LIEBE ZUR NATUR: Ein unbekannter Naturpark samt Ruine Schrattenstein oder von Sieding nach Grünbach am Schneeberg

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Wo wandern, wenn es draußen affenheiß ist? Am besten im Wald.

Am besten gleich mal eine neue Route ausprobieren. Welche? Wollt Ihr wissen, was für ein geheimer Durchgang das ist? Ein Klick auf „Weiterlesen“ und Ihr wisst es…

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LIEBE ZUR NATUR: Die Funker auf dem „Gelände“

Unsere 1. richtige Wanderung führte uns an diesem wunderbar sonnigen Sonntag mal wieder von der Haltestelle Grünbach Schule über das „Gelände“ auf die „Hohe Wand“ in NÖ. Diesmal sind wir beim Rückweg nicht den Klettersteig bei der hohen Kanzel, sondern den Wanderweg Richtung „Seiser Toni (GH)“ hinuntergegangen. Der Weg war war zwar auch teilweise durch das Laub und die Nadeln glatt und auch steinig, aber lang nicht so steil wie der Klettersteig und natürlich ohne Kletterstellen.

Wie immer waren wir die einzigen, die diesen Aufstieg genommen haben. Die meisten wandern entweder direkt auf die Hohe Wand oder nehmen die Variante auf der Rückseite des „Geländes“, die offenbar einfacher ist. Von Grünbach aus ist der mittlere Teil der Wanderung sehr der Sonne ausgesetzt, weil dort vor einiger Zeit die ganzen Bäume gefällt wurden. Dadurch ist auch der begehbare steile Weg nur mehr ein schmaler Erdstreifen, der dadurch sehr rutschig ist.

Obwohl ich diesen Winter nicht regelmäßig trainieren konnte, weil ich so viel krank war, war ich positiv überrascht, wie gut ich doch die teils sehr steilen Stücke geschafft habe. Wir waren in einer Stunde (inkl. 2 kurzer Trink-Pausen) oben auf der Almwiese kurz vor der Geländehütte auf 1023 m Seehöhe.

Dank des nur leichten Windes konnten wir bei der Hütte eine längere Pause einlegen. Nicht nur auf Reisen kann man interessante Begegnungen haben, sondern u. a. auch bei Wanderungen in der wunderschönen Natur. Diesmal trafen wir zwei redselige Funker samt Morsetaste, Funkgerät und Antenne, die uns voller Begeisterung alles erklärten, was ich wissen wollte. Wir erfuhren nicht nur, dass man vom Gelände aus einen tollen Kontakt nach LINZ (über 200 km Luftlinie entfernt) hat, sondern, dass man offenbar durch eine Reflexion der Funkwellen an den umliegenden Bergen indirekt einen besseren Kontakt nach Wien (2./Leopoldstadt) hat als auf der direkten Luftlinie. Noch dazu lerne ich an diesem Tag, dass sich der Funker die Buchstaben des Morsealphabeths nicht anhand der Strich (lang) und Punkt (kurz)-Kombinationen merkt, sondern nur die Melodie der Wörter bzw. Buchstaben, die beim Funken entsteht. Denn bei hohem Tempo der Nachricht würde sonst nichts mehr verstanden werden. Pro erfolgreichem Kontakt erhalten die Funker übrigens vom Gelände aus 4 Punkte. Ein Kollege der Herrschaften aus Prag hat bereits 11.000 Punkte gesammelt. Ich erfahre auch etwas über die Funkersprache, die aus Abkürzungen besteht, um die Kommunikation zu beschleunigen. Also für langatmige Liebesbriefe ist der Morsecode nicht geeignet. 😉

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich „unnützes“ Wissen über alles liebe? 😉

Unsere Tour führt weiter Richtung Hohe Wand. Zuerst geht es aber erstmal hinunter in eine Senke, wo wir nach ein paar Minuten das Rastkreuz erreichen. Von nun an geht es stetig bergauf, teilweise sehr steil. Nach insgesamt 2,5 h (samt Pausen) von Grünbach aus, erreichen wir wieder einmal die Wilhelm-Eichert-Hütte, wo wir uns genüsslich stärken, um dann den Heimweg anzutreten. Um kurz vor 15.00 erreichen wir nach rd. 4,5 h den Bahnhof Grünbach (ungleich Grünbach/Schule). Leider verpassen wir den Zug und müssen noch knapp 2 Stunden am Bahnhof warten. Die Zeit nützen wir für ein Schläfchen unter einer nahen Birke.

Herzliche Grüße

Eure Caroline

Nachtrag 4.4.2017: Jeden Funker erkennt man übrigens an seiner „Handschrift“. Sogar ich, als Laie, konnte die unterschiedlichen Persönlichkeiten aus den Abfolgen von kurzen und langen Tönen und der Geschwindigkeit dieser heraushören.

 

 

LIEBE ZUR NATUR: Von Weinbergen und Smaragdeidechsen

Dürnstein NÖ

Mein Schatz und ich wanderten am Samstag entlang des Welterbesteigs zwischen Dürnstein und Krems (beides Wachau, NÖ). Letztes Jahr, auch einen Tag vor dem bekannten Wachau-Marathon, entdeckten wir schon einmal diesen wunderschönen Pfad für uns. Ein herrlich sonniger, wenn auch windiger Tag stand uns bevor. Zuerst fuhren wir mit dem Zug nach Krems, weiter mit dem Bus nach Dürnstein, Station Parkplatz Ost.

Von hier geht es recht steil hinauf Richtung der berühmten Ruine (s. Handyfoto). Nach nur wenigen Minuten zweigt der gut beschilderte bzw. markierte Weg nach rechts ab und führt über einen Sattel eines Hügels (tolle Aussicht auf die Donau und das umliegende Land) nach links gehend in ein kurzes Waldstück, eines meiner Lieblingsabschnitte dieser Strecke. Auf den kahlen Felsen wärmen sich gerne Smaragdeidechsen auf, von denen ich am Samstag auch eine entdecken konnte. Leider war sie auch schnell im Unterholz verschwunden. Hier sieht man die Markierung auf einem Baum nicht sofort. Hier hatten wir beim ersten Mal Schwierigkeiten, was meinen Schatz sehr verärgert hat. Diesmal war das kein Problem mehr. Wir fanden also den richtigen Abzweig und folgten weiter dem Weg.

Die nächsten Kilometer schlängelt sich der Weg entlang der Weinberge mit großartiger Aussicht auf die vielzähligen Weinstöcke mit ihren nunmehr prallen, erntereifen Trauben. Bei guter Fernsicht sieht man bis zum Stift Göttweig und zu dem Gott sei Dank nie in Betrieb genommenen AKWs Zwentendorf.

Eine gute Kondition braucht man für diesen Abschnitt des Welterbesteigs schon, weil der Weg doch immer wieder hinauf auf einen Hügel und wieder weit hinunter ins Tal führt. Die Wege sind gut gangbar, auch für Familien mit Kindern gut zu bewältigen, wenn man genügend Pausen einlegt. Bänke gibt es viele, was sehr erfreulich ist. Wasservorräte braucht der gut ausgerüstete Wanderer auch, besonders im Sommer, weil man mit wenigen Ausnahmen ständig in der Sonne ist, falls sie scheint.

Ein zweites Waldstück erreichen wir, bevor es danach über einem weiteren Hügel unaufhaltsam den ersten Häusern der Stadt entgegen geht, das 1. Stück am Anfang ist aber weitaus wilder und schöner. Auch Stein, ein Vorort von Krems, kommt jetzt langsam in Sichtweite. Dennoch dürfen wir uns hier noch nicht vom Schein trügen lassen, denn der Weg ist noch nicht zu Ende. Nach ein paar weiteren Minuten und über eine längere Treppe erreichen wir dann die ersten Häuser von Stein und folgen den Markierungen weiter durch die Stadt Richtung Krems.

Wir genossen dann noch einen Bummel durch die Einkaufsstraße von Krems und einen Snack. Danach gingen wir weiter zum Bahnhof, wo wir leider feststellen mussten, dass uns der Zug gerade weggefahren war. Dafür gab es zum Trost noch ein Eis für mich. 🙂

Ein wunderschöner Tag in der Wachau ging damit leider zu Ende.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline