LIEBE ZUM REISEN: 37 Fragmente eines Zufalls Teil 2

Ich glaube nicht an den Zufall. Wenn etwas geschieht, dann, weil ich zur rechten Zeit am rechten Ort war und es mir zufallen sollte. Mein Schatz hat das bereits mit seinem Gastbeitrag gezeigt. Heute erzähle ich Euch von einer anderen unglaublichen Begegnung.

Der Schauplatz: Vilnius/Litauen. Wir betreten die Touristeninformation im historischen Gebäude. Fragen nach Kinos in der Altstadt. Die hilfsbereite Mitarbeiterin zeichnet uns zwei ein. Eines der Filmtheater befindet sich nicht so weit von unserer Unterkunft entfernt. Wir beschließen, wir werden dieses zuerst aufsuchen. Gesagt, getan. Nachdem wir uns zuerst etwas verlaufen haben, finden wir dann doch dorthin.

Leider hat das Lichtspielhaus geschlossen. Ein hübsche junge sympathische Frau bemerkt uns und erklärt freundlich, dass das Kino bis Ende September renoviert wird. Wir bedanken uns, ich mache ihr ein Kompliment für ihre schönen Ohrringe, die kleine Bäumchen darstellen. Sie freut sich und lächelt. Mein Schatz erzählt ihr von unserer Vorliebe für Filme und dass wir auch gerne auf  Reisen ins Kino gehen. Sie ist ganz begeistert und erzählt uns, dass sie das ebenfalls gerne tut. Schließlich ist sie „Film director“ (Filmregisseurin). Sie hat eben einen Film fertiggestellt, der „Gentle Warriors“ heißt. Sie unterstützt unseren Plan, ein Kino im Ausland zu besuchen. Sie sagt auch, dass es hier in Vilnius noch ein zweites Kino gäbe, das sie uns sogleich auf der Karte zeigt; es ist das selbe, welches auch die Touristeninfo-Mitarbeiterin eingezeichnet hatte. Wir bedanken uns für ihre Hilfe. Ihren Namen erfahren wir leider nicht. Wir vergessen zu fragen. Wir abschieden uns freundlich, sie dreht sich um und geht ihrer Wege.

Nach langer Suche finden wir dann auch das andere Kino, leider spielt dieses gerade keine interessanten Filme. Wir sahen später dann doch noch einen Film, aber in Riga.

Zurück in Wien recherchiere ich. Danke des Filmtitels finde ich die junge Regiesseurin sofort. Wir erkennen sie auf den Fotos wieder. Sie heißt Marija Stonytė, lebt in Vilnius und zusammen mit ihrer Kollegin und der Filmproduktion MOONMAKERS gewann sie ein höheres Preisgeld bei einem Wettbewerb. Wir staunen.

Wir hatten eine zukünftige Prominente getroffen. 🙂 Eine erfolgreiche Nachwuchsregisseurin vor einem Kino. Wie cool ist das denn?

Uns passieren solche Begegnungen oft auf Reisen, weil wir uns nicht wie Touristen benehmen, sondern wie Reisende. Wir tauchen in das fremde Land ein, lassen uns treiben, behandeln die Leute mit Freundlichkeit, Interesse und Respekt. Das wirkt Wunder.

So wird eine Reise zu einem ganz besonders einzigartigen Erlebnis.

Alles Liebe

Eure Caroline

PS. Hattet Ihr auch schon mal solche Begegnungen? Erzählt uns doch bitte davon in den Kommentaren oder schreibt mir eine Mail (Adresse unter Kontakt).

 

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LIEBE ZUM REISEN: 37 Fragmente eines Zufalls Teil 1 – GASTBEITRAG

Autor: P.

Im Winter, wenn die Sehnsucht nach dem Sommerurlaub wächst, durfte ich meine Schatz verschiedene Urlaubsziele vorschlagen. Caroline entschied sich recht schnell für eine Baltikumreise. Wie in der Vergangenheit begann ich mit dem Erstellen eines Reiseplans. Wenige Tage vor Abreise studierte Caroline überraschend die Reiseliteratur, was sie sonst erst während der Reise praktiziert.

„Unbedingt nach Kuldiga (abseits der gängigen Routen)! Dort befinden sich weiße Sandhöhlen, ein bestimmt mystischer Ort.“

Kurz war ich verdutzt, dann einigten wir uns beide – wie bewährt – zu bleiben, wo es uns gefällt, um dann weiterzuziehen.

