LIEBE ZUR INITIATION: ein ungewöhnliches Gastgeschenk :-)

Ich beschäftige mich schon das ganze Jahr über mit dem mündlichen Erzählen. Besuchte diverse Seminare dazu in der Märchenakademie von Margarete Wenzel. Bisher traute ich mich aber nicht, vor fremden Personen zu erzählen, von den Seminarteilnehmer*Innen einmal abgesehen, die dort ausgesprochen wertschätzend sind und ich mich sicher fühle. Margarete kreiert jedes Mal eine Stimmung, die für mich sehr nahe an das herankommt, das wir Magie nennen. Sie ermuntert uns, dass wir uns ausprobieren und einfach tun und uns trauen, auch Unfertiges und Unperfektes vorzuführen. Trotzdem habe ich an mich den Anspruch, es möglichst gut zu machen, die Kontrolle nicht zu verlieren. Das hemmt mich oft, auch in den Seminaren, selbst, wenn ich danach positives Feedback bekomme. Dabei sind es ja Seminare zum Lernen.

Eine Gelegenheit ergab sich – ich nutzte sie. Eine Party – ein Open House – viele mir unbekannte Menschen – mir bekannt: Gastgeber und mein Partner

Wir kamen an, wir plauderten, aßen, tanken. Dann der Moment: ich legte eine Uhrzeit fest. Kein Zurück mehr. Ich zog mich um. Der Gastgeber informierte die zur Zeit aufhältigen Gäste (ca. 20) über die Überraschung. Ich startete mit einem Ritual. Dann erzählte ich meine vorbereitete Geschichte – als Orientliebhaberin natürlich eine aus jenen Landen. Anfangs noch mit Lampenfieber, aber dann hatte ich mein Publikum im „Bann“ und dann war alles ganz einfach. Ein paar kleine Interaktionen, um zu testen, wie aufmerksam sie sind. Alles klappte perfekt. Applaus, viel Dankeschön. Manche kamen sogar vor der Verabschiedung nochmal zu mir, um sich nochmal zu bedanken.

Wow, was für ein Hochgefühl! Ich war so stolz auf mich. Alle Ängste überwunden, sogar meine größte. Ich stand bisher in meinem Leben auch nicht oft im Mittelpunkt, mied es sogar, aber je selbstbewusster ich werde, desto mehr genieße ich die konzentrierte Aufmerksamkeit immer mehr.

Ich war erstaunt. Ich dachte anfangs, dass ich keinen Künstlernamen brauche, aber mit der Zeit wurde mir klar, dass meine Erzählerin auch mein Archetyp der Magierin ist. Magie mit Worten sozusagen, Kino im Kopf. Meine Archetypen haben alle Namen, das macht sie mir bewusster und Namen haben Macht. Auch ein Kostüm wollte ich ursprünglich nicht. Jetzt aber, wo ich jetzt im wahrsten Sinne in eine andere Rolle schlüpfe, nehme ich eine Galabeya aus Ägypten als Ritualgewand samt meiner geliebten Anch-Kette von Schamanin Monika und einem passenden Schal.

Hier bin ich also: Erzählerin „Stella“ – Ein Stern am Geschichtenhimmel 🙂

Alles Liebe

Eure Caroline

PS: derzeit mache ich weniger Fotos als früher. Mir sind gerade andere Dinge wichtiger. Ich trage die Erlebnisse mehr im Herzen und kleide sie lieber nur in Worte. Mal schauen, was das neue Jahr so bringt.

LIEBE ZUR VIELFALT: Märchen, Männer und Metal

Die letzten Tage sind so schnell vergangen mit allerlei neuen Dingen, dass ich gar nicht dazu gekommen bin, alles aufzuschreiben.

Letzten Donnerstag war ich mit meinem Partner auf dem für mich 1. (Death-Metal)-Konzert meines Lebens, noch dazu Stehplatz. Eine interessante Erfahrung, da ich mich bisher von Menschenmengen und fremden Körperkontakt möglichst ferngehalten habe. In dem Fall fühlte ich mich mit ihm sicher. Ein tolles Gefühl. Wir standen in der 3. Reihe. Von hinten drängten die Leute nach vorne. Nach anfänglicher Irritation, konnte ich das Konzert über weite Strecken einfach genießen, mich der Musik und der Menge hingeben und genießen. Eine coole Show mit riesigen Wikingerstatuen, einer Seeschlange und echten Kämpfern in voller Montur samt einem Podest mit animierten Augen samt übergroßem Helm, gab es auch. Wir hatten viel Spaß. 😀

