LIEBE ZUR NATUR/KUNST: Altbekannte Wege und neues Museum – Wachau/NÖ

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Den Welterbesteig von Dürnstein nach Krems-Stein sind wir – ähnlich einem Ritual für den beginnenden Herbst meist zur Weinlese – schon ein paar Mal gegangen. So auch dieses Jahr, letzten Sonntag war es soweit. Das Wetter war perfekt – wolkenloser Himmel, Sonnenschein pur. Ein Meer aus Weinreben, dick mit Trauben behängt. Partnerschaftliche Vertrautheit, die Fülle des Lebens umarmend. Kaum etwas ist schöner als mit meinem Schatz meine Naturleidenschaft zu teilen. Angenähert über viele Jahre hat er gelernt, mehr auf die Tierchen und Wunder der Landschaft zu schauen, ich habe gelernt, dass Wandern – Bewegung im Allgemeinen – große Freude macht und dem Körper gut tut. Es geht schon lange nicht mehr um höher, schneller, weiter – was ihm früher wichtig war – sondern um den Genuss am Gehen, am Zusammensein, um Erdung, um die Liebe zur Natur. Das war ein langer Prozess. Ein guter und wichtiger.

Ein Besuch der neuen Landesgalerie auf der Kunstmeile Krems rundete unseren Wachaubesuch diesmal ab. Mein Schatz wollte anfangs noch andere Museen besuchen, aber ich wusste, dass mir das zu viel werden würde. Nachdem wir das Museum vom Keller bis zum Dach besichtigt hatten, immerhin fünf sehr unterschiedliche Ausstellungen, wusste ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte. 🙂 Die hellen, großzügigen Ausstellungsräume gefielen mir gut, die Aussicht vom Dach auf den darunter liegenden Kreisverkehr weniger.

Alles Liebe

Eure Caroline

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LIEBE ZUR NATUR: von Bad Fischau auf den Größenberg über die Eisenberghöhle

Trotz des heißen Wetters am Samstag brachen wir zu einer schönen, leichten Wanderung von Bad Fischau aus auf. Der Bahnhof liegt ca. 10 – 15 min Fußweg vom Thermalbad Bad Fischau entfernt, wo sich der Startpunkt der Tour befindet. Trotz verbesserungswürdiger Beschilderung fanden wir unseren Weg, erst roten Markierungen, später grünen, folgend durch den Wald Richtung Größenberg (605 m), dann nach ca. einer halben Stunde bei einem Bauernhof geht es plötzlich links auf gelber Markierung Richtung Eisensteinhöhle (nur 1. und 3. Sonntag im Monat mit Führung und rechtzeitiger Anmeldung begehbar). Nach weiteren 30 Minuten erreichen wir die Höhle samt Eisensteinhaus, wo wir kurz rasten. Hinter der Hütte führt der Weg weiter bergan. Nach einer weiteren Stunde erreichen wir einen wunderschönen Aussichtspunkt. Von hier haben wir tolle Ausblicke auf die Hohe Wand und die davor liegenden Ortschaften im Tal.

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Aussicht vom Größenberg (605 m) auf die Hohe Wand und das Tal

Auf dem Weg wimmelte es fast schon von Schmetterlingen, insbesondere duzende Mohrenfalter im typischen schwarzem Kleid mit roten Flecken. Zwei sehr zutrauliche Vertreter nutzten unsere Haut als „Tankstelle“, geschwitzt haben wir genug dafür. 😉

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Mohrenfalter

Nach dem Abstieg kühlten wir uns dann noch im Thermalbad ab, das bei hohen Temperaturen ideal ist. Der kleine Wasserfall beim großen Becken am Ende einer Treppe war besonders beliebt. Obwohl es ein Thermalbad ist, war das Wasser sehr erfrischend kalt. 🙂

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Thermalbad Bad Fischau

Nach einem Zwischenstopp beim Eissalon auf dem Weg zurück zum Bahnhof ging ein wunderbarer (Wander-)Tag zu Ende.

