LIEBE ZUR PARTNERSCHAFT/NEUGIER: ein Verwöhnwochenende und eine Herausforderung

Ich hatte ein sehr schönes Wochenende mit meinem Liebling. Ein köstliches Frühstück mit Pilzomlett auf der Loggia – von meinem Liebling für mich gemacht, eine 1. Radtour von Wien nach Greifenstein mit Pause auf der Liegewiese samt anschließendem kalten Bad (als Vorbeugung gegen den Muskelkater – wirkt Wunder!) zu Hause am Samstag. Eine wunderbare Tantramassage komplett mit dem dazugehörigen Ritual und später Heimkino-Serienabend mit „Vikings“ am Sonntag. Alles für mich. Ich war ganz berührt, wie viel Liebe er in die Planung und Durchführung gesteckt hat. Mit Kerzen und schönen Servietten zum Frühstück und leckere Müsliriegel und Nüsse für die Pause in Greifenstein. Ein richtiges Überraschungswochenende. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Am Donnerstag haben wir einen kleinen Auftritt in einer Männerrunde, wir machen ein Live-Beziehungs-Kabarett. Hab so etwas noch nie gemacht und bin deswegen schon aufgeregt. Wir haben einfach so viel Spaß und Leichtigkeit mit oftmals tief schwarzem Humor in unserer eigenen Partnerschaft. Wir spielen so gerne mit unseren Archetypen (nach C. G. Jung). Da hatten wir schon öfters die Idee, das auf die „Bühne“ zu bringen. Mein Liebling hat die Idee in seinem Männerkreis vorgeschlagen, und die waren gleich begeistert davon. So bekam er den Auftrag, das in die Tat umzusetzen. Also dann stelle ich mich also auch der Herausforderung. Ich bin neugierig, wie das wird.

Nachtrag 16.06.2020: leider hat das Kabarett an besagtem Tag nicht stattgefunden, weil die Männergruppe aufgrund des Feiertags nicht zustande kam. Es wird diesen Donnerstag nachgeholt werden, komme was wolle. 🙂

Alles Liebe und eine tolle Woche wünscht Euch

Eure Caroline

PS: Ich hoffe, Ihr hattet auch ein schönes Wochenende!

 

 

 

LIEBE ZUR VIELFALT: Märchen, Männer und Metal

Die letzten Tage sind so schnell vergangen mit allerlei neuen Dingen, dass ich gar nicht dazu gekommen bin, alles aufzuschreiben.

Letzten Donnerstag war ich mit meinem Partner auf dem für mich 1. (Death-Metal)-Konzert meines Lebens, noch dazu Stehplatz. Eine interessante Erfahrung, da ich mich bisher von Menschenmengen und fremden Körperkontakt möglichst ferngehalten habe. In dem Fall fühlte ich mich mit ihm sicher. Ein tolles Gefühl. Wir standen in der 3. Reihe. Von hinten drängten die Leute nach vorne. Nach anfänglicher Irritation, konnte ich das Konzert über weite Strecken einfach genießen, mich der Musik und der Menge hingeben und genießen. Eine coole Show mit riesigen Wikingerstatuen, einer Seeschlange und echten Kämpfern in voller Montur samt einem Podest mit animierten Augen samt übergroßem Helm, gab es auch. Wir hatten viel Spaß. 😀

Freitag bis Sonntag hatte ich wieder ein Erzählseminar bei Margarete. Diesmal ging es um die Geschichte hinter dem Erzählen. Wie und wo in welchen Kulturen erzählt wurde und wird und wie das heute ist. Wieder eine ganz tolle Gruppe voller lieber, kreativer Menschen. Ich hatte bei der Vorstellungsrunde am Freitag einen „Auftritt“ mit lustigen „Tanzschritten“, die ich vor einigen Jahren im Fernsehen gesehen hatte und immer noch beherrsche und auch schon überraschend erfolgreich in einem Seminar eingebaut hatte. Alle haben mitgemacht und am Samstag hat eine Teilnehmerin sogar aktiv danach gebeten. Das hat mich gefreut und mir großen Spaß gemacht, eine Gruppe für ein paar Minuten anzuleiten und zum Mitmachen zu begeistern. 🙂

Am Samstag Abend hab ich mit meinem Partner und zwei seiner Freunde Fußball (Belgien gegen Russland) geschaut.

Am Sonntag besuchten wir den „Reisesalon“ in Schönbrunn, wo wir eine tolle Schnupper-Thaimassage genossen. Meine Verspannungen vom vielen Headbanging am Donnerstag waren danach weg.

und gestern waren wir gemeinsam bei einem Empfang der belgischen Botschaft. Gutes Flying-Food, Bier nach belgischer Brauart und nette Begegnungen und Gespräche mit sympathischen Menschen, viele gar nicht aus Belgien.

Alles Liebe und eine schöne Woche

Eure Caroline

LIEBE ZUR NEUGIER: Getanzte Geschichten – HULA für Anfänger

Am vergangenen Sonntag vor der Kuschelparty hatte ich das 1. Mal Gelegenheit, den hawaiianischen HULA-Tanz auszuprobieren. Mein Papa nahm, als ich 11 Jahre alt war, eine wunderschöne Hawaii-Reise. Den Lavastrom auf Big Island, der sich dauernd zischend ins Meer ergießt, werde ich nie vergessen. Auch die dortige saftig grüne Natur mit ihren eigentümlichen Pflanzen, wie z. B. dem auffälligen Silberschwert, ist mir ebenso noch gut in Erinnerung.

Hula schaut auf den ersten Blick vielleicht leicht aus, aber in Wirklichkeit braucht man nicht nur eine sehr gute Koordinationsfähigkeit, weil man sowohl mit den Beinen, den Hüften und gleichzeitig mit den Armen arbeitet, sondern auch ein gutes Gedächtnis, um sich die Armbewegungen und dazugehörigen Kopfbewegungen zu merken, die je nach Mele (hawaiianisch für Lied oder Gedicht) und Strophe des einzelnen Liedes unterschiedlich sind. Ein Mele erzählt eine Geschichte, die der Tänzer oder die Tänzerin mit den Armen und Händen nacherzählt. Maria, unserer Lehrerin, erzählt uns, dass es in Hawaii in der Vergangenheit keine geschriebene Sprache gab, und durch den Hula die Geschichten der Einheimischen weitererzählt wurden.

Ich muss gestehen, ich tat mir schwer, alle notwendigen Bewegungen gleichzeitig auszuführen. Entweder ich vergaß auf den Hüftschwung oder die Arme. Der Grundschritt war noch das einfachste davon.   Erst gegen Ende der Stunde war ich mit der Ausführung der Tanzschritte der 1. Strophe zufrieden. Nächstes Mal probieren wir die zweite Strophe aus. Wir hatten nicht viel Zeit, da die TeilnehmerInnen der Kuschelparty schon vor der Tür warteten.

Mit der Koordination beim Tanzen hatte ich immer schon Schwierigkeiten, weswegen ich auch nicht regelmäßig tanzen gehe, da mir choreographierte Tänze immer schon schwer gefallen sind und ich rasch meine Motivation und dann keine Lust mehr zum Üben hatte. Nur orientalischen Bauchtanz habe ich immerhin zwei Jahre gelernt.Mit meinem Schatz war ich sogar einmal für einen 1-Tages-Workshop in der VHS afrikanisch tanzen. Dafür braucht es gute Kondition, weil viel Beinarbeit nötig ist, aber die Trommelrhythmen waren einfach großartig.

Ich probiere einfach aus Neugier immer wieder gerne Neues aus, meine Scannerpersönlichkeit in mir treibt mich an, mein hochsensitiver Anteil sorgt im Gegensatz dazu für notwendige Pausen und den manchmal nötigen Rückzug , leider oft erst, wenn ich mich bereits überfordert fühle. So steckt mein Leben immer voller Überraschungen. 🙂

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

 

LIEBE ZUR KULTUR: In 80 Minuten um die Welt

Ich liebe es zu reisen. Neue Kulturen entdecken, etwas über ihre Geschichte erfahren, kennenzulernen, wie ihr Alltag aussieht – einst und heute, welche Medizin sie verwenden, welche Spiele sie spielen, was ihnen wichtig war und ist und vieles mehr.

Leider geht es aus verschiedenen Gründen nicht immer, einfach die Koffer zu packen (in meinem Fall eine Reisetasche) und in ein anderes Land abzudüsen. Am liebsten natürlich mit meinem liebsten Reisepartner, meinem Schatz.

Dank meiner Freundin, die mit mir auch schon im Dommuseum gewesen ist, habe ich das neue Weltmuseum in Wien für mich entdeckt.

Ein Schritt und wir sind in einer anderen Welt. Nicht nur das, wir reisen sogar dabei in die Vergangenheit. Ein paar Schritte weiter im nächsten Raum wartet schon das nächste Land auf den Besucher. Meine Freundin und ich kamen aus dem Stauen kaum wieder heraus. Wir bleiben schnell in einem Raum hängen, so viel gab es allein da schon zu entdecken.

Unzählige Kunst-, Kultur-, und Alltagsgegenstände aus allen Kontinenten der Erde sind dort zusammengetragen und mit Schautafeln und Beschriftungen ausgestattet worden. Dazwischen stehen immer wieder Computerterminals, wo man sich ausgesuchte Gegenstände näher in 3-D anschauen oder vertiefende Informationen abrufen kann.

Wir waren in diesem Jahr bereits zweimal dort und doch haben wir nur bis jetzt nur einen Bruchteil des Museums gesehen.

Zusätzlich zur großen Dauerausstellung werden auch noch mehrere kleinere Sonderausstellungen gezeigt. Hier geht es zum Raumplan. Ein Café im Erdgeschoss lädt zu einer Pause ein. Einen Museumsshop gibt es natürlich auch noch. Die letzten beiden Einrichtungen konnten wir leider noch nicht besuchen. Außerdem ergänzt ein vielfältiges Kulturvermittlungsprogramm mit Führungen, Tanz und Exkursionen das Angebot.

Das neue Weltmuseum ist einen Besuch wirklich wert. Für alle, die sich für Kulturgeschichte interessieren und mit offen Augen und Geist durch die Welt gehen.

Besonders sehenswert ist auch die aufwendig und liebevoll animierte Museumsgeschichte im Mezzanin.

Es war sicher nicht mein letzter Besuch dort. Vielleicht schon bald wieder…

Viel Spaß beim Erforschen und Entdecken!

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

 

 

LIEBE ZUM WISSEN/ZUR NEUGIER: Interessantes aus Floridsdorf (21. Wiener Bezirk)

Wusstet ihr, dass…

… das 1. Dampfschiff Österreichs in Floridsdorf gebaut wurde?

… es in (fast) allen Bezirken Wiens ein eigenes Bezirksmuseum gibt? Außer in Donaustadt (22. Bezirk), das ist bei Floridsdorf dabei.

… diese Bezirksmuseen alle dem Wien Museum (am Karlsplatz) unterstellt sind?

… alle Bezirksmuseen ehrenamtlich geführt werden?

… der Fußballklub ADMIRA Mödling bis 1966 in Floridsdorf gespielt hat und dort sehr erfolgreich war?

… die 1. Probefahrt mittels Dampfwagen in Österreich auf der Kaiser Ferdinand Nordbahn am 14.11.1837 auf der Strecke zwischen Floridsdorf und Deutsch-Wagram stattfand (in 20 min, ca. 12,66 km) ?

… in Leopoldau viele frühgeschichtliche Funde gemacht wurden?

… im Bezirksmuseum Floridsdorf sogar eine von nur drei vorhandenen sehr wertvollen Schalen hinter Panzerglas ausgestellt sind?

… alle dort sichtbaren Modelle und viele Zeichnungen von den ehrenamtlichen Mitarbeitern selbst mit viel Liebe zum Detail und ebenso viel Geduld und noch mehr Zeit mit Hand hergestellt wurden?

… manche Kristalle fluoreszierende Eigenschaften besitzen, wenn sie mit einer UV-Licht-Lampe bestrahlt werden?

NEIN?

Dann wird es Zeit für einen Besuch im Bezirksmuseum Floridsdorf oder einem der anderen Bezirksmuseen. Auch für „einheimische“ Wiener ist es spannend, die Geschichte des Bezirks (neu) kennenzulernen. Der sehr sympathische Kustos des Museums, Viktor Trittner, der ein unglaubliches Wissen hat und dieses geduldig und voller Begeisterung weitergibt, macht gerne Kinder- oder Erwachsenen-Führungen. Er hat in seiner 40-jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit auch viele Zeichnungen mit Feder und Tusche handgezeichnet und koloriert und zusammen mit seinen Kollegen Modelle für das Museum hergestellt. Ein bemerkenswerter Mann.

Daneben finden im Bezirksmuseum Floridsdorf auch diverse Konzerte statt. Das aktuelle Programm ist auf der Homepage des Museums ersichtlich.

Öffnungszeiten: Dienstag von 15.00-17.00 Uhr und Sonntag von 10.00 bis 12.00 Uhr

Eintritt ist frei, ausgenommen Konzerte, freie Spende ist erbeten, da das Museum rein ehrenamtlich geführt wird.

Wir waren gestern dort. Wir bekamen eine interessante und unterhaltsame Führung.  Wir haben viel Neues über einen Bezirk gelernt, in dem mein Schatz und ich zwar viel aufhalten, aber über den wir kaum etwas wussten.

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUM LEBEN: Fortschritt

Mein Leben ist gerade auf Tauchstation, um dann ganz schnell wieder aufzutauchen und zuzuschnappen, wenn es etwas Neues zu erbeuten gibt. Mein Leben ist gerade dabei, sich neu zu ordnen und zu sortieren. Altes darf gehen, ich danke dafür. Neues begrüße ich. Ich gehe in mein Innerstes um mein Äußeres zu frohen Gedanken anzuregen. 🙂 Die göttliche Ordnung ist nicht immer die, die ich mir erwarte, trotzdem ergibt sie einen Sinn, der sich oft erst erschließt, wenn ich intensiv darüber nachdenke. Erst am Freitag hat mir eine besondere Frau unerwartet bei einer sehr wichtigen Entscheidung geholfen ohne es zu wissen.

Ich habe wieder mit dem intensiveren Meditieren angefangen. Ich hatte nie ganz aufgehört, hab es regelmäßig, aber selten gemacht. Ich merke, es tut mir gut. Meditieren reinigt mich von innen. Wie im Innen, so manifestiert sich auch mein Leben im Außen.

Ich werde Ende Juli über den Verein Origami – Papierfalten für alle vermutlich das 1. Mal bei einer größeren Veranstaltung helfen. Vielleicht kann ich auch etwas unterrichten. Das mache ich am liebsten. Wenn mir die Menschen zuhören und schauen, meinen Erklärungen folgen, wenn ich ihnen helfen und sie unterstützen kann, bis das Modell fertig ist, das macht mir großen Spaß. Mein Wissen weitergeben zu können. Da fühle ich mich nützlich. 🙂

Heute habe ich spontan (wieder) einen Bauchtanzkurs für den August gebucht. Vor einigen Jahren machte ich schon mal ein Jahr Orientalischen Tanz. Das macht Spaß, ist sehr weiblich und verbindet mich wieder mit meiner Leichtigkeit, die ab und zu nicht so will, wie ich. Diesmal ist es zwar nur ein Sommerkurs von 4 Terminen, aber zum wiederbeginnen ist das sicher super. Vor allem brauche ich wieder mehr Frauen in meinem Leben. 🙂

Dann habe ich auch wieder Lust auf eine neue Fortbildung. Ich habe da einen interessanten Kurs über die Traditionelle Europäische Medizin (kurz TEM) am WIFI gesehen. Dafür habe ich mal spontan eine Infoveranstaltung gebucht. Der nächste Kurs-Termin ist im Oktober und wäre von den Zeiten her ideal. Mich zieht es immer wieder zur Medizin. Zum Heilen. Zum Einfühlen und Helfen. Das kann ich gut.

Wenn ich eines Tages nicht mehr für meinen Papa arbeiten kann, weil dieser in seine wohlverdienten Pension geht, brauche ich einen neuen Plan. Am besten ein paar zur Sicherheit.

Ich weiß, ich bin keine Unternehmerin, aber ich kann gut zuarbeiten, bin verlässlich/zuverlässig, empathisch und neugierig. Ich kann mitdenken, querdenken und mich hineindenken. Ich kann gut recherchieren, schreiben und habe vielerlei Wissen aus unterschiedlichsten Bereichen. Ich bin Universalistin, kein Taucherin (Spezialist). Ich brauche nur den richtigen Chef, ein super Team und eine angemessene Bezahlung. 🙂

 

LIEBE ZUM LEBEN: Zufriedenheit

Mein Schatz und ich haben am Wochenende sehr interessante und gute Gespräche geführt. Unter anderem darüber, ob wir zufrieden sein können mit dem Leben, das wir geführt haben.

Mein Onkel ist leider seit einigen Wochen schwer krank. Er ist derzeit in einer neurologischen Rehab-Einrichtung untergebracht. Leider hat mein Onkel kaum Interessen gehabt, außer seinen Arztberuf, Tennis spielen und Haifische. Trotzdem glaube ich, dass er, wenn mein Onkel nochmals die Chance dazu bekäme, wieder alles so machen würde, wie er es gemacht hat.

Da ist mir bewusst geworden, wie viel mich interessiert und wie viel ich schon gemacht habe. Wenn ich jetzt tot umfallen würde, dann wäre ich sehr stolz und zufrieden aus meinem Leben gegangen. Das ist ein total befreiendes Gefühl für mich.

Natürlich haben sich meine Lebenspläne immer wieder geändert, und ich mache derzeit nichts aus meinem Studium oder meinen anderen Ausbildungen, dennoch habe ich so viele andere Sachen gemacht und Menschen kennengelernt, die mich gelehrt, berührt und erfüllt haben, dass ich total zufrieden bin. Es ist wichtig im Jetzt und Hier zu sein. Die Zukunft wird noch geschrieben, die Vergangenheit ist nicht mehr zu ändern. Ich bin froh, dass ich mein Leben genau so gelebt habe, wie ich es getan habe.

Das Schicksal hat die Meilensteine meines Lebens sowieso gesetzt, also wird alles, was ich erleben soll, auch eintreffen. Alles dazwischen und die Dauer zwischen zwei Meilensteinen bestimme ich selbst, so zumindest meine Vorstellung.

Seid ihr mit eurem Leben zufrieden? Ich freue mich über eure Kommentare.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

LIEBE ZUR EINFACHHEIT: Stadtspaziergang

Ich liebe es, die eigene Stadt zu erkunden. Einfach kreuz und quer durch die Straßen zu schlendern ohne Ziel und Zweck. Sich vom Bauch leiten zu lassen. Zu laufen, zu schauen, zu hören, zu schmecken was es gerade wieder Neues zu entdecken gibt. Neue Geschäfte zu erforschen, neue Lokale zu besichtigen. Ich laufe gerne durch Nebenstraßen, die ich noch nicht kenne. Ich entdecke dabei immer wieder Orte, die ich noch nie gesehen habe.

Diesmal entdecken mein Lebenspartner und ich ein kleines Cafe, das mit schrägen alten Möbeln eingerichtet war. Das namenlose Cafe, in der Nähe vom Haus des Meeres gelegen, hatte als Symbol eine Taube (auf der Rechnung). Das „Tauben-Cafe“ entführte uns für ein paar Minuten in eine ganz andere Welt. Ich beobachte dann die Menschen und überlege, was wohl ihre Geschichten sind, die sie zu erzählen haben. Ich genieße diese Zeit.

Unsere Sitzgelegenheit, ein altes Krankenhausbett, stellte sich als überraschend bequem heraus. Ansonsten bestand das Mobiliar aus winzigen Tischen und Sesseln verschieden Stils. Eine alte Holzrodel stand rechts neben dem Eingang. Wenn ich konzentriert lausche, kann ich noch das Kinderlachen aus der Vergangenheit hören, als der Schlitten noch seinem eigentlichen Zweck diente.

Nach einer Stärkung im Cafe auf dem Weg nach Hause kamen wir noch an einer kleinen belgischen Waffel- und Schokoladeboutique (wo ich Kekse verkostete) und einem kleinen Straßenfest vorbei. Der ansässige Frisör lud zum Haarschnitt unter freiem Himmel ein. Dort saßen sogar zwei mutige Männer auf den bereitgestellten Sesseln. Diese ließen sich, voneinander getrennt nur durch einen Spiegel, eine neue Frisur schneiden.

Ach ja, da war dann noch die geführte Meditation für jedermann im Zelt mitten auf der Mariahilfer Straße…

Ich liebe Stadtspaziergänge, die einfachen Dinge genießen und nebenbei Neues erfahren.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

SCHLÜSSEL 6: Neugier

Neugier ist der 6. Schlüssel zur Liebe. Neugier bringt uns das Leben näher. Sie lässt uns neue Dinge, Menschen und Länder kennen lernen. Sie lädt dazu ein, dass wir wissbegierig und begeisterungsfähig werden, wenn wir einen fremden Menschen zum ersten Mal begegnen, um seine Persönlichkeit, seine Weltsicht, seine Probleme und seine Vorstellungen von einer Beziehung, welcher Form auch immer, zu erforschen.

Ohne Neugier würden wir mit Scheuklappen durch die Gegend rennen und nichts würde uns interessieren, außer uns selbst. Wir würden keine Partner, sondern höchstens unsere sexuelle Befriedigung mit namenlosen Gestalten suchen, die uns nicht mehr berühren als Steine am Boden.

Neugier lässt Berührung geschehen. Unsere Seele, unser Herz und unser Körper brauchen Berührung, um nicht abzustumpfen, sonst würden wir zu langweiligen, uninteressanten und gefühllosen Wesen degradieren. Auch unser Gehirn braucht Gedankennahrung und diese findet es nur durch Neugier und Forscherdrang.

Wenn wir unsere Liebsten jeden Tag neu zu entdecken versuchen und dadurch voller Begeisterung für sie sind, dann bleibt die Liebe lebendig, farbenfroh und voller Magie, auch wenn wir unsere Liebsten schon lange kennen.