LIEBE ZUR NATUR/KULTUR: Ein Rundweg über Stopfenreuth und eine alte Kirche am Wegesrand

 

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Röm-Kath. Kirche Mariä Himmelfahrt Bad Deutsch Altenburg

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Auf dem Weg nach Stopfenreuth

Ich wünschte mir schon lange einmal, dass wir den Nationalpark Donauauen besuchen. Leider ist das ohne Auto recht umständlich. Mein Schatz fand dennoch eine Möglichkeit, der wir am Samstag gleich nachgegangen sind – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wir fuhren mit dem Zug, der angenehmerweise von Wien aus stündlich fährt (immer zur Minute 15, Fahrplan 2018), nach Bad Deutsch Altenburg, einem beliebten Kurort. Trotz schlechter Beschilderung fanden wir dennoch unseren Weg auf die markante Donaubrücke. Die rechte Seite ist die richtige, ansonsten kommt man nicht hinunter zu den Donauauen hinunter. Nach ein paar windigen Minuten auf der Brücke nahmen wir die markierte Stiege abwärts zur Donauufer.

Hier führt dann ein breiter, recht unebener Weg rechts entlang des Ufers immer am Wasser entlang, an einem kleinen Bootshafen vorbei bis zu einer hölzernen Terrasse mit Infos zum Nationalpark und der Donau. Da der Wind unangenehm böig war, hielten wir uns dort nur kurz auf und folgtem dem Weg weiter bis zur ersten Abzweigung. Dort ging es dann in den Auwald hinein. Die Altarme waren sehr ausgetrocknet. Nur auf der rechten Seite konnten wir noch größere Wasserlacken entdecken. Nach nur wenigen hundert Metern fanden wir uns bereits wieder auf einer weiten freien Wiese wieder. Über diese führte der Weg uns weiter über einen Damm, auf dem sich normalerweise der Radweg befindet, allerdings ist dieser wegen Bauarbeiten am Damm bis 2020 komplett gesperrt. Eine Umleitung ist aber eingerichtet.

Wegen uneindeutiger Beschilderung beschlossen wir, dem halb rechten Abzweig zu nehmen und erreichten nach wenigen Minuten nach Stopfenreuth. Dort bogen wir rechts in den Ort ein. Aufgrund der Sperre ist das Nationalparkhaus samt Lokal leider bis zur Aufhebung dieser geschlossen. Auch das andere Restaurant hatte zu. 😦

Wir wanderten dann weiter stadtauswärts, überquerten den gesperrten Radweg und folgten der breiten (Forst-)straße durch den Auwald in Richtung Ausgangspunkt zurück. Dazwischen machten wir Pause an einer romantischen Stelle neben einem „Bootsrutsche“ an einem See, der normalerweise über einen Altarm weiterführt wird. Letzterer war aber ebenfalls ausgetrocknet. Bei genügend Wasser kann man dort sicher schöne Kajaktouren durch das Augebiet machen.

Nach kurzem Halt an der hölzernen Terrasse vom Beginn, begaben wir uns zurück zur Brücke und über diese in Richtung Bahnhof Bad Deutsch Altenburg.

Auf dem Rückweg schauten wir uns eine schöne Kirche näher an, an der wir bereits auf dem Hinweg vorbeigekommen waren (s. Foto oben). Sie ist von einem Park und einem Friedhof umgeben. Durch einen Eingang im Turm kann man sich den Innenraum der Kirche näher ansehen, der durch ein Gitter von einem kleinen Vorraum abgetrennt ist, wo man auch ein Kerzerl anzünden kann, wie ich es gemacht habe. Regelmäßig finden in der Mariä Himmelfahrt-Kirche Messen statt. Nach einer entspannenden Pause im Park gingen wir zum Bahnhof zurück. Die Züge fahren hier immer zur Minute 11 (Fahrplan 2018) zurück nach Wien.

Es waren wenig Leute unterwegs, wir genossen die friedliche Stille der Natur, die sich schon langsam zur Ruhe begibt.

Fakten:

Unsere Gehzeit (inkl. aller Pausen): rd. 2,5 Stunden für knapp 11.00 km

Wegbeschaffenheit: an der Donau und im Auwald ist er uneben, aber fast                          immer flach; Stiegen die Brücke hinunter und hinauf, Rampen der Brücke etwas steiler

Für Anfänger gut geeignet, am besten bei schönem Wetter mit nur wenig Wind

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Von Osterhasen und Kröten

Nationalpark Neusiedlersee Illmitz Ostern 2017

Jetzt waren wir schon 3. Jahre hintereinander im Frühjahr in Illmitz. Diesmal wieder zu Ostern, wie auch letztes Jahr schon. Jedes Mal ist es wieder herrlich erholsam, auch wenn das Wetter nicht immer ganz so ist, wie wir das gerne hätten. Sonne hatten wir diesmal sogar mehr als erwartet und weniger Wind. 🙂

Ein Paradies für Vögel und Amphibien mit all den Lacken und den vielen versteckten, geschützten Plätzen.

Schon letzte Woche konnten wir auf der Fahrt von Retz nach Wien auf den Feldern und Wiesen viele Feldhasen und Rehe entdecken.

In Illmitz und Umgebung liefen uns bereits beim ersten Spaziergang am Freitag Abend mehrere Fasane, ein Osterhase (alias Feldhase) über den Weg. Von den vielen Störchen ganz zu schweigen, die bereits fleißig beim Nestbau waren. Sie bevorzugen immer dieselben Nester wie im Vorjahr, wenn möglich, und verteidigen diese auch vehement gegen mögliche Konkurrenz. Bis zu 4 Jungen ziehen sie auf, wobei die Eier so gelegt werden, dass die Jungen mit kurzen Abständen hintereinander schlüpfen. So kommt es, dass das jüngste Tier oft Pech hat und von den Geschwistern bekämpft wird bzw. zu wenig Futter abbekommt. Meistens stirbt dieses dann an Entkräftung. Nur 10 % aller Jungstörche überleben den Flug nach Afrika. (Die Storch-Infos habe ich alle von einer netten Dame bekommen, die uns auf unserer Amphibienexkursion begleitet hat.)

Auch Kiebitze, unzählige Wildgänse verschiedener Arten und einen Grünfink konnten wir beobachten.

Wir machten, wie schon erwähnt, bei einer amphibienkundlichen Exkursion mit dem Thema „Kröten, Frösche und Unken“ mit. Exkursion war eine unpassende Bezeichnung für die Veranstaltung. Zuerst hörten wir uns über eine Stunde einen Vortrag über die heimischen Arten und über Amphibien allgemein an, dann gingen wir in den Garten zu einem Teich und die beiden Leiter fischten für uns ein paar Unken aus diesem. Dazu fanden wir noch einen Kammmolch, einen Kolbenwasserkäfer und eine interessante Wasserspinne. Letztere nimmt sich sogar Luftblasen mit unter Wasser und sammelt diese zwischen Wasserpflanzen, um dann in der „Taucherglocke“ auf ihre Opfer zu warten.

Auch wurden zwei Laubfrösche in der Wiese gefangen. Da diese dank ihrer Haftscheiben an den Füßen auch auf Bäum klettern können, fanden wir zwei weitere auf Ästen der Holundersträucher am Ufer des Teichs. Wir entdeckten auch eine eher seltenere Steinhummel und noch ein paar andere Spinnenarten.

Zuletzt machten wir noch einen Spaziergang in den Nationalpark, aber außer einer jungen toten Ringelnatter und zwei weiteren Rotbauchunken fanden wir nichts mehr Interessantes.

Am Montag ging es dann nach dem Frühstück wieder heimwärts. Trotz des vielen Regens konnten wir am Nachmittag nochmals einen Spaziergang durch den Prater machen. Ich sehe so gerne die Kastanien blühen. Wir waren dafür aber noch etwas zu früh dran, die meisten blühten noch nicht oder nur teilweise.

So ist mir Ostern am liebsten. Zu zweit weit weg von allem Feiertrubel und viel Natur für mein Biologenherz. 🙂

Herzliche Grüße

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Über Berg und Tal in den Nationalpark Thayatal

 

Unser Sonntag war wieder einmal sportlich. Diesmal sind wir samt unseren Rädern mit dem Zug nach Retz gefahren. Von dort radelten wir dann ca. 1 h 45 min zum Nationalparkhaus des Nationalparks Thayatal. Die Strecke geht die meiste Zeit bergauf. Ich gebe offen zu, ich bin keine besondere Bergfahrerin, schon gar nicht, wenn ich die erste Radtour dieses Jahres mache. Dafür sah ich auf einem Baum einen wunderschönen Bussard sitzen, der so still da saß., dass man glauben könnte, er wäre gar nicht lebendig.

Nach einer kurzen Pause auf einer Bank in der Sonne wanderten wir dann nach Hardegg und dann ein Stück entlang des (Grenz)Flusses. Leider ging der Weg viel zu schnell wieder sehr steil die Böschung hinauf. Ein Pärchen Buchfinken  konnten wir im Wald beobachten. Nach einer Weile erreichten wir ein wunderschönes Platzerl an der Thaya, wo wir schon mal waren. Dort rasten wir eine Weile. Mit frischem Schwung gingen wir den Weg ein Stück zurück und folgten dem Verlauf in einem großen Bogen zurück zum Nationalparkhaus.  Dort stärkten wir uns mit einer köstliche Bärlauchsuppe.

Wir waren ca. 2 Stunden unterwegs. Der vom Winter erwachende Wald hat eine ganz besondere Kraft. Die Vöglein sangen auf vollem Hals, aber sonst war es so still und friedlich. Überall blühten Pflanzen und nur wenige Wanderer kamen uns entgegen. Einfach herrlich.

Nach der Stärkung ging es wieder mit dem Rad retour nach Retz. Das Gute an Bergen ist, dass es auf der anderen Seite wieder hinunter geht. So waren wir in nur einer Stunde wieder im Ort, wobei wir noch einen Abstecher in die Kaffeekonditorei Felix Wiklicky machten. 🙂

Ihr seht, wir nutzen das sonnige Wetter gut aus. 🙂 Meine Kondition wird jedenfalls Tag für Tag besser. Die Natur ist doch das beste Fitnesscenter.

Ich wünsche Euch allen eine angenehme Karwoche und schon jetzt von Herzen ein frohes Osterfest. Wir werden dieses zu zweit wieder in Illmitz im Burgenland verbringen. Unser bevorzugtes Hotel „Johannes Zeche“ hatte wieder ein interessantes Frühlingsangebot für uns. Ich werde berichten.

Herzliche Grüße

Eure Caroline