LIEBE ZUR KULTUR: In 80 Minuten um die Welt

Ich liebe es zu reisen. Neue Kulturen entdecken, etwas über ihre Geschichte erfahren, kennenzulernen, wie ihr Alltag aussieht – einst und heute, welche Medizin sie verwenden, welche Spiele sie spielen, was ihnen wichtig war und ist und vieles mehr.

Leider geht es aus verschiedenen Gründen nicht immer, einfach die Koffer zu packen (in meinem Fall eine Reisetasche) und in ein anderes Land abzudüsen. Am liebsten natürlich mit meinem liebsten Reisepartner, meinem Schatz.

Dank meiner Freundin, die mit mir auch schon im Dommuseum gewesen ist, habe ich das neue Weltmuseum in Wien für mich entdeckt.

Ein Schritt und wir sind in einer anderen Welt. Nicht nur das, wir reisen sogar dabei in die Vergangenheit. Ein paar Schritte weiter im nächsten Raum wartet schon das nächste Land auf den Besucher. Meine Freundin und ich kamen aus dem Stauen kaum wieder heraus. Wir bleiben schnell in einem Raum hängen, so viel gab es allein da schon zu entdecken.

Unzählige Kunst-, Kultur-, und Alltagsgegenstände aus allen Kontinenten der Erde sind dort zusammengetragen und mit Schautafeln und Beschriftungen ausgestattet worden. Dazwischen stehen immer wieder Computerterminals, wo man sich ausgesuchte Gegenstände näher in 3-D anschauen oder vertiefende Informationen abrufen kann.

Wir waren in diesem Jahr bereits zweimal dort und doch haben wir nur bis jetzt nur einen Bruchteil des Museums gesehen.

Zusätzlich zur großen Dauerausstellung werden auch noch mehrere kleinere Sonderausstellungen gezeigt. Hier geht es zum Raumplan. Ein Café im Erdgeschoss lädt zu einer Pause ein. Einen Museumsshop gibt es natürlich auch noch. Die letzten beiden Einrichtungen konnten wir leider noch nicht besuchen. Außerdem ergänzt ein vielfältiges Kulturvermittlungsprogramm mit Führungen, Tanz und Exkursionen das Angebot.

Das neue Weltmuseum ist einen Besuch wirklich wert. Für alle, die sich für Kulturgeschichte interessieren und mit offen Augen und Geist durch die Welt gehen.

Besonders sehenswert ist auch die aufwendig und liebevoll animierte Museumsgeschichte im Mezzanin.

Es war sicher nicht mein letzter Besuch dort. Vielleicht schon bald wieder…

Viel Spaß beim Erforschen und Entdecken!

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

 

 

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LIEBE ZUM WISSEN: Der simulierte Mars

Wusstet Ihr, dass das kleine Österreich führend ist, was die Simulation von Marsmissionen geht?

Die aktuelle Simulation im Oman (AMADEE 18) wird sogar von Innsbruck (Tirol) aus unterstützt. Das Mission Support Center befindet sich dort, von wo aus alle wichtigen Schritte der Mission geleitet werden. Auch die Kommunikation nach Außen mit den Medien usw. findet von dort aus statt.

Gestern waren mein bester Freund und ich bei einem interessanten Vortrag über dieses Projekt im Vortragssaal des Wiener Planetariums. Ein Student der TU Wien, der auch Mitglied des Vereins Österreichisches Weltraumforum (ÖWF) ist und auch fleißig bei der Mars-Simulation mitarbeitet, gab uns interessante Einblicke in diese Simulations-Mission. Das ÖWF wird ausschließlich von Freiwilligen, darunter mehrheitlich Studenten, am Leben erhalten und ist daher, wie vieles in der heutigen Zeit, von Förderungen und Sponsoren abhängig.