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUM REISEN: Im „Untergrund“, im „Labyrinth“ und in der „Zwergenstadt“ – geheimnisvolles Polen

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Mein Schatz hat mir die Ostländer näher gebracht, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Hier gibt es so viel zu entdecken und die Gastfreundschaft ist groß.

Heuer ging es wieder einmal nach Polen – bereits das dritte Mal. Wieder so ganz anders.

Kilometer unter Tage und das nicht nur im einzigen Silber(schau)bergwerk Polens, wo man die längste unterirdische Bootsfahrt Polens machen kann (260 m), sondern auch in Klodzko (deutsch: Glatz). Dort besuchten wir die ehemaligen Minenschächte der Festung Glatz und die unterirdischen Gängen und Räumen unter der Stadt, wo eine eigene kleine Welt zw. dem 13. und 17. Jhdt. entstanden war – vom „Waschsalon“ bis zur Taverne, vom Bäcker bis zum Knast und weniger schön – den Hinrichtungen und Folterkammern. Alles unterirdisch auf engstem Raum. Sogar eine Art Bank gab es dort.

Dann die Naturwunder der „Błędne Skały“ in der Nähe von Karlów, deren meterhohe Felsformationen ein enges und teilweise auch niedriges Labyrinth bilden, das man über einen hölzernen Laufsteg begehen kann. In dieser Gegend wurde auch der Film „Die Chroniken von Narnia“ gedreht. Sehr beeindruckend.

Ein noch viel größerer Touristenmagnet sind die „Szczeliniec Wielki“, die über hunderte von Stufen über ebenfalls hölzerne Stege, Treppen und Stiegen bewundert werden können. Dabei geht man wahrlich durch die „Hölle“, vorbei an „Teufels Küche“, aber keine Sorge, heiß wird einem hier nur vom Treppensteigen und von den teilweise abenteuerlich angelegten Wegen, ansonsten ist es dort feucht und kühl. Es gibt u. a. auch einen „Affen“ (s. Foto) und eine „Henne“. Hier lohnt es sich wirklich, unter der Woche zu kommen, wie wir es einrichten konnten.

Wroclaw (Breslau) hat nicht nur einen wunderschönen botanischen Garten, dessen Besuch sich wirklich lohnt, ein Naturhistorisches Museum, das zwar etwas verstaubt wirkt, aber mit einer enormen Anzahl an Tierskeletten aufwarten kann, und einen Hauptplatz, der „Ring“ genannt wird (und auch so angelegt ist) und dessen Häuser genauso auch irgendwo in Belgien oder den Niederlanden stehen könnten, sondern auch über 70 Metallzwerge (s. Foto), die in der ganzen Stadt verstreut an mehr oder weniger wichtigen Plätzen oder Gebäuden oder Kirchen, vor Hotels, vor dem Bahnhof, vor Parks oder sonst wo stehen und sich freuen, wenn man sie findet.

Im Nachbarort von Bad Kudowa besuchten wir eine von nur drei europäischen Knochenkapellen, die für mich als studierte Anthropologin besonders interessant war. Ein Pfarrer, der ein Massengrab aus verschiedenen Kriegs- und Krankheitsereignissen mit 30.000 Skeletten im Ort gefunden hatte, bahrte einen Teil der Schädel und Langknochen im „oberirdischen“ Teil der Kapelle auf, der Rest wird im Keller der Kapelle aufbewahrt. Innen darf man nicht fotografieren, daher nur ein Foto von außen.

In Gliwice, nur eine halbe Stunde mit dem Zug von Katowice entfernt, findet sich vor dem neuen modernen Rathaus ein witziger Satyrbrunnen. Das Palmenhaus im großen Park hatte leider wegen Renovierung geschlossen. Dafür waren wir in der imposanten Allerheiligenkirche, die mit ihrem ausgesprochen gewaltigen Turm mit einem riesigen Kreuz auf dessen Spitze schon von Weitem auffällt. Natürlich war es fast schon zwingend für mich, der Willa Caro einen Besuch abzustatten, wenn auch der ehemalige namensgebende Besitzer mit Nachnamen so hieß. Leider war gerade keine interessante Ausstellung vorhanden, sodass wir auch schnell wieder gegangen sind.

