LIEBE ZUR TOLERANZ: FREE HUGS

Regenbogenparade 1

Was tut man alleine bei der Regenbogenparade?

Natürlich, man umarmt fremde Menschen. Einfach so.

Das ist jetzt kein Witz. Das habe ich tatsächlich gemacht. Gleich fünf Männer mit „Free Hugs“-Schildern standen mehr oder weniger hintereinander an der Straße und begrüßten jeden, der es wollte, mit einer herzlichen Umarmung.

Ich habe das noch nie zuvor ausprobiert, entsprechend unsicher war ich beim ersten Typen. Bärtig, kräftige Statur. Teddybär. Sympatisch. Zögerlich näherte ich mich dem Mann. Wir umarmten uns kräftig. Danach war der Bann gebrochen. Beim nächsten war es schon leichter. Beim letzten, einer im Hawaiihemd, tanzend und Leichtigkeit ausstrahlend, ging ich sogar ganz locker und fröhlich auf ihn zu.

Ob ihr es glaubt oder nicht. Die Umarmungen taten echt gut. Danach war mir für ein paar Stunden richtig leicht ums Herz. Besonders, nachdem es derzeit in meinem Leben wieder ganz schön auf und ab geht. Ich bin echt urlaubsreif.

In meiner Familie ist ein Vulkan ausgebrochen. Derjenige ist jetzt für längere Zeit im Spital und wird wieder fit gemacht. Aus Respekt vor dem Betroffenen will ich darauf nicht näher eingehen.

Ich umarme euch jetzt alle ganz fest,

Eure Caroline