Sogar die durchschnittliche Funkverzögerung von rund zehn Minuten wird eingehalten, um möglichst reale Testbedingungen zu erzeugen. Speziell ausgebildete Wissenschaftler tragen Raumanzugssimulationsanzüge namens AOUDA (nach der indischen Prinzessin aus „In 80 Tagen um die Welt“), die 50 kg wiegen und Widerstand an den Arm- und Beingelenken bieten, um zu testen, ob gewisse Experimente mit solchen Anzügen überhaupt durchgeführt werden können. Die Astronauten werden auch gesundheitlich überwacht, solange diese die Anzüge tragen, damit auch niemand zu Schaden kommt. Im Oman herrschen hohe Tagestemperaturen, die zusätzlich an den Kräften der Mitarbeiter zerren. Man braucht derzeit noch ganze drei Stunden und fünf Helfer, um einen einzigen Raumanzug anzuziehen. Es wird daran gearbeitet, diese Zeit um ein Vielfaches zu verkürzen.

Auch hinsichtlich der notwendigen Versorgung mit frischen Nahrungsmitteln werden Experimente durchgeführt.

Der Oman ist u. a. ein gutes Testgebiet, weil dort nicht nur die geologischen Bedingungen und die Farbe des Sandes ähnlichen denen auf dem Mars sind, sondern auch, weil die Menschen dort diesen Projekten entsprechend offen und aufgeschlossen begegnen. Für sie ist es die Chance, international mehr beachtet zu werden.

Auch die Sicherheitslage ist dort sehr gut im Vergleich zu den Nachbarländern. Das Testgebiet wird vom Militär zusätzlich in ausreichender Entfernung abgesichert, um eine möglichst lange Isolationsphase zu gewährleisten, damit auch psychische Faktoren zu untersuchen, denen das Missions-Team auf dem Mars ausgesetzt sein wird.

Viele Probleme müssen noch gelöst werden, bevor die erste bemannte Raummission auf dem Mars landen kann, aber Dank den österreichischen Forschern ist schon viel weitergegangen.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

LIEBE ZUM WISSEN/ZUR NEUGIER: Interessantes aus Floridsdorf (21. Wiener Bezirk)

Wusstet ihr, dass…

… das 1. Dampfschiff Österreichs in Floridsdorf gebaut wurde?

… es in (fast) allen Bezirken Wiens ein eigenes Bezirksmuseum gibt? Außer in Donaustadt (22. Bezirk), das ist bei Floridsdorf dabei.

… diese Bezirksmuseen alle dem Wien Museum (am Karlsplatz) unterstellt sind?

… alle Bezirksmuseen ehrenamtlich geführt werden?

… der Fußballklub ADMIRA Mödling bis 1966 in Floridsdorf gespielt hat und dort sehr erfolgreich war?

… die 1. Probefahrt mittels Dampfwagen in Österreich auf der Kaiser Ferdinand Nordbahn am 14.11.1837 auf der Strecke zwischen Floridsdorf und Deutsch-Wagram stattfand (in 20 min, ca. 12,66 km) ?

… in Leopoldau viele frühgeschichtliche Funde gemacht wurden?

… im Bezirksmuseum Floridsdorf sogar eine von nur drei vorhandenen sehr wertvollen Schalen hinter Panzerglas ausgestellt sind?

… alle dort sichtbaren Modelle und viele Zeichnungen von den ehrenamtlichen Mitarbeitern selbst mit viel Liebe zum Detail und ebenso viel Geduld und noch mehr Zeit mit Hand hergestellt wurden?

… manche Kristalle fluoreszierende Eigenschaften besitzen, wenn sie mit einer UV-Licht-Lampe bestrahlt werden?

NEIN?

Dann wird es Zeit für einen Besuch im Bezirksmuseum Floridsdorf oder einem der anderen Bezirksmuseen. Auch für „einheimische“ Wiener ist es spannend, die Geschichte des Bezirks (neu) kennenzulernen. Der sehr sympathische Kustos des Museums, Viktor Trittner, der ein unglaubliches Wissen hat und dieses geduldig und voller Begeisterung weitergibt, macht gerne Kinder- oder Erwachsenen-Führungen. Er hat in seiner 40-jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit auch viele Zeichnungen mit Feder und Tusche handgezeichnet und koloriert und zusammen mit seinen Kollegen Modelle für das Museum hergestellt. Ein bemerkenswerter Mann.

Daneben finden im Bezirksmuseum Floridsdorf auch diverse Konzerte statt. Das aktuelle Programm ist auf der Homepage des Museums ersichtlich.

Öffnungszeiten: Dienstag von 15.00-17.00 Uhr und Sonntag von 10.00 bis 12.00 Uhr

Eintritt ist frei, ausgenommen Konzerte, freie Spende ist erbeten, da das Museum rein ehrenamtlich geführt wird.

Wir waren gestern dort. Wir bekamen eine interessante und unterhaltsame Führung.  Wir haben viel Neues über einen Bezirk gelernt, in dem mein Schatz und ich zwar viel aufhalten, aber über den wir kaum etwas wussten.

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR KULTUR: Kirschblüte 2016

Oh, es war so schön dort. Sonne pur, ein angenehmer Wind, Klänge japanischer Musik dezent im Hintergrund. Ein paar kleine japanische Kostproben gegen eine geringe Spende (Matcha Tee, Maki, Reiscracker, Miso-Suppe usw.) konnte man bekommen. Diverse japanische Spiele,  wie auch das Geschicklichkeitsspiel Kendama konnten ausprobiert werden. Das Kendama hat mir echt Spaß gemacht. Ich habe schnell Fortschritte gemacht, was mich sehr gefreut hat.

Weiters gab es eine Teezeremonievorführung, eine Vorführung des japanischen Bogenschießens, Drachen für die Kinder, einen Workshop für jap. Kalligraphie und Origami.

Ich bin extra wegen dem Origami gekommen, da ich die Leiterin Frau Noriko Mafune-Bachinger  aus einem Kurs kenne. Ich hatte viel Spaß dort und habe dort einer Gruppe den Kranich, einer anderen Gruppe eine Lotusblume beibringen können. Dabei hatte ich nette Gespräche mit den Leuten dort. Die Kursleiterin hatte sich auch an mich erinnern können und freute sich über meinen Besuch. 🙂 Sie konnte immer noch das Körbchen falten, das ich ihr damals gezeigt hatte und bringt es sehr gerne ihren Schülern bei. Das ist gelebte Wissensverbreitung. 🙂

Herzliche Grüße und ein wunderbares Wochenende

Eure Caroline

LIEBE ZUM REISEN: Mallorca im Winter Teil 2

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Mallorca hat mich positiv überrascht. Ich hatte Vorurteile gegen diese Insel. Saufen, endlose Partys, dumme Anmachsprüche und Lärm, so dachte ich. Nun das Denken ist oft das größte Problem bei uns Erwachsenen. Lieber selbst ein Bild machen.

Eine Woche Mallorca zu Weihnachten. Zudem noch die Geburtstagsreise für meinen Schatz. Perfekt.

Überraschung Nummer 1: das Wetter war super angenehm, 17-19°C Höchsttemperatur, fast durchwegs wenig Wind, meist ungetrübt sonnig. Im Winter ist das Meer schon zu kalt, um schwimmen zu gehen. Nur ein paar wenige Wassersportler waren noch im Neoprenanzug anzutreffen.

Überraschung Nummer 2: im Winter wenig Menschen, von Lärm keine Spur, am berühmten „Ballermann“: tote Hose, keine Saufgelage, keine zwielichtigen Verkäufer, viele Geschäfte geschlossen. Die berühmten Strandlokale heißen übrigens auf spanisch „Balneario“. Durch eine Verballhornung wurde „Ballermann“ (ballern – viel Alkohol trinken) daraus. Der spanische Begriff bedeutet „Heilbad“. Ich vermute, dass damit einfach eine Strandhütte gemeint ist, wo man Duschen und ein WC vorfinden und etwas zu Essen und Trinken kaufen kann, wie sie oft an Stränden vorzufinden ist.

Überraschung Nummer 3: eine sehr vielseitige Insel: diverse Wassersportarten, Küstenwanderungen, Rad fahren, Bergwandern, Strand, Shoppingcenter (wer es braucht), viele kleine Geschäfte, Höhlen, Wasserpark (wem das Meer und der Swimmingpool des Hotels nicht genug ist), Aquarium, Cafes, Restaurants, Botanischer Garten mit 10.000 Kakteen und diversen einheimischen Pflanzen, Museen (Miro, Moderne Kunst)…

Überraschung Nummer 4: viel Deutsche Küche (wem die einheimische nicht reicht oder nicht neugierig ist; soll es ja geben)

Überraschung Nummer 5: obwohl die spanische Küche bekannterweise nicht für ihre vegetarischen Spezialitäten berühmt ist, haben wir doch in Palma ein relativ großes rein vegetarischen/veganes Restaurant entdecken können.

Was wir gemacht haben: 3 Tage haben  wir ein Auto bei einem sympathischen, korrekten und sehr günstigen einheimischen Verleiher (wer die Adresse braucht, bitte bei mir melden) genommen.

Wanderung auf den Talaia de Alcúdia, der höchsten Erhebung der Halbinsel Victoria im Norden der Insel. Vom großen Parkplatz aus ca 55 Minuten zuerst auf breitem Feldweg, dann auf schmalem Pfad teilweise rutschig und felsig hinauf zum Gipfel mit Häuserruinen und einer Gipfelmarkierung (kein Kreuz) samt einer Herde endemischer Wildziegen in Sichtweite. 🙂

Besuch der Drachenhöhlen (Cuevas del Drach) bei Puerto Cristo. Eine riesigen Tropfsteinhöhle mit Livekonzert auf einem der größten unterirdischen Seen Europas (benannt nach dem Forscher Martel, die Höhle 1896 entdeckte) kann besichtigt werden. 1.200 m können über Wege und Treppen besichtigt werden. Die Gruppen werden, anders als auf der Homepage angegeben, sehr wohl von einem Führer begleitet, der auch ein paar Fakten zur Höhle erklärt. Die Cuevas del Drach sind eine der wichtigsten touristischen Ziele auf Mallorca.

Besichtigung der Orte Caimari, eine Olivendorf am Fuße der nordwestlich gelegenen Berge nahe der Stadt Inca. Berühmt für seine Olivenprodukte, die aus den Mühlen vor Ort gewonnen werden. Leider war wegen den Weihnachtsfeiertagen dort nicht los und alles geschlossen.

Besichtigung des Hafens in Puerto Cristo und dem Strand von Cala D’or (typischer Touristenort mit Häusern im blau-weißen „Ibiza-Stil“, nur im Sommer was los).

Küstenwanderung am „Kap des weißen Goldes“ – Cabo de Salinas -, der südlichsten Spitze von Mallorca. Die Gegend ist berühmt für seine Salzherstellung. Davon merkt man aber kaum was. Weite Teile sind großräumig abgegrenzt und nicht zugängig. Die Küstenwanderung ist toll, aber nur im Frühjahr, Herbst oder Winter zu empfehlen, da keinerlei Schatten vorhanden ist. Im Sommer ist dank der vielen malerischen Buchten auch viel los und ohne guter Sonnencreme, viel Wasser und Kopfbedeckung geht dort gar nichts.

In Ses Salines gibt es einen botanischen Garten mit 10.000 Kakteen und vielen einheimischen Pflanzen. Wir haben diesen aber nicht besichtigt. Eintritt: EUR 10,40

Cala Pi, ein paar Kilometer westlich von Ses Salines gab es auch einen schönen, schmalen Strand zum besichtigen, eingegrenzt von hohen Klippen. Über ein paar Duzend Stiegen kommt man zum Meer hinunter.

Natürlich haben wir uns auch einen Teil der Altstadt von Palma angeschaut. Die Kathedrale von Palma ist von Außen beeindruckend, drinnen waren wir nicht. Es gibt eine längere Einkaufsstraße mit vielen Delikatessengeschäften, auch biologische Waren aus heimischer Produktion sind zu finden. Eines war sehr sympathisch, von einer netten Deutschen geführt. Dort gab es diverse Essige, Olivenöle, Pestos, Gewürze und andere Leckereien. In einer Seitenstraße fanden wir ein sehr nettes Buchgeschäft samt integriertem Cafe. Sogar ein größeres rein vegetarisch/veganes Lokal haben wir finden können.

Zum Geburtstag meines Schatzes machten wir mit einem Tandem einen Ausflug zum Museum von Joan Miro am Rande von Palma. Miro ist einer meiner absoluten Lieblingskünstler. Er lebte seit den 1950er Jahren ständig auf der Insel und hatte dort sein Atelier und sein Refugium. Nach seinem Tod lies seine Frau daneben ein Museum erbauen, wo diverse Kunstwerke von Joan Miro ausgestellt sind. Auch ein paar Plastiken und Figuren sind zu sehen. Das Atelier, wie auch sein Refugium, kann eingeschränkt besichtigt werden.Der Eintritt ins Museum samt Garten kostet EUR 6,00 und beinhaltet auch das Atelier und das Refugium, die in wenigen Schritten zu erreichen sind. Ein kleiner Museumsshop ist auch vorhanden. Im Garten befindet sich auch ein Wasserbecken samt Schildkröten und Fischen. Eine schwarze Hauskatze gibt es auch.

Fazit: ich kann die Insel außerhalb der Hauptsaison (Juli bis September) nur jedem empfehlen. Es gibt für jeden Urlaubstyp etwas zu entdecken.

Unbedingt probieren sollte man die berühmten Ensaimadas (eine Art Hefe/Germgebäck mit Schmalz), aber bitte vor Ort in einer der vielen Bäckereien und nicht teuer am Flughafen. Auch nicht unbedingt die große Familienvariante mit dicker Cremefüllung, sondern die einfache Version nur mit etwas Zucker obenauf.

Außerdem empfehle ich den „Meeresfenchel“ (mallorquí: fonoll mari), einem in Meeresnähe wachsenden Korbblütler, dessen fleischige Blätter samt Stängel, meist in Essig eingelegt, dem Geschmack von Fenchel ähneln, aber etwas pfeffriger schmecken. Früher diese Pflanze schützte dank seines hohen Vitamin C-Gehalts und seines Vorkommens in Küstennähe die Seefahrer vor Skorbut.

Bleibt neugierig und herzliche Grüße,

Eure Caroline

 

 

 

LIEBE ZUM WISSEN: Im Bann der Wurmgrunzer

Nein, ich bin nicht verrückt geworden. Dieses Wort ist auch nicht meiner Phantasie entstiegen. Wurmgrunzer sind auch keine seltsamen Tiere, die man nur sieht, wenn man besoffen ist oder ein paar einschlägige Drogen eingenommen hat. Wurmgrunzer gehören zur Gattung Homo sapiens, sind daher also Menschen. Ja, richtig gelesen, also solche Wesen, wie du und ich. Genau.

Ihre Aufgabe ist es, mit Hilfe eines in den Boden gerammten Holzpflocks und eines Metallstücks Vibrationen zu erzeugen, um damit Würmer aus der Erde zu locken. Die Würmer denken nämlich bei den Vibrationen gleich an einen schrecklichen Maulwurf, der nach ihrem kurzen Leben trachtet, und fliehen aus der Erde, wo sie sich in Sicherheit wiegen, bis der Wurmgrunzer diese dann einsammelt. Das nennt sich dann „Rare Enemy Effekt“.

Wofür das Ganze? Um die armen Erdbewohner dann z. B. als Fischfutter an Angler zu verkaufen. In Sopchoppy (Florida, USA) gibt es sogar ein Festival für diesen „Sport“. Dort wird sogar eine Wurmgunzerkönigin gekürt.

Wer noch mehr verrückte Dinge aus der Welt der Tiere und der Physik wissen will, der sollte sich das genial lustige Buch „Gedankenlesen durch Schneckenstreicheln“ von Puntigam, Gruber und Oberhummer zulegen. Ich kann es nur wärmstens empfehlen. Das mit den Wurmgrunzern habe ich auch daraus.

Quelle: Puntigam, Gruber, Oberhummer: „Gedankenlesen durch Schneckenstreicheln“, 2012 Carl Hanser Verlag München, Aufl. 2014, Seite 22 ff.

Herzliche Grüße und viel Spaß beim Lesen,

Eure Caroline