LIEBE ZUM REISEN/ZUR NATUR: Ein Gebirge, viele Wege Teil 1

20180531_1936411799578505.jpg

Ich liebe das Elbsandsteingebirge in Sachsen/Deutschland. So viel Wald, Wasser und die beeindruckenden typischen Sandsteinformationen, nicht zu vergessen die schöne Elbe. Rund, weich und doch Stein. Früher ein Meer, jetzt Steine. Dort fühle ich mich sehr wohl. Jetzt waren wir endlich einmal länger dort und erkundeten aktiv die Gegend.

Wir wohnten in Krippen, einem Teil von Bad Schandau. Letzteres ist am schnellsten mit der Fähre zu erreichen. Dank unserer Gästekarte fuhren wir ohne Zusatzkosten.

Für Schlauberger: Alles aus Sandstein endet mit -stein im Namen, z. B. Affensteine, Schrammsteine. Im Gegensatz dazu haben alle Formationen aus Basalt einen „Berg“ am Ende stehen, z. B. Winterberg.

Unsere erste Tour nach Ankunft führte uns entlang des „Flößersteigs“ ins schöne Kirnitzschtal. Dieser Steig führt anfangs leicht und gemütlich zuerst vom Marktplatz von Bad Schandau durch den Kurpark, dann erst rechts, dann links auf breitem Forstweg am Fluss bzw. der Straße entlang, später wird er immer abenteuerlicher und anstrengender, teilweise so gar versichert, aber immer ganz dicht am Fluss entlang, Richtung Lichtenhainer Wasserfall und noch weiter. Dazwischen erfrischen wir unsere Zehen im kühlen Wasser der Kirnitzsch. Wir hatten allerdings nicht die Zeit für die ganze Strecke, deswegen beendeten wir unsere Wanderung beim „Nassen Grund“. Kurz vor Ende passierten wir eine höher gelegene Stelle neben einer Felswand, wo wir einen wunderschönen Ausblick auf den Fluss und den umgebenden Wald hatten.

Da wir aber mit der berühmten alten Kirnitzschtalbahn fahren wollten (s. Foto), spazierten wir noch gemütlich weiter stadtauswärts bis zur Station „Beuthenfall“, eine Haltestelle vor der Endstation „Lichtenhainer Wasserfall“, da wir sonst lange hätten warten müssen. Diese Bahn sieht ein bisschen wie eine alte Straßenbahn aus und fährt eingleisig. Das heißt, sie dreht nicht um, sondern der Fahrer geht ans andere Ende des Fahrzeugs und fährt am selben Gleis wieder retour. Habe ich so auch noch nirgends gesehen.

Fakten: Marktplatz Bad Schandau – Flößersteig – Nasser Grund – Haltestelle Beuthenfall

Der Weg ist zuerst einfach und breit, später teilweise auch eng, schwierig und anstrengend, ein richtiger Abenteuerweg, abwechslungsreich. Stellenweise versichert. Grundkondition notwendig. Zumindest abschnittsweise auch für gehwillige Kinder geeignet. Rückfahrt mit Bus oder Kirnitzschtalbahn möglich.

Gehzeit: 2.45 h  (inkl. kurzer Pausen)

Fazit: Lohnt sich für jeden, der gerne Wald und Wasser liebt. Durch den abwechslungsreichen Steig, auch durch den unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad bedingt, ist er auch für Geübtere eine schöne Einstiegstour nach langer Bus- und Bahnfahrt.

Alles Liebe

Eure Caroline