik. Klingt einfacher als es ist.

E. und ich entscheiden uns für „Die drei kleinen Schweinchen“. Ich übernehme den bösen Wolf und eines der Schweinchen. Unsere Requisiten sind eine wollene Mütze als Strohersatz, Holzstifte, Steine und ein tönernes Häferl als Kochtopf.

Wir proben kurz, dann geht es los. Wir sind als letzte Gruppe dran. Ich springe zwischen Schweine- und Böser-Wolf-Rolle hin und her. Manchmal klinge ich bei den Übergängen mehr nach Schwein als nach Wolf, aber das ist nicht so dramatisch. Entgegen unserer Probe spiele ich spontan, dass der Wolf schnüffelnd die Fährte der Schweinchen aufnimmt. Dem Publikum gefällt’s, sie lachen. Ich liebe meine Rolle als böser Wolf, ich komme immer mehr hinein.

Nachdem alle ihre Stücke gespielt haben, sollen wir erraten, welches Märchen hier dargestellt worden ist.

Das war am Samstag.

Am Sonntag spielen wir zum Abschluss nochmals alle drei Märchen, aber diesmal mit der Rahmenhandlung „1001 und eine Nacht“ als Beginn und Schluss, dann unsere „Die drei kleinen Schweinchen als zweites und „Die Prinzessin auf der Erbse“ als drittes. Unser Publikum ist eine Teilnehmerin, die erst am Sonntag dazugekommen ist.

Jetzt klappt es auch mit den Übergängen. Meine Spielpartnerin ist diesmal die Lehrgangsleiterin Margarete. Die Requisiten mussten wir teilweise ersetzen, da E. früher gehen musste und das ihr gehörige mitgenommen hatte.

Es wird viel gelacht, der Applaus ist unser. Alle Märchen werden von P. erraten.

Diese Form der Improvisation macht mir ganz besonders großen Spaß. Mein inneres Kind jubelt und schlägt Purzelbäume.

Auch sonst sind die Seminartage angefüllt mit bunten Geschichten und Märchen aus aller Welt, einem Schattentheater-Vorführung von spontanen Gästen, lustigen spontanen Mitmach-Geschichten, wo jeder einen paar Sätze einer fortlaufenden Geschichte erfindet und dazu Geräusche und Bewegungen macht, welche die anderen Teilnehmerinnen dann mitmachen, und natürlich auch viel Reden und Fachsimpeln.

Am Samstag kochte sogar eine der Frauen für alle vegetarisch. Köstlich und so gruppenstärkend, wenn man auch zusammen isst. An allen Tagen gab es ein kleines Buffet mit Snacks für Zwischendurch und überhaupt.

Ich freue mich sehr, dass es sich spontan ergeben hat, dass ich weitermachen darf, zusammen mit den beiden anderen „Schnupperfrauen“. Für mich geht es aber aufgrund einer Reise erst im Mai wieder weiter.

Allem in allem ein gelungener Start in die magische Welt der Geschichten und Märchen.

Ich werde weiter berichten und alles Liebe

Eure Caroline