LIEBE ZUM REISEN/ZUR NATUR: Ein Gebirge, viele Wege Teil 2

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Am Freitag ging es zuerst mit dem Bus 242 (auch mit der Gästekarte ohne Zusatzkosten) nach Schmilka und dann zu Fuß weiter über die Grenze nach Tschechien zur sogen. Edmundsklamm am Ende von Hrensko.

Erst wanderten wir rd. 20 min entlang des Flusses auf breitem, angenehmen Weg, später auch hin und wieder durch Steintunnel.  Dann gibt es ein Fortkommen nur mit dem Boot, das von Männern mit langen Stangen vorwärts bewegt wird. Dazwischen erzählen sie uns allerlei Schmäh und Witz und ein paar Infos über die Klamm samt nasser Überraschung. Das Programm ist immer das gleiche, selbst wenn ein heftiges Unwetter aufzieht wird seelenruhig dieselbe Show abgespult, auch wenn keiner zuhört. Ob man dann noch lacht, sei jedem selbst überlassen. So selbst erlebt.

Nach einer ungefähr minütigen Fahrt geht es wieder 20 min zu Fuß weiter. Dann aber schaute es für uns wettermäßig traurig aus, und wir entschieden uns fürs Umkehren auf gleicher Strecke (samt Bootsfahrt) zurück, da wir ausnahmsweise einmal nicht an die Regensachen gedacht hatten. Die hatten wir in der Unterkunft gelassen. Man hätte dann nach einer weiteren Fahrt in großer Runde zurückgehen können oder eben bei unserem Umkehrpunkt einen längeren Weg durch den Wald zurück. Nun wir erreichten gerade noch mehr oder weniger nass den Ausgang der Klamm, als auch schon die Erde unterging. Literweise Wasser, Blitz und durch die Felsen ein verstärktes Echo des grollenden Donners. Wie in einem Horrorfilm. Richtig gruselig. Land unter. Eine Frau „kuschelte“ sich auch zu uns unter den großen Sonnenschirm der kleinen Bar, die uns Zuflucht gewährt hatte.

Irgendwann war es dann doch wieder vorbei, und wir machten uns auf den Weg zurück über die Grenze zum Bus 242 in Schmilka zurück, der „zufällig“ gerade kam.

Fakten: Schmilka – Landesgrenze – Hrensko – Klammeingang – 1. Bootsfahrt – Wanderung bis Abzweigung Wald – Weg retour zur 1. Bootsfahrt – Bootsfahrt retour – Klammausgang – Hrensko – Landesgrenze – Schmilka

Der Weg zum Bootsstrecke ist flach und leicht zu gehen, typischer Waldboden mit Wurzeln und Steinen, teilweise holprig.

Gehzeit (ohne Wartezeit Gewitter, aber mit Pausen und Wartezeit auf Boot): ca. 4 h 35 min

Fazit: Die Edmundsklamm ist wunderschön romantisch, die Wege sind leicht zu begehen und die Bootsfahrt ist eine angenehme Pause, wenn es nicht gerade schüttet und man dem Regen schutzlos ausgeliefert ist. 🙂

Alles Liebe und bleibt neugierig,

Eure Caroline

PS: Der letzte und 3. Teil folgt bald.

 

 

LIEBE ZUR NATUR: Zur Vöslauer Hütte über den Harzberg und die Jubiläumswarte

Manchmal braucht man gar nicht weit raus zu fahren, um eine herrliche Waldwanderung zu machen. Wir entschieden uns diesmal für eine Wienerwaldrunde von Bad Vöslau aus. Vom Bahnhof mussten wir erstmal die Orientierung und den Kurpark finden. Dieser liegt oberhalb des wunderschönen Bades, wo man in Mineralwasser schwimmen kann. Leider waren wir noch nie drinnen, aber es sieht mit seinen drei großen Becken und dem riesigen Föhrenwald malerisch und erholsam aus, wenn sich nicht gerade viele Gäste um den Platz streiten.

Im oberen Teil des Kurparks trafen wir eine freundliche hilfreiche Dame, die uns den richtigen Einschlupf zum Harzberg zeigte. Wir wollten den anstrengenderen Weg nehmen, der Teil des Waldlehrpfades ist. Für alle anderen gibt es auch noch eine weniger schweißtreibende Möglichkeit. Der gut gangbare Weg führt durch dichten Wald, ist herrlich schattig und auch bei sehr heißem Wetter sicher gut zu gehen. Zuerst steigt er nur sanft an, erst im oberen Teil führt er dann steil über viele niedrige Stufen hinauf. Dieses Stück ist aber nicht sonderlich lange. Mit gemächlichem Schritt ist er gut zu schaffen.

Der Harzberg mit der Jubiläumswarte lag nun vor uns. Rechts daneben kann man sich auch in der Harzberghütte stärken. Wir bestiegen stattdessen lieber die Warte, die bei Schönwetter einen fabelhaften Ausblick über das Wiener Becken bietet. Bis zum Schneeberg konnten wir sehen, links daneben, etwas weiter vorne die Hohe Wand (Das Beitragsbild zeigt allerdings eine andere Richtung).

Der weitere Weg führte weiter durch den Wald, allerdings meist eben oder sogar etwas bergab. Kurz vor der Vöslauer Hütte (500 m. ü. A.) gab es noch einen letzten kurzen Anstieg. Dann hatten wir unser Ziel erreicht. Dort stärkten wir uns bei einem längeren Pause. Der Abstieg führte über eine Forststraße hinunter, die auch von Fahrrad- und Autofahrern genutzt wird und ging immer weiter bergab. Wir nahmen wieder den Abzweig über den Harzberg, allerdings eine etwas andere Route als zuerst. Man kann auch auf anderem Weg wieder ins Tal steigen. Vom Ende der Forststraße brauchten wir nochmal ca. 20 min zurück zum Ausgangspunkt. Im Ort ist die weitere Beschilderung sehr gut. Wir brauchten keine weitere Hilfe mehr.

Nach insgesamt 3.45 Stunden erreichten wir dann wieder den Bahnhof Bad Vöslau. Die Verbindung ist gut, jede halbe Stunde fährt ein schneller Zug, dazwischen noch stündlich eine S-Bahn, die aber deutlich länger braucht.

Noch blüht viel, wie der Klatschmohn am Bahnhofsvorplatz oder diese herrlichen Pflanzen (Weiß vielleicht wer, was das ist?), die wir unterwegs im Wald entdeckten.

Es war wenig los, weil doch viele zu Pfingsten weggefahren sind, was sehr angenehm war. Nur die Hütten waren voll.

Das Gute liegt oft so nah.

Fakten: leichte Wanderung durch Wald auf breitem Weg bzw. Forststraße mit herrlichem Ausblick von der Jubiläumswarte.

Bhf. Bad Vöslau – Kurpark – Waldlehrpfad (schwierigerer Weg) – Harzberg/Jubiläumswarte – Vöslauer Hütte – Bhf. Bad Vöslau

Gehzeit inkl. Besteigung der Jubiläumswarte und Esspause auf der Vöslauer Hütte 3,45 Stunden (unsere Zeit). Reine Gehzeit ohne Pausen etc. Angabe in unserem Wanderführer 3 – 3,5 Stunden (über leichterem Forstweg).

Für Kinder und Anfänger ist der Weg gut geeignet. Selbst der schwierigere Teil über den Waldlehrpfad.

Alles Liebe und bleibt neugierig

Eure Caroline