LIEBE ZU TIEREN: Ein weihnachtliches Refugium

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Wenn alle notleidenden Tiere einen Wunsch frei hätten, ich glaube, sie würden sich wünschen, im gemeinnützig geführten Tierpark Wolfsgraben leben zu dürfen. Die bunte Mischung aus ehemals (schwer) kranken, verstoßenen oder zur Zucht untauglichen Haus- und Wildtiere bekommen dort viel liebevolle Fürsorge, reichlich Platz und möglichst artgerechte Unterbringung und Unterhaltung geboten.

Gestern nahm mich meine beste Freundin S. zum dortigen Weihnachtsfest mit. Ihre Tochter ist dort Patin eines Esels.

Uns erwarteten aller Hand von engagierten Vereinsmitgliedern selbstgemachte Leckereien, wie Kinderpunsch, Glühwein, Lebkuchen, dazu noch frisch geröstete Maroni, Bratkartoffel und Kartoffelpuffer, die auf einem echten Maroniofen für die zahlreichen Gäste und Mitglieder zubereitet wurden.

Natürlich kamen auch die Tiere nicht zu kurz. Streicheleinheiten bekamen die an den Menschen gewöhnten und teilweise sogar mit der Flasche aufgezogenen Minischweine, Esel, Pferde, Kamele, Hasen, Hühner, ein Pfau, Kamele und Katzen an diesem Nachmittag sicher genügend. Dazu gab es noch Leckerlis und jede Menge Futter und Training, damit ihnen auch nicht langweilig wird.

Am besten haben mir die Minischweine gefallen, die ganz und gar nicht so klein waren. So borstig und witzig. Lilly befolgte den Sitz-Befehl jederzeit, um an ein Stück Karotte zu kommen und forderte diese auch mit einem Nasenstüber ein, wenn ich den Befehl gar nicht an sie gerichtet hatte. Tussi hatte hingegen überhaupt keine Lust, das zu machen, was die Menschen wollten. Sie verzichtete freiwillig auf jedes Karottenstück.

Die Tochter von meiner Freundin durfte zum Abschluss noch „ihren“ Esel striegeln, was für sie immer ein Highlight ist. Normalerweise darf sie mit ihm auch spazieren gehen, aber dafür war es bereits zu dunkel.

Ich verbrachte einen wunderschönen Nachmittag zusammen mit engagierten, tierbegeisterten und sympathischen Menschen, die meine volle Bewunderung verdient haben.

Alles Liebe und noch eine wundervolle Weihnachtszeit mit oder ohne Haustiere

Eure Caroline

 

 

 

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LIEBE ZUR NATUR: Von Osterhasen und Kröten

Nationalpark Neusiedlersee Illmitz Ostern 2017

Jetzt waren wir schon 3. Jahre hintereinander im Frühjahr in Illmitz. Diesmal wieder zu Ostern, wie auch letztes Jahr schon. Jedes Mal ist es wieder herrlich erholsam, auch wenn das Wetter nicht immer ganz so ist, wie wir das gerne hätten. Sonne hatten wir diesmal sogar mehr als erwartet und weniger Wind. 🙂

Ein Paradies für Vögel und Amphibien mit all den Lacken und den vielen versteckten, geschützten Plätzen.

Schon letzte Woche konnten wir auf der Fahrt von Retz nach Wien auf den Feldern und Wiesen viele Feldhasen und Rehe entdecken.

In Illmitz und Umgebung liefen uns bereits beim ersten Spaziergang am Freitag Abend mehrere Fasane, ein Osterhase (alias Feldhase) über den Weg. Von den vielen Störchen ganz zu schweigen, die bereits fleißig beim Nestbau waren. Sie bevorzugen immer dieselben Nester wie im Vorjahr, wenn möglich, und verteidigen diese auch vehement gegen mögliche Konkurrenz. Bis zu 4 Jungen ziehen sie auf, wobei die Eier so gelegt werden, dass die Jungen mit kurzen Abständen hintereinander schlüpfen. So kommt es, dass das jüngste Tier oft Pech hat und von den Geschwistern bekämpft wird bzw. zu wenig Futter abbekommt. Meistens stirbt dieses dann an Entkräftung. Nur 10 % aller Jungstörche überleben den Flug nach Afrika. (Die Storch-Infos habe ich alle von einer netten Dame bekommen, die uns auf unserer Amphibienexkursion begleitet hat.)

Auch Kiebitze, unzählige Wildgänse verschiedener Arten und einen Grünfink konnten wir beobachten.

Wir machten, wie schon erwähnt, bei einer amphibienkundlichen Exkursion mit dem Thema „Kröten, Frösche und Unken“ mit. Exkursion war eine unpassende Bezeichnung für die Veranstaltung. Zuerst hörten wir uns über eine Stunde einen Vortrag über die heimischen Arten und über Amphibien allgemein an, dann gingen wir in den Garten zu einem Teich und die beiden Leiter fischten für uns ein paar Unken aus diesem. Dazu fanden wir noch einen Kammmolch, einen Kolbenwasserkäfer und eine interessante Wasserspinne. Letztere nimmt sich sogar Luftblasen mit unter Wasser und sammelt diese zwischen Wasserpflanzen, um dann in der „Taucherglocke“ auf ihre Opfer zu warten.

Auch wurden zwei Laubfrösche in der Wiese gefangen. Da diese dank ihrer Haftscheiben an den Füßen auch auf Bäum klettern können, fanden wir zwei weitere auf Ästen der Holundersträucher am Ufer des Teichs. Wir entdeckten auch eine eher seltenere Steinhummel und noch ein paar andere Spinnenarten.

Zuletzt machten wir noch einen Spaziergang in den Nationalpark, aber außer einer jungen toten Ringelnatter und zwei weiteren Rotbauchunken fanden wir nichts mehr Interessantes.

Am Montag ging es dann nach dem Frühstück wieder heimwärts. Trotz des vielen Regens konnten wir am Nachmittag nochmals einen Spaziergang durch den Prater machen. Ich sehe so gerne die Kastanien blühen. Wir waren dafür aber noch etwas zu früh dran, die meisten blühten noch nicht oder nur teilweise.

So ist mir Ostern am liebsten. Zu zweit weit weg von allem Feiertrubel und viel Natur für mein Biologenherz. 🙂

Herzliche Grüße

Eure Caroline