LIEBE ZUR WISSENSCHAFT: Valentinstag und „Sex on the beach“

Foto von D. R.

Mein Liebling und ich verbrachten den Valentinstag bei einer lustigen und gleichzeitig sehr informativen Führung über das mannigfaltige Liebesleben der lieben Tierchen, die Venus von Willendorf, diverse Goldschätze und noch so mancherlei Geschichten über das prähistorische Liebesleben, das auf Weintöpfen oder anderen Gegenständen und Orten dargestellt worden ist. Sehr eindeutig in seiner Bildhaftigkeit. Sogar mit einer Geburt im Stehen als letzte Konsequenz des wilden Treibens davor. 🙂 Wer es selbst einmal sehen will – ich meine die Bilder 😉 – dem lege ich ganz ungeniert eine entsprechende Führung im Naturhistorischen Museums Wien ans Herz. Als studierte Biologin und Anthropologin ist mir dieses Museum natürlich das Liebste und überhaupt verbrachte ich dort so mancherlei Stunde gebeugt über Knochenfunde und am Computer sitzend bei der Dateneingabe im Zuge meiner freiwilligen Praktika vor Ort.

Den Abschluss der Führung, die im Duo gehalten worden war, bildete ein unterhaltsamer Plausch mit der zweiten Führungsverantwortlichen, die Frage und Antwort stand und auch überaus sympathisch über so Allerlei mit uns und ein paar weiteren Tischnachbarn und -nachbarinnen plauderte. Nebenbei wurde der eine oder andere Cocktail – natürlich passend zum Thema „Sex on the beach“ -. genossen und aus kleinen Schälchen Studentenfutter und Erdnüsse geknuspert.  Ihr Führungsteil war besonders anschaulich gestaltet (ich sage nur „Venus-Vibrator“ – nö, kein Scherz!). Ich kam in den Genuss, dieser imposanten und stacheligen, nachgebauten prähistorischen Kette, als Model zu tragen und der Gruppe vorzuführen. Ich sage euch, so mächtig fühle ich mich nicht immer. Das Original ist sogar noch deutlich gefährlicher als diese nachgemachte Version. Die Spitzen sind dann nicht mehr aus Sicherheitsgründen abgerundet, sondern wirklich pieksig und senden die eindeutige Botschaft: „Männer, bleibt ja weg von mir!“.

Nun, wie auch immer, es war ein schöner Abend, und ich bin um einige mehr oder weniger lustige Geschichten reicher und mein Wissen über das vielfältige Liebesleben der Tiere ist auch wieder aufgefrischt worden. 😀 ❤

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

 

LIEBE ZUM MENSCHEN: Wissenschaft für Anfänger oder mit Humor fängt man „Mäuse“ :-)

Der größte Hörsaal der Hauptuni voller gleichgesinnter Menschen. Sie quellen nur so in den Raum. Jede Generation. Redend, essend, trinkend, wartend. Kaum ein leerer Platz ist in den unbequemen und engen Sitzreihen zu entdecken. Einer davon ist neben mir. Rechts von mir sitzt ein sympathisches mittelalterliches Ehepaar, mit denen ich später noch ins Gespräch kommen werde, was ich aber jetzt noch nicht weiß.

Zuerst eine Begrüßung durch den Veranstalter, dann startet der Vortrag über die letzten Jäger und Sammler-Kulturen von Prof. Khaled Hakami. Ich hatte ihn damals in einer kulturanthropologischen Vorlesung auch selbst als Professor in meinem (klassischen) Anthropologiestudium. Sie war eine der besten und unterhaltsamsten Vorlesungen, die ich je während meiner Unizeit gehört habe.

Prof. Hakami verbrachte zusammen mit einem Kollegen mehrmals einige Monate im Süden von Thailand mit den Menschen, um ihre Gewohnheiten und ihre Lebensweise zu studieren.

Der Vortrag war informativ, mit viel Humor und Begeisterung vorgetragen. Dennoch machte Prof. Hakami auch vor uns möglicherweise schockierenden oder  unverständlichen Verhaltensweisen nicht halt. Auch einige Fragen aus dem Publikum wurden beantwortet.

So lockt man auch an Wissenschaft weniger interessierte Menschen in einen 3-stündigen Vortrag (inkl. Pausen). Einfach genial. Mit vielen Fotos, einem kurzen Film, vielen Details und noch mehr lebendig erzählte Einsichten in eine (egalitäre) Kultur, die so ganz anders ist als unsere gewohnte westliche.

An einige Details konnte ich mich sogar noch von der Vorlesung damals erinnern und die ist doch wirklich schon viele Jahre her.

Mit dem netten Ehepaar hatte ich dann während der Pause und am Ende auch noch interessante Gespräche. Es stellte sich nämlich heraus, dass sie in Afrika genau die Kultur besucht hatten, an deren verstorbene Vertretern ich selbst Untersuchungen im Rahmen meiner Diplomarbeit über den Fersensporn vorgenommen hatte. So klein ist die Welt.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUM LESEN: Was Ameisen und Affen gemeinsam haben

Ich habe vor ein paar Wochen wieder einmal Lust auf Liebesgeschichten bekommen. Bei meinem Rumgestöbere bei Thalia bin ich auf das witzigste Buch gestoßen, dass ich seit langem gelesen habe. Es ist vom Humor vergleichbar mit dem Roman „Mieses Karma“ von David Safier, doch ganz anders, aber von einer Frau geschrieben.

Der Roman heißt „Ameisen küssen nicht“. Autorin Kerstin Engel beschreibt in ihrem Erstlingsroman die Liebeswirrungen von zwei Wissenschaftlern aus deren Perspektive. Fazit: Wissenschaftler sind auch nur Menschen. Ein Buch zum Lachen und Verlieben. 🙂

Die erste Hauptperson ist eine Zoologin, die auf Ameisenkunde (Myrmekologie) spezialisiert ist. Sie ist mit der Arbeit verheiratet, hasst nach schlechten Erfahrungen die Liebe und die Männer und kann mit Emotionen überhaupt nichts anfangen. Zumindest tut sie so. Wenn die Dame emotional unter Stress steht, geht früher oder später etwas in Flammen auf. Das ist wahrlich ein großes Problem. Warum, das verrate ich nicht.

Der Mann ist Anthropologe mit Schwerpunkt Primatologie. Er ist Frauenversteher per Excellence, aber mehr von der nichtbindungswilligen Sorte. Er hat eine Frau nach der anderen, liebt jede Form der Emotion bzw. von Gefühlen. Ein humorvoller, engagierter Kerl, der für seine Affen im Regenwald alles tun würde, um sie zu schützen.

Diese beiden ungleichen Typen kämpfen um einen wichtigen Forschungspreis. Beide kommen ins Finale. Auf der Reise nach Norwegen, dem Austragungsort der Endrunde, treffen sich die beiden Konkurrenten „zufällig“ das erste Mal. Er weiß sofort, wer sie ist, sie nicht. Er will das zu seinem Vorteil ausnutzen. Ob ihm das gelingt, wer den Preis am Ende gewinnt und was sonst noch so passiert, solltet ihr unbedingt nachlesen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch

Caroline