Ein hart gefederter Bus russischer Bauart entlud uns dann in der Mittagshitze am Stadtrand von Kuldiga. Die nächst gelegene günstige freie Unterkunft entpuppte sich als umgebaute Garage im Hinterhof. Na ja, für den Notfall. Also weiterschauen, trotz all dem Reisegepäck. Etwas abseits, dafür direkt am breitesten natürlichen Wasserfall Europas, hatten wir Reiseglück, in einem Blockhaus unterzukommen. Traumhaft! Wir bleiben länger.

Am letzten Abend zur blauen Stunde bekam ich Lust auf ein Abschiedsbier. Nein, dieses Mal nicht in eines der romantischen Alternativcafés im Städtchen, sondern gleich ins nahe Bistro am Parkplatz. Schade, der Fensterplatz mit Panoramablick war belegt. Unser Nebenplatz war flankiert von Pokalen und einer riesigen Vase. Caroline machte mich aufmerksam: „Da ist ein Radfahrer darauf zu sehen.“ Winner: Mailand – San Remo. Die junge Kellnerin war gekommen und unsicher bei meiner umständlichen Bierbestellung. „Moment, please!“. Der Chef kam und verstand sofort. Beim Entschwinden sagte ich, ob das sein Pokal sei. Er lächelte und erwiderte: „Yes, in the same year I was worldchampion.“ und verschwand. Ich schmunzelte zweifelnd – Männer eben. Trotzdem bezahlte ich später bei ihm an der Theke und verabschiedete mich mit einer Verbeugung. „Respect, people like you give me so many exciting moments watching bike races. Thank you.“ Er lächelte herzlich und schlug dabei eine Glocke – sicher original vom Bahnradsport.

Unsicher der Begegnung googelte ich in der Unterkunft. Tatsächlich, Romans Vainsteins – 1. Ostblock-Straßenradweltmeister im Jahr 2000. Tour de France – Giro – Vuelta – Mailand San Remo etc.

Danke, mein Schatz, für Deinen Reisewunsch nach Kuldiga und das Abschlussbier im Bistro!

P.

Anmerkung: Kuldiga ist eine Stadt in Lettland.

LIEBE ZUM REISEN/GENUSS: Ein Teehaus in Riga

Es gibt Orte, die mich magisch anziehen. Teehäuser zum Beispiel. Ich bin mit dem englischen Tee  aufgewachsen, den meine Mama immer tonnenweise – so kam es mir vor – aus London importierte. Grün-blaue Verpackung, dreieckige oder auch flache, runde Teebeutelchen mit schwarzem, rauchigen Tee. Immer zum Frühstück. Irgendwann konnte ich ihn nicht mehr trinken. Er schmeckte für mich zunehmend nach Kohlen. Ekelhaft. Nur die Motten mochten ihn noch.

Deshalb rührte ich lange Zeit keinen schwarzen Tee mehr an. Ich trank ihn nur mehr auf Reisen, wenn es keine Alternative gab oder er so gut schmeckte, wie in Südindien der frisch gekochte Masala Chai – nein, Chai Latte ist nicht das Gleiche!  Ich entdeckte Grüntee für mich. Erst nur Beutel, später auch losen Tee vom Teesalon von Eva Horvath. Letzteren aber nur zu besonderen Stunden, wo ich Zeit und Muße habe, solche ausgewählten Köstlichkeiten zu genießen.

Mittlerweile trinke ich viele Sorten Tee und Infusionen (Kräutertee, ausgewählten Früchtetee), je nach Lust und Laune, ob ich entspannen will oder Belebung brauche. Nur der schwarze Tee ist ein seltener Gast in meiner Tasse.

So fanden wir auf unserem ersten Spaziergang nach der Ankunft in Riga im Park nahe der Altstadt ein wunderschönes Teehaus von runder Form, lichtdurchflutet, orientalisch eingerichtet, mit einer steilen Wendeltreppe in der Mitte, die auf eine Galerie hinaufführt. Dort liegen duzende große gemusterte Polster, die zum Kuscheln und Entspannen einladen. Man bestellt unten bei der großzügigen Theke, lässt sich von freundlichen Mitarbeiterinnen beraten und setzt sich dann oben auf den Boden zwischen all die weichen Kissen und wartet auf seine Kanne. Das Tablett stellt man dann zwischen sich und genießt die wunderbare Aussicht auf den Fluss und das frische Grün des Parks. Gelegentlich fahren kleine Boote vorbei, wie in Amsterdam, und schippern Touristen durch die Gegend. Wer möchte, kann sich aus süßen Köstlichkeiten noch ein paar Begleiter zum Tee aussuchen. Im Erdgeschoss gibt es auch Tische und Sessel für alle, die nicht am Boden sitzen können oder wollen oder die Treppe nicht schaffen. Auch einen kleinen Außenbereich gibt es. Teezeremonien werden ebenfalls angeboten und auch spezielle Trendgetränke, wie Matcha Latte, Chai Latte etc, werden zubereitet. Zu bestimmter Stunde kann man dort auch Omelette und andere Frühstücksleckereien bekommen.

Zweimal besuchten wir das Teehaus. Kurz bevor wir weiter nach Kuldiga fuhren und zum Abschluss, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machten. Jedesmal hatten wir Glück, und es war nur spärlich besetzt, sodass wir den Aufenthalt in Ruhe genießen konnten.

Solche Orte bleiben mir im Gedächtnis.

So macht mir das Reisen Spaß. Kunst und Kultur in Verbindung mit Genuss, Ruhe und Gelassenheit und natürlich jeder Menge Natur. Sich treiben lassen. Nicht nur herumeilen und eine Sehenswürdigkeit nach der anderen besichtigen. Auf einer Bank im Park verweilen und den lustigen Möwen zusehen. So halte ich Stadt besser aus.

Tee hilft auch – immer.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUM REISEN: Lettland und Litauen – zum Verlieben!

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Für Naturliebhaber und Sportbegeisterte:

Lettland: Kemeri-Nationalpark nahe Riga mit vielen Wander- und Radfahrmöglichkeiten. Wunderschöne Moorlandschaften – über Holzstege zu bewandern – wechseln ab mit dichtem Wald.

Kuldiga mit dem breitesten Wasserfall Europas – 269 m breit, aber nur max. 4 m hoch – sich die Schultern massieren lassen. Einzigartige Sandhöhle mit romantischer „Liebeshalle“ – Die Schnittblumen halten dort 3 Monate ohne Wasser aus –

Litauen: Kurische Nehrung – Nationalpark- zwischen Stille des Haffs und der Brandung der Ostsee, mit Sand-Dünen wie in Afrika und malerischen Ortschaften, dazwischen Wald und nochmals Wald.

Trakai umgeben von Seen, zum Entspannen und Träumen und Schwimmen. Perfekt für diverse (Wasser-)Sportarten und Wandern im nahen Nationalpark.

Für Kulturhungrige und Kunstfreunde:

Lettland: Altstadt von Riga: klein, aber fein, diverse Museen, Architektur: Jugendstil

Litauen: Altstadt von Vilnius mit eigenständigem Künstlerviertel: Heimat vieler Galerien, schrägen Läden und eben solchen Menschen, Kunst – wo man steht und geht. Viele Museen, Straßenkunst an Hauswänden, Burganlage etc.

Einzigartige Wasserburg in Trakai

Beide Länder: alte Holzhäuser, schöne Backsteinbauten, viele Kirchen – katholisch, evangelisch, orthodox, eine Synagoge in Vilnius

Für Entspannungstiger und Schmusekatzen: 

Beide Länder: nordisch eingerichtete, gemütliche Cafés, viele Parks, introvertierte und zurückhaltende Menschen, wenig Reizüberflutung – kaum große Werbeschilder oder laute Musik

Für Spirituelle und Magier:

Lettland: Die Sandhöhle und der breiteste Wasserfall bei bzw. in Kuldiga, diverse Kirchen etc

Litauen: Hexenberg in Juodkrante auf der Kurischen Nehrung, kleiner Schamanenladen im Künstlerviertel von Vilnius, viele Kirchen etc, besonders in Vilnius

Für Probierschnecken und Naschkatzen:

Lettland: das vielleicht beste Brot der Welt – malzig, softig – einfach unwiderstehlich, köstliche Zimtschnecken und andere süße Gaumenfreuden

Litauen: soviel Bier ist nicht zu fassen…, ungewöhnliche Käsesnacks mit Schokolade, Marmelade und so weiter, ein Haufen Porridge und Berge von Pfannkuchen /Palatschinken schon zum Frühstück, köstlicher frisch geräucherter Fisch

Wir: weit über 200 km zu Fuß in 17 Tagen, ungezählt viele mit Bussen und ein paar Bahnkilometer, sieben Orte (sechs zum Bleiben, einer nur für ein paar Stunden), zwei Länder, zwei unglaubliche „Zufallsbekanntschaften“ (mehr davon an anderer Stelle), zwei Menschen, ur viel Natur, Schwimmen, Entspannung, ein bisschen Kultur, ein Kinobesuch und ganz besonders viel Liebe…

Dort geblieben: zwei Strohhüte

Mitgekommen: ein Kunstdruck mit Elch, ein gebrauchter Roman

Mitgekommen, aber verschollen: eine Kette mit Fuchsanhänger vom Schamanenladen

Zusammenfassung: wenn ich mal eine berühmte Schriftstellerin bin, dann schreibe ich dort meine Bücher…

Alles Liebe und bleibt neugierig

Eure Caroline

 

 

 

 

LIEBE ZUM REISEN: Linz begeistert…

… mit Kunst und Kultur, neuen Konzepten von begeisterten Menschen und MICH.

Wir haben nicht nur die kulinarischen Genüsse von Linz erkundet, sondern auch die kulturellen und landschaftlichen.

Freitags sind wir kreuz und quer zur Fuß durch die Stadt gestreift und haben wunderbare Orte entdeckt. Z. B. die Wohnküche „Horst“, eine geniale Mischung aus käuflich erwerbbaren Möbeln und Dekogegenständen und einer Küche mit vegetarischem bzw. auch einmal die Woche veganem Menü, diversen Kuchen, Torten, Kleinigkeiten und einer großen Getränkeauswahl. Ich habe manchmal wirklich geglaubt, ich störe die Leute bei sich zu Hause beim Essen. Sogar einen kleinen, gemütlichen Garten gibt es mit lauschigen Sitzecken unter Bäumen.

Dann war dann noch die „Markthalle“ , ein Lebensmittelgeschäft, wo kleine Produzenten und Bauern die Möglichkeit haben, ihre Produkte zu verkaufen. Gleichzeitig kann man dort auch vor Ort zwischen Snacks und einem Mittagsmenü wählen. Alle Produkte können auch vor Ort gleich verspeist werden, wenn Lust dazu besteht.

Ich liebe solche Konzepte, bin ich doch ein großer Freund kleiner Produzenten, die mit viel Liebe ihre Köstlichkeiten herstellen, und neue Produkte zu probieren ist eine große Leidenschaft von mir.

Anschließend wanderten wir noch auf den Freinberg, einem Erholungsgebiet mit herrlichen alten Bäumen, einem großartigen Ausblick über die Stadt und der schmucken Franz-Josefs-Warte. Eine alte Linde erinnert an Komponist Franz Schubert, der in der Gegend gerne seine Zeit verbracht hat. Zurück ging es am Stadion vorbei wieder zurück in die Altstadt.

Über 21.000 Schritte haben wir an diesem Tag geschafft.

Der Samstag war unser kultureller Tag mit einem Besuch der VOEST-ALPINE Stahlwelt, dem Ars Electronica Center und dem LENTOS-Museum. Letzteres glänzt gerade im wahrsten Sinne des Wortes mit einer Ausstellung zum Thema „Sterne“. Da in unseren Breiten die Lichtverschmutzung schon sehr weit fortgeschritten ist, können wir in der Nacht die Milchstraße nicht mehr sehen. Diverse Künstler haben sich ihre Gedanken dazu gemacht und in teilweise sehr kreativen Bildern, Installationen und Videos umgesetzt. Sogar eine Art Theaterstück mit einem Dialog auf sieben Bildschirmen ist darunter. Das hat mir am besten gefallen.

Dazwischen machten wir Pause im Café Josefine in der Altstadt, einer kleinen sympathischen Konditorei mit einer großen Auswahl an aufwendigen Torten und Kuchen, alles mit Liebe selbstgemacht. Dazu gibt es Tee vom Teesalon Tête à Tee aus Wien und natürlich auch Kaffee, heiße Schokolade aus Italien und allerlei kalte Getränke. Mit Frühstücksmöglichkeit an Sonntagen.

