LIEBE ZUR NATUR: einfach sein

Manchmal will ich einfach nur sein. Die Natur und ich und die Geräusche der Lebewesen, die mein Herz mit Frieden füllen. In diesen Zeiten mehr als nur notwendig.

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Weglos und Schneckenreich

Wanderung am vergangenen Wochenende auf schönen Wegen von Hötzelsdorf (NÖ) über Pernegg und Horn an Tag 1., Zugfahrt bis Gars am Kamp (NÖ) und dann weiter am nächsten Tag nach Rosenburg zurück. Das Schloss haben wir dann aufgrund eines Wikingerspektakels ausgelassen.

Der erste Teil bis nach Pernegg ist noch einigermaßen gut beschildert, aber dann wird es schwierig. Viele Schilder sind kaputt und nur mit Mühe zu sehen bzw. richtig zu interpretieren. Wir haben uns dann auf dem Weg auch gleich im Wald verirrt. Ich bleibe in solche Situationen immer ganz ruhig. Panik kommt da komischerweise nie auf. Den himmlischen Helfern sei Dank, haben wir dann, kaum dass wir die Dunkelheit des Waldes hinter uns gelassen hatten, einen auskunftsfreudigen und ortskundigen Mann getroffen, der uns weiterhelfen konnte. Wir waren offenbar im Kreis gelaufen. Der Wegbeschreibung des Mannes folgend, erreichten wir tatsächlich nach kurzer Zeit einen kleinen Bach, der uns den restlichen Weg treu begleiten sollte. Wir erreichten dann nach Überquerung von drei abenteuerlich anmutenden Baumstammbrücken in Mödring an, wo wir vor der Dorfkirche rasteten.

Nach kurzer Pause wanderten wir weiter nach Horn, wo wir den Zug bis nach Gars am Kamp nahmen. Dort übernachteten wir in der „Waldpension“. Eine alte Villa am Waldrand.

Nach dem ausreichenden Frühstück wanderten wir nach Rosenburg  (s. Foto).

Da das Wetter war ideal für Schnecken, die wir sehr zahlreich beobachten konnten. Wir mussten wirklich bei fast jedem Schritt aufpassen. Haufenweise Weinbergschnecken, duzende Nacktschnecken (besonders viele junge), Schnirkelschnecken. In allen Farben, Formen und Altersklassen. Sogar eine große grün gefärbte Nacktschnecke habe ich gesehen. Ein besonders schönes Exemplar fand ich, als wir auf einer Bank auf dem „Weg der Stille“, der beim Kloster Pernegg (auf Fasten spezialisiert) beginnt, bei einer alten Ruine eine Rast einlegten. Eine Schnecke mit schwarzem Kopf, die ein flaches, schön gezeichnetes Haus trug, das auf der Rückseite eine Vertiefung hatte. Leider weiß ich nicht, was für eine Art das war.

Ich frage mich manchmal, wie Schnecken die Welt sehen. Wenn man auf nur einem Fuß knapp über dem Boden, langsam und bedächtig über den (Wald)boden kriecht.

Herzliche Grüße,

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Der Wald, mein Schatz und ich

Am Samstag machten mein Schatz und ich wieder einmal den Wienerwald unsicher. Wir wanderten von Rodaun über die Perchtoldsdorfer Heide, die Franz-Ferdinand-Hütte, die Kugelwiese, die Seewiese, den Gaißberg und Kaltenleutgeben zur Wiener Hütte, um dann von der Schnellbahnstation Liesing heim zu fahren.

Der Tag war recht bedeckt und grau, aber es regnete nicht. Nach einem ruhigen, angenehmen Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Rodaun. Von dort gingen wir frohen Mutes weiter zur Perchtoldsdorfer Heide. Hier trafen wir gleich auf zwei Schafherden. Hübsche Tiere mit langer brauner oder weißer Wolle und langen flauschigen Schwänzen. Eines hatte einen weißen Fleck am braunen Kopf und eine weiße Schwanzspitze. Andere hatten sogar weiß-braun gemischte Wolle. Ich blieb kurz stehen, um sie zu bewundern. Ich liebe Schafe. 🙂 Wir wanderten links an den Tieren vorbei weiter Richtung Franz-Ferdinand-Hütte.

Im Wald entdeckte ich einen wunderschönen seltenen Schwarzspecht mit einer hübschen roten „Kappe“ auf dem Kopf, der auf einem nahen Baum landete. Die Hütte erreichten wir nach ein paar weiteren Minuten Gehzeit. Dort machten wir eine kurze Trinkpause.

Franz-Ferdinand-Schutzhütte

Franz-Ferdinand-Schutzhütte

Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Kugelwiese und Seewiese. Eine Gegend des Wiener Waldes, die wir noch nie zuvor betreten hatten. Ein kleines Abenteuer. Auch nahe des Gasthauses Seewiese genehmigten wir uns eine kurze Pause mit Wasser und Keksen.

Glockenblume

Frisch gestärkt wanderten wir Richtung Gaißberg weiter. Bei einem Unterstand ging es rechts über eine Wiese auf schmalem Pfad in den Wald hinein. Kurz nach Beginn des Weges entdeckte ich in all dem Laub und an einen bereits kahlen Baum gekuschelt ein letztes Zeichen des

Weg Richtung Gaißberg

Weg Richtung Gaißberg

vergangenen Sommers (siehe 2. Foto). Weiter ging es den Weg entlang Richtung Kaltenleutgeben. Auf dem Weg hinunter in den Ort kamen wir an einem Grundstück mit einem Hund vorbei. Anstatt jedoch sein Revier mit Bellen zu verteidigen, schmiegte sich der Hund ganz eng an den Holzlattenzaun, um zu signalisieren, dass er gestreichelt werden wollte. Also ging ich zu dem Tier hin und ließ ihn an meiner Hand schnuppern, die er gleich freundlich abschleckte. Ich nahm das als Aufforderung, ihn streicheln zu dürfen, was ich dann auch tat. Immer, wenn ich auch nur ein paar Sekunden unterbrach, kuschelte sich der Hund wieder ganz eng an den Zaun und steckte sogar seine Schnauze durch die Lücken zwischen den Latten, um meine Hand abzuschlecken, um mich dazu zu bewegen, weiterzumachen. Nach ein paar Minuten Streicheleinheiten, die der Hund sichtlich genoss, machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Wiener Hütte.

Nach einer längeren, steilen Bergetappe und der Überquerung einer großen Wiesenfläche erreichten wir dann diese bekannte Hütte auch und genehmigten uns etwas zu trinken und ein paar Pommes mit Ketchup. Als wir zum Rückweg Richtung Schnellbahn aufbrachen, war es schon recht dämmrig, aber trotzdem sahen wir noch genügend. Kein Mensch war sonst mehr unterwegs. Ich genoss die Stille und den Duft des Waldes.

Wir hatten schon gute zwei Drittel des Weges hinter uns, als ich kurz nicht aufpasste und an einem unter dem Laub verborgenen Stein abrutschte, mit dem rechten Fuß umknöchelte und dann auf die linke Seite stürzte, wobei ich mit der linken Hand über die Steine schürfte und diese dabei ebenfalls leicht verletzte. Mein Schatz schnappte mich gleich unter den Armen und half mir aufstehen, um eine sofortige Schwellung zu verhindern (innerhalb der ersten beiden Minuten). So tappste ich dann vorsichtig, halb auf meinen Schatz gestützt, den Weg weiter hinunter, was auch überraschend gut klappte.

So erreichten wir nach rund 5 Stunden (mit allen Pausen) wieder die Schnellbahn am Liesinger Platz.

Eine tolle Herbst-Wanderung, die ich nie vergessen werde (nicht nur wegen meines verletzten Knöchels).

Herzliche Grüße,

Eure Caroline