LIEBE ZUR KUNST: Korallen aus Farbe

 

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Niki Neuspiel „Frei 9“, Acryl auf Leinwand, 80x80cm

Gestern gewährte mir NIKI NEUSPIEL, ein befreundeter Künstler, dankenswerterweise einen Einblick in sein Allerheiligstes. Ordentlich aufgeräumt, kistenweise Farbe, nur als Pigment oder schon fertig zum Gebrauch. Ein großer Arbeitstisch dominiert die Werkstatt, der hintere Teil des Raums ist ausgefüllt von Bildern in allen Zuständen, von fertig bis halb vollendet oder überhaupt noch ganz am Anfang als grundierte Leinwand.

Er spachtelt Acrylfarben, die er selbst mischt, möglichst frei auf eine Leinwand. Durch diesen Prozess entstehen moderne, abstrakte Werke. Kräftige, starke Farben, vielfach Rot und Orange. Mal sind es Flächen, mal Sprengsel oder Kleckse, sogar einmal eine Spirale, Steifen oder Rinnsale. Aus der Leere der grundierten Leinwand entsteht mit Hilfe von Werkzeugen Leben aus Farbe, die sich mit einer anderen vermischt, an anderer Stelle bloß überdeckt sie oder sogar künstlich Rost ansetzt. Manchmal ruhig dahinfließend, mal mit scharfen Kanten abgrenzend, mal chaotisch anmutend oder Gebirgen gleich Struktur gebend. Vielfalt entsteht, nichts ist zweimal vorhanden.

Meine Sicht auf die Welt ist, wie bei jedem Menschen, von meinen Erfahrungen und Erlebnissen stark geprägt. Gestern wurde mir dieser Umstand wieder sehr bewusst. Ich bin studierte Anthropologin, also konnte ich in seinen Bildern oftmals menschenähnliche oder organische Formen erkennen, auch wenn sie vom Künstler nur selten bewusst als solche gemalt worden waren. Ein anderer würde das vermutlich anders sehen.

Ein von ihm noch als unfertig bezeichnetes Werk beeindruckte mich besonders, weil im unteren Bereich der Leinwand scheinbar große eckige Korallen aus roter und weißer Farbe wuchsen. So lebendig, so kräftig.

Ich bekam viele spannende Einblicke in eine meist verborgene Welt.

Vielen Dank für die Gastfreundschaft und den interessanten Nachmittag, lieber Niki!

Alles Liebe und bleibt neugierig,

Eure Caroline

Homepage des Künstlers NIKI NEUSPIEL: https://www.nikineuspiel.com/

 

 

 

LIEBE ZUM MENSCHEN: Lebensbegleiter

Manchmal passiert es, dass wir auf unserem Lebensweg auf einen Menschen treffen, der unser Leben auf angenehme Weise total durcheinanderschüttelt. Wir denken anders und nehmen auf einmal auch die Welt um uns herum ganz anders wahr und wundern uns darüber, welch unglaublich positiven Effekt dieser Mensch auf uns hat.

Wenn wir das zulassen, eröffnet sich eine neue Schichtweise auf unser Leben und unsere Umwelt. Vielleicht entdecken wir neue Interessensgebiete, erkennen alte Muster, die wir nicht länger brauchen, lachen mehr oder entwickeln neue Ideen für unsere weitere Zukunft.

Andere Menschen können im positiven Sinne richtiggehend als Katalysatoren für wichtige innere Prozesse dienen. Sie helfen uns schon alleine damit, dass sie in unserem Leben sind, ohne groß etwas dafür tun zu müssen.

Wenn wir uns auf andere Menschen einlassen und ihnen die Möglichkeit geben, ein Begleiter unseres Lebensweges zu werden, dann kann es passieren, dass wir unser Inneres Kind neu entdecken und vielleicht sogar die eine oder andere Hülle unseres dicken Schutzpanzers abstreifen können, den viele von uns mit sich herum schleppen.

Ich meine natürlich nur die Menschen, bei denen wir uns wohlfühlen und die uns durch ihr inneres Leuchten und Strahlen anstecken, die Lust am Leben miteinander zu teilen.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich bereits mehrmals auf solche Menschen getroffen bin und sie in mein Leben geholt habe.

Meist tauchten sie gerade dann in meinem Leben auf, wenn ich sie am meisten brauchte oder es am wenigsten erwartet hatte.

Erst vor wenigen Wochen ist mir dieses Wunder wieder passiert. Obwohl dieser Mensch nicht mal in meiner Stadt wohnt, hat er doch schon so viel verändert.

Ich wünsche Euch viele solcher Lebensbegleiter in Eurem Leben und einen wunderbaren Tag,

Eure Caroline

 

 

 

LIEBE ZUR VIELFALT: Auf dem Wasser und auf 2 Rollen durchs Leben

Wer von euch hat schon mal Stand up-Paddling ausprobiert?

Ich bin mittlerweile ganz begeistert davon. Drei Mal standen meine Schatz und ich schon auf diesem etwas vergrößerten und daher stabileren Stand up board. Das 1. Mal hatten wir noch die 1. Generation am Neusiedlersee benutzt. Die Boards waren sehr schwer, da sie aus Plastik bestanden. Die neueren Boards sind leicht, aufblasbar und sind auch von der Bauweise her wesentlich einfacher zu fahren, weil sie stromlinienförmiger sind als die früheren Modelle. Die Schwierigkeit besteht nur darin, dass man auf dem Board stehend sein Gleichgewicht halten muss. Besonders das Aufstehen ist am Anfang noch etwas ungewohnt. Mit etwas Übung macht diese Sportart richtig viel Spaß und man kann richtig weite Strecken zurücklegen. Das Paddle ist schmal und leicht gebogen und hat einen langen Schaft, den man an seine Körpergröße anpassen kann. Der Ellenbogen der Hand auf dem Griff sollte noch leicht gebeugt sein. Die andere Hand liegt am Schaft. So paddelt man also geruhsam vor sich hin.

Die beste Kurventechnik haben wir für uns selbst herausgefunden. Wer es genau wissen will, kann auch einen Einführungskurs besuchen.

Ich bin am Samstag nicht mal mehr hineingefallen. Gut, dass wir danach noch an einer anderen Stelle kurz schwimmen waren, sonst hätte ich von meinem Lieblingselement Wasser gar nichts gehabt. Mein Schatz wollte zwei Mal die „Wasserqualität prüfen“, wie er es genannt hat. 😉 Erfrischt hat ihn die kalte Dusche sicherlich. 🙂

Mein Schatz hat sich vor ein paar Monaten einen schwarzen Micro-Scooter gekauft. Für ihn ging damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Jetzt hat er mir diesen Traum auch erfüllt und mir ein eben solches Modell geschenkt, nur in weiß. Am Samstag Abend haben wir damit dann unsere erste Tour gemacht und sind damit gleich eine Riesenrunde an der Donau entlang und über den Prater dann Richtung meines derzeitigen Lieblingscafes Menta im 3. Bezirk gefahren.

Nach den vielen Kilometern haben wir unsere Beine ganz schön gemerkt. Gerade das Standbein muss ganz schön mitarbeiten und ist die neue Fortbewegung noch gar nicht gewöhnt. Ich versuche jetzt immer etwas abzuwechseln, was schwerer ist als es klingt. Jedenfalls wird meine eh etwas schwache Koordinationsfähigkeit geschult, und mein inneres Kind möchte immer mehr davon. 🙂 Roller fahren macht so viel Spaß, und ich erlebe meine Umgebung mit ganz anderen Augen. Ein schöneres Geschenk hätte mir mein Schatz nicht machen können. Ich freue mich schon auf weitere tolle Rollererlebnisse mit meinem Schatz!

Herzliche Grüße und viel Abwechslung für euer Leben,

Eure Caroline