Freitag bis Sonntag hatte ich wieder ein Erzählseminar bei Margarete. Diesmal ging es um die Geschichte hinter dem Erzählen. Wie und wo in welchen Kulturen erzählt wurde und wird und wie das heute ist. Wieder eine ganz tolle Gruppe voller lieber, kreativer Menschen. Ich hatte bei der Vorstellungsrunde am Freitag einen „Auftritt“ mit lustigen „Tanzschritten“, die ich vor einigen Jahren im Fernsehen gesehen hatte und immer noch beherrsche und auch schon überraschend erfolgreich in einem Seminar eingebaut hatte. Alle haben mitgemacht und am Samstag hat eine Teilnehmerin sogar aktiv danach gebeten. Das hat mich gefreut und mir großen Spaß gemacht, eine Gruppe für ein paar Minuten anzuleiten und zum Mitmachen zu begeistern. 🙂

Am Samstag Abend hab ich mit meinem Partner und zwei seiner Freunde Fußball (Belgien gegen Russland) geschaut.

Am Sonntag besuchten wir den „Reisesalon“ in Schönbrunn, wo wir eine tolle Schnupper-Thaimassage genossen. Meine Verspannungen vom vielen Headbanging am Donnerstag waren danach weg.

und gestern waren wir gemeinsam bei einem Empfang der belgischen Botschaft. Gutes Flying-Food, Bier nach belgischer Brauart und nette Begegnungen und Gespräche mit sympathischen Menschen, viele gar nicht aus Belgien.

Alles Liebe und eine schöne Woche

Eure Caroline

LIEBE ZUR MUSIK/ZU GESCHICHTEN: Transformation durch „Berührung“

Obwohl ich gerade Blogpause mache, war mein Wochenende so inspirierend, dass ich euch davon erzählen möchte.

Die letzten drei Tage hatte ich wieder Märchenerzählseminar von Margarete Wenzel, diesmal ging es um spontane Geschichten und das Improvisieren. Wir waren 10 einzigartige Menschen, wieder zwei Männer und acht Frauen.

Am Freitag Abend gingen wir sofort ins Tun über und übten Playback-Theater. Anfangs ging es nur darum, dass einer eine alltägliche Tätigkeit in den Raum „wirft“ und das Gegenüber spielt diese nach, aber nur mit Gesten, Mimik und Lauten, ohne verständliche Worte. Der rechte und linke Nachbar des Gegenübers hilft dabei. Dann ging es weiter mit Zuständen und Emotionen. Am meisten Spaß hat mir die Wut gemacht. 🙂 Eine Kollegin und ich stellten uns gegenüber und brüllten uns an und machten Hakatanz-Posen. Sehr cool. Mit einem feschen Mann stellte ich Verliebtsein dar. Wir lagen uns zum Abschluß der Sequenz in den Armen.

Als Höhepunkt erzählten ein paar Teilnehmerinnen Erlebnisse aus ihrem Leben und die anderen spielten sie mit Verkleidung und improvisierten Requisiten nach. Ich habe mich zum letzten Mal bewusst in meiner Kindheit und Jugend das letzte Mal verkleidet. Ich bin lieber ich selbst, stehe auch normalerweise nicht gerne im Rampenlicht. Bei dem Seminar war das aber ganz anders. Ich hatte solchen Spaß und große Freude daran und spielte bei drei von vier Szenen mit, nur bei der ersten hielt ich mich noch mehr im Hintergrund und spielte mit einfachen Instrumenten Musik bzw. Geräusche dazu zusammen mit einer anderen Teilnehmerin. Ich genoss das Rampenlicht und hatte überhaupt keine Angst. Die Gruppe war einfach phantastisch: wertschätzend, annehmend, sodass ich voll aus mir herausgehen konnte.

Am Samstag bereiteten wir uns mit Übungen die Struktur einer spontanen Geschichte vor, die wir dann am Sonntag zum Besten gaben. Eine spannende Übung war, dass wir in die Rolle unserer noch nicht erzählten, aber in der Struktur vorhandenen, Geschichte hineinschlüpfen sollten und von einer Partnerin befragt werden sollten. Dabei stellte sich heraus, dass meine Geschichte sehr trübsinnig und pessimistisch war. So weit, so interessant.

