LIEBE ZUM KINO: CAKE (im Alleingang) und DER KLEINE TOD

Zwei so unterschiedliche Filme und doch beide auf ihre Weise (fast) perfekt.

„Der kleine Tod“ ist eine australische Komödie über Sex. Genial lustig, wie mein Schatz und ich gefunden haben. 5 Paare mit mehr oder minder skurrilen sexuellen Vorlieben in einer ganz normalen Straße einer durchschnittlichen Stadt. Alle verwoben in einem kurzweiligen Episodenfilm. Ich liebe Episodenfilme. Den roten Faden bildet in diesem Film nicht nur der Sex und die freundschaftlichen Verhältnisse mancher Paar untereinander, sondern auch ein entlassener Sexualverbrecher, der vor Kurzem in die Nachbarschaft gezogen ist und mit selbst gebackenen Keksen von Haus zu Haus spaziert, um sich gemäß gesetzlicher Verpflichtung vorzustellen. Schräge und teilweise morbide Ideen aus Down under.

Bewertung: ❤ ❤ ❤

Fazit: Kommunikation ist der Schlüssel zu gutem Sex. Sexuelle Vorlieben gibt es wie Sand am Meer. 🙂

„CAKE“ dagegen ist ein Drama mit einer ausgezeichneten Jennifer Aniston in der Hauptrolle.

Claire Bennett leidet nach einem schweren Unfall an starken chronischen Scherzen, an Tablettensucht und am Verlust ihres kleinen Sohnes. Ihr Charakter leidet auch. Nur Wut, Sarkasmus und die Halluzinationen der schweren Medikamente sind geblieben. Ihr Mann nicht.

Nur ihre treue und hilfsbereite Haushälterin Silvana ist noch da. Selbst ihr gegenüber verhält sich Claire nicht liebenswürdig. Sogar ihre Selbsthilfegruppe wirft sie hinaus, nachdem Claire sich nach dem Suizid einer der Teilnehmerinnen der Gruppe unkooperativ zeigt. Claire fühlt sich mit der Zeit immer mehr dem Ehemann der Verstorbenen hingezogen. Doch dieser ist selbst in seinem Schmerz gefangen. Wie kann so ein Leben weitergehen?

Trotz all dem Schmerz und Leid in diesem Film, hat er doch einen positiven Kern, der erst ganz am Ende zu tragen kommt und mich unheimlich zu Tränen gerührt hat. Am besten schaut ihr ihn euch selbst an.

Bewertung: ❤ ❤ ❤ ❤

Fazit: Positives findet sich selbst im dunkelsten Schatten.

Herzliche Frühlingsgrüße,

Eure Caroline

LIEBE ZUM ESSEN: Australien für Anfänger

Liebe Freunde,

am Samstag haben mein Schatz und ich gemeinsam eine „Reise“ nach Australien unternommen. Wir waren beim „Kunstfrühstücken“ des Museums Essl in Klosterneuburg zum Thema „Aboriginal Art“, der neuen Ausstellung aus den Beständen des Künstlerehepaares Essl, noch zu sehen bis 16.08.2015. Das Kulturvermittlungsteam, bestehend aus zwei Damen, hat sich sehr engagiert um unser kulturelles und besonders auch leibliches Wohl gekümmert. Alles penibel auf das Australien-Thema ausgelegt.

Der Tisch des Ateliers war mit einem in dem typischen Rot-Braun der KünstlerInnen der Aboriginal Art, welche die rote Erde als Farbpigment in ihren Kunstwerken verwenden, dekoriert. Die Rezepte für das köstliche „Frühstück“ passten ebenfalls gut ins Gesamtkonzept.

Besonders beeindruckt hat mich der Wurzelsalat, der u. a. aus der für Australien bekannten Yamswurzel, aus Karotten, gelben Rüben, Zwiebel und einer köstlichen süß-sauren Marinade bestand, der mit viel Liebe und Kochkunst zubereitet worden war. Diese Speise versetzte mich umgehend in die heißen Wüsten dieses Kontinents. Das erdige Wesen der Wurzeln berührte mich tief im Inneren und stärkten meine Mitte. Ich war nach dem Essen total zufrieden und verwurzelt mit der Erde. Ein tolles Gefühl.

Dazu gab es ein Ashbread, das normalerweise in der heißen Asche des abgebrannten Lagerfeuers gebacken wird. Im Essl-Museum natürlich im Backofen. Ein festes Weißbrot, das süßlich nach Kuchen riecht, aber eher fein nach Getreide schmeckt. Es passte gut zu dem geschmackvollen Wurzelsalat und stahl ihm nicht die Show.

Als Nachspeise gab es Chokky Rocks, typisch australische Kekse, die mit Schokolade und Macadamianüssen verfeinert waren. Letztere sind die einzigen Nüsse, deren botanischer Ursprung der australische Kontinent ist, wie ich am Samstag erfahren habe. Die Kekse waren ausgesprochen köstlich, muss ich euch gestehen. Ich musste mich schon sehr beherrschen, nicht noch mehr zu essen, als ich es genussvoll getan habe.

Unser Gast war ein junger Künstler namens Fabian mit spanischen Wurzeln, der jüngst für ein paar Monate die Chance hatte, mit den Aborigines Zeit zu verbringen, um mit diesen einerseits auf traditionellem Weg Bilder zu malen, als auch eine Ausstellung für deren Kunst auf die Beine zu stellen. Er plauderte aus dem Nähkästchen über Australien, die Ureinwohner und natürlich seine Projekte, die er gemacht hatte. Ein sympathischer Typ ohne Starallüren.

Dann bestaunten wir die Kunstwerke, zuerst in der Gruppe in Form von Gesprächen vor den Bildern, wie auch in Kleingruppen, um die Unterschiede der verschiedenen Werke zu diskutieren. Die Kunstform „Aboriginal Art“ ist noch eine recht junge, die erst in den 1970er Jahren entstanden ist, wie wir gelernt haben. Nicht allen Ureinwohnern ist es überhaupt erlaubt, zu malen. Auch ist es oft verboten, die Kunstwerke zu replizieren oder auch nur zu fotografieren. In mehreren Reisen von Karl Heinz Essl konnte dieser eine große Anzahl von Werken kaufen, beginnend bei traditionellen ganz frühen Werken der 1970er Jahre bis zu relativ neuer, moderner Fotokunst aus dem Jahr 2001.

Mir haben besonders die traditionellen Bilder gefallen, die durch eine einfache, aber ausdrucksstarke Symbolik und schöne natürliche Erdfarben auffallen. Die wenigen ausgestellten Skulpturen zeigten Geisterwesen, die ebenfalls einen starken Eindruck bei mir hinterlassen haben. Schlanke, bunt bemalte Figuren aus Holz, die durch die natürliche Formgebung der Äste sehr lebendig wirkten.

Leider konnten wir aus Zeitmangel nicht mehr selbst Hand an die Farbtöpfe legen, um das „Tischtuch“ nach Art der Aborigines zu gestalten.

Insgesamt war es ein sehr gelungener Vormittag, wo wir drei Stunden Australien in einer künstlerischen und genussvollen Weise näher sein konnten. Da bekomme ich Sehnsucht auf mehr… 🙂

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

LIEBESANSICHTEN: Liebesgrüße aus Down Under

Auch in Australien hat eine liebe Blogger-Kollegin ihre Liebesansicht gepostet. Ihr Beitrag ist auf Englisch geschrieben. Hier könnt ihr ihn nachlesen.

Sie schreibt, das wir uns für die Liebe nicht verbiegen sollen. Wie recht sie hat. Natürlichkeit ist auch ein Schlüssel zur Liebe.

Never ask your partner to be someone he or she is not. The person you love should be real and not shaped to your liking. Love is about acceptance and tolerance and about learning and growing together.

Ich freue mich sehr, dass sie mitgemacht hat. Sie schreibt so tolle Beiträge über Gott und die Welt.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline