LIEBE ZUR NATUR: Weglos und Schneckenreich

Wanderung am vergangenen Wochenende auf schönen Wegen von Hötzelsdorf (NÖ) über Pernegg und Horn an Tag 1., Zugfahrt bis Gars am Kamp (NÖ) und dann weiter am nächsten Tag nach Rosenburg zurück. Das Schloss haben wir dann aufgrund eines Wikingerspektakels ausgelassen.

Der erste Teil bis nach Pernegg ist noch einigermaßen gut beschildert, aber dann wird es schwierig. Viele Schilder sind kaputt und nur mit Mühe zu sehen bzw. richtig zu interpretieren. Wir haben uns dann auf dem Weg auch gleich im Wald verirrt. Ich bleibe in solche Situationen immer ganz ruhig. Panik kommt da komischerweise nie auf. Den himmlischen Helfern sei Dank, haben wir dann, kaum dass wir die Dunkelheit des Waldes hinter uns gelassen hatten, einen auskunftsfreudigen und ortskundigen Mann getroffen, der uns weiterhelfen konnte. Wir waren offenbar im Kreis gelaufen. Der Wegbeschreibung des Mannes folgend, erreichten wir tatsächlich nach kurzer Zeit einen kleinen Bach, der uns den restlichen Weg treu begleiten sollte. Wir erreichten dann nach Überquerung von drei abenteuerlich anmutenden Baumstammbrücken in Mödring an, wo wir vor der Dorfkirche rasteten.

Nach kurzer Pause wanderten wir weiter nach Horn, wo wir den Zug bis nach Gars am Kamp nahmen. Dort übernachteten wir in der „Waldpension“. Eine alte Villa am Waldrand.

Nach dem ausreichenden Frühstück wanderten wir nach Rosenburg  (s. Foto).

Da das Wetter war ideal für Schnecken, die wir sehr zahlreich beobachten konnten. Wir mussten wirklich bei fast jedem Schritt aufpassen. Haufenweise Weinbergschnecken, duzende Nacktschnecken (besonders viele junge), Schnirkelschnecken. In allen Farben, Formen und Altersklassen. Sogar eine große grün gefärbte Nacktschnecke habe ich gesehen. Ein besonders schönes Exemplar fand ich, als wir auf einer Bank auf dem „Weg der Stille“, der beim Kloster Pernegg (auf Fasten spezialisiert) beginnt, bei einer alten Ruine eine Rast einlegten. Eine Schnecke mit schwarzem Kopf, die ein flaches, schön gezeichnetes Haus trug, das auf der Rückseite eine Vertiefung hatte. Leider weiß ich nicht, was für eine Art das war.

Ich frage mich manchmal, wie Schnecken die Welt sehen. Wenn man auf nur einem Fuß knapp über dem Boden, langsam und bedächtig über den (Wald)boden kriecht.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Kirschblüte am Neusiedlersee

Man stelle sich unter einen blühenden Kirschbaum zwischen Purbach (Neusiedlersee) und Jois (ebendort), schließe seine Augen und lausche der Stille der Natur. Dicke, flauschige Hummeln summen um die Wette, singen Lobeshymnen auf den frischen Nektar und lassen sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Ein paar Meter weiter erheben sich Kohlweißlinge zu einem Liebestanz und Graureiher (Fischreiher) stehen in erhabener Meditation zwischen den Rebstöcken, um sich auf sich selbst zu besinnen. Dazwischen zwei Menschen, mein Schatz und ich, sich genussvoll der Schönheit der Natur hingebend und sich liebevolle Dinge ins Ohr flüsternd, zu Fuß ohne Hektik. Ach, was kann es Schöneres geben?

