LIEBE ZUM ABENTEUER: Feuerlauf, der Zweite oder „Raus aus der Komfortzone“

Photograph by Harald „Feuerdrache“ (http://mobile-schwitzhuette.com/) und Roger (http://www.sweatlodge.at)

Vergangenen Samstag gab es endlich wieder ein Abenteuer nach meinem Geschmack.

Ich bin High Sensation Seekerin und brauche Abenteuer oder Reisen oder Initiationen wie die Luft zum atmen. Nicht jeden Tag, aber immer wieder, mehrmals pro Jahr. Raus aus der Komfortzone, raus aus dem Kopf, raus aus dem Alltag. Die letzten Jahre ging das aus bekannten Gründen nicht oder nur eingeschränkt, aber jetzt hält mich niemand mehr auf. Lebendigkeit fließt in mir, ich fühle mich in meiner Kraft, in meiner Stärke. Ich fühle mich dann wild und weiblich – keineswegs ein Widerspruch. Das Wilde und Ungezügelte ist ein Teil von uns Frauen. Das Männliche ist viel zielgerichteter, konzentrierter, so wie Hitze und Feuer und trotzdem zieht es mich auch stark zum Feuer, weil meine Wasserenergie zusammen mit Feuer ergeben brodelndes Vergnügen.

Also waren mein geliebter Lebensgefährte Dirk, zwei seiner Kumpels und ich bei einem Feuerlauf in der Nähe von Linz im „Bärenreich“, so benannt von Roger, dem Hüter des urigen und sehr abgelegenen Platzes.

Feuerdrache und Schamane Harald führte uns, eine sympathische Gruppe von 3 Frauen und 5 Männern (ohne Harald und Roger), durch den halben Tag und bereitete uns mit Glasscherbenlauf und Eisenstangenbiegen auf den Kohlenlauf vor. Holzstapel aufbauen, anzünden, mit langen trommeln „anheizen“, Kohlen verteilen, festklopfen, Wunschbüschel binden – Altes verbrennen und dann für Neues „brennen“ etc. Das machten wir gemeinsam. Zuerst gab es dann einen kurzen Lauf über eine Kohlenbahn, danach eine runde Fläche, wo wir wie auf einer Art Tanzfläche, miteinander oder auch einzeln unseren Mut unter Beweis stellen konnten bis die Kohle verglüht war. Das dauerte nicht mal besonders lange. Überraschend schnell war das Ganze wieder vorbei und unsere Füße waren schwarz. Die Euphorie war groß und ein letztes Essen stärkte uns für die lange, nächtliche Heimfahrt nach Wien.

Jeder Feuerlauf ist einzigartig und wunderbar. Es lohnt sich, seinen Mut auf die Probe zu stellen. Trotzdem braucht es auch Achtsamkeit, Fokus und

Danke, geliebter Mann, für dieses hitzige Abenteuer, ich freue mich auf das nächste!

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Anton Bruckners Zuflucht

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Am Wochenende genehmigten wir uns ein romantisch, mystisches Kuschelwochenende in Bad Kreuzen/Oberösterreich.

Die Hinfahrt am Freitagnachmittag nach der Arbeit war schon ein kleines Abenteuer für sich. Wer ein Auto besitzt, ist hier deutlich im Vorteil. Besonders, weil am Wochenende von und nach Bad Kreuzen kein Bus fährt. Von gesperrten Donaubrücken ganz zu schweigen…

Nach unserer Ankunft im Hotel „Schatzkammer“ im riesigen, kuscheligen Zimmer mit herrlicher Aussicht auf die umliegende Bergwelt und großer Terrasse, genossen wir gleich noch die romantische Umgebung der Burg, die mystische Wolfsschlucht. Einen kleinen Teil davon, aber es war schon spät, und wir wollten vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück beim Hotel sein.

Das Hotel selbst hat einen direkten Verbindungsgang zur Burg, wo sich auch der Speisesaal und die Burgschenke befinden. Die Verpflegung war wenig einfallsreich, besonders das vegetarische Gericht, mehr eine Ritterverpflegung zum satt werden.

