LIEBE ZUR BERÜHRUNG: „Blindes“ Kuscheln

Ein geschützter Raum, unter Anleitung der Kuschel-Trainerin Andrea. Diesmal wieder eine große Gruppe von 18 Frauen und Männern.

Ich fühle mich diesmal an den Kinofilm „Die Wunderübung“ nach der gleichnamigen Komödie von Daniel Glattauer erinnert.

Berührung ohne Hautkontakt

Zuerst stehe ich einer Frau gegenüber, wir sehen uns in die Augen, unsere Handflächen zeigen zueinander, aber wir berühren uns nicht. Zuerst sollen wir uns ausmachen, wer zuerst die Führung übernimmt. Ich beginne. Ich erfinde Bewegungen, mein Gegenüber folgt spiegelverkehrt, ohne dabei die „Verbindung“ zueinander zu verlieren. Es funktioniert erstaunlich gut, für meine Übungspartnerin ist es die 1. Kuschelparty. