LIEBE ZUM REISEN: eine Reise mitten ins Herz

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Auf der Hinfahrt: auf Du und Du mit einem Waschbären in Kassel

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Eine klassische belgische Frituur

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Ein ungewöhnliches Schiff – Kunst im Middelheimpark

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Der große Markt von Brügge

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Ein Spaziergang am Meer bei Middelkerke

Es gibt Reisen, die sind so emotional tiefgehend und gehen mitten ins Herz. Eine solche hatte ich jetzt. Die 1. Reise mit meinem geliebten Partner zu seiner Familie nach Belgien. Mit dem Auto in zwei Etappen. Bei Hin- und Rückfahrt ein Stopp in Kassel/DE. Dort besuchten wir eine liebe Freundin und Märchenmuseum. Wir beobachteten Waschbären im Park (Kassel ist die Waschbärenhauptstadt) und tranken Berliner Weiße (war das 1. Mal für mich, sehr lecker mit Waldmeister) an der Fulda.

Der Kern der Reise war ein intensives und herzliches (so weit in diesen Zeit möglich) Kennen- und lieben lernen seiner großen Familie. So originelle, liebenswerte Charaktere. Einfach zum liebhaben. Spannende Gespräche über Gott und die Welt (so ziemlich wortwörtlich). Viele Orte mit schönen Erinnerungen seiner Kind- und Jugendzeit besucht. Ich liebe es, den Ursprung meines Partners kennenzulernen. Dieser gehört genauso zu ihm wie die Gegenwart. Mir ist das in einer Partnerschaft sehr wichtig. So interessant, in Stück für Stück in der Tiefe kennenzulernen. Viele belgische Köstlich

Einen Tag besuchten wir meine belgische Lieblingsstadt Brügge, die angenehm ruhig war. Ein Besteigung des Belfort-Turm mit meinem Liebsten hatte ich mir schon lange gewünscht. Endlich wurde er Wirklichkeit. Eine Bootsfahrt machten wir auch. Dann noch ein Besuch des wohl einzigen Frittenmuseums der Welt. Muscheln mit Fritten und eine köstliche Waffel rundeten das Programm ab. Danach machten wir noch einen Spaziergang am Meer von Middelkerke mit anschließender Stärkung im Lokal.

Rundum eine großartige, intensive und emotionale Reise mit vielen tiefgreifenden und liebevollen Erfahrungen.

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUM REISEN/GENUSS: Ein Teehaus in Riga

Es gibt Orte, die mich magisch anziehen. Teehäuser zum Beispiel. Ich bin mit dem englischen Tee  aufgewachsen, den meine Mama immer tonnenweise – so kam es mir vor – aus London importierte. Grün-blaue Verpackung, dreieckige oder auch flache, runde Teebeutelchen mit schwarzem, rauchigen Tee. Immer zum Frühstück. Irgendwann konnte ich ihn nicht mehr trinken. Er schmeckte für mich zunehmend nach Kohlen. Ekelhaft. Nur die Motten mochten ihn noch.

Deshalb rührte ich lange Zeit keinen schwarzen Tee mehr an. Ich trank ihn nur mehr auf Reisen, wenn es keine Alternative gab oder er so gut schmeckte, wie in Südindien der frisch gekochte Masala Chai – nein, Chai Latte ist nicht das Gleiche!  Ich entdeckte Grüntee für mich. Erst nur Beutel, später auch losen Tee vom Teesalon von Eva Horvath. Letzteren aber nur zu besonderen Stunden, wo ich Zeit und Muße habe, solche ausgewählten Köstlichkeiten zu genießen.

Mittlerweile trinke ich viele Sorten Tee und Infusionen (Kräutertee, ausgewählten Früchtetee), je nach Lust und Laune, ob ich entspannen will oder Belebung brauche. Nur der schwarze Tee ist ein seltener Gast in meiner Tasse.