Am Samstag nach dem Frühstück erkundeten wir bei gutem Wetter die Landschaft eingehender. Zuerst wanderten wir erneut zur Wolfsschlucht hinunter, durchquerten sie diesmal ganz und besuchen danach die Speckalm. Die Umgebung ist dort sehr hügelreich, weswegen die Wanderung eine richtige „Konditionsstrecke“ war, wie wir das gerne nennen. Danach ging es wieder bergab ins Tal und wieder über steilere Wege zurück in den Ort Bad Kreuzen, wo wir bis ganz hinauf zum 1. Kurhaus für Traditionelle europäische Medizin spazierten. Dort gibt es u. a. einen großen Garten, den man kostenfrei besuchen kann, um sich im Sommer an Kneippstationen abzukühlen oder einmal eine Gradieranlage zu besuchen. Letzteres haben wir auch getan.

Exkursion Gradieranlage: ursprüngl. für die Salzgewinnung in Verwendung, hier: Nachahmung der Mittelmeerluft für die Atemtherapie. Dabei wird Salzwasser über Reisig (Äste von Nadelbäumen), das in riesigen Holzrahmen hängt, geleitet. Dadurch entstehen Soletröpfchen in der Luft. Die so mit Salz angereicherte Luft, ähnlich der Meeresluft, befeuchtet und reinigt die Atemwege intensiv. Ein längerer Aufenthalt von ca. 30 – 60 Minuten ist zu empfehlen.

Am Sonntag wanderten wir dann nach dem Frühstück und dem Auschecken wieder über die Wolfsschlucht und die Speckalm über viele Hügel und durch Waldabschnitte sehr abwechslungsreich nach Grein (etwas über 6 km, nicht ganz 2 h Wegzeit bei Regen). Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt, entschieden wir, mit dem früheren Zug zurück nach Wien zu fahren.

Exkursion Wolfsschlucht: diese Schlucht wurde bereits im 19. Jahrhundert für erste Kaltwasseranwendungen in den natürlichen Tümpeln und Wasserfällen der Klamm genutzt. Die Aristokratie und gehobene Beamte kamen gerne hierher, um sich einer Kneippkur zu unterziehen. Das Wasser erreicht sogar im Sommer nur Temperaturen zwischen 12 und 14 Grad. Heute erinnern nur mehr ein paar Tafeln, wie „Wiener Wellen“, „Herrenduschen“, „Damenbad“ oder „Neptunsquelle“ an die frühere Verwendung.

Sogar Anton Bruckner soll in der Schlucht nahe des Wasserfalls Zuflucht gefunden haben, wenn ihm wieder einmal die Musik seiner böhmischen Kollegen nicht gefallen hatte (Quelle: Infotafel bei einer Bank in der Schlucht bei der „Anton Bruckner Zuflucht“). Auch viele Sagen ranken sich um diese Klamm.

Eine einfach zu bewandernde (4,3 km Rundwanderung), mystische, wild-romantische Schlucht mit moosbewachsenen Felsen, Wasserfällen, Grotten, Tümpeln und einem rauschenden Bach. Auch ein paar Bänke zum Ausruhen gibt es dort.

Viel Spaß beim Wandern,

Eure Caroline

LIEBE ZUM REISEN: Hoch zu Ross, zu Wasser und in der Höhe

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3 Anfänger-Reitstunden auf freundlichen Huzulen-Wallachen, 46 km Kajak fahren in 2 Tagen, ein Hochseilgartenbesuch, 2 kurze Wanderungen und eine lange 3,5 stündige, eine lange Floßfahrt durch den Nationalpark Pieniny (Gebirge) auf dem Grenzfluss Dunajec von Slowakei und Polen und einer lustigen Fahrt auf einem pfeilschnellen, kleinen Elektroroller. Dazu kamen noch zwei Museenbesuche, einmal ein Museum über die Hohe Tatra in Zakopane und ein tollen Freilichtmuseum mit alten Holzgebäuden aus 5 Jahrhunderten von Polen Geschichte und seinen verschiedenen Volksgruppen in Sanok, dem Tor zu den Waldkarpaten, wo die Huzulenpferde herkommen.

Unser Südpolen-Abenteuer kurz und knapp zusammengefasst.

Wie immer habe ich im Urlaub viel über meine Partnerschaft gelernt. Besonders beim Reiten habe ich gemerkt, wie viel mehr Führungskraft ich besitze, als ich bisher angenommen habe.

Pferde sind tolle Spiegel und sensible Tiere, die nur klaren Anweisungen Folge leisten. Besonders bei Anfängern, wie wir beide sind, versuchen sie alles, um nichts tun zu müssen oder etwas anderes, als der Reiter will. Der Wallach meines Schatzes ist meinem fast immer hinter her gedackelt, was mein Schatz zu verhindern versucht hat. Keine Chance.

Meine eigene Hochsensibilität hat mir beim Reiten eindeutig Vorteile gebracht. Ich hatte ein gutes Gespür für den richtigen Sitz und konnte dem Pferd meistens mit klaren Zeichen zeigen, was ich von ihm will und was nicht. Das war ein sehr stärkendes Erlebnis für mich.

Kajak fahren im 2er-Boot ist auch eine eigene Herausforderung für sich, wo wir am Anfang etwas Zeit gebraucht haben, um ein gutes Paddel-Team sein zu können.

Auch der Hochseilgarten, wo man sich gegenseitig helfen, motivieren und unterstützen soll, wenn man in luftiger Höhe Hindernisse überqueren muss, ist ein gutes Partnerschaftstraining. Selbstbewusstsein und Stressresistenz werden auch gefördert.

Fazit: Der Urlaub war viel zu kurz, es gibt noch so viel zu entdecken. 🙂

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

LIEBE ZUM REISEN: Auf den Spuren der Huzulenpferde

Liebe Freunde,

endlich ist mein Urlaub in Griffweite. Nur mehr diese Woche, dann sind mein Schatz und ich für zwei Wochen weg. Ich kann die freie Zeit kaum mehr erwarten. Die letzten Wochen waren mehr als anstrengend. In jederlei Hinsicht.

Dieses Jahr geht es wieder nach Polen. Wir waren schon vor drei Jahren mal in diesem vielseitigen Land. Damals war es Kajak-Fahren auf der Masurischen Seeplatte. Echt eine Reise wert. Für alle, die Wasser und Paddeln lieben und eine wenig berührte Natur genießen wollen. Nach dieser Tour war ich sogar für einige Monate Vegetarierin.

Diesmal fahren wir in ein Gebiet von Polen, wo eher die Einheimischen Urlaub machen. Sehr abgelegen. Ein typischer Abenteuerurlaub eben, wie ich das mittlerweile liebe. Mein Schatz hat mich darauf gebracht. Einfache Quartiere, dort bleiben, wo es uns gefällt. Einfaches Essen, dort wo die Einheimischen auch essen. Mehr oder weniger verrückte Dinge tun. Mit meinem Kauderwelsch-Sprachführer von Reise Know-How ein paar Brocken Polnisch ausprobieren. So etwas eben.

Diesmal sind wir u. a. auf den Spuren der Huzulenpferde unterwegs. Kleinpferde, die sehr geländegängig sind und sich sehr gut für Trekking-Reiten und angeblich auch Anfänger eignen. Letzteres sind wir. Auch wenn wir bereits auf Elefanten, Kamelen und Eseln geritten sind. Am besten gefiel mir Letzteres. Die Esel waren echt super. Nur das arabische Wort für „schneller“ hatte ich falsch ausgesprochen, sodass mein Esel nur auf Aufforderung unseres einheimischen Führers das getan hat, was ich wollte.

Worauf ich hinaus will, ist, dass wir, wenn möglich, gerne auf diesen süßen Pferden reiten wollen. Mal schauen, ob das klappt.

Dann ist noch ein wenig Wandern geplant und vielleicht auch wieder Kajak fahren, allerdings am Fluss diesmal. Kommt aber darauf an, wie schwierig das Gebiet dort ist. Wir sind nicht gerade Profis, noch nicht mal halbe. Eher Gelegenheitsfahrer, von Eskimorolle ganz zu schweigen. Fuhren schon einmal auf der Moldau und eben auf der masurischen Seenplatte. Viel mehr Erfahrung haben wir nicht. Schade eigentlich, ist echt ein super Sport. Gut fürs Selbstbewusstsein, die Selbsteinschätzung und den Mut.

So der Plan. Mitte Juli erfahrt ihr dann, was daraus geworden ist. 🙂

Ach, ja, meinen Geburtstag (9.7.) werde ich auch in Polen feiern. Seit langer Zeit mal wieder im Ausland. 🙂

Habt weiterhin einen schönen Sommer,

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Schnee, Schuhe und Schokolade

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Ganz anders, als geplant, verbrachten wir unseren Kurzurlaub auf der Schneealpe. Freitag und Samstag. Freitag fahren noch Busse. Es war heiß, herrlich und abenteuerlich. Viele Wege führen hinauf, wir starteten von Kapelln aus, wie auch schon letztes Jahr, damals im August im Schneeregen, diesmal in der ersten Vorsommerhitze. Dabei ist es vermutlich noch der einfachste Weg gewesen. Dennoch war ich fertig, trotz genügend Wasser, Müesliriegel und Schokoweihnachtsmann (Ja, wirklich).

Unser Ziel war die Lurgbauerhütte. Die kannten wir auch schon von letztem Jahr. Nette Menschen, alles neu renoviert mit viel Holz, Schweiß und Detailverliebtheit. Köstliche Bio-(Milch)produkte aus der eigenen Sennerei bzw. vom eigenen Hof. Super köstlich. Nur diesmal ging es mir nicht so gut. Ich hatte von der Anstrengung starke Kopfschmerzen und mir war flau im Magen. Konnte das Abendmahl diesmal nicht genießen. Herrliche Landschaft, unglaublich vielfältige Flora. Sogar allerhand Schmetterlinge und allerlei Käfer. Der Enzian blühte auch schon. Wir waren an dem Tag wieder die einzigen auf der Hütte. Bei Regen verständlich, aber nicht bei dem herrlichen Wetter, vermutlich war es einfach viel zu heiß.

Ruhe, Frieden, Harmonie, Mensch, was brauchst du mehr? Genau das Richtige für mich.

Wir gingen früh schlafen. Das ist so, wenn man in die Berge geht. Man ist auch mit den ersten Sonnenstrahlen wieder munter. Nach einem stärkenden Frühstück wollten wir noch über den Windberg, einem der Gipfel, aber dazu sollte es nicht kommen.

Gerade ein paar hundert Meter gegangen, da löste sich die Sohle meines rechten Schuhs ab. Der andere war kurz davor. In McGyver-Manier hatte ich natürlich noch mein Taschenmesser gezückt und mit einer festeren Haushaltsschnur die Sohle an die Schuhe gebunden. Hat leider nicht viel genützt. Nach einiger Zeit habe ich dann mit der russischen Methode (allfällig mitlesende Russen mögen mir diesen Ausdruck verzeihen) gearbeitet und das kaputte Stück Sohle einfach von beiden Schuhen abgerissen. Das war dann gleich viel besser. Dafür habe ich jetzt vom ungewohnten Vorfußgang einen saumäßigen Muskelkater in den Waden und natürlich ist in solchen Momenten dann der Aufzug mal wieder kaputt. Beim heutigen Waschtag musste ich vier Mal vier Stöcke hoch und runter. Ich sage nur, das tut weh…

Mein Schatz war sauer und enttäuscht, weil der geplante Weg wegen meinen Schuhen nicht machbar war. Nun, ich konnte es in diesem Moment nicht ändern, da heißt es, das Beste daraus machen. Nächstes Mal schaue ich vorher, ob die Schuhe noch fit sind. Am schnellsten Weg nach unten, und das war der Weg nach Altenberg/Rax. Abenteuerlich über Schneefelder und Geröllhalden, aber dafür relativ zügig nach unten. Da fährt am Samstag nicht mal ein Bus zu vernünftigen Zeiten, nur zwei früh am Vormittag. Ich rief ein Taxi aus Mürzzuschlag. Das war zwar teuer, aber anders wäre es nicht zumutbar gewesen.

Herzliche Grüße aus dem heißen Wien,

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Ein Fall für den Frühling

Am Samstag war der perfekte Tag, um die Natur endlich wieder einmal so richtig zu genießen. 🙂

Mein Schatz und ich entschieden uns für die Steinwandklamm. Diese befindet sich ein paar Kilometer von der ÖBB Haltestelle Pernitz/Muggendorf bei Furth an der Triesting. Ein kleiner Ort in Niederösterreich. Leider fährt da am Wochenende, wo man mit Touristen rechnen kann, kein Bus. Nada, nichts. Das ausgeforschte Taxiunternehmen war auch nicht zu erreichen. Doch wie fast immer, wenn wir unterwegs sind, trafen wir ein paar nette Menschen, die und dankenswerterweise mit ihrem Auto bis zu den nahe gelegenen berühmten Myrafällen mitnahmen.

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