Zum Abschluss des Tages spielte uns eine der Teilnehmerinnen ein selbst geschriebenes Lied auf der Gitarre vor. Ich saß nur neben ihr und fühlte die Energie, die meinen Körper zum Schütteln brachte, so berührt war ich von ihrer tollen Sopranstimme, der Melodie. Den Inhalt beachtete ich kaum. Jedenfalls machte diese Musik etwas mit mir. Meine Geschichte wollte nicht mehr so traurig sein, und so hatte ich Sonntag Früh plötzlich DIE Idee, wie ich ihr doch noch ein positiveres Ende geben könnte ohne die Spontanität zu sehr zu behindern.

Dann kam der große Auftritt. Da war ich plötzlich dann doch ganz schön nervös. Normalerweise warte ich dann bis zum Schluss, diesmal aber nutzte ich schon deutlich vorher eine Gelegenheit, zu meiner Geschichte überzuleiten. Ich wurde vielfach für meine passende Körpersprache gelobt und das Bild in der Geschichte, wo sich eine alte Frau im Laufe der Geschichte zu einer Eiche verwandelt. Während der Feedbackrunde war dann interessant zu erfahren, dass mein Bild ein richtig philosophisches gewesen ist ohne, dass ich mir darüber besondere Gedanken gemacht hätte.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

Fotoquelle: pexels

 

LIEBE ZUR KULTUR: Es waren einmal…eine Nacht und ein Wochenende voller Geschichte(n)

Die Walpurgisnacht verbrachte ich samt Begleitung stilecht bei der Erzählnacht „Heissa Walpurgisnacht“ von „Märchen-Margarete“ und Tommi, dem Märchenmönch, im bischöflichen Seminar in Melk in einer ehemaligen Kirche im obersten Geschoss des Gebäudes. Mit Märchen, Legenden und Geschichten umsponnen, von Musik durchdrungen und Wohlgerüchen einer frisch für Zuhörende und Erzählende zubereiteten Tajine samt selbstgebackenem Brot umhüllt, verbrachten wir nicht nur den Abend, sondern auch die Nacht auf selbst gebauten Schlaflagern – meist aus Isomatte und Schlafsack bestehend. Nach einer kurzen Schlafpause ging es bereits um 5.00 Uhr Früh mit den nächsten Geschichten weiter. Sogar meine Begleitung meldete sich spontan zu einer Erzähleinheit. Ich war diesmal „nur“ Zuhörende, aber ein nächstes Mal gibt es bestimmt. 🙂

Ich war überrascht, wie lange ich wach bleiben konnte. Die Magie der Märchen und die Neugier auf das Ende hielten mich wach. Zeitweise mit geschlossenen Augen in meditativer Stimmung lauschte ich mit meinem Herzen und meinem Körper. Mein Verstand legte eine wohlverdiente Pause ein.

Heute beginnt gleich das nächste Modul des Lehrgangs „Freies Erzählen“ von Margarete. Also noch mehr Geschichten und Märchen, lauter andere tolle Sachen und lauter liebe Menschen. Diesmal werde ich Erzählende und Lauschende zugleich sein.

Der Lehrgang ist wie die Handtasche von Mary Poppins. Jeder Griff ein Wunder, jeder Gegenstand eine Geschichte, jeder Gedanke Phantasie. Nichts ist fix, alles in Bewegung – wie das Leben.

Ich lasse mich verzaubern!

Euch allen ein märchenhaftes Wochenende und alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUM MÄRCHEN: Der innere böse Schweine-Wolf

Wir werden in zwei 2-er- und eine 3-er-Gruppe eingeteilt. Wir sind lauter Frauen unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen Lebenslaufs, aber wir alle sind begeistert von Märchen und Geschichten und möchten lernen, diese mündlich zu erzählen. Wir sollen mit „Fingeraugen“ – das sind Augen mit einem Verbindungssteg dazwischen, die man auf den Finger aufstecken kann – eine bekannte Geschichte oder Märchen nachspielen, aber nur mit Hilfe von ein paar Requisiten, Geräuschen, Mimik und Gestik. Klingt einfacher als es ist.

E. und ich entscheiden uns für „Die drei kleinen Schweinchen“. Ich übernehme den bösen Wolf und eines der Schweinchen. Unsere Requisiten sind eine wollene Mütze als Strohersatz, Holzstifte, Steine und ein tönernes Häferl als Kochtopf.