Wusstet ihr, dass das Neusiedlersee-Gebiet nicht nur guten Wein, sondern auch für köstliche Kirschen (und Produkte daraus) bekannt ist? Jeder Ort hat seine eigenen Sorten, insgesamt gibt es stolze 24 (wenn ich es mir richtig gemerkt habe). Da bekomme ich Lust, diese im Sommer dann lustvoll zu verkosten. 🙂

Herzliche, etwas verschnupfte Grüße aus Wien,

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Alle Vöglein sind schon da

Ich hatte wunderschöne Ostern mit meinem Schatz am Neusiedlersee (Burgenland/Österreich). Das war eine ganz spontane Entscheidung. Mein Schatz, der normalerweise wenig spirituell ist, hat auf ein Zeichen gehört, und so sind wir statt nach Grein an der Donau ins schöne Burgenland gefahren. Begonnen hat unsere Wanderung in St. Andrä am Zicksee und führte uns an den vielen Lacken vorbei nach Illmitz. Das waren dann doch 20 km Fußweg durch herrliche, flache Natur.

Gleich zu Beginn konnten wir einen Auerhahn beobachten. Ein seltener Anblick. Auch viele Graureiher, Rotkehlchen, Möwen, Blässhühner, Stockenten, eine Wildgans und ein paar Krähen konnten wir entdecken. Auch ein erster Storch war dabei. Sogar drei fette, große Hummelköniginnen und sieben echte Osterhasen (Feldhasen) begleiteten uns auf unserem Weg. Zweimal machten wir eine längere Pause und ließen uns die herrliche Sonne auf den Bauch scheinen. Ich habe sogar etwas Farbe im Gesicht bekommen.

Der Wind wehte am Samstag nur leicht. Angenehm. Es herrschte so eine friedliche, wohlige Stimmung. Das war Erholung pur für die Seele. Wir übernachteten in einem netten kleinen Hotel in Ilmitz. Abends besuchten wir noch die berühmte St. Bartholomäus Quelle in der Ortsmitte, wo man Heilmineralwasser gegen Magen/Bauchbeschwerden trinken kann (schon ab 4.30 Uhr morgens !!).

Am Ostersonntag fuhren wir mit dem Bus nach Podersdorf. Von dort ging es zu Fuß weiter nach Weiden am See (ca. 8 km), wo wir auf einem Sonnenbankerl die Sonne genossen und dann den Zug heimwärts nahmen. Besser hätten wir es nicht machen können. Ich hoffe, ihr hattet auch so schöne Ostern wie wir beide.

Ganz herzliche Sonnengrüße aus Wien,

Eure Caroline

Zitat

LIEBESWORTE: Spuren der Liebe

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.

Albert Schweizer

LIEBE ZUM LEBEN: Ein Monat Leben

Floggingmaria hat in einem ihrer letzten Beiträge gefragt, was wir tun würden, wenn wir nur mehr ein Monat zu leben hätten. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht und eine kleine Liste erstellt.

Hier ist sie also:

  • Sex bei Mondenschein an einem See
  • Im sexy Lederkleid eine ganze Nacht lang durchfeiern
  • Mit einem Esel durch die Stadt reiten
  • Mit meinen liebsten Menschen ganz viel Zeit verbringen
  • Einen Tag lang Schafe hüten
  • Ein Quad kaufen
  • Briefe an meine liebsten Menschen schreiben
  • In jedem Cafe, an dem ich vorbeikomme, eine heiße Schoko trinken
  • Ein Baby zur Welt bringen helfen
  • Einen Landtierarzt einen Tag lang begleiten
  • Ein Ultraleichtflugzeug fliegen lernen
  • Mit Delphinen schwimmen
  • Meine Beerdigung vorbereiten: bunte Gewänder, Tanz, Musik, mich feiern lassen, schamanische Zeremonie
  • usw. 🙂

Also ich hätte genug Ideen, was ich mit meiner verbliebenen Zeit anfangen würde. Es kommt natürlich auch darauf an, wie es mir da physisch gehen würde. Genaugenommen könnte ich all diese Dinge auch machen, wenn ich noch länger zu leben hätte. Warum spricht man über Wünsche erst, wenn man gefragt wird, was man tun würde, wenn man nur mehr einen Monat zu leben hätte? Schon verrückt, oder? Was meint ihr dazu?

Ich liebe das Leben. Ich werde mein Leben jetzt noch bewusster wahrnehmen, mich mehr darauf konzentrieren, was mir wirklich wichtig ist und was ich nur mache, weil es jemand von mir wünscht, weil es die Gesellschaft so möchte, weil es dafür ungeschriebene Gesetze gibt, weil ich glaube, dass man das so von mir erwartet oder es nur aus Langeweile oder an einem scheinbaren Mangel an Alternativen. Ich habe sooo viele Ideen, aber die Sache mit dem Umsetzen klappt nicht so gut. Das Leben ist viel zu kostbar, um es mit Unwichtigem und Nebensächlichem zu verschwenden. Mein Leben hat mehr Achtsamkeit und Aufmerksamkeit verdient. Ich will meinen Herzenswünschen, meinen Träumen wieder mehr Raum geben. Ein guter Plan. 🙂

Danke, liebes Leben, dass du mit mir bist. Ich freue mich jeden Tag darüber, dass ich leben, lieben und lachen kann und dass ich meine liebsten Herzensmenschen treffen kann, um mit ihnen diese kostbare Zeit des Lebens zu verbringen, um mich zu entwickeln, zu erblühen und meine Wünsche nicht bloß zu träumen, sondern auch umzusetzen.

Nützt dieses wertvolle Geschenk, um all eure Träume umzusetzen und eure Wünsche zu leben! Ich wünsche euch viel Kraft und Mut dafür!

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

LIEBE RAUM GEBEN: Weltknuddeltag 2015!

Liebe Leute, heute ist Weltknuddeltag 2015!

Wir brauchen vier Umarmungen pro Tag zum Überleben. Wir brauchen acht Umarmungen pro Tag zum Leben. Wir brauchen zwölf Umarmungen pro Tag zum Wachsen.“ Wenn die bekannte Familientherapeutin Virginia Satir (1916–1988) – von ihr stammt dieses Zitat – Menschen in ihren Seminaren begrüßte, dann reichte sie jedem einzelnen die Hand. Und auch während der gemeinsamen Arbeit spielte Berührung bei ihr eine tragende Rolle. Sie war überzeugt: Berührung ist ein universelles menschliches Bedürfnis. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, über Grenzen hinweg zu kommunizieren – ohne Worte, intensiv und tief greifend.

Quelle: KURIER vom 21.01.2015

Lt. KURIER wurde der 21.01. vor knapp 30 Jahren von einem US-Pastor namens Kevin Zaborney zum Weltknuddeltag erklärt. Wie ich auch selbst schon in einem meiner Beiträge geschrieben habe, dient gewolltes Kuscheln der Stressbewältigung, löst Glücksgefühle durch die Ausschüttung von Oxytozin aus und hilft Schmerzen zu lindern. Letzteres habe ich jetzt neu dazu gelernt. 🙂

Anders, als in dem Artikel vom KURIER, bin ich der festen Überzeugung, dass physisches, direktes Kuscheln durch nichts zu ersetzen ist, schon gar nicht durch SMS oder Lob. Die körperliche Berührung ist (in Form von z. B. Massagen), wie ich gestern von meinem schlauen Schatz (Physiotherapeut) erfahren habe, sogar in der Lage, Sensibilitätsstörungen zu beheben, weil die Nerven wieder Input bekommen und so sozusagen wissen, dass sie noch gebraucht haben und so angeregt werden, sich zu regenerieren, soweit es ihnen möglich ist.

Ich bin ja eine absolute Kuschelliebhaberin. Mein Schatz hat heute Früh natürlich einen extra aufmerksamen, achtsamen (!!) Knuddler erhalten.

Die Kuschelparty-Anbieter boomen, was mir zeigt, dass immer mehr Menschen zu wenig körperliche, achtsame Berührung bekommen (damit meine ich jetzt nicht Sex) und auch immer mehr den Mut haben, dies zuzugeben und sich Abhilfe zu schaffen.

Also, liebe Leute, geht froh ans Werk und kuschelt – vorher unbedingt fragen, sonst entsteht beim anderen Stress – was das Zeug hält!

Ich drücke euch alle ganz fest und wünsche euch

EINEN WUNDERSCHÖNEN WELTKNUDDELTAG 2015 !!

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

LIEBESANSICHTEN: Liebesgrüße aus Down Under

Auch in Australien hat eine liebe Blogger-Kollegin ihre Liebesansicht gepostet. Ihr Beitrag ist auf Englisch geschrieben. Hier könnt ihr ihn nachlesen.

Sie schreibt, das wir uns für die Liebe nicht verbiegen sollen. Wie recht sie hat. Natürlichkeit ist auch ein Schlüssel zur Liebe.

Never ask your partner to be someone he or she is not. The person you love should be real and not shaped to your liking. Love is about acceptance and tolerance and about learning and growing together.

Ich freue mich sehr, dass sie mitgemacht hat. Sie schreibt so tolle Beiträge über Gott und die Welt.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

LIEBE ZUM LEBEN: Herzlich Willkommen im Jahr 2015!

Herzlich Willkommen im Jahr 2015!

Ein Jahr voller LIEBESRAUM, voller neuer Ideen, Einfälle, persönlicher Entwicklungen und ganz viel LIEBE.

Ich freue mich darauf. Heuer wird ein ganz neues, lebendiges, interessantes, lehrreiches und gefühlvolles Jahr für mich werden.

Es hat schon begonnen:

1) Meine Mama geht als Lehrerin dauerhaft nach Prag. Ich werde sie jetzt noch bewusster und liebevoller wahrnehmen, weil ich sie nur mehr an Wochenenden oder zu Ferienzeiten sehen kann. Auch meine Mama wird sicher weiterentwickeln. Sie wird eine andere sein, wenn sie durch ihre Erfahrungen bereichert, nach Wien auf Besuch kommt. Seltsames Gefühl. Ich bin traurig, aber gleichzeitig auch neugierig, was meine Mama erleben wird. Wie unterschiedlich Prag und Wien sind, was die Menschen dort anders machen. Welche Freunde sie finden und welche Abenteuer sie erleben wird.

2) Ich werde meiner spirituellen Seite mehr Raum geben. Ich werde Seminare und Workshops besuchen, die meine Persönlichkeit weiter reifen und weiterentwickeln lassen.

3) Ich habe spontan und aus einer Eingebung heraus schon jetzt eine Reise nach Bosnien im Herbst dieses Jahres gebucht. Eine Woche für mich, zwar in der Gruppe, aber doch ohne meinen Schatz. Das nach langer Zeit wieder einen besondere Erfahrung für mich sein. Ich war schon alleine auf (Gruppen)reisen, aber das ist lange her. Ich freue mich darauf. Vielleicht etwas früh im Jahr gebucht, aber sonst mache ich das nie. Mein Lebenspartner ist der beste Reisepartner, den ich mir wünschen könnte, dennoch freue ich mich auf diese Reise ohne ihn.

Ich wünsche Euch ein liebevolles, spannendes, interessantes, fröhliches, bewegtes, gefühlvolles Jahr 2015. Mögen all Eure Wünsche in Erfüllung gehen!

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

PS: Das Beitragsbild ist eine Impression von meinem Silvesterurlaub.

LIEBE ZUR EINFACHHEIT: Frohe Weihnachten!

Ich wünsche Euch allen ein fröhliches und vor allem friedliches Fest der Liebe, angenehme und erholsame Feiertage und auch gleich einen guten und erfolgreichen Start ins neue Jahr.

Ich werde jetzt bald auf Urlaub fahren und werde die ruhigste Zeit nach dem Trubel der letzten Wochen nutzen, um mit meinem liebsten Lebenspartner ein paar schöne Stunden zu Zweit zu genießen. Ich freue mich auf herrliche Spaziergänge in Eisenerz/Steiermark (Österreich). Auf gemütliches Essen, ein paar ruhige Tage mit meinem Schatz, der am Tag vor Silvester auch noch Geburtstag hat.

Bevor ich allerdings diese schöne Zeit genießen kann, ist heute noch viel feiern angesagt. Zuerst bei Papa, dann bei Mama. Ich bin froh, wenn diese ganze Feierei, der Stress, die schlechte Laune vorbei sind, und ich mich wieder anderen Dingen widmen kann.

