LIEBE ZUM REISEN/GENUSS: Ein Teehaus in Riga

Es gibt Orte, die mich magisch anziehen. Teehäuser zum Beispiel. Ich bin mit dem englischen Tee  aufgewachsen, den meine Mama immer tonnenweise – so kam es mir vor – aus London importierte. Grün-blaue Verpackung, dreieckige oder auch flache, runde Teebeutelchen mit schwarzem, rauchigen Tee. Immer zum Frühstück. Irgendwann konnte ich ihn nicht mehr trinken. Er schmeckte für mich zunehmend nach Kohlen. Ekelhaft. Nur die Motten mochten ihn noch.

Deshalb rührte ich lange Zeit keinen schwarzen Tee mehr an. Ich trank ihn nur mehr auf Reisen, wenn es keine Alternative gab oder er so gut schmeckte, wie in Südindien der frisch gekochte Masala Chai – nein, Chai Latte ist nicht das Gleiche!  Ich entdeckte Grüntee für mich. Erst nur Beutel, später auch losen Tee vom Teesalon von Eva Horvath. Letzteren aber nur zu besonderen Stunden, wo ich Zeit und Muße habe, solche ausgewählten Köstlichkeiten zu genießen.

Mittlerweile trinke ich viele Sorten Tee und Infusionen (Kräutertee, ausgewählten Früchtetee), je nach Lust und Laune, ob ich entspannen will oder Belebung brauche. Nur der schwarze Tee ist ein seltener Gast in meiner Tasse.

So fanden wir auf unserem ersten Spaziergang nach der Ankunft in Riga im Park nahe der Altstadt ein wunderschönes Teehaus von runder Form, lichtdurchflutet, orientalisch eingerichtet, mit einer steilen Wendeltreppe in der Mitte, die auf eine Galerie hinaufführt. Dort liegen duzende große gemusterte Polster, die zum Kuscheln und Entspannen einladen. Man bestellt unten bei der großzügigen Theke, lässt sich von freundlichen Mitarbeiterinnen beraten und setzt sich dann oben auf den Boden zwischen all die weichen Kissen und wartet auf seine Kanne. Das Tablett stellt man dann zwischen sich und genießt die wunderbare Aussicht auf den Fluss und das frische Grün des Parks. Gelegentlich fahren kleine Boote vorbei, wie in Amsterdam, und schippern Touristen durch die Gegend. Wer möchte, kann sich aus süßen Köstlichkeiten noch ein paar Begleiter zum Tee aussuchen. Im Erdgeschoss gibt es auch Tische und Sessel für alle, die nicht am Boden sitzen können oder wollen oder die Treppe nicht schaffen. Auch einen kleinen Außenbereich gibt es. Teezeremonien werden ebenfalls angeboten und auch spezielle Trendgetränke, wie Matcha Latte, Chai Latte etc, werden zubereitet. Zu bestimmter Stunde kann man dort auch Omelette und andere Frühstücksleckereien bekommen.

Zweimal besuchten wir das Teehaus. Kurz bevor wir weiter nach Kuldiga fuhren und zum Abschluss, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machten. Jedesmal hatten wir Glück, und es war nur spärlich besetzt, sodass wir den Aufenthalt in Ruhe genießen konnten.

Solche Orte bleiben mir im Gedächtnis.

So macht mir das Reisen Spaß. Kunst und Kultur in Verbindung mit Genuss, Ruhe und Gelassenheit und natürlich jeder Menge Natur. Sich treiben lassen. Nicht nur herumeilen und eine Sehenswürdigkeit nach der anderen besichtigen. Auf einer Bank im Park verweilen und den lustigen Möwen zusehen. So halte ich Stadt besser aus.

Tee hilft auch – immer.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

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LIEBE ZUM GENUSS/SLOW FOOD: Bauernmarkt trifft Grätzlfest!

Für alle Fans von lokalen bzw. regionalen Kleinproduzenten, Genuss und Slow Food, so wie ich einer bin, samt allen, die sich gerade auf Wien-Urlaub befinden und spontan Zeit haben:

„Bauernmarkt trifft Grätzlfest !“

Datum und Uhrzeit:

Morgen, Donnerstag, 26.04.2018, von 16.00 bis 21.00 Uhr

Ort:

NORDBAHNHALLE, Leystraße / Ecke Taborstraße, 1020 Wien (für die Navigation: Leystraße 157) von der Plattform „markta“ (Bauernmarkt, Vernetzung regionaler Produzenten und ihren Kunden)

Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung:

https://markta.at/ und https://www.nordbahnhalle.org/veranstaltungen/

Ich werde bestimmt hinschauen. Darauf freue ich mich schon die ganze Woche. Ich liebe es, neue Produkte zu probieren und mit den Vertretern der Produzenten über die Hintergründe zu reden. Das ist so spannend!

