LIEBE ZUM REISEN/ZUR NATUR: Ein Gebirge, viele Wege Teil 1

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Ich liebe das Elbsandsteingebirge in Sachsen/Deutschland. So viel Wald, Wasser und die beeindruckenden typischen Sandsteinformationen, nicht zu vergessen die schöne Elbe. Rund, weich und doch Stein. Früher ein Meer, jetzt Steine. Dort fühle ich mich sehr wohl. Jetzt waren wir endlich einmal länger dort und erkundeten aktiv die Gegend.

Wir wohnten in Krippen, einem Teil von Bad Schandau. Letzteres ist am schnellsten mit der Fähre zu erreichen. Dank unserer Gästekarte fuhren wir ohne Zusatzkosten.

Für Schlauberger: Alles aus Sandstein endet mit -stein im Namen, z. B. Affensteine, Schrammsteine. Im Gegensatz dazu haben alle Formationen aus Basalt einen „Berg“ am Ende stehen, z. B. Winterberg.

Unsere erste Tour nach Ankunft führte uns entlang des „Flößersteigs“ ins schöne Kirnitzschtal. Dieser Steig führt anfangs leicht und gemütlich zuerst vom Marktplatz von Bad Schandau durch den Kurpark, dann erst rechts, dann links auf breitem Forstweg am Fluss bzw. der Straße entlang, später wird er immer abenteuerlicher und anstrengender, teilweise so gar versichert, aber immer ganz dicht am Fluss entlang, Richtung Lichtenhainer Wasserfall und noch weiter. Dazwischen erfrischen wir unsere Zehen im kühlen Wasser der Kirnitzsch. Wir hatten allerdings nicht die Zeit für die ganze Strecke, deswegen beendeten wir unsere Wanderung beim „Nassen Grund“. Kurz vor Ende passierten wir eine höher gelegene Stelle neben einer Felswand, wo wir einen wunderschönen Ausblick auf den Fluss und den umgebenden Wald hatten.

Da wir aber mit der berühmten alten Kirnitzschtalbahn fahren wollten (s. Foto), spazierten wir noch gemütlich weiter stadtauswärts bis zur Station „Beuthenfall“, eine Haltestelle vor der Endstation „Lichtenhainer Wasserfall“, da wir sonst lange hätten warten müssen. Diese Bahn sieht ein bisschen wie eine alte Straßenbahn aus und fährt eingleisig. Das heißt, sie dreht nicht um, sondern der Fahrer geht ans andere Ende des Fahrzeugs und fährt am selben Gleis wieder retour. Habe ich so auch noch nirgends gesehen.

Fakten: Marktplatz Bad Schandau – Flößersteig – Nasser Grund – Haltestelle Beuthenfall

Der Weg ist zuerst einfach und breit, später teilweise auch eng, schwierig und anstrengend, ein richtiger Abenteuerweg, abwechslungsreich. Stellenweise versichert. Grundkondition notwendig. Zumindest abschnittsweise auch für gehwillige Kinder geeignet. Rückfahrt mit Bus oder Kirnitzschtalbahn möglich.

Gehzeit: 2.45 h  (inkl. kurzer Pausen)

Fazit: Lohnt sich für jeden, der gerne Wald und Wasser liebt. Durch den abwechslungsreichen Steig, auch durch den unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad bedingt, ist er auch für Geübtere eine schöne Einstiegstour nach langer Bus- und Bahnfahrt.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

LIEBE ZUR NATUR: Über Berg und Tal in den Nationalpark Thayatal

 

Unser Sonntag war wieder einmal sportlich. Diesmal sind wir samt unseren Rädern mit dem Zug nach Retz gefahren. Von dort radelten wir dann ca. 1 h 45 min zum Nationalparkhaus des Nationalparks Thayatal. Die Strecke geht die meiste Zeit bergauf. Ich gebe offen zu, ich bin keine besondere Bergfahrerin, schon gar nicht, wenn ich die erste Radtour dieses Jahres mache. Dafür sah ich auf einem Baum einen wunderschönen Bussard sitzen, der so still da saß., dass man glauben könnte, er wäre gar nicht lebendig.

Nach einer kurzen Pause auf einer Bank in der Sonne wanderten wir dann nach Hardegg und dann ein Stück entlang des (Grenz)Flusses. Leider ging der Weg viel zu schnell wieder sehr steil die Böschung hinauf. Ein Pärchen Buchfinken  konnten wir im Wald beobachten. Nach einer Weile erreichten wir ein wunderschönes Platzerl an der Thaya, wo wir schon mal waren. Dort rasten wir eine Weile. Mit frischem Schwung gingen wir den Weg ein Stück zurück und folgten dem Verlauf in einem großen Bogen zurück zum Nationalparkhaus.  Dort stärkten wir uns mit einer köstliche Bärlauchsuppe.

Wir waren ca. 2 Stunden unterwegs. Der vom Winter erwachende Wald hat eine ganz besondere Kraft. Die Vöglein sangen auf vollem Hals, aber sonst war es so still und friedlich. Überall blühten Pflanzen und nur wenige Wanderer kamen uns entgegen. Einfach herrlich.

Nach der Stärkung ging es wieder mit dem Rad retour nach Retz. Das Gute an Bergen ist, dass es auf der anderen Seite wieder hinunter geht. So waren wir in nur einer Stunde wieder im Ort, wobei wir noch einen Abstecher in die Kaffeekonditorei Felix Wiklicky machten. 🙂

Ihr seht, wir nutzen das sonnige Wetter gut aus. 🙂 Meine Kondition wird jedenfalls Tag für Tag besser. Die Natur ist doch das beste Fitnesscenter.

Ich wünsche Euch allen eine angenehme Karwoche und schon jetzt von Herzen ein frohes Osterfest. Wir werden dieses zu zweit wieder in Illmitz im Burgenland verbringen. Unser bevorzugtes Hotel „Johannes Zeche“ hatte wieder ein interessantes Frühlingsangebot für uns. Ich werde berichten.

Herzliche Grüße

Eure Caroline

 

LIEBE ZUR NATUR: Vogelbergsteig/NÖ

Zu Pfingsten waren wir – wie schon kurz berichtet – wieder einmal in der Wachau unterwegs. Genauer bei Dürnstein. Dort beginnt der großartige und wunderschöne Vogelbergsteig.

Anfangs geht man durch die Stadt und folgt den Schildern bis zum Beginn eines Waldes. Dieser wirkt wie eine Filmkulisse von „Herr der Ringe“. Bei einer Kreuzung bei einem Bächlein gehen wir dann links in einigen Kehren auf schmalem Pfad den Berg hinauf. Dazwischen folgen immer wieder tolle Ausblicke auf die Donau, die Ruine Dürnstein und die Umgebung. Danach geht es dann geradeaus und dort dann immer weiter den Rücken des Berges hinauf bzw. entlang. Nach dem letzten Anstieg kommt dann eine Wegkreuzung, der wir nach rechts folgen. Nach wenigen Minuten erreichen wir dann die Fesselhütte, die an sonnigen Tagen sehr gut besucht ist. Wir folgen dann den Schildern an der Hütte vorbei hinauf zu Starhembergwarte (10 min, Schlüssel in der Hütte erhältlich). Danach geht gleich wieder hinunter Richtung Tal. Wir folgen den Markierungen. Bei einer Kreuzung von zwei Wegen nehmen wir leider den falschen. Der richtige Weg ist der rechte. Der führt dann steiler werdend und in vielen Kehren über die Ruine Dürnstein wieder hinunter zum Ausgangsort.

Drei andere Frauen sind bei der Weggabelung auch falsch abgebogen, obwohl sie einen Wanderführer haben. Nach steilem, steinigem Pfad entscheiden wir uns nach rechts zu gehen und folgen dem teilweise nicht mehr sichtbaren Weg eine Weile. Dort trennen uns die Wege von den Wanderinnen. Intuitiv gehen wir noch ein Stück weiter und klettern dann die Böschung hinauf und landen Gott sei Dank wieder auf dem richtigen Weg nach unten. Die drei Frauen überholen uns dann kurz vor Ende des Weges wieder. Auch sie haben es geschafft.

Eine herrliche Tour, auch an heißen Tagen. Nur wenige Stellen sind der Sonne direkt ausgesetzt, besonders das letzte Drittel der Tour. Trittsicher und schwindelfrei sollte man aber doch sein. Teilweise steinig und bei Regen durch viele Wurzeln rutschiger Steig. Zwei Stellen sind mit Stahlseilen und Ketten gesichert. Auch für sportliche Kinder  geeignet.

Weitere Sehenswürdigkeiten: Stadt Dürnstein (Viele Läden, Lokale, Marillenprodukte), Ruine Dürnstein, Starhembergwarte am Gipfel des Schlossberges

Gehzeit: insgesamt 2:15 h (357 hm rauf und 357 hm runter)

Viel Spaß beim Wandern,

Eure Caroline

LIEBE ZUM REISEN: Auf den Spuren der Huzulenpferde

Liebe Freunde,

endlich ist mein Urlaub in Griffweite. Nur mehr diese Woche, dann sind mein Schatz und ich für zwei Wochen weg. Ich kann die freie Zeit kaum mehr erwarten. Die letzten Wochen waren mehr als anstrengend. In jederlei Hinsicht.

Dieses Jahr geht es wieder nach Polen. Wir waren schon vor drei Jahren mal in diesem vielseitigen Land. Damals war es Kajak-Fahren auf der Masurischen Seeplatte. Echt eine Reise wert. Für alle, die Wasser und Paddeln lieben und eine wenig berührte Natur genießen wollen. Nach dieser Tour war ich sogar für einige Monate Vegetarierin.

Diesmal fahren wir in ein Gebiet von Polen, wo eher die Einheimischen Urlaub machen. Sehr abgelegen. Ein typischer Abenteuerurlaub eben, wie ich das mittlerweile liebe. Mein Schatz hat mich darauf gebracht. Einfache Quartiere, dort bleiben, wo es uns gefällt. Einfaches Essen, dort wo die Einheimischen auch essen. Mehr oder weniger verrückte Dinge tun. Mit meinem Kauderwelsch-Sprachführer von Reise Know-How ein paar Brocken Polnisch ausprobieren. So etwas eben.

Diesmal sind wir u. a. auf den Spuren der Huzulenpferde unterwegs. Kleinpferde, die sehr geländegängig sind und sich sehr gut für Trekking-Reiten und angeblich auch Anfänger eignen. Letzteres sind wir. Auch wenn wir bereits auf Elefanten, Kamelen und Eseln geritten sind. Am besten gefiel mir Letzteres. Die Esel waren echt super. Nur das arabische Wort für „schneller“ hatte ich falsch ausgesprochen, sodass mein Esel nur auf Aufforderung unseres einheimischen Führers das getan hat, was ich wollte.

Worauf ich hinaus will, ist, dass wir, wenn möglich, gerne auf diesen süßen Pferden reiten wollen. Mal schauen, ob das klappt.

Dann ist noch ein wenig Wandern geplant und vielleicht auch wieder Kajak fahren, allerdings am Fluss diesmal. Kommt aber darauf an, wie schwierig das Gebiet dort ist. Wir sind nicht gerade Profis, noch nicht mal halbe. Eher Gelegenheitsfahrer, von Eskimorolle ganz zu schweigen. Fuhren schon einmal auf der Moldau und eben auf der masurischen Seenplatte. Viel mehr Erfahrung haben wir nicht. Schade eigentlich, ist echt ein super Sport. Gut fürs Selbstbewusstsein, die Selbsteinschätzung und den Mut.

So der Plan. Mitte Juli erfahrt ihr dann, was daraus geworden ist. 🙂

Ach, ja, meinen Geburtstag (9.7.) werde ich auch in Polen feiern. Seit langer Zeit mal wieder im Ausland. 🙂

Habt weiterhin einen schönen Sommer,

Eure Caroline