LIEBE ZUR NATUR: Der Wald durchdrungen von Sonnenschein

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Noch ist der Wald kahl. Selbst die Wiese konnte ich am Samstag kaum als eine solche erkennen, so wenig grün ist da vorhanden. Sogar ein paar eisige Stellen sind noch am Weg von der Busstation Wagenwiese (19. Wiener Bezirk) zum Kahlenberg bis wieder zurück nach Döbling (19. Bezirk) vorhanden.

Dafür lachte die Sonne wunderbar warm und kräftig vom Himmel und die Weite der Landschaft konnte sich in meinem Herz ausbreiten. Der Wald war durchdrungen von den Sonnenstrahlen, die Knospen der Sträucher reckten sich ihnen entgegen und kosteten den Hauch von Frühling.

Ich konnte nicht anders und legte mich kurz auf die gar nicht so grüne Wiese. Mit der erde Kontakt aufnehmen und wenn es nur für ein paar Sekunden ist, bis mein Schatz das Foto von mir gemacht hat.

Es waren viele Leute unterwegs, nutzten wie wir den herrlichen Tag für einen Spaziergang oder eine Wanderung, aber es verteilte sich gut. Teilweise waren wir ganz allein auf den bekannten Wegen unterwegs.

Auch den Sonntag verbrachten wir zum Teil draußen in der Sonne. Es war so angenehm, dass keine Schiffe da waren, die wie riesige Mauern der Weite die Sicht nehmen. Ich genoss es sehr, bei der Reichsbrücke wieder freie Sicht auf die Skyline der Uno City zu haben, ohne auf Lücken zwischen den metallenen „Monstern“ warten zu müssen. Keine Busse, die einen aus dem Weg drängen, wenig Leute. Sooooo angenehm! 🙂

Ein besonderer Moment war auch die kurze Pause auf einer Bank an der Prater Hauptallee, wo wir die Menschen beobachteten mit ihren unnachahmlichen Laufstilen und Charakteren. Es war gerade ein Halbmarathonlauf im Gange. Dazwischen flitzten Personen auf Fahrrädern und Rollern herum, ohne groß Rücksicht auf die Teilnehmer*innen des Halbmarathon zu nehmen. Ich erkannte die Läufer nur an den Nummernschildern zwischen den Beinen. Wie eine Art Latz, wie sie Ringer zu tragen pflegen.

Am 27.04. findet auf der Prater Hauptallee ein „Loverun“ statt, las ich auf einem Werbebanner. „Ohne die Liebe läuft nichts.“ stand darauf. Was es nicht alles gibt!

Ich verbreite Liebe lieber auf andere Weise und jeden Tag. Hier für Euch: ❤ ❤ ❤

Alles Liebe und eine liebevolle Woche

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Tatsächlich…Maroni

Wir genießen den goldenen Herbst und nutzen das herrliche, wenn auch windige Wetter erneut für eine Wanderung. Diesmal in der „Buckligen Welt“. Bad Sauerbrunn bis (Burg) Forchtenstein. Bis Mattersburg wäre es doch zu weit gewesen.

Die Route führt vom Bahnhof Sauerbrunn nur wenige hundert Meter zuerst links am Gesundheitszentrum vorbei, dann rechts in den Wald hinein. Egal, welcher „Fährte“ wir auch folgen wollen, alle sind bis zur Rosalia mit 3,5 Stunden angeschrieben. Wir schaffen die gelbe sogar 20 min schneller trotz kurzer Pausen. Der Weg für erst steiler und in Kehren im Wald auf den Hügel hinauf, von wo dann der weitere Verlauf großteils eben verläuft. Im Sommer ist die Strecke sicher angenehm kühl, die dicht stehenden Bäume wirken als natürlicher Windschutz. Uns begegnen nur wenige Wanderer, hin und wieder ein Mountainbiker, leider nicht immer so achtsam, sodass wir uns in Sicherheit bringen müssen. Mal ist der Weg breit, mal schmal, mal so eng, dass wir uns fast schon durchkämpfen müssen, weil uns die Himbeer- und Brombeerranken nicht mehr loslassen wollen.

Irgendwo mitten im Wald entdecken wir einen Esskastanienbaum (bei uns in Wien auch Maroni genannt). In der Natur ist es das erste Mal für uns beide, einen solchen zu entdecken. Die Früchte sind winzig, wie für eine Puppenstube gemacht. Ich stecke sie als Erinnerung ein. Die Stacheln der Hülle schauen aus wie kleine Igel und piksen scheußlich.

Wir sprechen über dies und das, auch über Intuition.

Dann sagt mein Schatz plötzlich:

„Du bist etwas Gewaltiges in meinem Leben!“

Er meint, ich hätte großen Einfluss auf seine Entwicklung gehabt. Er bewundert, dass ich mir immer Zeitnischen für mich herausnehme, auf mich achte, ob das jetzt Lesen ist oder ein Besuch im Teesalon oder der Meditationsabend mit meinen spirituellen Freundinnen.

Ich freue mich sehr über seine liebevollen und wertschätzenden Worte. Nicht immer war er meiner Meinung, besonders, was das Spirituelle betrifft, aber er merkt, dass es mir gut tut.

Insgesamt ist die Route gut beschildert. Nur auf der weiteren Strecke Richtung (Burg) Forchtenstein waren wir kurz verwirrt, da die Markierungen zweideutig waren.

Nach 3 Stunden und 10 Minuten erreichen die berühmte Rosaliakapelle, die leider geschlossen hatte mit einem tollen Ausblick über die Stadt und die Landschaft. Der Schneeberg und die Hohe Wand liegen im Nebel. Aufgrund des doch kräftigen Windes machen wir nur ganz kurz Pause und wandern dann weiter Richtung (Burg) Forchtenstein. Kurz vorher haben wir weitere Esskastanienbäume entdeckt. Diese tragen bereits größere Früchte. Ein paar Sammler verraten uns, dass man an manchen Stellen auch richtig große Früchte finden kann. Dort, wo sie sammeln, ist wohl einer der Geheimplätze.

Nach weiteren 55 Minuten erreichen wir den Ort bzw. die beeindruckende Burganlage, die in der Bushaltestelle als Schloss bezeichnet ist. Für mich ist die Bezeichnung Burg passender. Wir hören die Musik schon kurz vorher. Als wir um die Ecke kommen, ist ein großes Fest vor der Burg im Gange.

Mir kommt vor, das ganze Dorf ist auf den Beinen. Mehrere Maroniöfen stehen herum und brutzeln das köstliche Geschenk der Natur. Fleißige Damen des örtlichen Verschönerungsvereins verkaufen eine Tüte nach der anderen. Hinter ihnen liegt bereits der Nachschub für die Öfen im kalten Wasser, damit sie auch schön saftig werden. Wir checken den Busfahrplan und haben Glück. Der letzte Bus kommt in einer halben Stunde, so haben wir noch Zeit, um uns auch eine Maroniportion zu holen, die für drei Euro sehr großzügig ausfällt. In Wien sind sie weitaus teurer. Ein paar schlechte sind zwar auch hier dabei, aber dennoch werden wir beide satt. Die Blaskapelle spielt ein flottes Lied nach dem anderen. Die Menschen genießen das fröhliche Beisammensein bei Sturm und Kracherl („österreichisch“ für eine kohlensäurehältige Limonade). „Kastanienfest am 14.10.2018“ stand auf einem Schild. Na, das war eine tolle Belohnung für eine lange Wanderung! Ich liebe Maroni!

Wir sitzen in der kleinen Bushütte und warten. Ein Mann kommt samt Begleitung vorbei und sagt uns, dass der Bus Verspätung hat. Auf die Nachfrage woher er das wisse, deutet er schmunzelnd auf das Fest. Wir nicken verstehend. Tatsächlich, nach weiteren fünf Minuten taucht der Bus auf und bringt uns nach Mattersburg zum Bahnhof.

Die kalten und vor allem dunklen Jahreszeiten überstehe ich am besten mit Maroni und heißer Schokolade oder auch viel Tee.

Die Wanderung war lang und teilweise auch anstrengend, aber wir hätten bei dem herrlichen Herbstwetter nichts Besseres machen können.

Fakten: Bad Sauerbrunn Bhf. – Rosaliakapelle – Burg Forchtenstein (Bushaltestelle)

Unsere Gehzeit (inkl. zwei kurzer und einer längeren Pausen): 4 Stunden, bis zur Rosaliakapelle angegebene Zeit: 3,5 Stunden, wir schafften die Strecke trotz Pausen in 3 Stunden und 10 Minuten. Weiter bis Forchtenstein: rd. 55 Minuten

Öffis: Sonntag: Bad Sauerbrunn mit Umstieg in Wr. Neustadt 50 Minuten Fahrt, Rückfahrt von Forchtenstein mit Bus (zwei Möglichkeiten), unser Bus war der letzte nach Mattersburg an dem Tag (2018: 16.25 Uhr). Dann weiter mit Zug (2018: stündlich immer zur Minute 2) zurück nach Wr. Neustadt, mit Railjet (RJ) oder Regionalzug (R) zurück nach Wien

Weg: wenige steilere Passagen (besonders am Anfang und kurz vor der Rosaliakapelle und danach Richtung Forchtenstein), ansonsten meist eben, Waldboden mit Wurzeln, Ranken etc., lange Strecke, daher Ausdauer notwendig. Bis auf Bänke kurz vor und bei der Rosaliakapelle keine guten Rastmöglichkeiten. Wir saßen auf einem Baumstumpf fürs Mahl. Für echte Anfänger aufgrund der Länge nicht geeignet.

Kaum Ausblicke außer bei der Kapelle, da die Stecke fast nur durch oft dichten Wald verläuft. Manchmal etwas abenteuerlich, wo die Route so schmal ist, und ich mir nicht ganz sicher war, ob wir tatsächlich auf dem richtigen Weg wanderten. Markierungen fehlten hier.

Fazit: Ich bin mit meiner Ausdauer sehr zufrieden! 🙂 Das Kastanienfest war eine tolle Belohnung für die lange Tour, auch wenn sie technisch nicht schwierig war. Dafür viel Wald und ein intensives Naturerlebnis, was mir weitaus wichtiger ist. Die letzte Woche war sehr schrittintensiv, zusätzlich zu den gewohnten 2 Trainingseinheiten im Studio, daher waren die 4 Stunden mehr als genug für diesen Tag.

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Ein unbekannter Naturpark samt Ruine Schrattenstein oder von Sieding nach Grünbach am Schneeberg

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Wo wandern, wenn es draußen affenheiß ist? Am besten im Wald.

Am besten gleich mal eine neue Route ausprobieren. Welche? Wollt Ihr wissen, was für ein geheimer Durchgang das ist? Ein Klick auf „Weiterlesen“ und Ihr wisst es…

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Unser Pausenplatz mitten im Helenental an der Schwechat

LIEBE ZUR NATUR: Ein Runde im Helenental

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Unser Pausenplatz am Wasser mitten im Helenental

Bei hitzigen Temperaturen ist nichts angenehmer als eine einfache Wanderung entlang von Wasser und durch dichten Wald.

Da wir am Abend noch einen Termin hatten, wollten wir auch bald wieder daheim sein. Daher hatte mein Schatz die Idee zu einer Helenental-Runde. Ich war bisher noch nie im viel besungenen Teil des Schwechattales (hier: der Fluss, nicht der Ort). Er liegt vom Bahnhof Baden ca. 3,5 km zu Fuß entfernt. Der Weg ist gut beschildert, nur einmal mussten wir fragen, welche Uferseite für uns die bessere ist. Wir nahmen also das linke Ufer vom Bahnhof aus gesehen und folgten immer der Schwechat. Nach einer Straßenbrücke geht es rechts durch einen breiten Zugangsweg, der dann kurz danach in den ersten Waldabschnitt übergeht. Dieser erste Teil ist als Hundezone ausgeschildert und wird von diesen und ihren Besitzerinnen auch viel genutzt. Ein paar davon – die Hunde – nutzen auch die Gelegenheit für ein erfrischendes Bad im Fluss. Wir machten am Ufer auf zwei Baumstümpfen eine kurze Rast am Wasser und genossen die friedliche Stimmung. Unser Weg führte uns dann mehr oder weniger immer geradeaus. Hin und wieder zweigte nach rechts eine Brücke ab, die wir aber alle links liegen ließen.

Nach einer Weile trafen wir dann auf eine Kreuzung, wo ein Schild nach links zur Jägerhütte verweist. Ein auskunftsfreudiges Pärchen erklärte uns verschiedenen Möglichkeiten für die weitere Wanderung, wir entschieden uns für die Jägerhütte. Man kann hier auch weiter zu einer Cholerakapelle weitergehen, aber da die Brücke dort gerade saniert wird, muss man dann noch einen Kilometer weitergehen und kann dann über den Fluss auf das rechte Ufer wechseln und dort dann auf dem Radweg zurück nach Baden wandern. Es gibt zwar einen Bus, der aber gerade am Wochenende, wo es sinnvoll wäre, nur selten fährt.

Der Weg zur Jägerhütte führte uns auf engem Pfad weiter, der von beiden Seiten von hohen, dichten Büschen und Bäumen fast schon zugewachsen war, nach ein paar Minuten zu einer Lichtung, wo wir wieder aus mehreren Abzweigungen wählen mussten. Wir nahmen die Abzweigung auf der linken Seite Richtung Baden. Durch den Wald ging es recht steil hinauf, hier trafen wir eine Weile auf gar keine Menschen mehr. Das Jägerhaus lag auf rechten Seite, dort wandten wir uns wieder nach links den Berg wieder hinunter.

Auf der rechten Seite entdecke mein Schatz eine große Anzahl von gefällten Bäumen, die wie Mikado kreuz und quer herumlagen. Er hatte plötzlich Lust, darauf zu balancieren und stellte sich dabei äußerst geschickt an. Ich probierte es auch auf ein paar Stämmen, aber auf die sehr hoch gelegenen traute ich mich nicht, die Sturzgefahr schien mir zu groß. Wir hatten großen Spaß. 🙂

Dann wanderten wir weiter nach Baden. Bald schon erreichten wir den Waldrand und folgten den blau-weißen Markierungen weiter ins Tal.  Wir erreichten wieder bekanntere Gefilde und erkannten, dass wir an einer Stelle herauskamen, an der wir bereits beim Hinweg vorbeigekommen waren, und zwar gleich nach einer Brücke über die Schwechat bei einem abgezäunten Bereich eines (öffentlichen ?) Schwimmbads. Wir folgten der bereits gut bekannten Straße und durch den Arthur-Schnitzler-Park zurück zum Bahnhof von Baden. Gerade noch rechtzeitig vor dem hereinziehenden Gewitter.

Fakten: Bhf. Baden – Weg zum Helenental (3,5 km) – Helenental – Abzweigung Jägerhütte – Abzweigung Baden – Bhf. Baden

Unsere Gehzeit (inkl. 3 kurzer Pausen): 3 h 15 Uhr, rd. 11 km

Weg: Bis auf ein längeres Stück nach der Lichtung im Wald, das doch steiler war, ist der Weg flach und gut zu gehen. Daher auch für Anfänger und Kinder geeignet. Meist Asphalt oder Erdboden, teils mit Wurzeln oder Steinen, aber wenig. Es sind viele Hunde auf dem Teil durchs Helenental unterwegs. Wen das stören sollte, kann auch den Rad- und Wanderweg auf der anderen Flussseite benutzen und dann über einer der Brücken auf die linke Seite wechseln. Viel Schatten durch Wald und hohe Bäume gegeben. Wer nicht quer durch ganz Baden gehen will, kann sicher auch mit einem der Stadtbusse abkürzen.

Fazit: Eine leichte, schattige Sommerwanderung, teils am Fluss Schwechat entlang. Wunderschöne Flusslandschaft und dichter Wald. Was will das Herz mehr! ❤ ❤ ❤ ❤

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Wein und Wald

 

Süße, pralle, reife Trauben hängen von den Reben der Weinstöcke herab. Das ist pures Leben. Die Sonnenanbeter hängen dicht an dicht und warten auf die erfahrene Hand des Winzers, um endlich zu ihrer Bestimmung zu gelangen. Obwohl ich keine besondere Weintrinkerin bin, lockt mich doch hin und wieder, eine Spätlese oder auch eine Beerenauslese zu genießen. Die klassischen beliebten trockenen Weine liegen mir gar nicht. Hier bin ich wirklich eine Süße, auch beim Bier.

Die wunderbaren Trauben machen mir Lust, sie zu vernaschen. Doch bevorzuge ich die kernarmen Esstrauben. Da habe ich dann immer das Bild vor Augen, wo die römischen Kaiser auf ihren Bänken liegen und sich die verehrten Trauben von den Dienerinnen in den Mund gehalten zu bekommen, damit sie nicht mal dafür einen Finger krumm machen müssen. Der Wein wurde ja damals mit Wasser verdünnt getrunken, heute würde man „gepanscht“ dazu sagen. Im alten Griechenland und Rom war das so Sitte. Je nachdem, wie die Stimmungslage auf dem Fest war, wurde das Verhältnis Wein zu Wasser entweder zu Gunsten des vergorenen Traubensafts oder des Wassers verändert.

Zurück in die Wachau, wo diese Fotos entstanden sind.

Mein geliebter Schatz und ich haben es uns zur Tradition gemacht, den Herbst mit einer Wachau-Wanderung einzuläuten. Bisher immer den Welterbe-Steig von Dürnstein nach Krems. Diesmal aber wollten wir eine neue Strecke ausprobieren.

10,5 km durch Weinberge und durch Wald von Kirchenplatz in Spitz über das bekannte „Rote Tor“ zum Marktplatz von Weißenkirchen. Wir starten bei der Bus-Station Spitz-Rollfähre. Dort gehen wir erst den Schildern „Rotes Tor“ und „Kirchenplatz“ folgend bis zur Kirche, wo diese Etappe des Welterbe-Steigs beginnt. Anfangs geht es durch dichte Weinberge ca. 15 min hinauf zum „Roten Tor“, einem Überbleibsel der Markbefestigung, von wo wir einen tollen Ausblick über die Gegend hatten. Dann geht es erst recht steil bergab in den Wald, bis es bei einer Kreuzung und in langen Kehren den Berg hinauf geht. Oben angekommen geht es dann wieder ein Stück ins Tal, bevor der Weg links über eine kurze Kuppe auf schmalem Pfad quer durch den Wald mehr oder weniger auf gleicher Höhe weiter geht. Das war das beste Stück dieser Etappe. Später kommen auch immer wieder herrliche Ausblicke auf die Donau und die nahe Umgebung. Bei einer Wiese kann man Richtung St. Michael abzweigen (ca. 20 min). Wir aber folgten dem Weg weiter Richtung Weißenkirchen. Nach einer Weile gelangt man auf eine breite Straße, die zuerst auf etwa gleicher Höhe mit dem Pfad und dann steiler bergab geht. Etwas versteckt hinter Holzstapeln geht nach ein paar Minuten eine Abzweigung steil bergauf in den Wald. Nachdem wir diesen doch längeren Anstieg bewältigt haben und den Wald in einer langen Kurve verlassen, kommen wir auf einer Anhöhe wieder in die Weinberge mit ihren vor Leben überquellenden Weinstöcken. Ab da geht es dann stetig bergab, bis wir die Ausläufer von Weißenkirchen erreichen. Ein paar Minuten später erreichen wir den Marktplatz, wo diese Etappe offiziell endet. Insgesamt waren wir inkl. zwei kurzen Pausen in 3. 15 h in Weißenkirchen. Eine gute Grundkondition ist für die beiden steilen, längeren Teilstücke unbedingt erforderlich.

Ich wünsche Euch allen eine wunderbare Woche und danke fürs Lesen!

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: neue Wege

Nur mehr ein paar Tage, dann geht es endlich los: Ungarn, wir kommen!

Damit wir auch fit bleiben für all die Abenteuer, die da auf uns warten mögen, nützten wir das Wochenende, um nochmals sportlich aktiv zu sein.

Am Samstag starteten wir unspektakulär von der Bushaltestelle „Hohe-Wand-Wiese“ -Bus 450 Richtung Mauerbach von Steig 1 – und wanderten in ca. 1 Stunde zur Sophienalpe -teilw. sehr steile Wegstücke-.

So weit, so gut, aber dann hatte ich die Idee, spontan eine neue Strecke auszuprobieren. Wir verließen also wohlbekannte Wege und gingen Richtung „Steinhofgründe“. Dieses Erholungsgebiet gehörte früher zum heutigen Otto-Wagner-Spital. Eine Verbauung in den 1970er-Jahren konnte dank der Bevölkerung verhindert werden. Auch andere Pläne der neueren Zeit wurden bisher nicht umgesetzt, weshalb das 42 ha große Naturgebiet immer noch ungestört zum Verweilen, spazieren und erholen einlädt. Ein echter Geheimtipp, wenn man sich in der Gegend aufhalten sollte. Am besten erreichbar von der U4-Endstation/Bahnhof Hütteldorf und dann mit den Bussen 46A oder 46B zur Station „Feuerwache Steinhof“ oder zu Fuß (25-30 min).

Wir wanderten also steil und gröllig bergab durch den Wald zur Rieglerhütte, dann weiter wieder recht steil durch den Wald bergauf und weiter über Forststraßen zum Schottenhof (Pferdehof) und dann nach der Kreuzung einer Straße nochmals länger bergauf und bergab im Wechsel mit flacheren Abschnitten durch einen weiteren Waldabschnitt zur Kreuzeichenwiese. Von dieser geht es dann großteils bergab bis zu den Steinhofgründen. Diese durchquerten wir längs und erreichten nach einer weiteren gefühlten halben Stunde wiederum den Bahnhof Hütteldorf.

Wir waren auf diesen unvorhergesehen langen Rückweg von über 2 h nicht vorbereitet und hatten daher zu wenig Wasser mit. Glücklicherweise fanden wir dann nahe der Steinhofgründe einen Wasserbrunnen, an dem wir uns laben konnten. Vor meiner Lebenspartnerschaft mit meinem Schatz wäre das nicht gegangen. Schon gar nicht unvorbereitet einfach einen unbekannten Weg zu nehmen. Deswegen bin ich besonders stolz darauf, dass meine Kondition mittlerweile so gut geworden ist.

Leider ist die Gegend bei Mountainbikern sehr beliebt, weswegen man teilweise sehr aufpassen muss.

An diesem Tag schaffte ich über 23.000 Schritte. 🙂

Am Sonntag machten wir eine Radtour von Wien über die Donauinsel bis Seebarn, wo sich das Kricket-Spielfeld einer Wiener Mannschaft befindet. Ein ehem. Patient von meinem Schatz hatte uns eingeladen, einmal vorbei zu schauen. Später fuhren über Korneuburg (Pause mit großem Eisbecher 🙂 ) und der Donauinsel mit spontanem Badestopp zurück nach Wien. Nach rd. 5 Stunden erreichten wir mit müden Beinen meine Wohnung. Den Abend ließen wir mit einem kurzen Spaziergang und mit einem Drink in einem nahe gelegenen Lokal ausklingen.

Ich wünsche Euch allen einen tollen Start in die Woche und sende

alle Liebe

Eure Caroline

 

LIEBE ZUR NATUR: Wein, Wald und ein Engel

Die Weinstöcke warten schon auf den Winter. Noch tragen sie die letzten Trauben, die für den Eiswein bereit sind. Die nun schon sehr süßen Früchte sind jetzt reif für die Ernte. Die schnelle Abkühlung hat die Natur verwirrt. Die Bäume wissen gar nicht, welche Farbe ihre Blätter annehmen sollen. Große Teile der Landschaft sind noch grün, andere bereits gelb oder rot, manche tragen sogar alle drei Farben auf ihren Blättern.

Der Herbst zeigte sich am Sonntag bunt, nebelig, feucht und kalt. Trotzdem sind wir gestern zu einer meiner Lieblingswanderungen in dieser Jahreszeit aufgebrochen.

Der berühmte Welterbesteig (Welterbe-Steig) in der Wachau hat viele Etappen, aber die schönste, meiner Meinung nach, ist die Strecke zwischen Dürnstein und Krems. Nur das letzte Stück bis zum Bahnhof in Krems liegt an der Straße, sonst wechseln sich genussvolle Waldstücke mit offenen Weitblicken in die umliegende Weinlandschaft ab. Man darf diese Etappe aber nicht unterschätzen. Es geht in ca. 3 Stunden doch immer wieder ganz schön rauf und runter. Ich war danach müder als letzthin nach den über 5 Stunden auf der Rax über mehrere kleinere Gipfel. Wegen der schlechten Witterung konnten wir aber auch kaum Pausen einlegen, was die Anstrengung natürlich wesentlich größer macht.

Was mir auch sehr gefällt, ist der „Weinengel“ des Künstlers Fritz Gall (www.weinengel.at, http://www.fgall.com), der an einem aussichtsreichen Wegstück thront (s. oben). Die Kunstwerke des Künstlers haben alle mit Wein zu tun und bestehen auch meistens aus Teilen von Weinstöcken und Metall.

Die erdige Kraft des Weins und die beschützende Hand des Waldes erden mich immer gut und helfen mir, gelassener und ausgeglichener zu sein. Gerade in stressigen Zeiten oder wenn viel Neues, wie jetzt gerade, in mein Leben kommt, brauche ich sehr viel Erdung, innere Reinigung und guten Schlaf.

Ich wünsche euch eine erholsame Herbstzeit und viel Gelassenheit und Ausgeglichenheit! Herbstzeit ist der langsame Rückzug der Natur mit der Vorbereitung auf den Winter. Auch uns Menschen tut es jetzt gut, etwas ruhiger zu treten und sich viel Zeit für sich allein zu nehmen, soweit das für den Einzelnen möglich ist.

Liebe Grüße,

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Eine Nacht im Wald

Am vergangenen Freitag habe ich mit meinem Schatz etwas Verrücktes gemacht.

Nach einer kleinen Nachtwanderung in den umliegenden Gebiet von Wien haben wir mit Isomatte und Schlafsack unter freiem Himmel, besser unter freistehenden Bäumen im Wald übernachtet. Ohne Zelt. Mein Schatz hatte noch die Idee, dass wir getrennt von einander übernachten, damit das Erlebnis intensiver wird.

Interessanterweise hatte ich keine Angst, ich habe mich sogar sehr sicher gefühlt.

Nur einmal bin ich in der Nacht von Tiergeräuschen aufgewacht. Vermutlich ein Fuchs, denn mein Schatz hatte eine Art Bellen gehört. Kurze Zeit später ist ein Tier, vermutlich ein Reh, mit irrem Tempo an meinem Schlafplatz vorbei gerannt. Dabei bin ich ordentlich erschrocken.

Ansonsten schlief ich sogar recht gut, wenn auch kurz, da das Sonnenlicht mich früh wach gekitzelt hatte. Zwei kleine Nacktschnecken fanden auch den Weg zu mir.

Ich träume immer sehr schräge Sachen, aber diesmal habe ich zum ersten Mal geträumt, dass ich aufwache und etwas an Ort und Stelle erlebe. Sonst befinde ich mich in Träumen immer ganz wo anders. Ich wusste, dass ich träume, weil plötzlich ein Radweg im Wald auftauchte, der dort sicher nicht war, und auf diesem mir eine Frau auf einem Fahrrad entgegengekommen ist.

Also eine Nacht im Wald ist wirklich ein Erlebnis für sich.

Am nächsten Tag haben wir köstlich in einem Cafe gefrühstückt und sind dann noch ins Krapfenwaldbad zum Duschen und Schwimmen gefahren. Kaltes Wasser, auch schon recht viel los zu noch früher Stunde, aber herrlich erfrischend. Danach dösten wir genüsslich auf den bereitstehenden Liegen vor uns hin. Ein tolles Erlebnis.

Ich wünsche euch noch einen herrlichen Tag,

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Der „Pizzabote“ im Wald

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Am Sonntag: Vom Bahnhof Payerbach-Reichenau (NÖ) über die Waldburgangerhütte und Schneedörfl zurück nach Payerbach (1 h 45 hoch, 2 h hinunter bis Schneedörfl -> Payerbach Bahnhof 15 min länger).

Der Tag begann trüb und regnerisch, das ist mittlerweile kein Hindernis mehr für mich. Nach einem labenden Frühstück und einer ereignislosen Bahnfahrt nach Payerbach-Reichenau folgten wir den Hinweisschildern Richtung Waldburgangerhütte. Neuland für beide von uns. Die ersten rund 25 Minuten folgten wir einer Straße zu einem Bauernhof. Zuerst begegneten wir einigen Duzend grauen Kühen, später sogar den berühmten Highland cows (s. Handyfotos), auch einige Pferden und sogar einem kleinen Esel konnten wir entdecken. Wenige Meter nach dem Hof ging es- ein Hund verfolgte jeden unserer Schritte misstrauisch –  dann steil, an einer Stelle sogar mit einer Eisenkette gesichert, bergan durch den erfrischenden und erholsamen Wald.

Ich liebe den Wald. Den Geruch, das variantenreiche Grün, die „Stille“, die Geräusche der Tiere, die Erde, die mich trägt und Kraft gibt. Die letzten Wochen waren sehr chaotisch und psychisch anstrengend für mich. Ich hatte viel auf meine Schultern geladen. Sogar mein Bauch streikte zunehmend. Am Samstag nach emotionalen Stunden brachen dann ganze Gebirge von meinem Herzen. Klärung und Heilung waren dann am Sonntag möglich. Was ist da besser als eine Wanderung durch herrlichen, dichten Wald?  So eine Wanderung ist wie eine Psychotherapie. Gespräche gehen viel leichter von der Hand, Energie kehrt zurück, positive Gedanken gewinnen wieder die Oberhand und liebevoller Gleichmut stellt sich ein.

Nach einer Weile und einem kurzen Abstecher nach links abseits des Hauptweges erreichten wir die wunderschöne „Jubiläumsaussicht“. Bei gutem Wetter hat man hier einen phänomenalen Weitblick auf die umgebende Gebirgslandschaft (s. Handyfotos).

Nach einer kurzen Rast samt Obst als kleine Stärkung folgten wir dem Hauptweg weiter Richtung Hütte. Nach einem letzten steileren Stück hatten wir es zur „Bodenwiese“ geschafft, wo die Hütte nach wenigen Metern auf der rechten Seite steht.

Wir stärkten uns dort mit Frittatensuppe. Für mich gab es auch noch eine sehr zu empfehlende „Weiße Mohnschnitte“. Köstlich. Mjam, mjam.

Zurück wanderten wir dann über teilweise sehr steile Pfade wieder hinunter und über den Ort Schneedörfl zurück nach Payerbach in knapp über zwei Stunden zum Bahnhof zurück. Lange warten mussten wir zum Glück nicht. Der Zug wartete bereits auf uns.

Am Rückweg kam uns ein Mann im Anzug samt Krawatte und pizzabotentauglicher Tasche in den Händen entgegen. Ich hätte ihn am liebsten gefragt, welche Pizza er denn dabei hat. Der Mann schaute aber so grimmig und konzentriert von der Anstrengung, dass ich mich gerade noch zurückhalten konnte. Welche Schuhe die Typ für seine flotte Besteigung vorgesehen hatte, kann ich Euch leider nicht verraten, dazu war ich in diesem Moment viel zu erstaunt gewesen.

Ich wünsche Euch einen sonnigen Tag,

Eure Caroline