LIEBE ZUM REISEN: Puszta, Pferdefurz und Paprika 2

 

Eine Reise beginnt mit dem ersten Schritt…

Am Ankunftstag (Sa) nach einer etwas mühsamen Anreise mit dem Zug bekamen wir ein Zimmer im Hotel Sarlospuszta. Ein ganz sehr sympathischer, hilfsbereiter Direktor empfing uns dort. Hier erlebten wir noch wahre Gastfreundschaft. Den heißen Tag ließen wir am Pool ausklingen.

Am nächsten Tag nach dem Frühstück lernten wir János kennen, unsere Ansprechperson und Hauptverantwortlichen dieses besonderen Abenteuers. Er erklärte uns den Ablauf und andere wichtige Dinge. Danach durften wir in unseren frisch geputzten Wagen einchecken. Später kam sein Kollege, der uns die nächsten Tage als Navigator dienen sollte, und zeigte uns das Einspannen und schon ging es los zum 1. Hof. Wir waren überraschend der einzige Wagen in dieser Woche. Lejos (Schreibweise leider unbekannt) half uns auch, wenn Jenga schneller wollte als ihr oder uns gut tat. Ein großer Wagen samt Inventar, drei Menschen an Bord und ein Pferd im Galopp auf holprigen Sandpfaden sind keine gute Mischung. Die allermeiste Zeit durften wir alleine Kutscher spielen. Zweimal fuhr er auch mit János zeitweise im Auto voraus und ließ uns ganz alleine fahren.

Unsere Verpflegung holten wir uns meist in Lokalen, es gab kaum Möglichkeiten für einen Einkauf. Das beste Essen hatten wir am letzten Abend. Der Gastgeber war auch gleichzeitig unser Veranstalter. Ein ganz einfacher Bauernhof mitten im Nirgendwo. Kühe, mehrere verschiedene Hunde, Katzen, Schweine und wohl bekannte Fliegen. Auf unseren Wunsch hin vegetarisches Essen mit dem Gemüse aus dem eigenen Garten. Eine köstliche Gemüsesuppe, gebackener Kürbis, Nudeln mit Kräutern, Kartoffel und als Nachspeise selbstgemachte Waffeln samt ebensolcher Marmelade. Ich liebe einfaches Essen. Ich sag Euch, das war so lecker. Besonders die Suppe.

Mit Schrittgeschwindigkeit durch die Gegend, teilweise auf holprigen Sandpfaden, ohne Strom, campen am Rande der Reiterhöfe umgeben von Pferden, Kühen und anderen Hofbewohnern, allen voran Hunden und Katzen, Staub, Hitze, Gelsen, Unmengen von Fliegen und Bremsen. Unser Moskitonetz war wirklich nützlich.

Da es bei Rückkehr mit dem Pferdewagen eine große, laute geschlossene Gesellschaft im Hotel gab, durften wir das hoteleigene Jagdhaus in einem abgetrennten Bereich des 1.600 ha großen Grundstücks benutzen. Wir ganz alleine mitten auf einer Lichtung in eine großen Haus. Umgeben nur von Wald und Wiesen. Sogar mit persönlichem Bring- und Abholservices des Direktors persönlich. Das war der richtige Abschluss für eine phantastische Reise.

Diese Reise hat mich ganz ohne spirituelle Komponente zu mir selbst zurück gebracht und total vom Altagsstress befreit. Das gemeinsame Kümmern um Jenga, der dadurch strukturierte Tag, wenig Ablenkung, viele Tiere, die Natur, viel Lesen, Schwimmen in den Pools der Reiterhöfe, ein eher schweigsamer Begleiter, viele Pausen auf den Strecken, frühes Schlafengehen etc. Der Tag war schnell um, einfach nur durchs Tun und Sein. Kein Fernsehen, keine Zeitung, kein Handy (habe ich im Urlaub aber eh meist nur selten in Benutzung). Detoxing für die Seele pur…

Der 2. Teil unseres Urlaubs im Salzkammergut folgt bald…

Vielen Dank fürs Lesen!

Herzliche Grüße

Eure Caroline

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LIEBE ZUM REISEN: Puszta, Pferdefurz und Paprika 1

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Eine Reise mit dem Zigeunerwagen durch die ungarische Puszta war ein richtiges Abenteuer, das unvergesslich bleiben wird. In vielerlei Hinsicht. Einlassen, Loslassen, Entschleunigung pur.

Die Wahrheit über Pferde – aus meiner Sicht

Pferde können vielleicht nicht kotzen, aber dafür umso besser furzen, viel und oft. Stinkt zwar nicht nach faulen Eiern, aber viel besser auch nicht.

Pferde lieben es bei der Hitze, wenn sie mit Schwamm und Wasser abgewaschen werden. Manchmal wird es auch eine Dusche, wenn der Rest im Kübel dafür reicht.

Pferde sind wahre Charakterdarsteller, besonders beim Fressen. Jenga genoss jeden Bissen, kaute ihn ordentlich durch, hob den Kopf und spuckte dabei die gefühlte Hälfte des Hafers auf mich. Dann wieder den Kopf in den Kübel stecken, kräftig ansaugen und das gleiche Spiel ging von vorne los. IMG_5298 Ich habe noch nie ein Pferd gesehen, das so langsam gefressen hat. Überhaupt noch kein Tier, glaube ich.

Pferde können dauernd fressen. Jenga nutze jede sich bietende Gelegenheit, um frisches Grünfutter zu ergattern. Ich gab ihr den Spitznamen „Friesling“, der sie aber kaum zu beeindrucken schien und sie auch kein bisschen einbremsen konnte, so nebenbei bemerkt. Wir verwöhnten sie natürlich fleißig mit frisch gepflückten Löwenzahn für eine anständige Verdauung.

Pferde sind sehr schlaue, sensible Tiere. Sie wissen genau, wer sich um sie kümmert und wer ihr Vertrauen verdient. Wir drei waren ein tollen Team. Danke Jenga!!! Sie ist mir in den paar Tagen so richtig ans Herz gewachsen.

Pferde sind einfach wunderbare Gefährten. Sie halten einem ständig den Spiegel vor und verlangen dafür nur ein wenig Liebe und Fürsorge…

So, das war es erst mal für heute. Der 2. Teil folgt bald…

Vielen Dank fürs Lesen!

Herzliche Grüße

Eure Caroline