So fanden wir auf unserem ersten Spaziergang nach der Ankunft in Riga im Park nahe der Altstadt ein wunderschönes Teehaus von runder Form, lichtdurchflutet, orientalisch eingerichtet, mit einer steilen Wendeltreppe in der Mitte, die auf eine Galerie hinaufführt. Dort liegen duzende große gemusterte Polster, die zum Kuscheln und Entspannen einladen. Man bestellt unten bei der großzügigen Theke, lässt sich von freundlichen Mitarbeiterinnen beraten und setzt sich dann oben auf den Boden zwischen all die weichen Kissen und wartet auf seine Kanne. Das Tablett stellt man dann zwischen sich und genießt die wunderbare Aussicht auf den Fluss und das frische Grün des Parks. Gelegentlich fahren kleine Boote vorbei, wie in Amsterdam, und schippern Touristen durch die Gegend. Wer möchte, kann sich aus süßen Köstlichkeiten noch ein paar Begleiter zum Tee aussuchen. Im Erdgeschoss gibt es auch Tische und Sessel für alle, die nicht am Boden sitzen können oder wollen oder die Treppe nicht schaffen. Auch einen kleinen Außenbereich gibt es. Teezeremonien werden ebenfalls angeboten und auch spezielle Trendgetränke, wie Matcha Latte, Chai Latte etc, werden zubereitet. Zu bestimmter Stunde kann man dort auch Omelette und andere Frühstücksleckereien bekommen.

Zweimal besuchten wir das Teehaus. Kurz bevor wir weiter nach Kuldiga fuhren und zum Abschluss, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machten. Jedesmal hatten wir Glück, und es war nur spärlich besetzt, sodass wir den Aufenthalt in Ruhe genießen konnten.

Solche Orte bleiben mir im Gedächtnis.

So macht mir das Reisen Spaß. Kunst und Kultur in Verbindung mit Genuss, Ruhe und Gelassenheit und natürlich jeder Menge Natur. Sich treiben lassen. Nicht nur herumeilen und eine Sehenswürdigkeit nach der anderen besichtigen. Auf einer Bank im Park verweilen und den lustigen Möwen zusehen. So halte ich Stadt besser aus.

Tee hilft auch – immer.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUM REISEN/ZUR NATUR: Ein Gebirge, viele Wege Teil 1

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Ich liebe das Elbsandsteingebirge in Sachsen/Deutschland. So viel Wald, Wasser und die beeindruckenden typischen Sandsteinformationen, nicht zu vergessen die schöne Elbe. Rund, weich und doch Stein. Früher ein Meer, jetzt Steine. Dort fühle ich mich sehr wohl. Jetzt waren wir endlich einmal länger dort und erkundeten aktiv die Gegend.

Wir wohnten in Krippen, einem Teil von Bad Schandau. Letzteres ist am schnellsten mit der Fähre zu erreichen. Dank unserer Gästekarte fuhren wir ohne Zusatzkosten.

Für Schlauberger: Alles aus Sandstein endet mit -stein im Namen, z. B. Affensteine, Schrammsteine. Im Gegensatz dazu haben alle Formationen aus Basalt einen „Berg“ am Ende stehen, z. B. Winterberg.

Unsere erste Tour nach Ankunft führte uns entlang des „Flößersteigs“ ins schöne Kirnitzschtal. Dieser Steig führt anfangs leicht und gemütlich zuerst vom Marktplatz von Bad Schandau durch den Kurpark, dann erst rechts, dann links auf breitem Forstweg am Fluss bzw. der Straße entlang, später wird er immer abenteuerlicher und anstrengender, teilweise so gar versichert, aber immer ganz dicht am Fluss entlang, Richtung Lichtenhainer Wasserfall und noch weiter. Dazwischen erfrischen wir unsere Zehen im kühlen Wasser der Kirnitzsch. Wir hatten allerdings nicht die Zeit für die ganze Strecke, deswegen beendeten wir unsere Wanderung beim „Nassen Grund“. Kurz vor Ende passierten wir eine höher gelegene Stelle neben einer Felswand, wo wir einen wunderschönen Ausblick auf den Fluss und den umgebenden Wald hatten.

