LIEBE ZUR NATUR/KULTUR: Ein Rundweg über Stopfenreuth und eine alte Kirche am Wegesrand

 

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Röm-Kath. Kirche Mariä Himmelfahrt Bad Deutsch Altenburg

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Auf dem Weg nach Stopfenreuth

Ich wünschte mir schon lange einmal, dass wir den Nationalpark Donauauen besuchen. Leider ist das ohne Auto recht umständlich. Mein Schatz fand dennoch eine Möglichkeit, der wir am Samstag gleich nachgegangen sind – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wir fuhren mit dem Zug, der angenehmerweise von Wien aus stündlich fährt (immer zur Minute 15, Fahrplan 2018), nach Bad Deutsch Altenburg, einem beliebten Kurort. Trotz schlechter Beschilderung fanden wir dennoch unseren Weg auf die markante Donaubrücke. Die rechte Seite ist die richtige, ansonsten kommt man nicht hinunter zu den Donauauen hinunter. Nach ein paar windigen Minuten auf der Brücke nahmen wir die markierte Stiege abwärts zur Donauufer.

Hier führt dann ein breiter, recht unebener Weg rechts entlang des Ufers immer am Wasser entlang, an einem kleinen Bootshafen vorbei bis zu einer hölzernen Terrasse mit Infos zum Nationalpark und der Donau. Da der Wind unangenehm böig war, hielten wir uns dort nur kurz auf und folgtem dem Weg weiter bis zur ersten Abzweigung. Dort ging es dann in den Auwald hinein. Die Altarme waren sehr ausgetrocknet. Nur auf der rechten Seite konnten wir noch größere Wasserlacken entdecken. Nach nur wenigen hundert Metern fanden wir uns bereits wieder auf einer weiten freien Wiese wieder. Über diese führte der Weg uns weiter über einen Damm, auf dem sich normalerweise der Radweg befindet, allerdings ist dieser wegen Bauarbeiten am Damm bis 2020 komplett gesperrt. Eine Umleitung ist aber eingerichtet.

Wegen uneindeutiger Beschilderung beschlossen wir, dem halb rechten Abzweig zu nehmen und erreichten nach wenigen Minuten nach Stopfenreuth. Dort bogen wir rechts in den Ort ein. Aufgrund der Sperre ist das Nationalparkhaus samt Lokal leider bis zur Aufhebung dieser geschlossen. Auch das andere Restaurant hatte zu. 😦

Wir wanderten dann weiter stadtauswärts, überquerten den gesperrten Radweg und folgten der breiten (Forst-)straße durch den Auwald in Richtung Ausgangspunkt zurück. Dazwischen machten wir Pause an einer romantischen Stelle neben einem „Bootsrutsche“ an einem See, der normalerweise über einen Altarm weiterführt wird. Letzterer war aber ebenfalls ausgetrocknet. Bei genügend Wasser kann man dort sicher schöne Kajaktouren durch das Augebiet machen.

Nach kurzem Halt an der hölzernen Terrasse vom Beginn, begaben wir uns zurück zur Brücke und über diese in Richtung Bahnhof Bad Deutsch Altenburg.

Auf dem Rückweg schauten wir uns eine schöne Kirche näher an, an der wir bereits auf dem Hinweg vorbeigekommen waren (s. Foto oben). Sie ist von einem Park und einem Friedhof umgeben. Durch einen Eingang im Turm kann man sich den Innenraum der Kirche näher ansehen, der durch ein Gitter von einem kleinen Vorraum abgetrennt ist, wo man auch ein Kerzerl anzünden kann, wie ich es gemacht habe. Regelmäßig finden in der Mariä Himmelfahrt-Kirche Messen statt. Nach einer entspannenden Pause im Park gingen wir zum Bahnhof zurück. Die Züge fahren hier immer zur Minute 11 (Fahrplan 2018) zurück nach Wien.

Es waren wenig Leute unterwegs, wir genossen die friedliche Stille der Natur, die sich schon langsam zur Ruhe begibt.

Fakten:

Unsere Gehzeit (inkl. aller Pausen): rd. 2,5 Stunden für knapp 11.00 km

Wegbeschaffenheit: an der Donau und im Auwald ist er uneben, aber fast                          immer flach; Stiegen die Brücke hinunter und hinauf, Rampen der Brücke etwas steiler

Für Anfänger gut geeignet, am besten bei schönem Wetter mit nur wenig Wind

Alles Liebe

Eure Caroline

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Unser Pausenplatz mitten im Helenental an der Schwechat

LIEBE ZUR NATUR: Ein Runde im Helenental

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Unser Pausenplatz am Wasser mitten im Helenental

Bei hitzigen Temperaturen ist nichts angenehmer als eine einfache Wanderung entlang von Wasser und durch dichten Wald.

Da wir am Abend noch einen Termin hatten, wollten wir auch bald wieder daheim sein. Daher hatte mein Schatz die Idee zu einer Helenental-Runde. Ich war bisher noch nie im viel besungenen Teil des Schwechattales (hier: der Fluss, nicht der Ort). Er liegt vom Bahnhof Baden ca. 3,5 km zu Fuß entfernt. Der Weg ist gut beschildert, nur einmal mussten wir fragen, welche Uferseite für uns die bessere ist. Wir nahmen also das linke Ufer vom Bahnhof aus gesehen und folgten immer der Schwechat. Nach einer Straßenbrücke geht es rechts durch einen breiten Zugangsweg, der dann kurz danach in den ersten Waldabschnitt übergeht. Dieser erste Teil ist als Hundezone ausgeschildert und wird von diesen und ihren Besitzerinnen auch viel genutzt. Ein paar davon – die Hunde – nutzen auch die Gelegenheit für ein erfrischendes Bad im Fluss. Wir machten am Ufer auf zwei Baumstümpfen eine kurze Rast am Wasser und genossen die friedliche Stimmung. Unser Weg führte uns dann mehr oder weniger immer geradeaus. Hin und wieder zweigte nach rechts eine Brücke ab, die wir aber alle links liegen ließen.

Nach einer Weile trafen wir dann auf eine Kreuzung, wo ein Schild nach links zur Jägerhütte verweist. Ein auskunftsfreudiges Pärchen erklärte uns verschiedenen Möglichkeiten für die weitere Wanderung, wir entschieden uns für die Jägerhütte. Man kann hier auch weiter zu einer Cholerakapelle weitergehen, aber da die Brücke dort gerade saniert wird, muss man dann noch einen Kilometer weitergehen und kann dann über den Fluss auf das rechte Ufer wechseln und dort dann auf dem Radweg zurück nach Baden wandern. Es gibt zwar einen Bus, der aber gerade am Wochenende, wo es sinnvoll wäre, nur selten fährt.

Der Weg zur Jägerhütte führte uns auf engem Pfad weiter, der von beiden Seiten von hohen, dichten Büschen und Bäumen fast schon zugewachsen war, nach ein paar Minuten zu einer Lichtung, wo wir wieder aus mehreren Abzweigungen wählen mussten. Wir nahmen die Abzweigung auf der linken Seite Richtung Baden. Durch den Wald ging es recht steil hinauf, hier trafen wir eine Weile auf gar keine Menschen mehr. Das Jägerhaus lag auf rechten Seite, dort wandten wir uns wieder nach links den Berg wieder hinunter.

Auf der rechten Seite entdecke mein Schatz eine große Anzahl von gefällten Bäumen, die wie Mikado kreuz und quer herumlagen. Er hatte plötzlich Lust, darauf zu balancieren und stellte sich dabei äußerst geschickt an. Ich probierte es auch auf ein paar Stämmen, aber auf die sehr hoch gelegenen traute ich mich nicht, die Sturzgefahr schien mir zu groß. Wir hatten großen Spaß. 🙂

Dann wanderten wir weiter nach Baden. Bald schon erreichten wir den Waldrand und folgten den blau-weißen Markierungen weiter ins Tal.  Wir erreichten wieder bekanntere Gefilde und erkannten, dass wir an einer Stelle herauskamen, an der wir bereits beim Hinweg vorbeigekommen waren, und zwar gleich nach einer Brücke über die Schwechat bei einem abgezäunten Bereich eines (öffentlichen ?) Schwimmbads. Wir folgten der bereits gut bekannten Straße und durch den Arthur-Schnitzler-Park zurück zum Bahnhof von Baden. Gerade noch rechtzeitig vor dem hereinziehenden Gewitter.

Fakten: Bhf. Baden – Weg zum Helenental (3,5 km) – Helenental – Abzweigung Jägerhütte – Abzweigung Baden – Bhf. Baden

Unsere Gehzeit (inkl. 3 kurzer Pausen): 3 h 15 Uhr, rd. 11 km

Weg: Bis auf ein längeres Stück nach der Lichtung im Wald, das doch steiler war, ist der Weg flach und gut zu gehen. Daher auch für Anfänger und Kinder geeignet. Meist Asphalt oder Erdboden, teils mit Wurzeln oder Steinen, aber wenig. Es sind viele Hunde auf dem Teil durchs Helenental unterwegs. Wen das stören sollte, kann auch den Rad- und Wanderweg auf der anderen Flussseite benutzen und dann über einer der Brücken auf die linke Seite wechseln. Viel Schatten durch Wald und hohe Bäume gegeben. Wer nicht quer durch ganz Baden gehen will, kann sicher auch mit einem der Stadtbusse abkürzen.

Fazit: Eine leichte, schattige Sommerwanderung, teils am Fluss Schwechat entlang. Wunderschöne Flusslandschaft und dichter Wald. Was will das Herz mehr! ❤ ❤ ❤ ❤

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUM REISEN/ZUR NATUR: Ein Gebirge, viele Wege Teil 2

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Am Freitag ging es zuerst mit dem Bus 242 (auch mit der Gästekarte ohne Zusatzkosten) nach Schmilka und dann zu Fuß weiter über die Grenze nach Tschechien zur sogen. Edmundsklamm am Ende von Hrensko.

Erst wanderten wir rd. 20 min entlang des Flusses auf breitem, angenehmen Weg, später auch hin und wieder durch Steintunnel.  Dann gibt es ein Fortkommen nur mit dem Boot, das von Männern mit langen Stangen vorwärts bewegt wird. Dazwischen erzählen sie uns allerlei Schmäh und Witz und ein paar Infos über die Klamm samt nasser Überraschung. Das Programm ist immer das gleiche, selbst wenn ein heftiges Unwetter aufzieht wird seelenruhig dieselbe Show abgespult, auch wenn keiner zuhört. Ob man dann noch lacht, sei jedem selbst überlassen. So selbst erlebt.

Nach einer ungefähr minütigen Fahrt geht es wieder 20 min zu Fuß weiter. Dann aber schaute es für uns wettermäßig traurig aus, und wir entschieden uns fürs Umkehren auf gleicher Strecke (samt Bootsfahrt) zurück, da wir ausnahmsweise einmal nicht an die Regensachen gedacht hatten. Die hatten wir in der Unterkunft gelassen. Man hätte dann nach einer weiteren Fahrt in großer Runde zurückgehen können oder eben bei unserem Umkehrpunkt einen längeren Weg durch den Wald zurück. Nun wir erreichten gerade noch mehr oder weniger nass den Ausgang der Klamm, als auch schon die Erde unterging. Literweise Wasser, Blitz und durch die Felsen ein verstärktes Echo des grollenden Donners. Wie in einem Horrorfilm. Richtig gruselig. Land unter. Eine Frau „kuschelte“ sich auch zu uns unter den großen Sonnenschirm der kleinen Bar, die uns Zuflucht gewährt hatte.

Irgendwann war es dann doch wieder vorbei, und wir machten uns auf den Weg zurück über die Grenze zum Bus 242 in Schmilka zurück, der „zufällig“ gerade kam.

Fakten: Schmilka – Landesgrenze – Hrensko – Klammeingang – 1. Bootsfahrt – Wanderung bis Abzweigung Wald – Weg retour zur 1. Bootsfahrt – Bootsfahrt retour – Klammausgang – Hrensko – Landesgrenze – Schmilka

Der Weg zum Bootsstrecke ist flach und leicht zu gehen, typischer Waldboden mit Wurzeln und Steinen, teilweise holprig.

Gehzeit (ohne Wartezeit Gewitter, aber mit Pausen und Wartezeit auf Boot): ca. 4 h 35 min

Fazit: Die Edmundsklamm ist wunderschön romantisch, die Wege sind leicht zu begehen und die Bootsfahrt ist eine angenehme Pause, wenn es nicht gerade schüttet und man dem Regen schutzlos ausgeliefert ist. 🙂

Alles Liebe und bleibt neugierig,

Eure Caroline

PS: Der letzte und 3. Teil folgt bald.

 

 

LIEBE ZUM REISEN: Ganz viel Wasser und etwas Berg 2

Aussicht Schoberstein 2017

Aussicht vom Schoberstein (1037 m)

Mittwoch (Fortsetzung von Teil 1): Kurze, aber nette Wanderung entlang des Märchenwanderwegs in Unterach (Parkplatz etwa 2 km eine steile Straße hinauf (beschildert). Dann von dort weiter dieser Straße bis zum nächsten Hof folgend. Dort geht es bei einem Zwerg nach rechts in den Wald. Der Weg kann auch mit dem Kinderwagen befahren werden. Besonders für Familien mit Kindern geeignet. Unterwegs sind einige der bekanntesten Märchen mit Figuren und Requisiten nachgestellt und einige Zwerge gibt es auch zu entdecken samt Abenteuerspielplatz etc. Dauer hin und zurück ca. 1. Stunde. Teilweise steile Abschnitte.

Donnerstag:  Zuerst Fahrt nach St. Gilgen und kurze, aber sehr anstrengende Wanderung zum Berggasthof auf der Weisswand, einem Aussichtsberg mit wunderschönem Blick auf den Ort und den Wolfgangssee. 2 Wege sind möglich. Beide sind sehr steil und führen bis auf das erste Stück auf dem gleichen Weg hoch. Wir sind den „Gehweg“ gegangen. Dieser führt, wie auch der andere, erst eine immer steiler werdende Straße hinauf, dann über einen schmalen Pfad durch einen Wald hinauf. Nach dem Waldstück führt er wieder gemeinsam mit dem Hauptweg sehr steil und fast ohne Kehren auf breitem, gerölligem Weg hinauf zum Gasthof. Der Aufstieg lohnt sich dennoch, denn die Aussicht ist herrlich. Aufstieg/Abstieg je ca. 30 min. Unser Abstieg verlief dann entlang des Hauptwegs, der nicht durch den Wald, sondern auf einer steilen Straße hinunter. Diese führt an einem Bauernhof vorbei, wo seltene (alte) Hühner- und Rinderrassen gezüchtet werden. Sehr interessant für eine Biologin. 🙂

Wanderung entlang des Dr. Viktor Kaplan/2-Seen-Weges von Unterach am Attersee (Seebad) aus. Wir nahmen als bekennende Querdenker den umgekehrten Verlauf des Wegs. Zuerst entlang einer Promenade entlang eines Bachs (teilweise durch Wald) Richtung Mondsee. Dort biegt der Weg nach rechts ab und führt anfangs noch recht angenehm, später steil zum dortigen Wald. Dann verläuft dieser durch den Wald hindurch, später auch am ehemaligen Wohnhaus des großen österreichischen Erfinders u. a. der Kaplanturbine Dr. Viktor Kaplan vorbei. Hier besteht auch die Möglichkeit das Mausoleum von Dr. Viktor Kaplan zu besuchen. Aufgrund des extrem schlechten Wetters zu diesem Zeitpunkt haben wir das nicht getan. Entlang des Weges kann man immer wieder auf Tafeln über Wasserkraft, Energie und das interessante Leben dieses Erfinders lesen. Auch ein paar heimische Pflanzen werden beschrieben. Nach dem Wald geht es dann nach einer Rechtskurve steil bergab ins Tal zurück und weiter zurück zum Ausgangspunkt. Wir haben etwas 2,5 Stunden reiner Gehzeit dafür benötigt. Insgesamt eine schöne Wanderung, die bei den steileren Abschnitten doch ordentlich Kondition braucht, besonders im Regengewand.

Freitag: Viel Regen. Ruhetag. Wir besuchten einen sehr guten Freund meines Vaters samt dessen Familie in Attersee am Attersee.

Samstag: Abwechslungsreiche Wanderung auf den Schoberstein von Weißenbach am Attersee aus. Zuerst geht es durch den Wald auf schmalem Pfad in vielen Kehren in einer wirklich angenehmen Steigung bis auf einen Rücken, von dort weiter hoch bis zu einer Weggabelung. Dort dann links immer felsiger und ausgesetzter, mit wenigen kurzen gesicherten Kletterstellen hinauf auf den Gipfel samt Kreuz. Herrliche Aussicht auf den Attersee und Umgebung. Hinauf dauert es ungefähr 1,5 h. Hinunter auch nicht viel kürzer. Trotz der nicht all zu langen Strecke braucht man doch eine gute Kondition und vor allem Trittsicherheit wegen unzähligen Wurzeln und auch für die kurzen, einfachen Kletterstellen. Ich bin selten so gut auf einen Berg hinaufgekommen. Im Gegensatz zu meinem Schatz, der Steinbock ist, fühle ich mich immer noch im und am Wasser am wohlsten. Eine Gämse werde ich wohl nie werden, schon alleine wegen meinem oft zu forschen Tempo, weswegen ich am liebsten meinem Schatz den Vortritt lasse. Die Wanderung ist sehr empfehlenswert, sollte aber von Anfängern nicht unterschätzt werden. Auch für Familien mit schon etwas älteren Kindern zu schaffen, wenn genügend Pausen gemacht werden. Es gibt immer wieder Tische mit Bänken auf der Strecke.

Sonntag (Heimfahrt): Wanderung auf dem Keltenbaum-Weg. Für Erwachsene und besonders für Kinder gibt es viele interessante Stationen rund um die Kelten zu entdecken und Wissen zu sammeln und auch eigene Erfahrungen zu machen. Leider ging es meinem Schatz zu diesem Zeitpunkt nicht gut, sodass wir uns mehr auf den Weg konzentriert haben. Der Weg ist ein Rundweg und startet beim offenbar recht neuen Parkplatz bei einem Kreisverkehr in St. Georgen im Attergau. Er führt erst durch eine kleine Neubauanlage und dann steiler hinauf in einen Wald. Der größte Teil führt dann entlang dieses schmalen Waldsaums bis man später wieder in eine Ortschaft gelangt. Von da an ist der Weg dann eher schwierig zu finden gewesen. Er führt dann nochmal kurz durch ein Waldstück. Am Ende von diesem steht eine nachgebaute Keltenhütte samt Ofen und Feuerstelle, die man aber nur im Rahmen von Führungen besuchen kann. Hier endet der offizielle Weg. Dann geht es  weiter durch den Ort Richtung Parkplatz zurück.

Auch bei einem ausgewiesen Kraftplatz kamen wir auf dem Keltenbaumweg vorbei. Dort kann man sich auf Bänken niederlassen und die unterschiedlichen Energiequalitäten auf sich wirken lassen.

Wir haben im Laufe der Tage immer wieder Glück gehabt und auch einige Wildtiere zu Gesicht bekommen. Zwei Rehe und ein Fuchs waren die Highlights.

Das Salzkammergut mit seinen vielen, klaren Seen und den wunderschönen Bergen rundherum ist ein Paradies für alle, die Natur genauso lieben wie ich. Natur, Tiere und Spiritualität sind für mich eine meiner größten Kraftquellen. Ich bin so dankbar, dass ich meinen Schatz habe, der meine Liebe zur Natur mit mir so intensiv teilt.

Nur die berühmte Burggrabenklamm, die wir unbedingt sehen wollten, war leider bis auf Weiteres gesperrt. 😦

Ich danke Euch fürs Lesen und wünsche Euch

einen wunderschönen Tag,

Eure Caroline

 

LIEBE ZUM REISEN: Ganz viel Wasser und etwas Berg 1

Möwenklo Attersee 2017

Nomen est omen? Interessante Namenswahl… 😀

Der 2. Teil unseres heurigen Sommerurlaubs verbrachten wir im schönen Salzkammergut. Wir mieteten ein Auto in Linz vom „Günther“ (Autovermietung) und fuhren mit unserem braven Leih-KIA erstmal zum schönen Attersee. In der Nähe von Nußdorf bezogen wir unser reserviertes Quartier auf einem Bauernhof.

  • 127264 Schritte in 7 Tagen (davon 1 Ruhetag)
  • täglicher Durchschnitt: 12,95 km
  • Gesamtstrecke: 90,68 km

Montag (Ankunftstag): Spaziergang von St. Gilgen am Wolfgangssee entlang der Uferpromenade über das Ochsenkreuz zum Hochzeitskreuz mit Schwimm- und Sprungeinlage. 🙂 Der See ist sehr erfrischend…

Dienstag: Wanderung zum Schwarzensee, Startpunkt: Strobl am Wolfgangssee entlang der herrlich, teilweise auf Holzstegen angelegten Uferpomenade fast bis nach St. Wolfgang. Wir folgen dann den Schildern bei der großen Weggabelung nach rechts (links: St. Wolfgang) Richtung Wirersteig. Dieser Steig ist nicht umsonst schwarz gekennzeichnet. Er ist zwar technisch einfach und auch nicht sonderlich lang (1 h ab erwähnter Weggabelung), aber konditionell aufgrund der 420(!) Stufen (Metallstiegen) sehr anstrengend. Nach einer Pause am Schwarzensee folgten wir den Hinweisen zum Almweg, um diesen längeren (1.30 h bis Weggabelung), aber einfachen Weg wieder zurück ins Tal. Nachdem wir den gleichen Weg entlang der Uferpromenade wieder zurück genommen hatten, erreichten wir nach rd. 4 Stunden wieder den Ausgangspunkt in Strobl.

Mittwoch: Rundwanderung um den Fuschlsee in rd. 3 h reiner Gehzeit. Pause am kleinen FKK-Strand, da wir unsere Badesachen im Auto vergessen hatten. Wunderbar angelegter Weg, technisch leicht, gute Grundkondition sollte vorhanden sein. Großteils auf schmalen, schattigen und schönen Waldwegen fast immer nahe am Seeufer. Nur am Ufer gegenüber von Fuschl verläuft der Weg etwas abseits davon durch ein Naturschutzgebiet mit einem Fluss mit duzenden Fischen darin.

Zufallsfund Fuschelsee 2017

„Zufalls“fund auf dem Rundwanderweg um den Fuschlsee im August 2017

Ich war ja Ende Mai erst selbst in Medugorje (Bosnien/Herzegowina). So klein ist die Welt…

Fortsetzung folgt…

Herzliche Grüße

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: immer dem Wasser nach – Pfingsten im Ötscherland/NÖ

Schleierfall Ötschergräben 2017 komp

„Schleierfall“ in den Ötschergräben, 04.06.2017

Das Pfingstwochenende stand, schon wie die Bosnienreise, im Zeichen des Elements Wassers. Es ist gleichzeitig das nachgiebigste, wie auch das stärkste Element, kann es doch durch stetiges Bemühen den härtesten Stein aushöhlen oder ganze Täler erschaffen. Langsam, aber sicher. Ich liebe Wasser. Es reinigt mich, es gibt mir neue Energie, es hält meinen Fluss des Lebens in Schwung und lässt mich flexibel auf Situationen reagieren. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass ich in einem wassergesegneten Land wie Österreich auch gerne entlang von Flüssen oder Seen wandere.

Das Wetter war uns trotz dunkler Regenwolken wohlgesonnen und so konnten wir eine wunderschöne 2-Tages-Tour von Lunz am See nach Lackenhof (Übernachtung im Sporthotel) und danach weiter über den Riffelsattel (Teil des Ötschers, 1283 m/Seehöhe) in die wildromantischen Ötschergräben, wo der Ötscherbach (ein Nebenfluss der Erlauf) mit kräftiger Strömung ein Ständiger Begleiter der Wanderer ist. Erst beim „Ötscherhias“, einer bekannten Raststation, nahmen wir Abschied von ihm und wanderten dann Richtung Bahnhof Erlauf der Mariazeller Bahn. Auch auf diesem Weg folgten wir einem kleinen Fluss. Sogar eine renovierte Holzmühle ist hier zu entdecken. Mit Pausen hatten wir am Samstag ca. 4.00 h für die Strecke Lunz/See Busstation Schule (samt Abstecher in den See) und Lackenhof gebraucht, am Sonntag von Lackenhof über den Riffelsattel in die Ötschergräben bis zum „Ötscherhias“ und weiter zum Bahnhof Erlauf ca. 5.30 h.

Der Lunzer See ist vergleichsweise kalt und nur für mutige Schwimmer empfohlen. Das kurze Bad darin war jedenfalls sehr erfrischend!

Die Ötschergräben selbst sind sehr gut begehbar. Die Steiganlagen sind gut gewartet und weisen nur wenig Höhenunterschiede auf und sind trotz der Länge auch mit entsprechend langen Pausen mit Kindern im Volksschulalter gut zu schaffen. Der Weg von Lackenhof auf den Riffelsattel verlangt da schon sehr viel mehr Kondition – für Anfänger nicht geeignet. Besonders der letzte Hang vor der Kuppe ist eine echte Herausforderung an die Beine und das Herz. Sehr steil und durch die kleinen Steine rutschig. Zwei Radfahrer wollten tatsächlich diesen Hang fahrend bewältigen, scheiterten aber kläglich und mussten schieben. Hier sind Wanderstöcke, egal, ob gekauft oder aus der Natur, sehr hilfreich, auch gute (Berg-)schuhe erleichtern den Aufstieg. Bei Sonne ist hier, besonders bei empfindlichen Personen, ein Sonnenschutz unbedingt sinnvoll. In den Waldabschnitten der Tour besteht durch das viele Laub und die Wurzeln der Bäume Rutschgefahr, besonders bei Nässe.

Unterwegs kamen wir an ein paar Wasserfällen vorbei, wobei mir der abgebildete „Schleierfall“ am besten gefallen hat. Bekannt ist auch noch der „Mirafall“.

Die herrliche Landschaft und das viele Wasser haben mich nach der intensiven spirituellen Reise in Bosnien und den doch großen Veränderungen danach wieder gut geerdet und mich mit frischer Energie aufgeladen. Alles Negative und nicht mehr Passende wurde fortgespült, und ich fühle mich gereinigt und frei. Auf zu neuen Herausforderungen und voller Freude in Erwartung des Neuen, das da kommen mag!

Herzlichst

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUR VIELFALT: Auf dem Wasser und auf 2 Rollen durchs Leben

Wer von euch hat schon mal Stand up-Paddling ausprobiert?

Ich bin mittlerweile ganz begeistert davon. Drei Mal standen meine Schatz und ich schon auf diesem etwas vergrößerten und daher stabileren Stand up board. Das 1. Mal hatten wir noch die 1. Generation am Neusiedlersee benutzt. Die Boards waren sehr schwer, da sie aus Plastik bestanden. Die neueren Boards sind leicht, aufblasbar und sind auch von der Bauweise her wesentlich einfacher zu fahren, weil sie stromlinienförmiger sind als die früheren Modelle. Die Schwierigkeit besteht nur darin, dass man auf dem Board stehend sein Gleichgewicht halten muss. Besonders das Aufstehen ist am Anfang noch etwas ungewohnt. Mit etwas Übung macht diese Sportart richtig viel Spaß und man kann richtig weite Strecken zurücklegen. Das Paddle ist schmal und leicht gebogen und hat einen langen Schaft, den man an seine Körpergröße anpassen kann. Der Ellenbogen der Hand auf dem Griff sollte noch leicht gebeugt sein. Die andere Hand liegt am Schaft. So paddelt man also geruhsam vor sich hin.

Die beste Kurventechnik haben wir für uns selbst herausgefunden. Wer es genau wissen will, kann auch einen Einführungskurs besuchen.

Ich bin am Samstag nicht mal mehr hineingefallen. Gut, dass wir danach noch an einer anderen Stelle kurz schwimmen waren, sonst hätte ich von meinem Lieblingselement Wasser gar nichts gehabt. Mein Schatz wollte zwei Mal die „Wasserqualität prüfen“, wie er es genannt hat. 😉 Erfrischt hat ihn die kalte Dusche sicherlich. 🙂

Mein Schatz hat sich vor ein paar Monaten einen schwarzen Micro-Scooter gekauft. Für ihn ging damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Jetzt hat er mir diesen Traum auch erfüllt und mir ein eben solches Modell geschenkt, nur in weiß. Am Samstag Abend haben wir damit dann unsere erste Tour gemacht und sind damit gleich eine Riesenrunde an der Donau entlang und über den Prater dann Richtung meines derzeitigen Lieblingscafes Menta im 3. Bezirk gefahren.

Nach den vielen Kilometern haben wir unsere Beine ganz schön gemerkt. Gerade das Standbein muss ganz schön mitarbeiten und ist die neue Fortbewegung noch gar nicht gewöhnt. Ich versuche jetzt immer etwas abzuwechseln, was schwerer ist als es klingt. Jedenfalls wird meine eh etwas schwache Koordinationsfähigkeit geschult, und mein inneres Kind möchte immer mehr davon. 🙂 Roller fahren macht so viel Spaß, und ich erlebe meine Umgebung mit ganz anderen Augen. Ein schöneres Geschenk hätte mir mein Schatz nicht machen können. Ich freue mich schon auf weitere tolle Rollererlebnisse mit meinem Schatz!

Herzliche Grüße und viel Abwechslung für euer Leben,

Eure Caroline