LIEBE ZUR MAGIE: eine Zeitreise – Siegfried & Roy

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Heute ist ein trauriger Tag. 1994 durfte ich Dank meines wunderbaren Vaters Siegfried & Roy mit 10 Jahren live in Las Vegas, im Mirage-Hotel erleben – es war damals mein Herzenswunsch, mit meinem Vater in die USA zu reisen. Er erfüllte mir diesen. Die Show war phantastisch. Ein Feuerwerk der Magie und viele weiße Tiger. Am Schluss zeigten die beiden noch Einblicke in ihr Leben mit den Tieren und sprachen sogar Deutsch, da sie ja ursprünglich aus Deutschland stammten.

Jetzt sind diese großartigen Magier tot. Als Kind liebte ich Zaubertricks und übte auch selbst ein paar ein und führte sie dann der Familie und Freunden vor.

Meine Erinnerungen an diese phantastische Zeit bleiben tief in meinem Herzen. Danke für diese Möglichkeit, bester Päps der Welt! 💖

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUM MÄRCHEN: Der innere böse Schweine-Wolf

Wir werden in zwei 2-er- und eine 3-er-Gruppe eingeteilt. Wir sind lauter Frauen unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen Lebenslaufs, aber wir alle sind begeistert von Märchen und Geschichten und möchten lernen, diese mündlich zu erzählen. Wir sollen mit „Fingeraugen“ – das sind Augen mit einem Verbindungssteg dazwischen, die man auf den Finger aufstecken kann – eine bekannte Geschichte oder Märchen nachspielen, aber nur mit Hilfe von ein paar Requisiten, Geräuschen, Mimik und Gestik. Klingt einfacher als es ist.

E. und ich entscheiden uns für „Die drei kleinen Schweinchen“. Ich übernehme den bösen Wolf und eines der Schweinchen. Unsere Requisiten sind eine wollene Mütze als Strohersatz, Holzstifte, Steine und ein tönernes Häferl als Kochtopf.

Wir proben kurz, dann geht es los. Wir sind als letzte Gruppe dran. Ich springe zwischen Schweine- und Böser-Wolf-Rolle hin und her. Manchmal klinge ich bei den Übergängen mehr nach Schwein als nach Wolf, aber das ist nicht so dramatisch. Entgegen unserer Probe spiele ich spontan, dass der Wolf schnüffelnd die Fährte der Schweinchen aufnimmt. Dem Publikum gefällt’s, sie lachen. Ich liebe meine Rolle als böser Wolf, ich komme immer mehr hinein.

Nachdem alle ihre Stücke gespielt haben, sollen wir erraten, welches Märchen hier dargestellt worden ist.

Das war am Samstag.

Am Sonntag spielen wir zum Abschluss nochmals alle drei Märchen, aber diesmal mit der Rahmenhandlung „1001 und eine Nacht“ als Beginn und Schluss, dann unsere „Die drei kleinen Schweinchen als zweites und „Die Prinzessin auf der Erbse“ als drittes. Unser Publikum ist eine Teilnehmerin, die erst am Sonntag dazugekommen ist.

Jetzt klappt es auch mit den Übergängen. Meine Spielpartnerin ist diesmal die Lehrgangsleiterin Margarete. Die Requisiten mussten wir teilweise ersetzen, da E. früher gehen musste und das ihr gehörige mitgenommen hatte.

Es wird viel gelacht, der Applaus ist unser. Alle Märchen werden von P. erraten.

Diese Form der Improvisation macht mir ganz besonders großen Spaß. Mein inneres Kind jubelt und schlägt Purzelbäume.

Auch sonst sind die Seminartage angefüllt mit bunten Geschichten und Märchen aus aller Welt, einem Schattentheater-Vorführung von spontanen Gästen, lustigen spontanen Mitmach-Geschichten, wo jeder einen paar Sätze einer fortlaufenden Geschichte erfindet und dazu Geräusche und Bewegungen macht, welche die anderen Teilnehmerinnen dann mitmachen, und natürlich auch viel Reden und Fachsimpeln.

Am Samstag kochte sogar eine der Frauen für alle vegetarisch. Köstlich und so gruppenstärkend, wenn man auch zusammen isst. An allen Tagen gab es ein kleines Buffet mit Snacks für Zwischendurch und überhaupt.

Ich freue mich sehr, dass es sich spontan ergeben hat, dass ich weitermachen darf, zusammen mit den beiden anderen „Schnupperfrauen“. Für mich geht es aber aufgrund einer Reise erst im Mai wieder weiter.

Allem in allem ein gelungener Start in die magische Welt der Geschichten und Märchen.

Ich werde weiter berichten und alles Liebe

Eure Caroline

 

LIEBE ZUR KULTUR: ORIGAMI-Papierfalten für alle

ORIGAMI Papierfalten für alle Logo 2016

Es gibt Menschen, die sich ganz besonders für die Verbreitung und den Erhalt ihres Kulturguts engagieren. Eine solche Frau ist Noriko Mafune-Bachinger. Sie gründete 2013 den Verein „Origami-Papierfalten für alle“, damit alle in den Genuss und Zauber von Origami kommen können.

Origami, die alte Kunst des japanischen Papierfaltens, begleitet mich bereits einen Großteil meines Lebens. Origami ist wie Magie. Aus einem einfachen, flachen Stück Papier wird mit ein paar Handgriffen ein Kunstwerk. Einem Werkstoff, früher kostbar und selten, heute Alltagsgegenstand, wird Leben eingehaucht. So könnte ich manchmal meinen. Stundenlang sitze ich manchmal da und falte und die Zeit fliegt nur so dahin, ich merke es nicht einmal.

Origami braucht Menschen, die es verbreiten, denn am meisten Spaß macht es in der Gruppe. Frau Mafune-Bachinger veranstaltet viele Kurse für Jung und Alt, auch an Schulen und in den Pensionistenwohnhäusern. Ihre Themen sind so vielfältig, wie das bunte Origamipapier. Dabei braucht es manchmal nur eine alte Zeitung oder Packpapier, um kreativ zu werden. Sie hilft geduldig und erklärt jeden Schritt immer wieder bis man es geschafft hat. Immer mit einem Lächeln im Gesicht und einem freundlichen Wort auf den Lippen.

Origami verbindet Menschen jeder Altersstufe und jeder Nationalität wieder. Origami hat eine gemeinsame „Sprache“, die internationalen Faltsymbole. Origami verbindet, fördert Kreativität, Konzentration, räumliches Vorstellungsvermögen, Feinmotorik, Geduld und Genauigkeit. Für mich ist Origami auch eine Art Meditation. Ich bin dann ganz bei mir; nur ich, das Papier und das Tun. Wie herrlich.

Aus der Volksschule kennen wir vielleicht „Himmel und Hölle“, den Dampfer, einen Papierflieger, ein Schiff oder einen Hut aus Zeitungspapier. All das und viel mehr ist Origami. Meine Oma zeigte mir, wie man einen Hut faltet und dann daraus dann ein Schiff zaubert. Die Enden und das Segel abgerissen und schon wusste ich, wann die Mannschaft ihre letzte Fahrt gehabt hat (im Sommer natürlich). Wer das auch kennt, weiß wovon ich spreche.

Ich bin früher in meiner Jugend Mitglied bei Origami Deutschland gewesen. Da gab es noch keinen Verein in Wien. Zweimal war ich auch bei Origamitreffen. Einmal in Hildesheim, einmal in Brannenburg. Von diesen Treffen kann ich immer noch zwei Figuren auswendig. Ein Körbchen und eine Lotusblume.

Ich freue mich sehr, dass ich nun offizielles Mitglied des Vereins „ORIGAMI-Papierfalten für alle“ bin. Ich freue mich auf spannende Kurse und Begegnungen mit interessanten Menschen.

Herzliche Grüße

Eure Caroline

 

PS: Das Logo und die Fotos wurden mir freundlicherweise von Frau Noriko Mafune-Bachinger zur Verfügung gestellt. Fotografiert wurden die Fotos von einem Mitglied des Vereins.