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUM GENUSS: Ein Menü für Oma

Am vergangenen Samstag habe ich als nachträgliches Geburtstagsgeschenk für meine liebe Oma ein 3-gängiges vegetarisches Menü gekocht. Das habe ich auch schon letztes Jahr gemacht. Ich koche seit ein paar Jahren nur mehr mit sehr seltenen Ausnahmen ausschließlich ohne Fleisch, da ich selbst flexitarisch lebe und daher, wenn ich es mir aussuchen kann, Gemüseküche bevorzuge.

Ich probiere am liebsten immer neue Rezepte aus und dann auch vor allem moderne Küche. Die klassische Hausmannskost überlasse ich lieber meiner Oma. Sie kann diese perfekt und bei ihr esse ich sie am liebsten, besonders die köstlichen Marillenknödel oder den Apfelstrudel. Auch die Suppen von ihr liebe ich. Meine Oma kocht fast alles aus dem Gedächtnis „frei nach Schnauze“, was ich im Alltag auch gerne mache, wenn mich mein Schatz denn lässt und nicht zu ungeduldig ist. Ich habe keine Lust auf Kochen, wenn ich nicht in der Geschwindigkeit walten kann, wie ich es eben schaffe und wenn ich auch dazwischen mal fluche, weil ich in Stress geraten bin.

Ich bevorzuge regionale und saisonale Produkte, soweit möglich, außer mich reizt irgendein besonderes Rezept. Erdbeeren im Winter müssen wirklich nicht sein.

Mir ist auch immer wichtig, wenn ich schon aufwendig koche, dass ich dann danach auch genügend Zeit für die Gäste habe und nicht ständig in der Küche stehen muss. Daher wähle ich immer Ofengerichte und Speisen, die ich gut vorbereiten kann. Dafür beginne ich lieber frühzeitig mit dem Kochen, um auch dann rechtzeitig vor den Gästen fertig zu sein. Auch mag ich keine Rezepte mit endlosen Zutatenlisten mit schwer zu beschaffenden Komponenten, mit komplizierten Angaben oder mit sehr langen Zubereitungszeiten.

Omas herbstliches Überraschungsmenü:

  • Vorspeise: Quinoa-Bulgursalat mit Trauben, Fenchel und Feta
  • Hauptspeise: Gefüllte Zucchini mit Polentafülle auf Tomatensauce
  • Nachspeise: Apfeltorte mit Mandelstreuseln und Joghurt

Wer es nachkochen möchte, findet hier die Quellen dafür:

Der Salat und die Torte stammen aus „FRISCH GEKOCHT“-Magazinen Oktober und November 2015 von Billa. Bei der Torte habe ich den weißen Zucker probehalber teilweise durch Kokosblütenzucker ersetzt. Funktioniert sehr gut.

Die Tomatensauce stammt aus dem klassischen Plachutta-Kochbuch „Die gute Küche“.

Die „Gefüllten Zucchini“ stammen aus dem „MAHLZEIT!-Magazin“ von Spar.

Leider habe ich keine Fotos davon. Omas Besuch hatte Vorrang.

Uns allen hat das Essen sehr gut geschmeckt, was mich natürlich gefreut hat.

Etwas Kurioses zum Schluss: ich hatte in der Nacht davor geträumt, dass meine Küchenwaage den Geist aufgibt und tatsächlich habe ich es geschafft, diese beim Kochen durch einen Unachtsamkeit unbrauchbar zu machen. Gott sei Dank hatte ich den rettenden Einfall, dass meine liebe Omi mir vor ein paar Jahren eine kleine alte mechanische Waage geschenkt hatte, weil ich ihre große Version davon so gerne mochte. Schon als Kind hat mich dieses Ding fasziniert. Dieses Gerät habe ich dann zur Hand genommen und so wurde mir meinen Kochtag gerettet. Ein Hoch auf die einfache Mechanik!

Ich wünsche Euch allen einen wunderbaren Tag,

Eure Caroline

 

 

 

LIEBE ZUM REISEN: Linz begeistert…

… mit Kunst und Kultur, neuen Konzepten von begeisterten Menschen und MICH.

Wir haben nicht nur die kulinarischen Genüsse von Linz erkundet, sondern auch die kulturellen und landschaftlichen.

Freitags sind wir kreuz und quer zur Fuß durch die Stadt gestreift und haben wunderbare Orte entdeckt. Z. B. die Wohnküche „Horst“, eine geniale Mischung aus käuflich erwerbbaren Möbeln und Dekogegenständen und einer Küche mit vegetarischem bzw. auch einmal die Woche veganem Menü, diversen Kuchen, Torten, Kleinigkeiten und einer großen Getränkeauswahl. Ich habe manchmal wirklich geglaubt, ich störe die Leute bei sich zu Hause beim Essen. Sogar einen kleinen, gemütlichen Garten gibt es mit lauschigen Sitzecken unter Bäumen.

Dann war dann noch die „Markthalle“ , ein Lebensmittelgeschäft, wo kleine Produzenten und Bauern die Möglichkeit haben, ihre Produkte zu verkaufen. Gleichzeitig kann man dort auch vor Ort zwischen Snacks und einem Mittagsmenü wählen. Alle Produkte können auch vor Ort gleich verspeist werden, wenn Lust dazu besteht.

Ich liebe solche Konzepte, bin ich doch ein großer Freund kleiner Produzenten, die mit viel Liebe ihre Köstlichkeiten herstellen, und neue Produkte zu probieren ist eine große Leidenschaft von mir.

Anschließend wanderten wir noch auf den Freinberg, einem Erholungsgebiet mit herrlichen alten Bäumen, einem großartigen Ausblick über die Stadt und der schmucken Franz-Josefs-Warte. Eine alte Linde erinnert an Komponist Franz Schubert, der in der Gegend gerne seine Zeit verbracht hat. Zurück ging es am Stadion vorbei wieder zurück in die Altstadt.

Über 21.000 Schritte haben wir an diesem Tag geschafft.

Der Samstag war unser kultureller Tag mit einem Besuch der VOEST-ALPINE Stahlwelt, dem Ars Electronica Center und dem LENTOS-Museum. Letzteres glänzt gerade im wahrsten Sinne des Wortes mit einer Ausstellung zum Thema „Sterne“. Da in unseren Breiten die Lichtverschmutzung schon sehr weit fortgeschritten ist, können wir in der Nacht die Milchstraße nicht mehr sehen. Diverse Künstler haben sich ihre Gedanken dazu gemacht und in teilweise sehr kreativen Bildern, Installationen und Videos umgesetzt. Sogar eine Art Theaterstück mit einem Dialog auf sieben Bildschirmen ist darunter. Das hat mir am besten gefallen.

Dazwischen machten wir Pause im Café Josefine in der Altstadt, einer kleinen sympathischen Konditorei mit einer großen Auswahl an aufwendigen Torten und Kuchen, alles mit Liebe selbstgemacht. Dazu gibt es Tee vom Teesalon Tête à Tee aus Wien und natürlich auch Kaffee, heiße Schokolade aus Italien und allerlei kalte Getränke. Mit Frühstücksmöglichkeit an Sonntagen.

Das Beitragsbild ist am Weg zum Schloßmuseum entstanden, zu dem wir einen Abendspaziergang gemacht haben.

Obwohl wir am Samstag dank unserer 1-Tages-Linzcard auch viel Bus gefahren sind, haben wir es doch wieder auf fast 21.000 Schritte geschafft. Fit wird man beim Linz Besuch also ganz nebenbei, wenn man sich nicht all zu viel Linzer Torte genehmigt.

Ein Besuch von Linz lohnt sich immer, also, wann kommt ihr?

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUM LEBEN: „Potpourri der Sinne“

Isis_Barke mit Kette Juni 2017

Kette von Monika Chouchene, Foto von Leonarda L.

Am Sonntag fuhren meine beiden neuen Freundinnen und ich in die wunderschöne Wachau nach Rossatz, um dort bei der Veranstaltung „Potpourri der Sinne“ Monika Chouchene zu besuchen, die unsere Reiseleiterin und Schamanin auf der Bosnienreise war. Sie produziert in ihrer Freizeit großartige Ketten, Armbänder, Ohrringe und die eine oder anderen Raumschmuck. Die Glasperlen stellt sie dabei selbst her und kombiniert sie mit Anhängern und Perlen aus der ganzen Welt, die sie auf ihren Reisen irgendwo findet. Daraus entstehen einzigartige und einmalige Kunstwerke mit großer Kraft und Magie.

„Potpourri der Sinne“ findet einmal im Jahr an einem Wochenende im Sommer in einem alten Schiffsmeisterhaus statt. Dort versammeln sich Künstlerinnen und Designerinnen aus verschiedenen Bereichen und präsentieren im Hof und wunderbaren Garten des Hauses ihre Werke, auch für Speis‘ und Trank ist gesorgt. Auch eine kleine Manufaktur (Olive Selektion) mit köstlichen Produkten aus Griechenland, welche die Inhaberin vor Ort auf Karpathos selbst herstellt, war dort zu finden. Ich liebe solche kleinen Betriebe, die mit Leidenschaft und Liebe zur Natur, Land und den Lebensmitteln feine Köstlichkeiten herstellen, die möglichst naturbelassen sind und schonend mit den Tieren und der Natur umgehen. Ich konnte natürlich nicht widerstehen und habe mir einen intensiven Thymianhonig und eine kräftige Olivenpaste gekauft. Die Bienen dürfen im Winter ihren eigenen Honig fressen und daher gibt es nur entsprechend kleine Mengen Honig für den Verkauf.

Übrigens: so nebenbei habe ich auch noch einen tollen Buchtipp für alle, die sich für die „Geschichte der Bienen“ interessieren. So heißt auch der spannende Roman von Maja Lunde aus Norwegen. Ausgezeichnet mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis. Drei miteinander verwobene Episoden von der Vergangenheit bis zur Zukunft, drei unterschiedliche Schicksale der Menschen, der „Rote Faden“ sind immer die Bienen. Ich habe ihn „verschlungen“. 🙂

Alles Liebe,

Eure Caroline

PS: meine Empfehlungen sind immer persönlich und privat, ich werde nicht bezahlt dafür.

 

LIEBESGENUSS: Omas Marillenknödel sind die besten!

Marillenknödel 2016

Omas köstliche Marillenknödel (Foto von meiner Schwester)

Wer mag sie nicht, diese köstlichen, flaumigen, angenehm süßen Marillenknödel mit Butterbrösel, natürlich nur mit Zimtsafterl und etwas Staubzucker?

Über den perfekten Teig streiten sich die Leute gerne. Brand-, Topfen- oder Kartoffelteig sind hier die Konkurrenten. Für mich ist klar, nur mit Kartoffelteig schmecken sie mir wunderbar. Das reimt sich und passt zusammen. Nur dann sättigen sie mich richtig, nur dann bin ich zufrieden.

Mein Papa mag sie lieber mit Brandteig und ohne Zimtsafterl. In einem sind wir uns einig: Topfenteig geht gar nicht.

Auch über das Zimtsafterl lässt sich streiten, wobei schon die alten Römer wussten, dass sich bekanntlich über Geschmack nicht streiten lässt („De gustibus non est disputandum.“ Herkunft unbekannt) Ich jedenfalls liebe Zimt und davon möglichst viel und oft. 🙂

Herzliche Grüße und noch einen genussvollen Tag,

Eure Caroline

LIEBE ZUR KULTUR: Kirschblüte 2016

Oh, es war so schön dort. Sonne pur, ein angenehmer Wind, Klänge japanischer Musik dezent im Hintergrund. Ein paar kleine japanische Kostproben gegen eine geringe Spende (Matcha Tee, Maki, Reiscracker, Miso-Suppe usw.) konnte man bekommen. Diverse japanische Spiele,  wie auch das Geschicklichkeitsspiel Kendama konnten ausprobiert werden. Das Kendama hat mir echt Spaß gemacht. Ich habe schnell Fortschritte gemacht, was mich sehr gefreut hat.

Weiters gab es eine Teezeremonievorführung, eine Vorführung des japanischen Bogenschießens, Drachen für die Kinder, einen Workshop für jap. Kalligraphie und Origami.

Ich bin extra wegen dem Origami gekommen, da ich die Leiterin Frau Noriko Mafune-Bachinger  aus einem Kurs kenne. Ich hatte viel Spaß dort und habe dort einer Gruppe den Kranich, einer anderen Gruppe eine Lotusblume beibringen können. Dabei hatte ich nette Gespräche mit den Leuten dort. Die Kursleiterin hatte sich auch an mich erinnern können und freute sich über meinen Besuch. 🙂 Sie konnte immer noch das Körbchen falten, das ich ihr damals gezeigt hatte und bringt es sehr gerne ihren Schülern bei. Das ist gelebte Wissensverbreitung. 🙂

Herzliche Grüße und ein wunderbares Wochenende

Eure Caroline