Das Beitragsbild ist am Weg zum Schloßmuseum entstanden, zu dem wir einen Abendspaziergang gemacht haben.

Obwohl wir am Samstag dank unserer 1-Tages-Linzcard auch viel Bus gefahren sind, haben wir es doch wieder auf fast 21.000 Schritte geschafft. Fit wird man beim Linz Besuch also ganz nebenbei, wenn man sich nicht all zu viel Linzer Torte genehmigt.

Ein Besuch von Linz lohnt sich immer, also, wann kommt ihr?

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUM REISEN: Im Land der 1000 Moscheen 2 – Bosnien im Herzen

 

Im Oktober 2015 war ich das 1. Mal in Bosnien und Herzegowina (Hier geht es zum Blog). Ich war fasziniert von der wunderbaren wildromantischen Natur mit viel Wald und Wasser, berührt von dem liebevollen und gastfreundlichen Menschen.

Jetzt im Mai 2017 ergab sich wieder eine Gelegenheit mit fast der gleichen spirituellen Gruppe wieder hin zu fahren. Wieder nur Frauen, sechs an der Zahl, davon zwei neue Reisegefährtinnen. 10 Tage. 2 Privat-Autos.

Die Route begann diesmal in Visoko, wo wir nicht nur die Sonnen- und die Mondpyramide (geomantische Formationen) bestiegen, sondern auch den „Steintempel“ besuchten und im Ravne-Tunnel meditierten. Letzterer hat aufgrund der stark ionisierten Luft und der hohen Energie eine positive Wirkung auf den menschlichen Körper. Auch besuchten wir wieder die Tabhanska-Moschee, eine alte Moschee samt Minarett aus Holz, die schon öfters renoviert wurde.Auch einen Tagesausflug nach Sarajevo samt Bazarbesuch machten wir.

Nahe des Ortes Zavidovići finden sich in einer Schlucht zahlreiche Steinkugeln, die eine angenehme, kraftvolle Energie haben. Viele wurden zerstört oder auch von Menschen in den heimischen Garten gestellt, bevor sie geschützt und der Allgemeinheit zugänglich gemacht wurden. Der Eintritt ist gratis, um Spenden wird gebeten. Ein sympathischer Mann kochte uns Kaffee und Tee, der ebenfalls kostenlos war. Bei ihm kann man auch passende Souvenirs kaufen.

Besonders freute ich mich auf Mostar und seiner imposanten Brücke „Stari Most“, die im Jahr 2004 wiedereröffnet werden konnte, nachdem sie im Bosnien-Krieg zerstört worden war. Während wir am Tag vor allem die Umgebung erkundeten, machten wir abends die Stadt selbst „unsicher“. Das dort ausgeübte Kupferhandwerk ist bekannt und beliebt. Natürlich gibt es für Shoppingbegeisterte (ich gehöre nicht dazu) auch allerhand andere interessante Dinge dort in den Einkaufsstraßen rund um und in der die Altstadt zu kaufen. Vieles kommt leider mittlerweile auch aus China. Also am besten genau schauen.

In einer Moschee in Mostar, die auch als Museum dient, durften wir das Minarett besteigen. Dort bot uns ein toller Blick über die Stadt. Die 96 Stufen der sehr engen Wendeltreppe waren da schnell vergessen. Es wird Eintritt verlangt.

Wir besuchten den berühmten Marienpilgerort Međugorje samt seiner Kirche. Das dortige Quellwasser aus den Brunnen gilt als heilsam. Für die Besteigung des Kreuzbergs war es uns allerdings zu heiß. Das Franziskanerkloster samt seines Museums hatte leider geschlossen.

Dafür war das Derwischhaus umso beeindruckender. Dieses darf nur in entsprechender Kleidung besucht werden, die aber vor Ort ausleihbar ist, Ein freundlicher Mann erzählte uns ein paar interessante Details und Geschichten, die sich dort zugetragen haben sollen. In dem Haus befinden sich auch 2 Gräber, eines davon gehört Sari Saltuk, einem Pasha, der für seine würdigen Verdienste für den Islam dort seine letzte Ruhestätte bekommen hat. Neben dem Haus befindet sich die heilige Buna-Quelle, die größte Europas. Ganze 42.000 Liter pro Sekunde fließen in Form eines Flusses aus einer Höhle heraus, die auch bereits von Tauchern erkundet wurde. Das Wasser ist rein, trinkbar und schmeckt gut. Der Eintritt ist gering.

Ein weiteres Highlight waren die Kravica-Wasserfälle, wo auch das Schwimmen erlaubt ist. Über viele Stufen gelangt man vom Parkplatz dorthin. Der Parkplatz ist kostenpflichtig, die Wasserfälle selbst nicht.

Auch mehrere prähistorische Stećci-Gräberfelder (vermutlich der Bogomilen) haben wir besucht. Stećci sind (in Bosnien) aufwendig verzierte Grabsteine aus schweren rechteckigen Steinblöcken. Die schönsten Verzierungen von Stećci befinden sich in Radimlja.

Bei der Rückfahrt fuhren wir, anders als geplant, über Jaice, wo wir nochmals im selben Hotel wie 2015 am schönen Pliva-See ein paar Kilometer außerhalb der Stadt übernachteten. Auch den bekannten Doppel-Wasserfall, das Wahrzeichen der Stadt besuchten wir wieder, ebenso wie die alten Fischerhütten am See.

Monika, unsere Schamanin und Reiseleiterin, begleitete uns auf der Reise spirituell mit schamanischen Morgen-Begrüßungen, einem Channeling und Ritualen.

Ich habe wieder viel von diesem wunderschönen Land kennen und lieben gelernt. Nächstes Mal möchte ich gerne noch tiefer in die dortige Natur eintauchen, wandern gehen und ein Rafting machen. Am liebsten mit meinem Schatz zusammen.

Dieses Land mit seinen freundlichen und sanften Menschen ist tief in meinem Herzen.

Meine spirituellen Erfahrungen der Reise bringen mich auf meinem Weg weiter. Meine Lernaufgaben auch. Eine größere Veränderung hat es nach der Reise auch schon gegeben. Ich stehe im Fluss des Lebens, voller Fülle und Freude. Wunderbar!

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

 

 

 

LIEBE ZUM LEBEN: Viel Natur, eine Reise und ganz viel Liebe

Ich bin gerade total zeitlos und gleichmütig. Die Tage verfliegen so schnell, dass ich gar nicht in Versuchung komme, zu viel zu denken.

Mein Leben fließt so gleichmäßig dahin und ist so voller Freude und Liebe. Ich schweige und genieße. 🙂

Unsere letzte Wanderung vorletztes Wochenende verlief ganz nach Plan. Wir wanderten von Baden über den Kurpark und weiter über den Pfaffstättner Kogel und der Anninger Hütte nach Mödling. Der Weg ist gut geeignet, um Kondition aufzubauen, geht er doch mal rauf, mal runter. Wir haben vom Bahnhof in Baden bis zum Bahnhof in Mödling (inkl. Pausen) insgesamt rd. 4 Stunden gebraucht. Wegen des doch sehr frischen Frühlingswetters mussten wir die Pausen kurz halten, um nicht zu sehr auszukühlen. Trotzdem hat es meinen Schatz leicht erwischt gehabt, aber er konnte sich rasch wieder erholen.

Letztes Wochenende waren mehrere Familienbesuche angesagt und auch eine Geburtstagsnachfeier einer lieben Freundin. Alles verlief friedlich und harmonisch, so wie ich das liebe. 🙂

Ende nächster Woche geht es wieder nach Bosnien, wie schon vor 2 Jahren. Gleiche Schamanin, zwei neue Gruppenmitglieder. Wir besuchen auch neue Orte, wie z. B. Mostar, bekannt für seine berühmte Steinbrücke, die nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde. Diesmal bleiben wir 10 Tage im Land, wodurch wir länger an Ort und Stelle bleiben können und so weniger Stress haben. Das Programm ist dicht, dazwischen ist dann noch Platz für ein paar Rituale, einem Sonnenaufgangserlebnis auf der Sonnenpyramide und einer längeren Meditation im Heilstollen bei Visoko. Ich werde berichten. 🙂

Soweit der Plan. Ich bleibe neugierig und genieße mein Leben und ganz besonders die Liebe.

Herzliche Grüße

Eure Caroline