LIEBE ZUR NATUR/LEBEN: Unerwartete Überraschungen am Wegesrand

Ihr kennt das sicher auch. Man nimmt sich etwas vor, man organisiert, recherchiert und dann kommt doch alles immer etwas anderes, als man es geplant hat. Doch nicht immer ist das eine schlechte Sache. Ganz im Gegenteil. Ein Umweg kann gerade dorthin führen, wohin man immer gewollt hat.

Die ausgesuchten Wanderwege waren nicht ganz so, wie wir das erwartet haben, aber sie führten uns zum Osterhas‘. Ja, wirklich:

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Sogar ein paar unglaublich niedliche Lämmer konnten wir bestaunen.

Die Natur um Bruck lag noch großteils im Winterschlaf, aber doch entdeckten wir den einen oder anderen Hinweis auf die große Erneuerung des Frühlings.

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Auf dem Weg zum Hotel entfernten wir uns immer mehr vom Stadtzentrum und die Gegend wurde zunehmend hässlicher – wir dachten schon, wir wären auf der falschen Fährte – da erblickten wir nach der letzten Kurve direkt neben einem kleinen, feinen Wandergebiet, umgeben von wilder Natur mit einem Fluss und zwitschernden Vögeln ein kleines Juwel von einem Hotel. Viel Holz, helles Zimmer, freundliches Personal, sogar einen großzügigen Wellnesstempel gab es und mehrere Kegelbahnen, wobei wir Letztere nicht benutzt haben.

Obwohl das Wetter sich eher winterlich frisch, als frühlingshaft freundlich zeigte, nutzten wir die Zeit, um das „Weitental“ samt seinem Naturschutzzentrum samt Auffangstation diverser einheimischer Greifvögel zu erkunden. Sogar einen „Geomantieweg“ gab es zu erwandern. Wir genossen die Natur in vollen Zügen. Meine Gesundheit ist leider derzeit ein wankelmütiges Geschöpf und verzupfte sich nach einer kurzen Pause wieder, aber meine Seele brauchte dringend Erholung vom Winter und so und rang sich deshalb trotzig ein paar Stunden im kraftspendenden Wald ab.

Dieses Osterfest war ja etwas ganz Besonderes für meinen Schatz und mich. Am Ostersonntag war unser 15. Jahrestag. Wir schenken uns übers Jahr so viel Liebe, Freude und Aufmerksamkeit, deshalb gehen wir an diesem Tag nur schön essen und schreiben uns eine liebe Karte. Wir hatten wunderbare Stunden in trauter Zweisamkeit und stärkten unsere Partnerschaft für die nächsten Jahre.

Ich hoffe sehr, Ihr hattet ebenfalls ein wunderbares Osterfest und angenehme Feiertage!

Alles Liebe

Eure Caroline

 

LIEBE ZUM LEBEN: Nachts in GRAZ

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Eiskrippe im Landhaushof Graz (Herrengasse 16)

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Grazer Uhrturm bei Nacht

Eine Stadt bei Nacht hat immer einen ganz besonderen Reiz, besonders in der Adventzeit, wo alles festlich geschmückt und beleuchtet ist. Graz ist die zweitgrößte Stadt Österreichs und die Landeshauptstadt der Steiermark, für alle, die nicht landeskundig sind. Das wohl berühmteste Wahrzeichen ist der Uhrturm am Schlossberg. Gleich 14 Weihnachtsmärkte warten auf Besucher, mindestens ebenso viele Maronibrater auch. 🙂

Exkurs: Maroni sind einer meiner Leibspeisen im Winter. In Graz hatte meine Portion nicht nur eine ausgesprochen gute Qualität – keine einzige schlechte -, sondern auch einen fairen Preis – EUR 2,80 für 1/4 kg (in der Steiermark werden sie nicht nach Stück verkauft). In Wien hatte ich bisher nur wenig Glück mit diesen gesunden, weil fettarmen, Leckerbissen. Enthalten übrigens viele B-Vitamine und sind daher gut für die gestressten Nerven. Außerdem wirken sie Dank der großen Menge an enthaltenem Kalium – einem wichtigen Gegenspieler des Natriums – basisch auf den Körper und sind zudem glutenfrei.

Zurück zu Graz: mich hat die ansprechende Weihnachtsbeleuchtung gut gefallen. Fast jede Straße oder Platz strahlt in einer festlichen Stimmung. Weihnachtliche Musik von Straßenmusikern begleitet uns – meinen Schatz und ich – auf unseren Spaziergängen durch die Stadt. Viele Krippen und stimmungsvolle Deko machen den Schaufensterbummel zum Erlebnis. Sogar eine der Straßenbahnlinien ist mit vielen Lichtern geschmückt.

Die 260 Stufen zum Grazer Uhrturm hingegen waren etwas schwach beleuchtet, was bei Nacht doch etwas hinderlich ist. Die langen Menschenschlangen, die uns dort entgegen kamen, machten den Aufstieg nicht einfacher, der auch ohne diesen Erschwernissen ganz schön anstrengend ist. Geschafft haben wir es trotzdem. 🙂

Die Eiskrippe war ein anderes Highlight unseres Graz-Wochenendes. Im Landhaushof (Herrengasse 16) steht diese und hofft auf kaltes Wetter. Sie tropfte schon merklich, als wir dort waren.

Die Museen der Stadt sind auch sehr zu empfehlen. Wir besuchten u. a. das Museum der Wahrnehmung. Dieses ist jetzt gerade besonders für Papiernarrische , wie mich, interessant. Die Schau ELISABETH KRAMPE „papier – faltung – schmuck“ zeigt die Werke von Elisabeth Krampe. Diese stellt aus hunderten mit der Hand ausgeschnittenen und gefalteten Modulen aus vier Grundformen tragbare Ketten her. Die zweite Ausstellung zeigt die Arbeiten einer Gruppe Architekturstudenten, die aus Papier Modelle für Außenverkleidungen von Gebäuden auf dem Computer per CAD-Verfahren erzeugt und händisch gefaltet hat. Die ausgesprochen freundliche und sympathische Mitarbeiterin erklärte uns viel Interessantes zu den Ausstellungen und zeigte uns sogar ein weiteres Exponat von Frau Krampe, das nicht im allgemeinen Ausstellungsraum zu sehen war. So wird ein Museumsbesuch wirklich zum Erlebnis. Workshops und Führungen werden auch angeboten.

Eine interessante Ausstellung gibt es auch in der Neuen Galerie. Dort sieht man u. a. eine umfassende Schau der Tiermalerin Norbertine Bresslern-Roth.

Ich wünsche Euch allen noch eine besinnliche Zeit bis Weihnachten mit Euren Lieben,

Eure Caroline