LIEBE ZUM INNEREN KIND: Schneeherzen

Gestern hat es in Wien wie irre geschneit. Als ob der Winter uns alle hier in Sicherheit wiegen und uns dann doch mit voller Energie zeigen wollte , dass er noch lange nicht vorbei ist.

Ich gebe ganz offen zu, dass ich viele Dinge am Winter nicht mag, aber es gibt auch Momente, da übernimmt mein Inneres Kind die Führung und tanzt voller unschuldiger Freude durch die Welt und strahlt über das ganze Gesicht.

Gestern war so ein Moment. Ich tanzte den ganzen Weg zu meinem Schatz zu ABBA und malte auf viele Autos kleine Herzen in den Schnee und hinterließ in unberührten Schneeflächen große Herzen aus Fußspuren.

Auch heute Früh am Weg heim zu mir hat mein Inneres Kind über den jungfreulichen Schnee gejubelt und ist voller Freude über die verschneite Wiese gerannt und hat dort seine Spuren hinterlassen und hat Herzen gezeichnet.

Ja, ich bin ver-rückt, aber ich liebe es, so zu sein. Das ist ein ganz wertvoller Teil von mir. Er macht meine Welt bunt und lustig und geht auch mal Umwege oder schaut hinter verborgene Ecken, und ist auch der Teil in mir, der mich mutig macht und sich über Dinge freut, die andere links liegen lassen.

Einen wunderbaren Tag wünscht Euch

Eure Caroline

 

 

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LIEBE ZU KINDERN: Eine Schneeballschlacht

Der wunderbare Blog „Die kleinen Glücksmomente“ hat mich auf den Gedanken gebracht, dass ich euch von meiner Winterwanderung mit meiner besten Freundin und ihrer süßen Tochter erzählen wollte.

Wir wanderten am vergangenen Sonntag von Perchtoldsdorf aus zur Kammsteinerhütte. Schon gleich zu Beginn hatte es zu schneien begonnen, und der Wald verwandelte sich langsam in einen magisch-märchenhaften Zauberwald. Ich bin jetzt kein besonderer Winter/Kälte/Schnee-Fan, aber dieser wunderbaren Verwandlung konnte auch ich mich nicht entziehen. Die Tochter meiner Freundin ist noch keine 4 Jahre alt. Wir mussten sie an diesem Tag wirklich viel motivieren, damit sie zur Hütte geht. Oben in der Hütte kuschelte sie sich dann aber zu mir, damit ich ihr die Geschichte von einer Riesin vorlesen konnte, die allerlei Prinzen in ihre große Handtasche steckt, um sie dann Zuhause in ihrem Puppenhaus aufzubewahren, bis die Riesin eines Tages von einer mutigen roten Ritterin und einer winzig kleinen Spinne besiegt wird. Die süße Maus hätte die Geschichte am liebsten gleich nochmals gehört. Nach gutem Speis und Trank stiegen wir noch kurz auf die Warte neben der Hütte hoch, um den genialen Ausblick auf den ganzen südlichen Teil von Wien zu genießen.

Beim Rückweg hatte dann meine Freundin die Idee zu einer Schneeballschlacht. So machten wir also kurz Halt. Die süße Tochter meiner Freundin meinte, nachdem ich sie mit einem Schneeball getroffen hatte, sie möchte lieber nur zuschauen und ihre Mama anfeuern. So traf mich also eine Ladung Schnee auf dem Arm, ich brach theatralisch und übertrieben „strebend“ am Boden zusammen und kugelte mich im Schnee herum. Schon hörte ich das herzige, glucksende Lachen des kleinen Mädchens. Ein Tag, an dem ich ein Kind, wenn auch nur für einen kurzen Moment, erheitern konnte, ist ein guter Tag, dachte ich da. Ja, Schadenfreude ist auch für Kinder die schönste Freude. Auf ging es in die nächste Runde. Die süße Maus feuerte natürlich ihre Mama kräftig an. Schneeball, ein Treffer, ich ging erneut zu Boden. Lautes Lachen. So ging das eine Weile weiter. Gut, dass ich meine wasserdichte Outdoorhose anhatte. Danach schaute ich nämlich wie eine halbe Schneefrau aus. 🙂

Wir sind schon fast wieder beim Auto, als das Mädchen noch meinte, sie würde sich eine rote (Berg)katze wünschen. Auf die Nachfrage, warum denn gerade eine rote Katze, antwortete sie mit ihrer wunderbaren Kinderlogik: „Damit sie besser laufen kann, und ich die Katze nicht die Stiegen hinauftragen muss.“ 🙂

Kinder sind genial. Ihre Wissensfreude, ihre Begeisterungsfähigkeit und ihre Neugier sind ansteckend, aber das Allerbeste ist ihr wunderbares Lachen und ihre leuchtenden Kinderaugen, wenn sie sich freuen. Kinder haben mir schon so oft meinen Tag versüßt. Erst kürzlich wieder: ich treffe manchmal eine Mutter mit ihrem vielleicht 2-jährigen Sohn im Aufzug. Dieser hat gerade ein Lieblingswort, nämlich „Tschüss“. Immer wenn ich ihn und seine Mutter im Aufzug treffe, sagt er „Tschüss“ statt „Hallo“ zu mir. Beim letzten Mal sagte seine Mutter zu ihm, er solle doch etwas höflicher sein. Der Aufzug hält, seine Mutter meinte, jetzt könne er tschüss sagen, worauf der kleine Bub „Hallo“ sagte. Ich hatte so lachen müssen und sagte natürlich „Tschüss“.

Jetzt kommen bald meine Nichte und mein Neffe samt ihrer Mama und ihrem Papa zu Besuch. Besonders auf meine neue Nichte freue ich mich, die jetzt auch schon über einen Monat alt ist. Bisher habe ich sie ja nicht sehen können, da sie ja in Zürich lebt.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Schnee, Schuhe und Schokolade

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Ganz anders, als geplant, verbrachten wir unseren Kurzurlaub auf der Schneealpe. Freitag und Samstag. Freitag fahren noch Busse. Es war heiß, herrlich und abenteuerlich. Viele Wege führen hinauf, wir starteten von Kapelln aus, wie auch schon letztes Jahr, damals im August im Schneeregen, diesmal in der ersten Vorsommerhitze. Dabei ist es vermutlich noch der einfachste Weg gewesen. Dennoch war ich fertig, trotz genügend Wasser, Müesliriegel und Schokoweihnachtsmann (Ja, wirklich).

Unser Ziel war die Lurgbauerhütte. Die kannten wir auch schon von letztem Jahr. Nette Menschen, alles neu renoviert mit viel Holz, Schweiß und Detailverliebtheit. Köstliche Bio-(Milch)produkte aus der eigenen Sennerei bzw. vom eigenen Hof. Super köstlich. Nur diesmal ging es mir nicht so gut. Ich hatte von der Anstrengung starke Kopfschmerzen und mir war flau im Magen. Konnte das Abendmahl diesmal nicht genießen. Herrliche Landschaft, unglaublich vielfältige Flora. Sogar allerhand Schmetterlinge und allerlei Käfer. Der Enzian blühte auch schon. Wir waren an dem Tag wieder die einzigen auf der Hütte. Bei Regen verständlich, aber nicht bei dem herrlichen Wetter, vermutlich war es einfach viel zu heiß.

Ruhe, Frieden, Harmonie, Mensch, was brauchst du mehr? Genau das Richtige für mich.

Wir gingen früh schlafen. Das ist so, wenn man in die Berge geht. Man ist auch mit den ersten Sonnenstrahlen wieder munter. Nach einem stärkenden Frühstück wollten wir noch über den Windberg, einem der Gipfel, aber dazu sollte es nicht kommen.

Gerade ein paar hundert Meter gegangen, da löste sich die Sohle meines rechten Schuhs ab. Der andere war kurz davor. In McGyver-Manier hatte ich natürlich noch mein Taschenmesser gezückt und mit einer festeren Haushaltsschnur die Sohle an die Schuhe gebunden. Hat leider nicht viel genützt. Nach einiger Zeit habe ich dann mit der russischen Methode (allfällig mitlesende Russen mögen mir diesen Ausdruck verzeihen) gearbeitet und das kaputte Stück Sohle einfach von beiden Schuhen abgerissen. Das war dann gleich viel besser. Dafür habe ich jetzt vom ungewohnten Vorfußgang einen saumäßigen Muskelkater in den Waden und natürlich ist in solchen Momenten dann der Aufzug mal wieder kaputt. Beim heutigen Waschtag musste ich vier Mal vier Stöcke hoch und runter. Ich sage nur, das tut weh…

Mein Schatz war sauer und enttäuscht, weil der geplante Weg wegen meinen Schuhen nicht machbar war. Nun, ich konnte es in diesem Moment nicht ändern, da heißt es, das Beste daraus machen. Nächstes Mal schaue ich vorher, ob die Schuhe noch fit sind. Am schnellsten Weg nach unten, und das war der Weg nach Altenberg/Rax. Abenteuerlich über Schneefelder und Geröllhalden, aber dafür relativ zügig nach unten. Da fährt am Samstag nicht mal ein Bus zu vernünftigen Zeiten, nur zwei früh am Vormittag. Ich rief ein Taxi aus Mürzzuschlag. Das war zwar teuer, aber anders wäre es nicht zumutbar gewesen.

Herzliche Grüße aus dem heißen Wien,

Eure Caroline