Ich wünsche mir, dass wir uns wieder mehr rückbesinnen, was Weihnachten wirklich bedeutet. Keine sinnlosen Geschenke, ohne Streitereien, mit Achtsamkeit und Liebe. Am besten das ganze Jahr über. Meine Mama macht sich jedes Jahr eine irre Mühe mit dem Kochen von Bergen von Essen, hat einen riesen Stress damit und ist dadurch extrem leicht reizbar, und ein Funken genügt und die Stimmung ist auf 180. Nein, dass ist nicht meine Vorstellung von Weihnachten.

Zurück zur Einfachheit. Ein netter Spaziergang, einfaches gutes Essen, vielleicht sogar zusammen gekocht, ohne Geschenke, einfach nur zusammen sein, sich gut unterhalten, Musik hören und die angenehme Stimmung genießen. Ein paar Kerzen angezündet, es riecht nach Tee und Keksen und der Baum funkelt im Hintergrund um die Wette mit den Sternen am Himmel. Lachen und fröhlich sein, gemeinsam feiern, alle am Tisch, Zeit für die Familie. Das ist mein Traum von einem perfekten Weihnachten für mich.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

LIEBE ZUR EINFACHHEIT: Weihnachtsgeschenke

Heute hat mein Papa eine Weihnachtskarte vom Verein „Menschen für Menschen“ bekommen. Das war noch nicht das Besondere, warum ich hier schreibe, sondern das Bild auf der Vorderseite. Darauf sind zwei äthiopische Jungen abgebildet, die voller Stolz, Freude und Glück ein ganzes Bündel von Rüben, Mangold und Zwiebel in Händen halten. Im Hintergrund sieht man ein Feld, das ihre Eltern mit Hilfe von Spendengeldern und diversen Kursen erfolgreich selbst bewirtschaften konnten und so für das leibliche und auch finanzielle Wohl ihrer sehr großen Familie (11 Kinder plus Eltern) beitragen können.

Ich bin ganz gerührt von diesem Bild, zeigt es doch, wie einfach es doch sein kann, Menschen glücklich zu machen. In Äthiopien sind die Menschen schon zufrieden und dankbar, wenn sie Hühner, ein Stück Farmland für Gemüse und einen Ofen bekommen, um sorgloser und weniger arbeitsreich leben können.

Wenn ich zur Zeit in Wien spazieren gehe (könnte ich jetzt beliebig gegen eine andere Stadt in Europa austauschen), sehe ich hunderte Menschen, die kopflos herum hetzen, um ihren Lieben Tonnen von Geschenken zu machen, die noch dazu oft unpassend sind, weil sie sich gar nicht überlegen, was ihren Familienmitgliedern und Freunden denn überhaupt gefallen würde. Da schenke ich lieber nichts oder etwas, was man dann zusammen machen kann. Sonst frage ich eben nach, was sich derjenige wünscht. Oft ist das Geschenk, mit jemandem mal wieder ausgiebig Zeit zu verbringen, zusammen zu sitzen, zu reden, einen Tee zu trinken oder was sonst gemocht wird zu tun, das beste Geschenk, besonders heutzutage, wo jede Minute eines Tages effizient verplant ist oder auch total chaotisch verschwendet wird. Viele kommunizieren bloß noch per Telefon oder Mail oder WhatsApp (oder wie auch immer der Dienst jetzt gerade heißt), miteinander und verbringen kaum mehr persönliche Zeit von Angesicht zu Angesicht. Besonders alte Menschen verarmen zusehends psychisch und physisch, weil sie kaum mehr berührt oder einfach einmal in den Arm genommen werden.

Also Leute, trefft euch wieder mehr von Angesicht zu Angesicht. Verlasst eure Computerbildschirme und Tastaturen und berührt euch wieder mehr! Umarmt euch, kuschelt so oft als möglich! Schenkt euren Freunden Zeit und Liebe, das ist wertvoller als alles, was man in irgendeinem Geschäft kaufen könnte!

Herzliche Grüße,

Eure Caroline