LIEBE ZUM KINO: BLACK PANTHER – ein Superheld aus Afrika

Superheldenfilme gibt es unzählige, aber gute sind selten. Letztes Jahr war es „Wonder Woman“, heuer „Black Panther“, der mittlerweile in den USA auf Platz 1 der Kinocharts steht. Nicht ohne Grund, wie ich finde.

Großartige Computereffekte machen Lust auf mehr. Wundersame Heilpflanzen verleihen übermenschliche Kräfte an einen afrikanischen König eines fiktiven Königreichs namens Wakanda, das zwar hoch technologisiert ist, sich aber aus bestimmten Gründen vor der restlichen Welt versteckt hält, im Herzen Schwarzafrikas.

Der König muss im Laufe der Geschichte nicht nur lernen, seine Rolle im ewigen Kreis einzunehmen, sondern auch kluge Entscheidungen zu treffen, um sein Land vor seinen Feinden zu verteidigen, die wegen des wertvollen und multifunktional einsetzbaren Metalls namens Vibranium nach Afrika gekommen sind, um es zu stehlen, um es für weit weniger friedliche Zwecke einzusetzen.

Seine Schwester konstruiert in James Bond-Manier geniale Gadgets, um den „Black Panther“ und seine Mitstreiterinnen noch effektiver und leistungsfähiger zu machen. Dass der Anzug u. a. auch kugelsicher ist, versteht sich von selbst.

Gute Ideen und knallharte Verfolgungsjagden gepaart mit spannenden Kampfszenen, u. a. mit freiem Oberkörper der Krieger vor johlendem Publikum am Rand eines hohen Wasserfalls oder mit technisierten Speeren und in Kleidung eingearbeitete Kraftschilder oder mit super sympathischen Kampfnashörnern.  Die Gegner kommen gleich im Doppelpack, einer hartnäckiger als der andere. Auch der Humor kommt nicht zu kurz.

Sehenswert für alle, denen der Superheldeneinheitsbrei und die wenig herausfordernden endlosen Fortsetzungen und Neuverfilmungen auf die Nerven gehen.

Meinem Schatz und mir hat der Film echt gut gefallen. Mit Abstand der interessanteste der letzten Jahre.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

LIEBE ZUR KULTUR: „Die 39 Stufen“ – der lustigste Krimi, den ich je gesehen habe

Ich lache gerne und viel. Deswegen bevorzuge ich im Gegensatz zum Kino, wo ich mit wenigen Ausnahmen alle Genres gerne mag, im Theater Komödien. Wir gehen selten ins Theater, aber dafür wählen wir die Stücke dafür auch besonders sorgfältig aus. Besonders liebe ich die Kammerspiele des Theaters in der Josephstadt in der Rotenturmstraße in Wien, 1. Bezirk. Die Kammerspiele sind klein und fein und die Schauspieler, allen voran Alexander Pschill, sind toll. Ich habe dort noch nie ein schlechtes Stück gesehen.

Am Sonntag waren wir nach langer Zeit mal wieder in den Kammerspielen und haben uns „Die 39 Stufen“ von John Buchan und Alfred Hitchcock, bearbeitet von Patrick Barlow, nach dem Originalkonzept von Simon Corble und Nobby Dimon. Deutsch von Bernd Weitmar, angeschaut. Regie: Werner Sobotka, Dramaturgie: Leonie Seibold.

Selten habe ich so eine kreative und lustige Inszenierung eines Krimis gesehen, wie in „Die 39 Stufen“. Mit bloß drei Schauspielern und einer Schaupielerin, die mit Ausnahme von Alexander Pschill, alle mehrere Rollen übernahmen, vergingen die 2 Stunden (plus 20 min Pause) wie im Flug. Kurzweilig und spannend bis zum Schluss mit ganz viel Situationskomik.

Die meisten Requisiten hatten in der Handlung unterschiedlichen Einsatz, haben Mehrfachfunktionen oder werden kreativ eingesetzt, wie Leitern, die als Brückenersatz dienen, große Kisten sind sowohl Sitzgelegenheit im Zug, wie auch später Waggon-Dächer, eine Einrichtung eines Hotel verwandelt sich durch Drehen blitzschnell in ein gemütliches Zimmer mit Bett und Kamin oder ein Duschvorhang wird zum Wasserfall.

Rasante Kostümwechsel und heitere Einlagen der spielfreudigen Schauspieler lassen keinerlei Fadesse aufkommen . Auch Schattenspiel- und Slapstickeinlagen werden gekonnt in die Handlung eingebaut.

Kurzum ein amüsanter, kurzweiliger Theaterabend ist garantiert.

Viel Spaß und alles Liebe wünscht Euch

Eure Caroline vom LIEBESRAUM