Das waren jetzt die wichtigsten Stationen dieser wieder sehr ungewöhnlichen, entspannten Reise. Tägliche Abendspaziergänge und viel Zeit zum Lesen, Kuscheln und Ausruhen ergänzten unseren erholsamen Urlaub bestens.

Alles Liebe und weiterhin einen erholsamen und angenehmen Sommer

Eure Caroline

 

 

 

LIEBE ZUR NATUR: 2 Tage im Ötscherland

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Bevor ich mich in eine Sommerpause verabschiede, möchte ich euch noch von der tollen  2-tägigen Wanderung mit meinem Schatz berichten, die ich vor ein paar Tagen hatte.

Wir starteten in Lunz am See und nützten das Sonnenfenster für eine Abkühlungsrunde im Lunzer See. Dann wanderten wir entlang der Seestraße und weiter durch den Wald steil hinauf über den sogenannten „Durchlass“ auf uns bereits bekannten Wegen nach Lackenhof. Kaum hatten wir Quartier bezogen, schon brach ein Gewitter samt Hagel über uns herein. So ein Glück. Danach zogen dicke Nebelschwaden wie wolkige Drachen durch den Wald.

Am nächsten Tag gingen wir 1, 5 km zum Sessellift und fuhren zum Ötscherschutzhaus hinauf. Dort wanderten wir dann steil abwärts zum Riffelsattel und dann über einen schmalen abenteuerlichen Pfad in Richtung Gemeindealpe, teilweise ausgesetzt oder von umgestützten Bäumen oder anderen Hindernissen blockiert. Dazwischen immer wieder Almen und Weiden, die wir durchquerten. Ein Stück des Weges war von duzenden Ameisenhügeln flankiert. Ich glaube, ich habe noch nie derart viele Hügel auf einmal gesehen. Auch eine kleine braune Eidechse ließ sich blicken. Ich mag diese sympathischen Tierchen wirklich sehr gerne. Schade, dass sie so scheu sind. Meistens höre ich nur das Rascheln unter den Blättern.

Kurz vor unserem Ziel Gemeindealpe mussten wir noch einen steilen Berg hinauf. Ein nettes Schild sprach bei einer der vielen Kehren von 700 Schritten bis zum Terzerhaus. Ob diese Zahl stimmt, kann ich leider nicht beweisen. Ich habe nicht mitgezählt. Dazu war ich zu konzentriert, den Hügel hinaufzuschnaufen.

Doch dann war es geschafft und wurden mit einer grandiosen Aussicht mit toller Fernsicht belohnt. Sogar die Sonne zeigte sich. Die Kühe grasten gleich bei der Seilbahn. Ein paar Schaukelsessel und eine Hollywoodschaukel in XL-Format luden zur Rast ein, aber wir nahmen gleich den Sessellift hinunter ins Tal, bei dem wir sogar einmal umsteigen mussten.

In Mitterbach wurden wir beim 1. Gasthof gleich weiter zu einer netten Pension weiter unten im Ort weitergeleitet. Sehr sympathisch.

Wir besuchten noch das örtliche Freibad. Wir waren großteils ganz alleine dort, erst später kamen noch ein paar Nachzügler. Das kühle Nass war sehr erfrischend nach der Hitze des Tages und der 4,5 stündigen Wanderung.

Die besten Gespräche hatte und habe ich mit meinem Schatz immer in der Natur, besonders Beziehungsgespräche. Das Gehen, die frische Luft, der Tapetenwechsel, das Grün der Pflanzen, der Wald, Wasser… die perfekte Umgebung, um etwas zu bewegen, im wahrsten Sinn des Wortes. 🙂 ❤

Alles Liebe und einen wunderschönen Sommer weiterhin.

Eure Caroline

PS: Ich bin dann mal weg… ein bisschen Schreibpause…Durchatmen…usw.

LIEBE ZUR NATUR: Stadtpflanzen hoch 2

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entdeckt 1020 Wien, „Viertel 2“

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entdeckt 1020 Wien

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entdeckt 1020 Wien

Schönheiten der Natur finden sich auch in der Stadt, wir brauchen bloß unseren Blick schweifen zu lassen und mit offenen Sinnen durch die Straßen zu gehen und auch mal abseits der klassischen Laufwege zu gehen und schon erfüllt uns ein Farbenrausch und die Zartheit und Verletzlichkeit der Blüten berühren unser Herz.

Alles Liebe und eine schöne Woche

Eure Caroline

 

LIEBE ZUR NATUR: der „Wassersteig“ am Schneeberg

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Ein Käferlein 🙂

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Aussicht entlang des Wassersteigs

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Vor der Knofelebenhütte

Heute vor einer Woche konnten mein Schatz und ich endlich mal eine Ganztages-Wandertour machen. Mit dem Zug ging es nach Puchberg am Schneeberg. Da ich mir schon lange gewünscht habe, die Schneebergbahn – eine von nur noch drei Zahnradbahnen in Österreich – auf den Schneeberg zu benutzen, fuhren wir mit dieser hinauf bis zur Station „Baumgartner“ (1398 m. Seehöhe). Dort fragten wir erstmal den Wirt der dortigen Hütte nach dem Weg. Der meinte, wir können ruhig über die Kuhweide gehen. Diesem Rat folgten wir gerne, hätten wir sonst einen großen Umweg machen müssen. Querfeldein spazierten wir also die unebene Weide hinunter, um dann auf der anderen Seite über den Zaun zu steigen. Dort ging es dann auf einer Forststraße weiter hinunter Richtung Wassersteig, den wir dann auch bald erreichten. Rechts über eine Wiese hinauf, auf dem höchsten Punkt verlief der Weg dann wieder einen steilen Abhang hinunter, wo immer wieder ein paar „Flüsschen“ zu überqueren waren. Mehr Wasser sollte es auch nicht werden. Der Rest des Weges verlief als eine Art Höhenweg im Wald entlang mit teilweise sehr schönen Ausblicken auf die Landschaft. Einmal mussten wir auch ein Schneefeld queren, was sich aber als nicht weiter schwierig erwies.

Nach rd. zwei Stunden erreichten wir die Knofelebenhütte, wo wir uns mit köstlichem Essen labten. Danach folgten wir dem Wegweiser Richtung Payerbach Reichenau. Nach weiteren 2,5 Stunden kamen wir müde, aber zufrieden, am Bahnhof an und erwischten gerade noch den Zug Richtung Heimat.

Eine wunderschöne Wanderung mit perfektem Wetter, obwohl es anfangs nicht danach ausgesehen hatte.

Die Schneebergbahn lohnt sich vor allem, wenn man mit Kindern unterwegs ist, die noch nicht so lange Strecken laufen können oder man, wie wir, mal eine neue Strecke austesten wollen.

Alles Liebe und ein wunderschönes Pfingstwochenende,

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Hummlige Grüße

entdeckt am 03.06.19, 1020 Wien

Hab ich schon mal erwähnt, dass ich Hummeln und Bienen liebe?

So sympathische, oft gar nicht kleine, summende Blütenbesucher. Dieses Summen und Brummen stimmt mich heiter und fröhlich. Obwohl die Hummeln so eine scheinbar gar nicht so flugtaugliche Gestalt haben, steuern sie zielstrebig und zielsicher jede Blüte an, um sich Nektar und Pollen zu sichern.

entdeckt am 03.06.2019, 1020 Wien

Alles Liebe

Eure Caroline