LIEBE ZUR NATUR: Von Osterhasen und Kröten

Nationalpark Neusiedlersee Illmitz Ostern 2017

Jetzt waren wir schon 3. Jahre hintereinander im Frühjahr in Illmitz. Diesmal wieder zu Ostern, wie auch letztes Jahr schon. Jedes Mal ist es wieder herrlich erholsam, auch wenn das Wetter nicht immer ganz so ist, wie wir das gerne hätten. Sonne hatten wir diesmal sogar mehr als erwartet und weniger Wind. 🙂

Ein Paradies für Vögel und Amphibien mit all den Lacken und den vielen versteckten, geschützten Plätzen.

Schon letzte Woche konnten wir auf der Fahrt von Retz nach Wien auf den Feldern und Wiesen viele Feldhasen und Rehe entdecken.

In Illmitz und Umgebung liefen uns bereits beim ersten Spaziergang am Freitag Abend mehrere Fasane, ein Osterhase (alias Feldhase) über den Weg. Von den vielen Störchen ganz zu schweigen, die bereits fleißig beim Nestbau waren. Sie bevorzugen immer dieselben Nester wie im Vorjahr, wenn möglich, und verteidigen diese auch vehement gegen mögliche Konkurrenz. Bis zu 4 Jungen ziehen sie auf, wobei die Eier so gelegt werden, dass die Jungen mit kurzen Abständen hintereinander schlüpfen. So kommt es, dass das jüngste Tier oft Pech hat und von den Geschwistern bekämpft wird bzw. zu wenig Futter abbekommt. Meistens stirbt dieses dann an Entkräftung. Nur 10 % aller Jungstörche überleben den Flug nach Afrika. (Die Storch-Infos habe ich alle von einer netten Dame bekommen, die uns auf unserer Amphibienexkursion begleitet hat.)

Auch Kiebitze, unzählige Wildgänse verschiedener Arten und einen Grünfink konnten wir beobachten.

Wir machten, wie schon erwähnt, bei einer amphibienkundlichen Exkursion mit dem Thema „Kröten, Frösche und Unken“ mit. Exkursion war eine unpassende Bezeichnung für die Veranstaltung. Zuerst hörten wir uns über eine Stunde einen Vortrag über die heimischen Arten und über Amphibien allgemein an, dann gingen wir in den Garten zu einem Teich und die beiden Leiter fischten für uns ein paar Unken aus diesem. Dazu fanden wir noch einen Kammmolch, einen Kolbenwasserkäfer und eine interessante Wasserspinne. Letztere nimmt sich sogar Luftblasen mit unter Wasser und sammelt diese zwischen Wasserpflanzen, um dann in der „Taucherglocke“ auf ihre Opfer zu warten.

Auch wurden zwei Laubfrösche in der Wiese gefangen. Da diese dank ihrer Haftscheiben an den Füßen auch auf Bäum klettern können, fanden wir zwei weitere auf Ästen der Holundersträucher am Ufer des Teichs. Wir entdeckten auch eine eher seltenere Steinhummel und noch ein paar andere Spinnenarten.

Zuletzt machten wir noch einen Spaziergang in den Nationalpark, aber außer einer jungen toten Ringelnatter und zwei weiteren Rotbauchunken fanden wir nichts mehr Interessantes.

Am Montag ging es dann nach dem Frühstück wieder heimwärts. Trotz des vielen Regens konnten wir am Nachmittag nochmals einen Spaziergang durch den Prater machen. Ich sehe so gerne die Kastanien blühen. Wir waren dafür aber noch etwas zu früh dran, die meisten blühten noch nicht oder nur teilweise.

So ist mir Ostern am liebsten. Zu zweit weit weg von allem Feiertrubel und viel Natur für mein Biologenherz. 🙂

Herzliche Grüße

Eure Caroline

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LIEBE ZUR NATUR: Alle Vöglein sind schon da

Ich hatte wunderschöne Ostern mit meinem Schatz am Neusiedlersee (Burgenland/Österreich). Das war eine ganz spontane Entscheidung. Mein Schatz, der normalerweise wenig spirituell ist, hat auf ein Zeichen gehört, und so sind wir statt nach Grein an der Donau ins schöne Burgenland gefahren. Begonnen hat unsere Wanderung in St. Andrä am Zicksee und führte uns an den vielen Lacken vorbei nach Illmitz. Das waren dann doch 20 km Fußweg durch herrliche, flache Natur.

Gleich zu Beginn konnten wir einen Auerhahn beobachten. Ein seltener Anblick. Auch viele Graureiher, Rotkehlchen, Möwen, Blässhühner, Stockenten, eine Wildgans und ein paar Krähen konnten wir entdecken. Auch ein erster Storch war dabei. Sogar drei fette, große Hummelköniginnen und sieben echte Osterhasen (Feldhasen) begleiteten uns auf unserem Weg. Zweimal machten wir eine längere Pause und ließen uns die herrliche Sonne auf den Bauch scheinen. Ich habe sogar etwas Farbe im Gesicht bekommen.

Der Wind wehte am Samstag nur leicht. Angenehm. Es herrschte so eine friedliche, wohlige Stimmung. Das war Erholung pur für die Seele. Wir übernachteten in einem netten kleinen Hotel in Ilmitz. Abends besuchten wir noch die berühmte St. Bartholomäus Quelle in der Ortsmitte, wo man Heilmineralwasser gegen Magen/Bauchbeschwerden trinken kann (schon ab 4.30 Uhr morgens !!).

Am Ostersonntag fuhren wir mit dem Bus nach Podersdorf. Von dort ging es zu Fuß weiter nach Weiden am See (ca. 8 km), wo wir auf einem Sonnenbankerl die Sonne genossen und dann den Zug heimwärts nahmen. Besser hätten wir es nicht machen können. Ich hoffe, ihr hattet auch so schöne Ostern wie wir beide.

Ganz herzliche Sonnengrüße aus Wien,

Eure Caroline