Da wir aber mit der berühmten alten Kirnitzschtalbahn fahren wollten (s. Foto), spazierten wir noch gemütlich weiter stadtauswärts bis zur Station „Beuthenfall“, eine Haltestelle vor der Endstation „Lichtenhainer Wasserfall“, da wir sonst lange hätten warten müssen. Diese Bahn sieht ein bisschen wie eine alte Straßenbahn aus und fährt eingleisig. Das heißt, sie dreht nicht um, sondern der Fahrer geht ans andere Ende des Fahrzeugs und fährt am selben Gleis wieder retour. Habe ich so auch noch nirgends gesehen.

Fakten: Marktplatz Bad Schandau – Flößersteig – Nasser Grund – Haltestelle Beuthenfall

Der Weg ist zuerst einfach und breit, später teilweise auch eng, schwierig und anstrengend, ein richtiger Abenteuerweg, abwechslungsreich. Stellenweise versichert. Grundkondition notwendig. Zumindest abschnittsweise auch für gehwillige Kinder geeignet. Rückfahrt mit Bus oder Kirnitzschtalbahn möglich.

Gehzeit: 2.45 h  (inkl. kurzer Pausen)

Fazit: Lohnt sich für jeden, der gerne Wald und Wasser liebt. Durch den abwechslungsreichen Steig, auch durch den unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad bedingt, ist er auch für Geübtere eine schöne Einstiegstour nach langer Bus- und Bahnfahrt.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

LIEBE ZUM REISEN: Puszta, Pferdefurz und Paprika 1

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Eine Reise mit dem Zigeunerwagen durch die ungarische Puszta war ein richtiges Abenteuer, das unvergesslich bleiben wird. In vielerlei Hinsicht. Einlassen, Loslassen, Entschleunigung pur.

Die Wahrheit über Pferde – aus meiner Sicht

Pferde können vielleicht nicht kotzen, aber dafür umso besser furzen, viel und oft. Stinkt zwar nicht nach faulen Eiern, aber viel besser auch nicht.

Pferde lieben es bei der Hitze, wenn sie mit Schwamm und Wasser abgewaschen werden. Manchmal wird es auch eine Dusche, wenn der Rest im Kübel dafür reicht.

Pferde sind wahre Charakterdarsteller, besonders beim Fressen. Jenga genoss jeden Bissen, kaute ihn ordentlich durch, hob den Kopf und spuckte dabei die gefühlte Hälfte des Hafers auf mich. Dann wieder den Kopf in den Kübel stecken, kräftig ansaugen und das gleiche Spiel ging von vorne los. IMG_5298 Ich habe noch nie ein Pferd gesehen, das so langsam gefressen hat. Überhaupt noch kein Tier, glaube ich.

Pferde können dauernd fressen. Jenga nutze jede sich bietende Gelegenheit, um frisches Grünfutter zu ergattern. Ich gab ihr den Spitznamen „Friesling“, der sie aber kaum zu beeindrucken schien und sie auch kein bisschen einbremsen konnte, so nebenbei bemerkt. Wir verwöhnten sie natürlich fleißig mit frisch gepflückten Löwenzahn für eine anständige Verdauung.

Pferde sind sehr schlaue, sensible Tiere. Sie wissen genau, wer sich um sie kümmert und wer ihr Vertrauen verdient. Wir drei waren ein tollen Team. Danke Jenga!!! Sie ist mir in den paar Tagen so richtig ans Herz gewachsen.

Pferde sind einfach wunderbare Gefährten. Sie halten einem ständig den Spiegel vor und verlangen dafür nur ein wenig Liebe und Fürsorge…

So, das war es erst mal für heute. Der 2. Teil folgt bald…

Vielen Dank fürs Lesen!

Herzliche Grüße

Eure Caroline

LIEBE ZUM REISEN: Spaß, Sport und die Semperoper Teil 2: Dresden

Willkommen zurück beim 2. Teil ! Hier geht es zu Teil 1.

Dresden ist ganz anders als Leipzig, hat aber auch seine Höhepunkte und seinen eigenen Charme. Seine Innenstadt ist durch die vielen historischen, meist nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebauten Gebäuden geprägt. Wen das interessiert, ist dort gut aufgehoben. Die Frauenkirche, die lange Jahre nur als Ruine bestanden hat, erstrahlt in neuem Glanz. Der „Zwinger“, ein riesiger barocker Bau mit beeindruckender Gartenanlage, oder natürlich auch die berühmte Semperoper prägen das Stadtzentrum.

Carolines TOP 3 Tipps für Dresden:

  1. Eine Wanderung durch das nahe Elbsandsteingebirge, z. B. wie wir von Wehlen zur beeindruckenden Kulisse der Ruine Felsenburg Neurathen, einer Festung aus dem 13. Jhdt., deren Aussehen aufwendig rekonstruiert wurde. Ein wagemutiger Rundgang auf metallenen Brücken und Aussichtsplattformen zeigen die ursprünglichen Ausmaße der Festung. Sogar eine steinerne Zisterne wurde gefunden. Die Burg selbst war aus Holz und wurde bei einer Belagerung in Brand gesetzt. „Herr der Ringe“ ist nichts gegen die magische Ausstrahlung dieses einzigartigen Waldgebiets. Ich habe hinter jeder Ecke ein Einhorn erwartet. 😉 Ein Streifzug vorbei an den meterhohen Sandsteinsäulen und durch den dichten mystischen Wald sind ein Muss für jeden Dresdenbesucher. Die S-Bahn fährt jede halbe Stunde (*29 und *59) von Gleis 18 von Dresden Hauptbahnhof Richtung Wehlen etc. ab. Dort dann noch mit der Fähre übersetzen und schon geht es los.
  2. Ein Besuch des Deutschen Hygiene Museums. Es lockt eine tolle und sehr interaktive Dauerausstellung zum Thema Mensch. Natürlich sehr passend für mich. Daneben kann man sich mit der gleichen Eintrittskarte auch noch eine interessante Fotoausstellung in einem anderen Teil des Museums anschauen.
  3. Eine Führung durch die Semperoper, die eigentlich „Sächsische Staatsoper“ heißt. Das ist übrigens schon die 3. Version davon. Das erste Gebäude brannte ab, das zweite wurde durch den 1. Weltkrieg zerstört und jetzt steht das dritte. Alle nach den Plänen des gleichen und berühmten Architekten Gottfried Semper. Auch in Wien war er sehr strebsam und plante u. a. das Burgtheater, das Naturhistorische und das Kunsthistorische Museum und Teile der Neuen Hofburg (zusammen mit Carl von Hasenauer). Durch eine Führung wird die Geschichte lebendig und begreifbar. Der Blickwinkel ändert sich und man gibt den aufwendigen Malereien und den komplex und zeitintensiv hergestellten Kunstmarmorsäulen vielleicht mehr Aufmerksamkeit als bisher.

Zusatztipp: ein Besuch der Stadt Pirna. Die Stadt hat nette Geschäfte (besonders eine sympathische kleine Buchhandlung mit einer Eule als Symbol in der Nähe des Marktplatzes, eine alte Schlossanlage und einen mittelalterlichen Flair.

Zusatztipp 2: eine kleine Radtour an der Elbe (auf der Seite der Altstadt!!) entlang zum „Blauen Wunder“, einer architektonisch interessanten Metallbrücke, ohne Pfeiler im Fluss, damals eine Meisterleistung. Die interessanten Teile von Dresden haben leider vielfach einen ausgesprochen ungünstigen Bodenbelag (grobe Steine), was einer weitere Erkundung der Stadt per Rad doch etwas den Spaß verdirbt.

Insgesamt hat mir Leipzig von der städtischen Struktur besser gefallen. Die vielen Grünflächen und die Wasserkanäle haben mir auch besonders gut gefallen. Im Süden gibt es auch noch einige Seen, die durch den Bergbau entstanden sind. Das Elbsandsteingebirge ist einzigartig und für Naturliebhaber ein absolutes Highlight. Dresden ist für historisch- und kulturinteressierte Menschen sehenswert. Das Hygiene Museum war eine Überraschung für mich. Die Ausstellung war besser als erwartet. Sie hat richtig Spaß gemacht. Wissen(schaft) und Forschung zum Begreifen im wahrsten Sinne des Wortes, so soll es sein.

Ich wünsche euch viel Spaß bei eurem nächsten Dresdenbesuch,

Eure Caroline

 

 

 

Kurzmitteilung

LIEBE ZUM REISEN: Spaß, Sport und die Semperoper Teil 1: Leipzig

Ein lang gehegter Wunsch von mir wurde letzte Woche war. Endlich besuchten wir die Städte Leipzig und Dresden in Sachsen/Deutschland. Das Wetter war einfach perfekt, Sonne pur. Der Urlaub insgesamt phantastisch.

Leipzig hat mit wahnsinnig viel Grünflächen und wunderbaren Wasserkanälen überrascht und hat mir insgesamt besser gefallen. Das Bookhotel kann ich nur weiterempfehlen. Es liegt nur wenige Minuten von der bekannten Moritzbastei (super leckeres und günstiges Essen, besonders auch für Vegetarier !!) entfernt hinter dem Ringcafe in einer ruhigen Straße.

Carolines TOP 3 Tipps für Leipzig:

  1. Eine Paddeltour durch die Wasserkanäle der Stadt. Sondertipp: beim Verleih am Klingerweg ist das Personal sehr sympathisch und der Preis ist auch TOP (pro Stunde EUR 7,00).
  2. ein Besuch des Panometers Leipzig (gibt u. a. auch eines in Dresden). Das ist ein ehemaliges Gasometer, dass vom Künstler Yadegar Asisi spektakuläre 360° Grad Panoramafotoaufnahmen. Zuerst gibt es einen Haufen Informationen und passende Ausstellungsstücke zum gerade ausgestellten Panorama, in der Mitte dann das Highlight in Form des riesigen Fotopanoramas mit passendem Lichtspiel und Hintergrundmusik. Bis zu 32m hoch und 110 m Umfang. Wir sahen das „Great Barrier Reef“. Es war, als ob wir wirklich unter Wasser in einer Art U-Boot sitzen und in die phantastische Unterwasserwelt hinausblicken würden. Maßstab 1:1. Mein Biologinnenherz schlug höher. ❤
  3. Ein Spaziergang durch den Auwald, der, ähnlich dem Lainzer Tiergarten in Wien, einige Gehege mit (einheimischen) Tieren bietet. Als Raststation bietet sich das Russische Teehaus an. Die Frischlinge der Wildschweine waren echt süß.

Zusatztipp: wer sich für historische Geschichte interessiert, sollte auch unbedingt das Völkerschlachtdenkmal besuchen. Bei Leipzig wurde zwischen dem 16. und 19. Oktober 1813 mehrere Schlachten gegen die Truppen von Napoleon geführt und schließlich auch gewonnen.

2. Zusatztipp: ein Spaziergang durch die vielen Passagen der Altstadt. Auch der berühmte Auerbachskeller  aus Goethes „Faust“ liegt in einer solchen. Sehenswert, wenn auch preislich weit über unserem Niveau.

Bleibt neugierig und gespannt! Teil 2: Dresden folgt bald.

Herzliche Grüße und viel Spaß bei eurem Leipzig Besuch,

Eure Caroline

 

 

 

 

LIEBE ZUM REISEN: REIF für die INSEL

Juhuu, nur mehr ein paar Tage und wir fliegen endlich nach SCHOTTLAND!

2003 waren meine beste Freundin und ich eine Woche dort und sind per Interrail und auch per Bus sogar bis zum nördlichsten Punkt der Insel gereist. Leider viel zu kurz für dieses wunderbare Land mit den freundlichen Menschen und einer interessanten Geschichte.

Mit meinem geliebten Schatz wird es natürlich wieder ein ganz anderer Urlaub werden. Ein Abenteuerurlaub mit Küstenwanderungen, paddeln, vielleicht auch wieder reiten. Wir wollen diesmal auch ein Auto nehmen, damit wir flexibler sind und auch unzugänglichere Punkte erreichen können. Übernachten wollen wir natürlich vorwiegend in den typischen B&Bs. Da hatten wir schon in Irland die verrücktesten Ereignisse. Einmal sperrte ich nach einem kleinen Scharmützel meinen Schatz unabsichtlich im Klo ein und wunderte mich dann, dass er nicht zum Tee erschien, auf den wir von den freundlichen Besitzern Nora & Josef eingeladen worden waren. Ein anderes Mal vergaß ich meine Sportschuhe im Zimmer, und wir fuhren davon. Beim Rückweg klingelte ich nochmals bei dem B&B. Die Besitzerin kam offenbar gerade aus der Dusche, als sie die Türe öffnete. Sie hatte die Haare unter einem Handtuchturban versteckt und hielt den gerade gebadeten Hund in Händen. Die Schuhe standen ordentlich in Reih und Glied am selben Platz, an dem ich sie stehen hatte lassen.

Dieser familiäre Anschluss gefällt mir so gut an diesen Unterkünften. Die Einrichtung, das oft feudale englische Frühstück oder in dem Fall natürlich SCHOTTISCHE Frühstück, die Familienbilder an der Wand oder ein wunderschöner, liebevoll gepflegter Garten. Ein paar nette Worte, ein bisschen Smalltalk, freundliche Besitzerinnen.

Natürlich freue ich mich auch auf die wildromantische, etwas rauere Natur. Ja, der viele Regen gibt sein Übriges dazu. Auf den saftigen Weiden grasen unzählige Schafe – die sind ja bekanntlich meine Lieblingstiere – und Hochlandrinder. Die vielen Lochs – die typisch schottischen, tiefen, moorige Seen – laden zum verweilen ein. Vielleicht sehe ich ja endlich auch einmal Nessie, das berühmte Loch Ness Monster. Es gibt übrigens noch ein weniger bekanntes zweites Monster, das allerdings nur regional bekannt ist.

Fußballverrückt sind die Schotten auch, aber sie veranstalten auch so verrückte Sachen, wie die Highland Games, wo starke, muskelbepackte Männer Baumstämme durch die Luft wirbeln als wären es dünne Äste.

Um sich von England abzugrenzen, haben die Schotten ja neben einem eigenen Parlament auch eine eigene Währung, eine eigene Fußball-Nationalmannschaft und eine eigene Sprache (genaugenommen ein Dialekt) namens „Scots“. Diese Sprache verhält sich zum Hochdeutschen wie das Plattdeutsch. Die Aussprache ist teilweise ganz anders als im Englischen, auch viele Wörter sind anders oder werden verschieden gebraucht. Sehr spannend und interessant. Ich habe mir natürlich wieder den obligatorischen KAUDERWELSCH-Sprachführer gekauft. 🙂

Kleiner Exkurs:  Übrigens gibt es ja auch die gälische Variante des Fußballspiels, die mir besser gefällt als das klassische Fußball. Dieses Spiel ist allerdings mehr mit dem Rugby verwandt und wird fast nur in Irland gespielt. Gaelic Football ist auch dem Australischen Football ähnlich, weswegen als Kompromiss die Regeln ein Mischmasch zwischen irischen und australischen Regeln sind, um Länderspiele möglich zu machen (Quelle. WIKIPEDIA am 20.06.2016). Fußball ist also nicht gleich Fußball.

Da heißt also, es wird jetzt eine urlaubsbedingte längere Pause auf meinem LIEBESRAUM geben.

Freut euch jedenfalls schon jetzt auf schöne Fotos und einen spannenden Bericht aus SCHOTTLAND!

Ich wünsche euch weiterhin ein wunderschönes, phantastisches Leben und viel Spaß!

Eure Caroline

 

Kurzmitteilung

LIEBE ZUR PARTNERSCHAFT: Was tut ein Mann, wenn er sich sehr freut?

Er wäscht seine Handy in der Waschmaschine.

Das ist kein Witz. So wirklich kürzlich geschehen, als mein Schatz sich schon so sehr auf mich gefreut hat, dass ich von meiner Bosnienreise heimkomme, dass er in der Eile der Vorbereitungen vergaß, sein Handy aus der Hosentasche zu nehmen.

Handy sauber, aber tot. 😦

Tipp: falls dies auch anderen Personen passieren sollte, dann sofort auseinanderbauen, soweit möglich. Dann alle Teile auf ein Handtuch und an einen gut belüfteten Platz legen und drei Tage warten. Wieder zusammenbauen und hoffen, dass es wieder funktioniert. Wenn nicht, dann noch ans Ladekabel anstecken. Wenns dann immer noch nicht geht, ist nur mehr eine Fachreparatur bei einem Händler möglich.

LIEBE ZUM REISEN: Polen – der Süden für neugierige Naturfreunde

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Gute Reiseführer sind schwer zu finden, besonders welche für Individualreisende wie mich oder meinen Schatz.

Die Reiseführer von REISE-KNOW-HOW sind da wirklich eine Ausnahme. Sie präsentieren sich mit viele bunte Fotos, detailierten Ortsplänen, Übersichtskarten, einer kleinen Sprachhilfe, einem umfassendem Kapitel „Praktische Reisetipps“, Hinweisen zu Unterkünften jeder Preislage, Kulinarischen Tipps, Exkursen zu interessanten Themen, einem ausführlichen Land und Leute-Kapitel und auch Hinweisen zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Letzteres ist besonders für uns von Interesse, da wir uns sehr gerne unter die Einheimischen mischen und nur selten Autos ausleihen.

Der Reiseführer „Polen der Süden“, (6., neu bearbeitete und komplett aktualisierte Aufl. 2015/16), von der in Polen geborenen Izabella Gawin überzeugte mich besonders durch die liebevoll recherchierten, grau hinterlegten Hinweise in den einzelnen Kapiteln, die besonders sehenswerte oder interessante Details zu manchen Regionen oder auch besonderen Gebäuden preisgeben. So fanden wir dort auch den Hinweis zu den Huzulenpferden in dem abgelegenen Gebiet der Waldkarpaten. Auch Tipps für besonders empfehlenswerte Wanderrouten kann man hier finden. Weiters zeigt Frau Gawin dem Leser auch ihre ganz persönlichen Highlights abseits des Hauptrouten, die entsprechend farblich markiert sind.

Das Kapitel „Land und Leute“ ist mir persönlich bei Reiseführern besonders wichtig. Das Kennenlernen der Kultur, des Charakters der Einheimischen, der gesellschaftlichen Regeln, der Tier- und Pflanzenwelt, des Klimas, der Kulinarik und der Sprache gehört für mich nicht nur unbedingt zum Reisen dazu, sondern bringt den Menschen auch den nötigen Respekt entgegen, wie ich finde. Dieser macht für mich den Unterschied zwischen Tourist und Reisenden aus.

Im Reiseführer „Polen der Süden“ finden sich auch viele Tipps für die zahlreichen (sportlichen) Aktivitäten, die dieses wunderschöne Land bietet. Von A wie Angeln bis W wie Wintersport wird jeder neugierige Naturfreund etwas für sich finden.

Südpolen bietet für jeden etwas. Die größeren Städte warten mit zahlreichen Geschäften, gemütlichen Cafes und lobenswerten Restaurants auf. Die Kinos in Polen spielen aktuelle Blockbuster im Originalton mit polnischen Untertiteln. Bars und Feste aller Art locken die Besucher.

Am Land dagegen geht es gemütlicher zu. Dort ist perfekte Erholung für diejenigen zu finden, die Ruhe und wunderschöne Natur suchen. Grüne Hügel, Flüsse und eine reiche Flora und Fauna wollen entdeckt und bestaunt werden. Sogar Wölfe und Bären leben noch in den abgelegeneren Gebieten, die man dort mit etwas Glück und Geduld antreffen kann. Als wir dort waren, faszinierte mich besonders die reiche Vogelpopulation. Sogar den überaus selten gewordenen Eisvogel konnte ich dort sehen.

Zusammenfassend kann ich den Reiseführer „Polen der Süden“ für all diejenigen empfehlen, die abseits der ausgetretenen Pfade wandern und reisen wollen, die Spaß am individuellen Entdecken haben und die auch nicht vor dem Kontakt mit den gastfreundlichen und hilfsbereiten Einheimischen zurückschrecken. Sehenswürdigkeiten zu bestauen ist leicht, aber erst durch die Begegnung mit besonderen Menschen wird die Reise für immer im Herzen bleiben. Wer mit offenem Herzen reist, hat mehr davon.

Ich wünsche Euch viel Spaß, Neugier und Freude bei Eurer Polenreise mit einem Reiseführer von Reise-Know-How,

Eure Caroline

LIEBE ZUM REISEN: NÜRNBERG und die Deutschen

Ein großer Wunsch von mir ist am Wochenende in Erfüllung gegangen. Ich war endlich einmal in Nürnberg, um dort einen echten Nürnberger Lebkuchen zu essen. 🙂 Dieser war übrigens sehr gut. 🙂 Auch die Nürnberger Rostbratwürstl sind bekannt und beliebt. In einem wirklich urigen, kleinen Gasthaus in der Albrecht-Dürer-Straße Nr. 3 (gerade mal 11 Tische) speisten wir köstliche Backers (Kartoffelpuffer) mit einer würzigen Steinpilzsauce.

Wirklich eine freundliche Stadt mit viel Fachwerk, das ich so liebe, alten Gemäuern, ein wenig mittelalterlichem Charme und köstlichen Genüssen für Leib und Seele. Bekannt für seinen Christkindlesmarkt (so schreibt man den wirklich), der noch ohne Kitsch, aber mit viel Tradition, viel Speis und Trank und mit vielen schönen Dingen aus Glas, zum dekorieren, zum stempeln, zum aufstellen und anschauen aufwarten kann. Leider zieht das auch gefühlte Millionen an Menschen (gleichzeitig) an. Für Hochsensible also nur für wenige Minuten wirklich erträglich, für andere auch nicht viel länger. Das ist der Nachteil, wenn man diesen schön an der Frauenkirche gelegenen Christkindlesmarkt besuchen will. Bei nächsten Mal kommen wir, wenn es warm ist, dann gibt es auch herrliche Parkanlagen mit Seen, die wir leider in der kurzen Zeit nicht sehen konnten, zu entdecken. Das ist einer dieser Städte, wo ich mir vorstellen könnte, zu leben. Albrecht Dürer verbrachte dort viel Zeit, meistens beim Arbeiten. Sein Haus haben wir auch besucht. Es ist sehenswert, besonders der Audioguidetext macht Freude. Der „Geist“ von Dürers Frau plaudert informativ und kurzweilig über das Leben in der damaligen Zeit. Das berühmte Spielzeugmuseum muss leider noch etwas auf unseren Besuch warten. Von außen hat es schon einmal interessant ausgesehen.

Man kann viel über die Deutschen sagen, aber bisher hatte ich nur nette Erlebnisse mit ihnen. Auf dem Weg vom Hotel in Nürnberg, das etwas außerhalb der Altstadt lag, zum Weihnachtsmarkt kamen wir mit einer sehr netten alten Dame ins Gespräch, die gleich alle um uns herum ins Gespräch mit einbezog.

Ein anderes Mal, es ist schon ein paar Jahre her, machten wir eine Deutschlandtour mit meinem damals noch vorhandenen Auto. Wir starteten in Bayern und kamen gerade rechtzeitig bei einem Fest vorbei. Also parkten wir den Wagen etwas schräg auf einer nahen Wiese, die als Parkplatz diente, und genossen die Musik und mein Schatz das Bier. Als wir dann wieder fahren wollten, stellten wir leider fest, dass das nicht so einfach sein würde. Ein kräftiger Regenguss hatte den ganzen Platz aufgeweicht, und durch die Schräglage konnten wir mit dem Auto nicht weg. Schnell fanden sich allerdings ein paar hilfsbereite Burschen und kamen mit einem Kleintraktor daher, um uns abzuschleppen. So konnten wir dank ein paar freundlicher Menschen unsere Fahrt fortsetzen.

Mein Schatz stammt auch aus Deutschland, zuletzt lebte er in Berlin, ursprünglich geboren wurde er in einer kleinen Stadt nahe Schwäbisch Hall. Seine Schwester, sein Schwager und sein einer Neffe wohnen auch noch dort. Meistens besuchen wir sie einmal im Jahr. In Passau wohnen auch noch Freunde von ihm, die wir auch hin und wieder sehen.

Ich freue mich schon sehr auf unseren nächsten Deutschlandbesuch.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline