LIEBE ZUR NATUR: Wandern in der Salzkammer Österreichs Teil 2

 

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Der kleine Sonnstein (923 m. ü. A.) schaut ja von der Weite noch recht harmlos aus. Hoch ist er auch nicht sonderlich. Aber unterschätze niemals einen Gegner äh Berg!

Vom Bahnhof Traunstein Ort aus geht es zuerst einmal wieder zurück Richtung Hauptstraße und dann dieser stadtauswärts folgend rd. einen Kilometer bis zur Bundesstraße vor. Dort gegenüber (ACHTUNG: sau viel Verkehr!!) befindet sich der Einstieg zur Besteigung des genannten Berges. Stiegen. Sehr viele Stiegen. Nun, erinnert mich ein bisschen an den Kahlenberg in Wien über die sogen. „Nase“. Dort schaut es ähnlich aus. Insgesamt ist der Wanderweg aber recht angenehm zu gehen. Wunderschön ist die Passage durch den Wald entlang einer Schlucht, die von einem kleinen, aber wilden Bach gebildet wird. Richtig wildromantisch ist es da. Da kommt ein Aussichtspunkt, wo ich das Foto vom Traunstein samt Umgebung mache.

Von einem Bergsattel (heißt das so?) aus geht es dann links immer steiniger, steiler und anstrengender den „Kopf“ des Berges hinauf. Nach dem höchsten Punkt geht es sogar ganz kurz wieder hinunter bevor wir die Sonnsteinhütte erreichen, die sich wagemutig an die Felswand klammert. Dahinter finden wir dann auch das gut besuchte Gipfelkreuz und genießen die Aussicht über große Teile des wunderschönen, aber kalten Traunsees. Gedauert hat die Wanderung bisher rd. 1,5 Stunden. Der Blick auf den Traunstein, den ich bereits vor einigen Jahren bezwungen habe, ist herrlich. So wie das Wetter. Die letzten Höhenmeter haben mich mehr an meine Grenzen gebracht als ich dachte. Die Pause tut gut.

Unglaublich, wie viele Menschen an diesem sonnigen Tag diesen Berg besteigen. Familien mit Kindern, vielen Kindern, mit Hunden – viele kleine, kaum große – Pärchen, Männergruppen, Frauen, mein Schatz und ich…

Dann geht es wieder runter bis zu dem Sattel zurück, dazwischen noch eine kurze Esspause auf einer Bank. Lecker, das Semmerl… 🙂

Nun denn, auf geht es zum 2. Teil der Wanderung Richtung Endziel Ebensee.

Steil den bewaldeten Hang hinauf. Besser wird der Weg nicht mehr. Teils sehr steile Passagen mit vielen Wurzeln folgen. Irgendwann haben wir es zur Kreuzung geschafft.  Nein, den großen Sonnstein machen wir heute nicht mehr. Wir entscheiden uns für das Tal. Nach insgesamt knapp 4 Stunden und steinigem steilem Abstieg haben wir es endlich geschafft. Wir schnaufen zum Bahnhof, ich lasse mich verschwitzt in einen freien Sessel fallen. Ich bin stolz auf meine Leistung.

Wunderschön war der Tag. Ich habe wieder gemerkt, wo meine Grenzen liegen. Ich bin häufig zu schnell beim Aufstieg, weswegen ich gerne meinem Schatz die Führung überlasse, der ist schließlich Steinbock.

Fakten: Bhf. Traunkirchen Ort – Start des Wanderweges (rd. 1 km vom Bhf. entfernt) – Gipfelkreuz des kleinen Sonnsteins – Abstieg zum Sattel – Kreuzung Gipfel gr. Sonnstein/Abstieg Tal – Bhf. Ebensee. Inkl. Pausen ca. 4 Stunden ohne Gipfel des großen Sonnsteins (je nach Schwere des Weg zw. ca. 15 und 25 min). Der kleine Sonnstein ist auch für nicht so geübte Wanderer machbar, wenn genügend Pausen gemacht werden und man zumindest über eine gewisse Grundkondition verfügt und man den gleichen Weg wieder retour nimmt. Für ältere Kinder ab 8 Jahren machbar, es waren sogar weitaus jüngere Kinder unterwegs. Der Weg weiter nach Ebensee verlangt viel Kondition und Durchhaltevermögen. Nichts für Anfänger. Viel zu steil.

Bleibt neugierig und alle Liebe

Eure Caroline vom LIEBESRAUM

PS: Teil 3 des Kurzwanderurlaubs kommt bald…

LIEBE ZUR NATUR: Wandern in der Salzkammer Österreichs Teil 1

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Österreich hat viele schöne Naturschätze, aber das Salzkammergut ist mir das Liebste.

Unseren Kurzwanderurlaub starten wir gleich mit einer Wanderung entlang des SOLEWEGS vom Bahnhof Steeg/Gosau nach Hallstatt. Erst sind wir uns noch uneinig, wo es lang geht, dann aber helfen uns nette Einheimische und zeigen uns den richtigen Weg. Nach nur wenigen Minuten Anstieg auf breitem privatem Forstweg erreichen wir den schmalen, aber fast eben verlaufenden SOLEWEG. Wir laufen ihn übrigens in die entgegengesetzte Richtung, es geht also immer minimal bergauf, von kurzen steileren Passagen abgesehen. Ein schattiger Wald mit blühenden Blumen und köstlich duftenden krautigen Pflanzen ist unser dauerhafter Begleiter. Hin und wieder finden sich ein Durchbruch oder ein steiler Abhang, die uns zu herrlichen Ausblicken auf den Hallstättersee und seine bergige Umgebung verhelfen. Eine lange Brücke ist auch zu überwinden. Da braucht man schon gute Nerven und Schwindelfreiheit, um da hinunter zu schauen. Ganz schön hoch, sag ich euch…

Später sehen wir schon das berühmte und sehr überlaufene Hallstadt im Sonnenlicht aufblitzen. Vor allem chinesische Touristengruppen lieben diesen Ort, der in China sogar nachgebaut wurde. Über viele Treppen geht es abwärts zum historischen Ortskern mit seinen bekannten Holzbauten. Mit dem Boot, das wir gerade noch erwischen, geht es in kurzer Zeit über den See. Dort wandern wir dann noch weiter bis zur nächsten Bahnstation. Hier ist das Ufer viel lichter, dafür teilen wir uns einen Teil des Wegs mit wenig rücksichtsvollen Radfahrern. Ich bin froh, als der Weg für diese zu schmal und zu steinig wird. Wir machen zwischendurch auch eine Pause und tauchen unsere Zehen ins kühle Nass. Ah, wie erfrischend! So soll Urlaub sein.

Nach rd. 3, 5 Stunden reiner Gehzeit erreichen wir die ÖBB-Haltestelle Obersee, wo wir nochmals eine – diesmal längere Pause – einlegen müssen, da der Zug noch eine Weile braucht, um uns dann zu unserem Übernachtungsort Bad Ischl zu bringen.

Fakten: Bhf. Steeg/Gosau – Soleweg – Hallstatt – Überfahrt Hallstättersee – Ostuferwander/radweg bis Haltestelle Obersee

Dauer: rd. 3, 5 Stunden, meistens eben bis minimal bergauf, wenige steilere Passagen, zum Schluss viele Stiegen, teilweise steinig und steil, hinunter nach Hallstatt. Für Kinder und Wander-Anfänger sehr gut geeignet.

Teil 2 unserer Salzkammergut-Wandertour kommt bald…

Bleibt neugierig und einen schönen Tag wünscht Euch allen

Eure Caroline vom LIEBESRAUM

LIEBE ZUM REISEN: Ganz viel Wasser und etwas Berg 2

Aussicht Schoberstein 2017

Aussicht vom Schoberstein (1037 m)

Mittwoch (Fortsetzung von Teil 1): Kurze, aber nette Wanderung entlang des Märchenwanderwegs in Unterach (Parkplatz etwa 2 km eine steile Straße hinauf (beschildert). Dann von dort weiter dieser Straße bis zum nächsten Hof folgend. Dort geht es bei einem Zwerg nach rechts in den Wald. Der Weg kann auch mit dem Kinderwagen befahren werden. Besonders für Familien mit Kindern geeignet. Unterwegs sind einige der bekanntesten Märchen mit Figuren und Requisiten nachgestellt und einige Zwerge gibt es auch zu entdecken samt Abenteuerspielplatz etc. Dauer hin und zurück ca. 1. Stunde. Teilweise steile Abschnitte.

Donnerstag:  Zuerst Fahrt nach St. Gilgen und kurze, aber sehr anstrengende Wanderung zum Berggasthof auf der Weisswand, einem Aussichtsberg mit wunderschönem Blick auf den Ort und den Wolfgangssee. 2 Wege sind möglich. Beide sind sehr steil und führen bis auf das erste Stück auf dem gleichen Weg hoch. Wir sind den „Gehweg“ gegangen. Dieser führt, wie auch der andere, erst eine immer steiler werdende Straße hinauf, dann über einen schmalen Pfad durch einen Wald hinauf. Nach dem Waldstück führt er wieder gemeinsam mit dem Hauptweg sehr steil und fast ohne Kehren auf breitem, gerölligem Weg hinauf zum Gasthof. Der Aufstieg lohnt sich dennoch, denn die Aussicht ist herrlich. Aufstieg/Abstieg je ca. 30 min. Unser Abstieg verlief dann entlang des Hauptwegs, der nicht durch den Wald, sondern auf einer steilen Straße hinunter. Diese führt an einem Bauernhof vorbei, wo seltene (alte) Hühner- und Rinderrassen gezüchtet werden. Sehr interessant für eine Biologin. 🙂

Wanderung entlang des Dr. Viktor Kaplan/2-Seen-Weges von Unterach am Attersee (Seebad) aus. Wir nahmen als bekennende Querdenker den umgekehrten Verlauf des Wegs. Zuerst entlang einer Promenade entlang eines Bachs (teilweise durch Wald) Richtung Mondsee. Dort biegt der Weg nach rechts ab und führt anfangs noch recht angenehm, später steil zum dortigen Wald. Dann verläuft dieser durch den Wald hindurch, später auch am ehemaligen Wohnhaus des großen österreichischen Erfinders u. a. der Kaplanturbine Dr. Viktor Kaplan vorbei. Hier besteht auch die Möglichkeit das Mausoleum von Dr. Viktor Kaplan zu besuchen. Aufgrund des extrem schlechten Wetters zu diesem Zeitpunkt haben wir das nicht getan. Entlang des Weges kann man immer wieder auf Tafeln über Wasserkraft, Energie und das interessante Leben dieses Erfinders lesen. Auch ein paar heimische Pflanzen werden beschrieben. Nach dem Wald geht es dann nach einer Rechtskurve steil bergab ins Tal zurück und weiter zurück zum Ausgangspunkt. Wir haben etwas 2,5 Stunden reiner Gehzeit dafür benötigt. Insgesamt eine schöne Wanderung, die bei den steileren Abschnitten doch ordentlich Kondition braucht, besonders im Regengewand.

Freitag: Viel Regen. Ruhetag. Wir besuchten einen sehr guten Freund meines Vaters samt dessen Familie in Attersee am Attersee.

Samstag: Abwechslungsreiche Wanderung auf den Schoberstein von Weißenbach am Attersee aus. Zuerst geht es durch den Wald auf schmalem Pfad in vielen Kehren in einer wirklich angenehmen Steigung bis auf einen Rücken, von dort weiter hoch bis zu einer Weggabelung. Dort dann links immer felsiger und ausgesetzter, mit wenigen kurzen gesicherten Kletterstellen hinauf auf den Gipfel samt Kreuz. Herrliche Aussicht auf den Attersee und Umgebung. Hinauf dauert es ungefähr 1,5 h. Hinunter auch nicht viel kürzer. Trotz der nicht all zu langen Strecke braucht man doch eine gute Kondition und vor allem Trittsicherheit wegen unzähligen Wurzeln und auch für die kurzen, einfachen Kletterstellen. Ich bin selten so gut auf einen Berg hinaufgekommen. Im Gegensatz zu meinem Schatz, der Steinbock ist, fühle ich mich immer noch im und am Wasser am wohlsten. Eine Gämse werde ich wohl nie werden, schon alleine wegen meinem oft zu forschen Tempo, weswegen ich am liebsten meinem Schatz den Vortritt lasse. Die Wanderung ist sehr empfehlenswert, sollte aber von Anfängern nicht unterschätzt werden. Auch für Familien mit schon etwas älteren Kindern zu schaffen, wenn genügend Pausen gemacht werden. Es gibt immer wieder Tische mit Bänken auf der Strecke.

Sonntag (Heimfahrt): Wanderung auf dem Keltenbaum-Weg. Für Erwachsene und besonders für Kinder gibt es viele interessante Stationen rund um die Kelten zu entdecken und Wissen zu sammeln und auch eigene Erfahrungen zu machen. Leider ging es meinem Schatz zu diesem Zeitpunkt nicht gut, sodass wir uns mehr auf den Weg konzentriert haben. Der Weg ist ein Rundweg und startet beim offenbar recht neuen Parkplatz bei einem Kreisverkehr in St. Georgen im Attergau. Er führt erst durch eine kleine Neubauanlage und dann steiler hinauf in einen Wald. Der größte Teil führt dann entlang dieses schmalen Waldsaums bis man später wieder in eine Ortschaft gelangt. Von da an ist der Weg dann eher schwierig zu finden gewesen. Er führt dann nochmal kurz durch ein Waldstück. Am Ende von diesem steht eine nachgebaute Keltenhütte samt Ofen und Feuerstelle, die man aber nur im Rahmen von Führungen besuchen kann. Hier endet der offizielle Weg. Dann geht es  weiter durch den Ort Richtung Parkplatz zurück.

Auch bei einem ausgewiesen Kraftplatz kamen wir auf dem Keltenbaumweg vorbei. Dort kann man sich auf Bänken niederlassen und die unterschiedlichen Energiequalitäten auf sich wirken lassen.

Wir haben im Laufe der Tage immer wieder Glück gehabt und auch einige Wildtiere zu Gesicht bekommen. Zwei Rehe und ein Fuchs waren die Highlights.

Das Salzkammergut mit seinen vielen, klaren Seen und den wunderschönen Bergen rundherum ist ein Paradies für alle, die Natur genauso lieben wie ich. Natur, Tiere und Spiritualität sind für mich eine meiner größten Kraftquellen. Ich bin so dankbar, dass ich meinen Schatz habe, der meine Liebe zur Natur mit mir so intensiv teilt.

Nur die berühmte Burggrabenklamm, die wir unbedingt sehen wollten, war leider bis auf Weiteres gesperrt. 😦

Ich danke Euch fürs Lesen und wünsche Euch

einen wunderschönen Tag,

Eure Caroline

 

LIEBE ZUM REISEN: Ganz viel Wasser und etwas Berg 1

Möwenklo Attersee 2017

Nomen est omen? Interessante Namenswahl… 😀

Der 2. Teil unseres heurigen Sommerurlaubs verbrachten wir im schönen Salzkammergut. Wir mieteten ein Auto in Linz vom „Günther“ (Autovermietung) und fuhren mit unserem braven Leih-KIA erstmal zum schönen Attersee. In der Nähe von Nußdorf bezogen wir unser reserviertes Quartier auf einem Bauernhof.

  • 127264 Schritte in 7 Tagen (davon 1 Ruhetag)
  • täglicher Durchschnitt: 12,95 km
  • Gesamtstrecke: 90,68 km

Montag (Ankunftstag): Spaziergang von St. Gilgen am Wolfgangssee entlang der Uferpromenade über das Ochsenkreuz zum Hochzeitskreuz mit Schwimm- und Sprungeinlage. 🙂 Der See ist sehr erfrischend…

Dienstag: Wanderung zum Schwarzensee, Startpunkt: Strobl am Wolfgangssee entlang der herrlich, teilweise auf Holzstegen angelegten Uferpomenade fast bis nach St. Wolfgang. Wir folgen dann den Schildern bei der großen Weggabelung nach rechts (links: St. Wolfgang) Richtung Wirersteig. Dieser Steig ist nicht umsonst schwarz gekennzeichnet. Er ist zwar technisch einfach und auch nicht sonderlich lang (1 h ab erwähnter Weggabelung), aber konditionell aufgrund der 420(!) Stufen (Metallstiegen) sehr anstrengend. Nach einer Pause am Schwarzensee folgten wir den Hinweisen zum Almweg, um diesen längeren (1.30 h bis Weggabelung), aber einfachen Weg wieder zurück ins Tal. Nachdem wir den gleichen Weg entlang der Uferpromenade wieder zurück genommen hatten, erreichten wir nach rd. 4 Stunden wieder den Ausgangspunkt in Strobl.

Mittwoch: Rundwanderung um den Fuschlsee in rd. 3 h reiner Gehzeit. Pause am kleinen FKK-Strand, da wir unsere Badesachen im Auto vergessen hatten. Wunderbar angelegter Weg, technisch leicht, gute Grundkondition sollte vorhanden sein. Großteils auf schmalen, schattigen und schönen Waldwegen fast immer nahe am Seeufer. Nur am Ufer gegenüber von Fuschl verläuft der Weg etwas abseits davon durch ein Naturschutzgebiet mit einem Fluss mit duzenden Fischen darin.

Zufallsfund Fuschelsee 2017

„Zufalls“fund auf dem Rundwanderweg um den Fuschlsee im August 2017

Ich war ja Ende Mai erst selbst in Medugorje (Bosnien/Herzegowina). So klein ist die Welt…

Fortsetzung folgt…

Herzliche Grüße

Eure Caroline