LIEBE ZUR NATUR: Zwei Klammen an einem Tag und ein perfekter Fliegenpilz

Es waren einmal zwei Herzensfreunde, die beide sehr naturverbunden waren. Sie fuhren nach Grein/Donau, um mal wieder eine Nacht auf Burg Kreuzen zu verbringen. Weil das Wetter so herrlich war und nur der Wind etwas kräftiger blies, entschieden sie sich für einen Umweg über die wunderschöne Stillensteinklamm.

Mal flach, mal steiler, aber immer am Wasser entlang, wanderten sie gemütlich durch die wildromantische Landschaft. Mal rauschte das kühle Nass nur so an ihnen vorbei,…

mal als Fluss, mal als Wasserfall, …

…später dann lag es still und klar als See da.

Da entdeckte sie den perfekten Fliegenpilz am Waldrand stehen. Einfach so, unbeachtet von den meisten Wanderern. Weiße Flecken auf rotem Hut, unverkennbar.

Nach einer stärkenden Pause auf der Speckalm wanderten die beiden Herzensfreunde weiter zur Burg Kreuzen. Das letzte Stück führte sie über steile Waldwege und den oberen Teil der berühmten Wolfsschlucht. Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück Richtung Grein an der Donau, aber diesmal über die gesamte Wolfsschlucht, wohin sich bekanntlich auch schon Anton Bruckner, der berühmte Komponist zurückzog, wenn er alleine sein wollte. Sein Lieblingsplätzchen war der Wasserfall.

Die beiden Herzensfreunde hatten wunderbare gemeinsame Stunden zusammen und genossen die kraftspendende Natur. Als sie am Bahnhof ankamen, hörten sie auch schon bald das fast schon vertraute Pfeifen des Zuges, der sie in ihre Heimatstadt zurückbringen sollte.

LIEBE ZUR NATUR: Fast schon Heimat

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Detail Wolfsschlucht 27.10.18

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Burg Kreuzen: Burgtor

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Feuersalamander auf dem Rückweg nach Grein/Donau am 28.10.18

Nach unserem nunmehr schon 4. Besuch in Bad Kreuzen fühlte sich unsere Wanderung hinauf zur Burg  für mich schon an wie nach Hause kommen. So vertraut war schon der Weg von Grein an der Donau zur Burg Kreuzen. Den größten Teil davon hatten wir bis jetzt immer für uns alleine, denn kaum einer kommt auf die Idee, von Grein aus zu Fuß zu gehen. Erst ab der Speckalm kamen uns am Freitag viele entgegen, war doch der österreichische Nationalfeiertag, und alle wollten sich mit paar Köstlichkeiten stärken. Auch wir machten dort Pause. Die Parkplätze bei der Burg waren auch diesmal voll.

Dabei führt die Strecke teilweise durch herrlich dichten Wald mit kleinen Bächlein und über saftige Wiesen. Der weite Ausblick bis zu den Bergen bei sonnigem Wetter entschädigt für die doch anstrengende Wanderung über die vielen Hügeln der Landschaft.

Das Wetter am Freitag war noch dazu ideales Wanderwetter. Wenig Wind und wunderbar sonnig mit kaum einer Wolke am Himmel. Doch selbst am sehr trüben Samstag und Sonntag hatten wir Glück, dass der Regen auf sich warten ließ und erst einsetzte, als wir schon fast wieder im Trockenen waren.

Den sogenannten „Frauenstein“ möchte ich beim nächsten Aufenthalt auch unbedingt mal besuchen.  Leider war das Wetter für so eine lange Wanderung am Samstag nicht stabil genug. Ein Stein mit zwei Vertiefungen befindet sich dort. Die eine ist immer, egal, wie heiß oder trocken es auch ist, mit Wasser gefüllt. Schöpft man dieses aus, so regnet es binnen drei Tagen. So heißt es jedenfalls in der Legende.

Es ist so erholsam dort in der Klamm und überhaupt im Wald. Die Luft riecht frisch und unverbraucht. Im Wald nach Erde, Moos und herbstlichem Laub. Das Wasser plätschert und rauscht. Bei trüber Witterung ist kaum ein Mensch unterwegs, wir hatten die Klamm ganz für uns alleine. Die alten, riesigen Felsen, über und über mit Moos bewachsen, senden erdige Energie aus. Eine wunderbare Kraftquelle für Körper, Geist und Seele.

Bei der Wanderung am Sonntag zurück nach Grein an der Donau entdeckten wir wieder zwei wunderschöne Feuersalamander. Einer ließ sich sogar von mir fotografieren. Am Samstag war es ihnen noch zu trocken und sie wollten sich nicht zeigen.

So kurz der Urlaub auch gewesen ist, wir konnten uns trotzdem sehr gut erholen.

Ich wünsche Euch noch eine wunderschöne Woche.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

LIEBE ZUR NATUR: ein Juwel im Mühlviertel, seltene Tiere und mehr

Wir haben den österreichischen Nationalfeiertag und den Fenstertag genutzt und waren wieder für ein 2 Nächte in Bad Kreuzen, um die Liebe zu stärken. ❤

Diesmal sind wir aber nicht den schon bekannten Weg gewandert, sondern fuhren bis nach St. Nikola/Struden. Dort half uns ein sympathischer und hilfsbereiter Pensionist mit seinem Jeep die rd. drei Kilometer zum Eingang der Stillensteinklamm zu überwinden. Die Klamm zählt zur schönsten ihrer Art im Mühlviertel. Ähnlich wie die von mir schon öfters beschriebene Wolfsschlucht ist die Stillensteinklamm wildromantisch mit teils mächtigen und bemoosten Felsen und erfüllt vom Rauschen des dortigen Flusses. Es geht anfangs noch recht flach mit nur kurzen steilen Abschnitten in die Klamm hinein. Später geht es dann, wie auch die Wolfsschlucht, über zahlreiche unregelmäßig geformte Stufen und steile Wege hinauf zum Ausgang der Klamm. Hier führt nach links ein Weg zurück zum Eingang. Wir allerdings wanderten nach rechts und folgten dem flachen Weg zu einem Wehr und weiter dem Flusslauf bis zu einer Straße.

Dank des feuchten Wetters entdeckte mein Schatz auf dem Wanderweg mitten in der Klamm den ersten von drei Feuersalamander. Später fand er noch einen unglaublich langen Regenwurm, den der Regen aus der Erde gelockt hatte.

Unserer weiter Weg führte uns über Haupt- und Nebenstraßen, kleine Dörfer und einzelne Bauernhöfe fast bis zum Gasthaus Hahn, wo wir wieder auf den gewohnten Wanderweg nach Bad Kreuzen kamen. Witzigerweise trafen wir rd. zwei Stunden, nachdem wir uns von dem netten Pensionisten verabschiedet hatten, wieder auf diesen Mann, der in seinem Auto entgegenkam. So klein ist manchmal die Welt. Unsere Wanderung führte uns über die sympathische Speckalm (auch einige vegetarische Speisen), wo wir uns mit einem frischen Bauernkrapfen und gespritzten Most stärkten. Frisch und froh ging es dann zuerst wieder durch Wald zuerst steil bergab, später wieder immer steiler hinauf durch die Wolfsschlucht bis zur Burg Kreuzen, wo wir auch diesmal wieder die Nächte verbrachten. Nach rd. 4 Stunden (inkl. 2 kurzer Pausen) hatten wir unser Ziel erreicht.

Aufgrund des eher trüben, regnerischen Wetters verbrachten wir den Freitag zum großen Teil im Wellnessbereich der Burg und mit Lesen und Kuscheln. Trotzdem machten wir auch an dem Tag einen kurzen Abstecher in den Ort und eine große Abendrunde durch den Nachbarort und über einen Teil der Wolfsschlucht zur Burg zurück. Hier entdeckten wir auch die beiden anderen Feuersalamander.

Am Samstag wanderten wir wegen des schon recht stürmischen Windes und des rutschigen Weges nicht über die Wolfsschlucht nach Grein/Donau zurück, sondern auf der Straße direkt zur Speckalm und dann den üblichen Wanderweg zum Bahnhof in Grein.

Illmitz im Frühjahr und Burg Kreuzen im Herbst sind für uns zu einem alljährlichen Ritual geworden. Besonders die Herbststimmung in der wilden Schlucht und in den umliegenden Wäldern ist einfach wunderschön.

Alles Liebe

Eure Caroline

LIEBE ZUR NATUR: Anton Bruckners Zuflucht

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Am Wochenende genehmigten wir uns ein romantisch, mystisches Kuschelwochenende in Bad Kreuzen/Oberösterreich.

Die Hinfahrt am Freitagnachmittag nach der Arbeit war schon ein kleines Abenteuer für sich. Wer ein Auto besitzt, ist hier deutlich im Vorteil. Besonders, weil am Wochenende von und nach Bad Kreuzen kein Bus fährt. Von gesperrten Donaubrücken ganz zu schweigen…

Nach unserer Ankunft im Hotel „Schatzkammer“ im riesigen, kuscheligen Zimmer mit herrlicher Aussicht auf die umliegende Bergwelt und großer Terrasse, genossen wir gleich noch die romantische Umgebung der Burg, die mystische Wolfsschlucht. Einen kleinen Teil davon, aber es war schon spät, und wir wollten vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück beim Hotel sein.

Das Hotel selbst hat einen direkten Verbindungsgang zur Burg, wo sich auch der Speisesaal und die Burgschenke befinden. Die Verpflegung war wenig einfallsreich, besonders das vegetarische Gericht, mehr eine Ritterverpflegung zum satt werden.

Am Samstag nach dem Frühstück erkundeten wir bei gutem Wetter die Landschaft eingehender. Zuerst wanderten wir erneut zur Wolfsschlucht hinunter, durchquerten sie diesmal ganz und besuchen danach die Speckalm. Die Umgebung ist dort sehr hügelreich, weswegen die Wanderung eine richtige „Konditionsstrecke“ war, wie wir das gerne nennen. Danach ging es wieder bergab ins Tal und wieder über steilere Wege zurück in den Ort Bad Kreuzen, wo wir bis ganz hinauf zum 1. Kurhaus für Traditionelle europäische Medizin spazierten. Dort gibt es u. a. einen großen Garten, den man kostenfrei besuchen kann, um sich im Sommer an Kneippstationen abzukühlen oder einmal eine Gradieranlage zu besuchen. Letzteres haben wir auch getan.

Exkursion Gradieranlage: ursprüngl. für die Salzgewinnung in Verwendung, hier: Nachahmung der Mittelmeerluft für die Atemtherapie. Dabei wird Salzwasser über Reisig (Äste von Nadelbäumen), das in riesigen Holzrahmen hängt, geleitet. Dadurch entstehen Soletröpfchen in der Luft. Die so mit Salz angereicherte Luft, ähnlich der Meeresluft, befeuchtet und reinigt die Atemwege intensiv. Ein längerer Aufenthalt von ca. 30 – 60 Minuten ist zu empfehlen.

Am Sonntag wanderten wir dann nach dem Frühstück und dem Auschecken wieder über die Wolfsschlucht und die Speckalm über viele Hügel und durch Waldabschnitte sehr abwechslungsreich nach Grein (etwas über 6 km, nicht ganz 2 h Wegzeit bei Regen). Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt, entschieden wir, mit dem früheren Zug zurück nach Wien zu fahren.

Exkursion Wolfsschlucht: diese Schlucht wurde bereits im 19. Jahrhundert für erste Kaltwasseranwendungen in den natürlichen Tümpeln und Wasserfällen der Klamm genutzt. Die Aristokratie und gehobene Beamte kamen gerne hierher, um sich einer Kneippkur zu unterziehen. Das Wasser erreicht sogar im Sommer nur Temperaturen zwischen 12 und 14 Grad. Heute erinnern nur mehr ein paar Tafeln, wie „Wiener Wellen“, „Herrenduschen“, „Damenbad“ oder „Neptunsquelle“ an die frühere Verwendung.

Sogar Anton Bruckner soll in der Schlucht nahe des Wasserfalls Zuflucht gefunden haben, wenn ihm wieder einmal die Musik seiner böhmischen Kollegen nicht gefallen hatte (Quelle: Infotafel bei einer Bank in der Schlucht bei der „Anton Bruckner Zuflucht“). Auch viele Sagen ranken sich um diese Klamm.

Eine einfach zu bewandernde (4,3 km Rundwanderung), mystische, wild-romantische Schlucht mit moosbewachsenen Felsen, Wasserfällen, Grotten, Tümpeln und einem rauschenden Bach. Auch ein paar Bänke zum Ausruhen gibt es dort.

Viel Spaß beim Wandern,

Eure Caroline