Wir proben kurz, dann geht es los. Wir sind als letzte Gruppe dran. Ich springe zwischen Schweine- und Böser-Wolf-Rolle hin und her. Manchmal klinge ich bei den Übergängen mehr nach Schwein als nach Wolf, aber das ist nicht so dramatisch. Entgegen unserer Probe spiele ich spontan, dass der Wolf schnüffelnd die Fährte der Schweinchen aufnimmt. Dem Publikum gefällt’s, sie lachen. Ich liebe meine Rolle als böser Wolf, ich komme immer mehr hinein.

Nachdem alle ihre Stücke gespielt haben, sollen wir erraten, welches Märchen hier dargestellt worden ist.

Das war am Samstag.

Am Sonntag spielen wir zum Abschluss nochmals alle drei Märchen, aber diesmal mit der Rahmenhandlung „1001 und eine Nacht“ als Beginn und Schluss, dann unsere „Die drei kleinen Schweinchen als zweites und „Die Prinzessin auf der Erbse“ als drittes. Unser Publikum ist eine Teilnehmerin, die erst am Sonntag dazugekommen ist.

Jetzt klappt es auch mit den Übergängen. Meine Spielpartnerin ist diesmal die Lehrgangsleiterin Margarete. Die Requisiten mussten wir teilweise ersetzen, da E. früher gehen musste und das ihr gehörige mitgenommen hatte.

Es wird viel gelacht, der Applaus ist unser. Alle Märchen werden von P. erraten.

Diese Form der Improvisation macht mir ganz besonders großen Spaß. Mein inneres Kind jubelt und schlägt Purzelbäume.

Auch sonst sind die Seminartage angefüllt mit bunten Geschichten und Märchen aus aller Welt, einem Schattentheater-Vorführung von spontanen Gästen, lustigen spontanen Mitmach-Geschichten, wo jeder einen paar Sätze einer fortlaufenden Geschichte erfindet und dazu Geräusche und Bewegungen macht, welche die anderen Teilnehmerinnen dann mitmachen, und natürlich auch viel Reden und Fachsimpeln.

Am Samstag kochte sogar eine der Frauen für alle vegetarisch. Köstlich und so gruppenstärkend, wenn man auch zusammen isst. An allen Tagen gab es ein kleines Buffet mit Snacks für Zwischendurch und überhaupt.

Ich freue mich sehr, dass es sich spontan ergeben hat, dass ich weitermachen darf, zusammen mit den beiden anderen „Schnupperfrauen“. Für mich geht es aber aufgrund einer Reise erst im Mai wieder weiter.

Allem in allem ein gelungener Start in die magische Welt der Geschichten und Märchen.

Ich werde weiter berichten und alles Liebe

Eure Caroline

 

LIEBE ZUR NEUGIER: Storytelling für Anfänger

Gleich am kommenden Wochenende beginnt für mich ein ganz spannendes Abenteuer, wo ich mich weit aus meiner Komfortzone bewegen werde. Ich werde einen Einblick bekommen, wie meine Fähigkeiten zum mündliche Erzählen verbessern kann.

Ich wollte eigentlich den ganzen Lehrgang besuchen, aber aufgrund fehlender bzw. falscher Informationen habe ich ihn verpasst, aber ich habe von der Lehrgangsleiterin Margarete die Chance zu einem 3-tägigen Schnuppermodul bekommen. Die bereits bestehende Gruppe stimmte zu, dass ich an diesem Wochenende mich hier einbringen darf.

Da ich normalerweise vor Gruppen nicht so gerne spreche und am Anfang meist super nervös bin, wird das eine große Herausforderung für mich sein, aber gleichzeitig auch eine gute Vorbereitung für die 1. Veranstaltung von LIEBESRAUM®2.0. am 28.3.2019.

Da ich Märchen und Mythen immer geliebt habe, bin ich neugierig, was für Geschichten ich dort hören werde.

Ich werde nach dem Seminar von meinen Erfahrungen berichten.

Bleibt also neugierig! 🙂

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUR KULTUR: Mariazell und die sieben Zwerge

Herzlich Willkommen zurück bei Teil 2 des Mariazeller Urlaubs zur Weihnachten 2017!

Im 1. Teil auf LEBENSSPURFRAGMENTE habt ihr von unserer Wanderung auf die Bürgeralpe erfahren. Hier geht es zum Blog.

Aber im wunderschönen Mariazeller land kann man noch viel mehr unternehmen.

Am 24.12. wanderten wir zum Erlaufsee. Leider war es dort bitter kalt und sehr stürmisch, dass wir leider bald wieder umkehren mussten. Der See spülte richtige Eisplatten ans Ufer, an dem sich eine Menge Enten und andere Vögel tummelten. Denen machte das eisige Wasser gar nichts aus.

Am 25.12. wanderten wir eben auf besagte Bürgeralpe.

Am 26.12. folgten wir zuerst der Straße nach St. Sebastian, dem Nachbarort von Mariazell, dann nach der Schipiste weiter entlang der Langlaufloipe Richtung Mitterbach. Diese führt über ein Flugfeld, das aber im Winter nicht benutzt wird. Ja, man staune, Mariazell hat einen kleinen Flugplatz für private Maschinen. Das wusste ich bis dato auch nicht. Plötzlich standen wir vor einer Böschung, die wir hinunterkletterten, um wieder auf den Weg zu gelangen. Irgendwie landeten wir dann aber wiederum beim Erlaufsee und nicht in Mitterbach. Was solls, abenteuerlich war die Strecke jedenfalls alle Mal.

Ja, auch Kulturelles ist in Mariazell zu finden. Zu Weihnachten präsentiert das Theaterstadl von Mariazell immer ein Kindermärchen. Diesmal „Schneewittchen und die 7 Zwerge“. Da ich Märchen sehr gerne mag, schauten wir auch diesmal dort vorbei. Die Mariazeller Theatergemeinschaft spielte schon weit über 40 Stücke und bemüht sich immer um tolle Kulissen und Kostüme. Die Premiere war fast gänzlich ausverkauft, wir hatten Glück, noch zwei Karten zu bekommen. Besonders liebe ich daran, dass Kinder auch Rollen übernehmen. Diesmal waren sie die 7 Zwerge. Sie haben so herzig gespielt. Ur süß! ❤ Mit Zipfelmütze und grünen Umhängen samt Hacken und Laternen. Wie aus dem Märchen entsprungen.

Unser zweites kulturelles Highlight dieser Tage war eine Sonderführung in der Basilika von Mariazell. Eine sehr kompetente Dame zeigte uns nicht nur die sogenannten „Schatzkammern“, in denen die Votivgaben der Gläubigen bzw. Pilger aufbewahrt werden, sondern auch den Dachboden, Särge mit Reliquien von Märtyrern und Heiligen und den Turm, wo wir das Pendel der Uhr und eine wunderschöne orientalische Krippe bewundern konnten. Die restliche Kirche konnten wir danach noch auf eigene Faust besichtigen. Unsere Führerin wusste zu fast jeder Votivgabe eine Geschichte zu erzählen.

Eine dieser Geschichten ist bei mir hängen geblieben. Eine Dame kam eines Tages mit ihrem Ehering in die Kirche und meinte, sie brauche diesen nicht mehr, da ihr Mann davongelaufen wäre. Der Ring wurde in das Register eingetragen und die Frau ging ihres Weges. Fünf Jahre später kam dieselbe Frau wieder und verlangte eindringlich ihren Ring zurück. Auf die Frage nach dem Warum antwortete die Dame, ihr Mann sei wieder zu ihr zurückgekommen. So kann das Leben auch spielen.

Eine Votivgabe hat mir besonders gefallen. Das war ein geschnitztes Kreuz aus Holz, welches genau habe ich leider vergessen, möglicherweise Esche. Dieses war unglaublich fein verziert mit Motiven aus dem Alten Testament unten und dem Neuen Testament oben.

Ach, ein lustiges Detail zum Schluss: die berühmte „Gnadenmutter“ im Hauptaltar der Basilika hat sage und schreibe 157 verschiedene Gewänder. Nur an zwei Tagen im Jahr ist sie quasi „nackt“ (wie sie erschaffen wurde). Am Gründungstag von Mariazell (21.12.). Den anderen Tag habe ich leider nicht mehr in Erinnerung, ich glaube, es ist der 8.12. (Maria Empfängnis) oder der 15.08. (Maria Himmelfahrt).

Ihr seht, wir hatten tolle Tage in Mariazell. Ein Besuch lohnt sich schon allein wegen der köstlichen Lebkuchen, die dort an fast jeder Ecke verkauft werden. Mit ganz viel wertvollem Honig und wärmenden Gewürzen. Mmmh, wenn ich nur daran denke, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. In Wien kann ich diese zwar auch kaufen, aber am besten schmecken sie mir nur, wenn ich sie am Ort ihrer Produktion geholt habe. Ach und danach gibt es einen kräftigen Kräuterlikör… 😉 Nur ausnahmsweise natürlich. 😀

Ich wünsche Euch allen auch weiterhin ein tolles Jahr 2018 und

alles Liebe

Eure Caroline