LIEBE ZUR NATUR: Über Berg und Tal in den Nationalpark Thayatal

 

Unser Sonntag war wieder einmal sportlich. Diesmal sind wir samt unseren Rädern mit dem Zug nach Retz gefahren. Von dort radelten wir dann ca. 1 h 45 min zum Nationalparkhaus des Nationalparks Thayatal. Die Strecke geht die meiste Zeit bergauf. Ich gebe offen zu, ich bin keine besondere Bergfahrerin, schon gar nicht, wenn ich die erste Radtour dieses Jahres mache. Dafür sah ich auf einem Baum einen wunderschönen Bussard sitzen, der so still da saß., dass man glauben könnte, er wäre gar nicht lebendig.

Nach einer kurzen Pause auf einer Bank in der Sonne wanderten wir dann nach Hardegg und dann ein Stück entlang des (Grenz)Flusses. Leider ging der Weg viel zu schnell wieder sehr steil die Böschung hinauf. Ein Pärchen Buchfinken  konnten wir im Wald beobachten. Nach einer Weile erreichten wir ein wunderschönes Platzerl an der Thaya, wo wir schon mal waren. Dort rasten wir eine Weile. Mit frischem Schwung gingen wir den Weg ein Stück zurück und folgten dem Verlauf in einem großen Bogen zurück zum Nationalparkhaus.  Dort stärkten wir uns mit einer köstliche Bärlauchsuppe.

Wir waren ca. 2 Stunden unterwegs. Der vom Winter erwachende Wald hat eine ganz besondere Kraft. Die Vöglein sangen auf vollem Hals, aber sonst war es so still und friedlich. Überall blühten Pflanzen und nur wenige Wanderer kamen uns entgegen. Einfach herrlich.

Nach der Stärkung ging es wieder mit dem Rad retour nach Retz. Das Gute an Bergen ist, dass es auf der anderen Seite wieder hinunter geht. So waren wir in nur einer Stunde wieder im Ort, wobei wir noch einen Abstecher in die Kaffeekonditorei Felix Wiklicky machten. 🙂

Ihr seht, wir nutzen das sonnige Wetter gut aus. 🙂 Meine Kondition wird jedenfalls Tag für Tag besser. Die Natur ist doch das beste Fitnesscenter.

Ich wünsche Euch allen eine angenehme Karwoche und schon jetzt von Herzen ein frohes Osterfest. Wir werden dieses zu zweit wieder in Illmitz im Burgenland verbringen. Unser bevorzugtes Hotel „Johannes Zeche“ hatte wieder ein interessantes Frühlingsangebot für uns. Ich werde berichten.

Herzliche Grüße

Eure Caroline

 

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LIEBE ZUM REISEN: Spaß, Sport und die Semperoper Teil 2: Dresden

Willkommen zurück beim 2. Teil ! Hier geht es zu Teil 1.

Dresden ist ganz anders als Leipzig, hat aber auch seine Höhepunkte und seinen eigenen Charme. Seine Innenstadt ist durch die vielen historischen, meist nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebauten Gebäuden geprägt. Wen das interessiert, ist dort gut aufgehoben. Die Frauenkirche, die lange Jahre nur als Ruine bestanden hat, erstrahlt in neuem Glanz. Der „Zwinger“, ein riesiger barocker Bau mit beeindruckender Gartenanlage, oder natürlich auch die berühmte Semperoper prägen das Stadtzentrum.

Carolines TOP 3 Tipps für Dresden:

  1. Eine Wanderung durch das nahe Elbsandsteingebirge, z. B. wie wir von Wehlen zur beeindruckenden Kulisse der Ruine Felsenburg Neurathen, einer Festung aus dem 13. Jhdt., deren Aussehen aufwendig rekonstruiert wurde. Ein wagemutiger Rundgang auf metallenen Brücken und Aussichtsplattformen zeigen die ursprünglichen Ausmaße der Festung. Sogar eine steinerne Zisterne wurde gefunden. Die Burg selbst war aus Holz und wurde bei einer Belagerung in Brand gesetzt. „Herr der Ringe“ ist nichts gegen die magische Ausstrahlung dieses einzigartigen Waldgebiets. Ich habe hinter jeder Ecke ein Einhorn erwartet. 😉 Ein Streifzug vorbei an den meterhohen Sandsteinsäulen und durch den dichten mystischen Wald sind ein Muss für jeden Dresdenbesucher. Die S-Bahn fährt jede halbe Stunde (*29 und *59) von Gleis 18 von Dresden Hauptbahnhof Richtung Wehlen etc. ab. Dort dann noch mit der Fähre übersetzen und schon geht es los.
  2. Ein Besuch des Deutschen Hygiene Museums. Es lockt eine tolle und sehr interaktive Dauerausstellung zum Thema Mensch. Natürlich sehr passend für mich. Daneben kann man sich mit der gleichen Eintrittskarte auch noch eine interessante Fotoausstellung in einem anderen Teil des Museums anschauen.
  3. Eine Führung durch die Semperoper, die eigentlich „Sächsische Staatsoper“ heißt. Das ist übrigens schon die 3. Version davon. Das erste Gebäude brannte ab, das zweite wurde durch den 1. Weltkrieg zerstört und jetzt steht das dritte. Alle nach den Plänen des gleichen und berühmten Architekten Gottfried Semper. Auch in Wien war er sehr strebsam und plante u. a. das Burgtheater, das Naturhistorische und das Kunsthistorische Museum und Teile der Neuen Hofburg (zusammen mit Carl von Hasenauer). Durch eine Führung wird die Geschichte lebendig und begreifbar. Der Blickwinkel ändert sich und man gibt den aufwendigen Malereien und den komplex und zeitintensiv hergestellten Kunstmarmorsäulen vielleicht mehr Aufmerksamkeit als bisher.

Zusatztipp: ein Besuch der Stadt Pirna. Die Stadt hat nette Geschäfte (besonders eine sympathische kleine Buchhandlung mit einer Eule als Symbol in der Nähe des Marktplatzes, eine alte Schlossanlage und einen mittelalterlichen Flair.

Zusatztipp 2: eine kleine Radtour an der Elbe (auf der Seite der Altstadt!!) entlang zum „Blauen Wunder“, einer architektonisch interessanten Metallbrücke, ohne Pfeiler im Fluss, damals eine Meisterleistung. Die interessanten Teile von Dresden haben leider vielfach einen ausgesprochen ungünstigen Bodenbelag (grobe Steine), was einer weitere Erkundung der Stadt per Rad doch etwas den Spaß verdirbt.

Insgesamt hat mir Leipzig von der städtischen Struktur besser gefallen. Die vielen Grünflächen und die Wasserkanäle haben mir auch besonders gut gefallen. Im Süden gibt es auch noch einige Seen, die durch den Bergbau entstanden sind. Das Elbsandsteingebirge ist einzigartig und für Naturliebhaber ein absolutes Highlight. Dresden ist für historisch- und kulturinteressierte Menschen sehenswert. Das Hygiene Museum war eine Überraschung für mich. Die Ausstellung war besser als erwartet. Sie hat richtig Spaß gemacht. Wissen(schaft) und Forschung zum Begreifen im wahrsten Sinne des Wortes, so soll es sein.

Ich wünsche euch viel Spaß bei eurem nächsten Dresdenbesuch,

Eure Caroline

 

 

 

LIEBE ZUR NATUR: Mythen, Moor und Marmelade

Unsere erste Radtour heuer startete nicht wie sonst in Wien, sondern in Gmünd (NÖ) im schönen Waldviertel. Unser erstes Ziel war die wunderschöne, abwechslungsreiche Blockheide. Ein Naturpark gleich in Gmünd. Dieses Gebiet ist berühmt für seine riesigen Felsen und Wackelsteine, die die Landschaft prägen (s. Foto). Alle haben sie phantasiereiche Namen, wie z.B die Teufelsbettstätte, Christophorusstein, Pilzstein u. a.  Die Blockheide bietet Wald und Wiesen, Seen und sogar zwei kleine ehemalige Granit-Steinbrüche, die jetzt als Seen neuen Lebensraum für die Tieren bieten.

Wusstet ihr, dass in Granit-Steinbrüchen aus Stein- und Erdspalten Wasser austritt, das bei Betrieb des Steinbruchs abgepumpt wird. Wenn dieser dann still gelegt wird, läuft das künstlich erzeugte Becken voll und ein neuer Lebensraum entsteht.

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Nach einer kleinen Mythenweg-Wanderung (mit Sichtung einer Blindschleiche) nahm ich mir noch eine köstliche, selbstgemachte Marmelade aus dem dortigen kleinen Parkzentrum mit („Mohnzauber“). Gestärkt mit einem „Waldviertler Mohnzelt“ fuhren wir dann mit dem Rad weiter nach Heidenreichstein, wo eine wunderschöne Wasserburg steht. Diese ist privat und dauerhaft bewohnt. Sie gehört der Familie Kinsky. Man kann sie nur mit einer Führung besuchen.

IMG_3952Weiter ging es zum Heidenreichsteiner Moorgebiet. Nach rd. 1,4 km Hügel hoch konnten wir eine Moorwegrunde beginnen. Das Moor ist viel beworben, aber lang nicht so sehenswert, wie die Blockheide. Allerdings haben wir dafür einen süßen kleinen Frosch im Moor entdecken können.

Nach der Wanderung fuhren wir über Schrems wieder zurück nach Gmünd. In Schrems waren leider alle Quartiere belegt, geschlossen oder dubios. Wieder zurück in Gmünd übernachteten wir im Gasthof zum Meridianstein. Das Besondere an Gmünd ist nämlich, dass dort der 15. Längenmeridian, der Referenzmeridian, wo die mittlere Ortszeit mit der mitteleuropäischen Zeit übereinstimmt (Wikipedia am 20.05.2015). Auf dem Weg dorthin trafen wir sogar auf ein Reh, weniger als zehn Meter entfernt.

Am nächsten Tag ging es dann mit dem Rad noch bis Vitis, wo es dann zu regnen begonnen hatte, und wir die Heimreise mit dem Zug angetreten hatten.

Im Zug trafen wir auf einen interessanten Mann, der auf den Spuren seines verstorbenen Vaters, der am letzten Kriegstag des 2. Weltkrieges noch in amerikanische Gefangenschaft geraten ist, die Orte seine Stationierung mit Zug und Rad bereist hat. Dort sprach er auch mit Leuten, die aus der Zeit noch Erfahrungen haben. Eine Zeitreise sozusagen. Eine tolle Idee, wie ich finde.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline