LIEBE ZUR NATUR/SPIRITUALITÄT: ein Ritual auf der Rax und der steinige Weg dorthin

Mein Lebenspartner Dirk veranstaltete am Sonntag mit White Wolf Rituals sein 1. öffentliches Ritual zum Thema „Klarheit und Kraft“ auf der Rax. Der Aufstieg auf ihr Plateau war Teil davon. Der Törlweg ist ein beliebter Weg, mittelschwer, mit einigen sehr steilen Stücken im 2. Drittel. Zwischendurch Pausen mit Denkanstößen und kleinen Ritualen und Übungen. Ganz oben dann das Finale mit großer Essenspause und dem eigentlichen Ritual, um die Projekte zu feiern, die wir bereits abgeschlossen haben, um die Projekte zu verabschieden, die keine Priorität mehr haben, um Klarheit zu bekommen, welche Projekte unbedingt noch dieses Jahr viel Kraft brauchen, um fertiggestellt zu werden.

Für mich war diese Tour eine ganz besondere Herausforderung, nachdem ich aus einem alten Muster heraus nicht genügend auf meine Bedürfnisse gehört hatte und so ziemlich kraftlos war. Mit der großartigen Hilfe der ganzen Gruppe, insbesondere einem der Teilnehmer, und meinem klaren Fokus schaffte ich es trotzdem.

Nach einer Fahrt mit der Raxseilbahn nahmen ein Teil von uns noch zur Prüfung unserer Klarheit und Kraft ein erfrischendes Bad in der Schwarza. Ein paar spontane Zuschauer konnten es fast nicht glauben, was wir da taten. 🙂

Was ich gelernt habe:

  • was ein großartiger Gruppenzusammenhalt ist
  • was klarer Fokus ausmacht
  • was echte Hilfsbereitschaft bedeutet, sogar von fremder Seite
  • immer wieder: was für einen großartigen Partner ich habe – er hat das alles großartig gemacht – ich bin so stolz auf ihn.
  • Das Wolfsrudel lässt keinen zurück
  • Dass alte Muster echt nervig sein können – Weg mit ihnen!

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Von Lärchen, Ziegen und Ameisen samt einer Gämse

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Auf dem Weg zur Waldburgangerhütte

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Eine der beiden „Wach“-Ziegen

 

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Lärche: weibliche (neue (rötlich) und alte) und männliche Zapfen (die gelblichen kleinen)

Fakten: Payerbach-Reichenau Bahnhof  (483 m. ü. A.)- Jubiläumsaussicht (Pause) – Waldburgangerhütte (1.182 m. ü. A. Pause)-Prigglitz – Gasthaus Seelhofer (Pause)- Sattelweg – Schlögelmühl Haltestelle (inkl. 4 Pausen rd. 5,5 Stunden)

Nicht für Anfänger geeignet. Teilweise sehr steil, besonders im Anstieg. Rutschig durch viel Laub, Nadeln und Bockerl (deutsch: Zapfen). Teilweise auch steinig, aber viele aussichtsreiche Stellen!!

***

Wir gehen langsam die Zufahrtsstraße zum Einstieg Richtung Waldburgangerhütte hinauf. Ich muss erst meinen Rhythmus finden. Vieles blüht auch hier schon. Die Sonne schein kräftig, eine angenehme Brise kühlt unser erhitzten Gesichter. Wir erreichen einen großen Hof. Vor der Eingangstüre liegen zwei kleine Ziegen. Die eine begrüß uns wie alte Freunde, lässt sich streicheln, reibt wie eine Katze den Kopf an unseren Beinen. Ich glaube, die juckt es am Kopf, der ist schon ganz kahl.

Wir gehen noch ein kurzes Stück, dann folgt der steile Einstieg in den Wald hinauf. Wir schnaufen. Viele Bockerl und Laub behindern uns. Ich höre mein Herz laut pochen, da ein Rascheln rechts von mir tief unten auf dem steilen Abhang. Da, ein Reh, nein, es ist eine Gämse. Schon lange keine mehr in freier Wildbahn gesehen. Eine Minute später ist sie schon wieder verschwunden. Nach eine längeren Bergaufstrecke, einmal sogar mit einer Kette gesichert, erreichen wir die Jubiläumsaussicht, wo wir kurz verweilen. Ein Pärchen teilt mit uns die Bank. Wir machen uns wieder auf den Weg.

Es geht weiter erst auf weitem, dann auf schmalem Pfad den Berg hoch, aber nicht mehr ganz so steil. Ein letztes Steilstück und schon sind wir bei der Hütte. Sie liegt noch im Winterschlaf. Geöffnet erst ab 01.05. Das Pärchen ist auch wieder da. Wir machen wieder Rast und stärken uns mit einer gefüllten Semmel und Wasser.

Unsere Wanderung führt uns noch ca. 20 weitere Minuten den Berg hinauf Richtung Prigglitz. Dann endlich geht es langsam ins Tal. Mir fallen haufenweise Ameisenhügel auf. Große, kleinere, schöne kegelförmige wie aus dem Lehrbuch, halb eingestürzte. Bei einem hatten die Bewohnerinnen die untersten Zweige des nahen Baumes mit verbaut. Aus dem Hügel wuchsen sogar ein paar Pflanzen. Insgesamt zählen wir auf dem einen Teilstück 12 Hügel. So viele habe ich noch nie innerhalb kürzester Zeit gesehen.

Wir erreichen ein Lärche, die gerade blüht. Sie ist einhäusig, aber getrennt geschlechtlich.  Es gibt also weibliche (jung: rötlich/purpur, alt: dunkelbraun) und männliche Zapfen (gelblich) auf einem Baum. Ich habe das so noch nie gesehen. Da muss ich gleich ein Foto machen. „Bockerl“-Produktion hautnah, sozusagen. Mein Biologenherz schlägt höher.

Wir machen Pause und legen uns einfach irgendwo ins Gras. Oh, ist das wunderbar. So friedlich. Kein Mensch weit und breit. Nur wir und das Vogelgezwitscher.

Dann endlich erreichen wir schon durstig den Gasthof in Prigglitz. Wieder eine Pause auf der schönen Terrasse.

Endspurt. Die letzte Etappe führt rd. 3,5 km entlang des „Sattelwegs“ nach Schlögelmühl. Müde erreichen wir nach weiteren 30 min (angegeben sind 45 min) die Haltestelle Schlögelmühl. Wir müssen noch länger auf den nächsten Zug warten, aber das ist egal. Nach der langen und ersten richtigen Bergtour dieses Frühjahr sind wir eh müde und genießen die Sonnenstrahlen.

Eine wunderschöne, aussichtsreiche Wanderung hatten wir da. Die nächste folgt bald.

Alles Liebe

Eure Caroline