LIEBE ZUM REISEN: eine Reise mitten ins Herz

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Auf der Hinfahrt: auf Du und Du mit einem Waschbären in Kassel

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Eine klassische belgische Frituur

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Ein ungewöhnliches Schiff – Kunst im Middelheimpark

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Der große Markt von Brügge

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Ein Spaziergang am Meer bei Middelkerke

Es gibt Reisen, die sind so emotional tiefgehend und gehen mitten ins Herz. Eine solche hatte ich jetzt. Die 1. Reise mit meinem geliebten Partner zu seiner Familie nach Belgien. Mit dem Auto in zwei Etappen. Bei Hin- und Rückfahrt ein Stopp in Kassel/DE. Dort besuchten wir eine liebe Freundin und Märchenmuseum. Wir beobachteten Waschbären im Park (Kassel ist die Waschbärenhauptstadt) und tranken Berliner Weiße (war das 1. Mal für mich, sehr lecker mit Waldmeister) an der Fulda.

Der Kern der Reise war ein intensives und herzliches (so weit in diesen Zeit möglich) Kennen- und lieben lernen seiner großen Familie. So originelle, liebenswerte Charaktere. Einfach zum liebhaben. Spannende Gespräche über Gott und die Welt (so ziemlich wortwörtlich). Viele Orte mit schönen Erinnerungen seiner Kind- und Jugendzeit besucht. Ich liebe es, den Ursprung meines Partners kennenzulernen. Dieser gehört genauso zu ihm wie die Gegenwart. Mir ist das in einer Partnerschaft sehr wichtig. So interessant, in Stück für Stück in der Tiefe kennenzulernen. Viele belgische Köstlich

Einen Tag besuchten wir meine belgische Lieblingsstadt Brügge, die angenehm ruhig war. Ein Besteigung des Belfort-Turm mit meinem Liebsten hatte ich mir schon lange gewünscht. Endlich wurde er Wirklichkeit. Eine Bootsfahrt machten wir auch. Dann noch ein Besuch des wohl einzigen Frittenmuseums der Welt. Muscheln mit Fritten und eine köstliche Waffel rundeten das Programm ab. Danach machten wir noch einen Spaziergang am Meer von Middelkerke mit anschließender Stärkung im Lokal.

Rundum eine großartige, intensive und emotionale Reise mit vielen tiefgreifenden und liebevollen Erfahrungen.

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUM REISEN/ZUR NATUR: Ein Gebirge, viele Wege Teil 1

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Ich liebe das Elbsandsteingebirge in Sachsen/Deutschland. So viel Wald, Wasser und die beeindruckenden typischen Sandsteinformationen, nicht zu vergessen die schöne Elbe. Rund, weich und doch Stein. Früher ein Meer, jetzt Steine. Dort fühle ich mich sehr wohl. Jetzt waren wir endlich einmal länger dort und erkundeten aktiv die Gegend.

Wir wohnten in Krippen, einem Teil von Bad Schandau. Letzteres ist am schnellsten mit der Fähre zu erreichen. Dank unserer Gästekarte fuhren wir ohne Zusatzkosten.

Für Schlauberger: Alles aus Sandstein endet mit -stein im Namen, z. B. Affensteine, Schrammsteine. Im Gegensatz dazu haben alle Formationen aus Basalt einen „Berg“ am Ende stehen, z. B. Winterberg.

Unsere erste Tour nach Ankunft führte uns entlang des „Flößersteigs“ ins schöne Kirnitzschtal. Dieser Steig führt anfangs leicht und gemütlich zuerst vom Marktplatz von Bad Schandau durch den Kurpark, dann erst rechts, dann links auf breitem Forstweg am Fluss bzw. der Straße entlang, später wird er immer abenteuerlicher und anstrengender, teilweise so gar versichert, aber immer ganz dicht am Fluss entlang, Richtung Lichtenhainer Wasserfall und noch weiter. Dazwischen erfrischen wir unsere Zehen im kühlen Wasser der Kirnitzsch. Wir hatten allerdings nicht die Zeit für die ganze Strecke, deswegen beendeten wir unsere Wanderung beim „Nassen Grund“. Kurz vor Ende passierten wir eine höher gelegene Stelle neben einer Felswand, wo wir einen wunderschönen Ausblick auf den Fluss und den umgebenden Wald hatten.

Da wir aber mit der berühmten alten Kirnitzschtalbahn fahren wollten (s. Foto), spazierten wir noch gemütlich weiter stadtauswärts bis zur Station „Beuthenfall“, eine Haltestelle vor der Endstation „Lichtenhainer Wasserfall“, da wir sonst lange hätten warten müssen. Diese Bahn sieht ein bisschen wie eine alte Straßenbahn aus und fährt eingleisig. Das heißt, sie dreht nicht um, sondern der Fahrer geht ans andere Ende des Fahrzeugs und fährt am selben Gleis wieder retour. Habe ich so auch noch nirgends gesehen.

Fakten: Marktplatz Bad Schandau – Flößersteig – Nasser Grund – Haltestelle Beuthenfall

Der Weg ist zuerst einfach und breit, später teilweise auch eng, schwierig und anstrengend, ein richtiger Abenteuerweg, abwechslungsreich. Stellenweise versichert. Grundkondition notwendig. Zumindest abschnittsweise auch für gehwillige Kinder geeignet. Rückfahrt mit Bus oder Kirnitzschtalbahn möglich.

Gehzeit: 2.45 h  (inkl. kurzer Pausen)

Fazit: Lohnt sich für jeden, der gerne Wald und Wasser liebt. Durch den abwechslungsreichen Steig, auch durch den unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad bedingt, ist er auch für Geübtere eine schöne Einstiegstour nach langer Bus- und Bahnfahrt.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

LIEBE ZUM REISEN: NÜRNBERG und die Deutschen

Ein großer Wunsch von mir ist am Wochenende in Erfüllung gegangen. Ich war endlich einmal in Nürnberg, um dort einen echten Nürnberger Lebkuchen zu essen. 🙂 Dieser war übrigens sehr gut. 🙂 Auch die Nürnberger Rostbratwürstl sind bekannt und beliebt. In einem wirklich urigen, kleinen Gasthaus in der Albrecht-Dürer-Straße Nr. 3 (gerade mal 11 Tische) speisten wir köstliche Backers (Kartoffelpuffer) mit einer würzigen Steinpilzsauce.

Wirklich eine freundliche Stadt mit viel Fachwerk, das ich so liebe, alten Gemäuern, ein wenig mittelalterlichem Charme und köstlichen Genüssen für Leib und Seele. Bekannt für seinen Christkindlesmarkt (so schreibt man den wirklich), der noch ohne Kitsch, aber mit viel Tradition, viel Speis und Trank und mit vielen schönen Dingen aus Glas, zum dekorieren, zum stempeln, zum aufstellen und anschauen aufwarten kann. Leider zieht das auch gefühlte Millionen an Menschen (gleichzeitig) an. Für Hochsensible also nur für wenige Minuten wirklich erträglich, für andere auch nicht viel länger. Das ist der Nachteil, wenn man diesen schön an der Frauenkirche gelegenen Christkindlesmarkt besuchen will. Bei nächsten Mal kommen wir, wenn es warm ist, dann gibt es auch herrliche Parkanlagen mit Seen, die wir leider in der kurzen Zeit nicht sehen konnten, zu entdecken. Das ist einer dieser Städte, wo ich mir vorstellen könnte, zu leben. Albrecht Dürer verbrachte dort viel Zeit, meistens beim Arbeiten. Sein Haus haben wir auch besucht. Es ist sehenswert, besonders der Audioguidetext macht Freude. Der „Geist“ von Dürers Frau plaudert informativ und kurzweilig über das Leben in der damaligen Zeit. Das berühmte Spielzeugmuseum muss leider noch etwas auf unseren Besuch warten. Von außen hat es schon einmal interessant ausgesehen.

Man kann viel über die Deutschen sagen, aber bisher hatte ich nur nette Erlebnisse mit ihnen. Auf dem Weg vom Hotel in Nürnberg, das etwas außerhalb der Altstadt lag, zum Weihnachtsmarkt kamen wir mit einer sehr netten alten Dame ins Gespräch, die gleich alle um uns herum ins Gespräch mit einbezog.

Ein anderes Mal, es ist schon ein paar Jahre her, machten wir eine Deutschlandtour mit meinem damals noch vorhandenen Auto. Wir starteten in Bayern und kamen gerade rechtzeitig bei einem Fest vorbei. Also parkten wir den Wagen etwas schräg auf einer nahen Wiese, die als Parkplatz diente, und genossen die Musik und mein Schatz das Bier. Als wir dann wieder fahren wollten, stellten wir leider fest, dass das nicht so einfach sein würde. Ein kräftiger Regenguss hatte den ganzen Platz aufgeweicht, und durch die Schräglage konnten wir mit dem Auto nicht weg. Schnell fanden sich allerdings ein paar hilfsbereite Burschen und kamen mit einem Kleintraktor daher, um uns abzuschleppen. So konnten wir dank ein paar freundlicher Menschen unsere Fahrt fortsetzen.

Mein Schatz stammt auch aus Deutschland, zuletzt lebte er in Berlin, ursprünglich geboren wurde er in einer kleinen Stadt nahe Schwäbisch Hall. Seine Schwester, sein Schwager und sein einer Neffe wohnen auch noch dort. Meistens besuchen wir sie einmal im Jahr. In Passau wohnen auch noch Freunde von ihm, die wir auch hin und wieder sehen.

Ich freue mich schon sehr auf unseren nächsten Deutschlandbesuch.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline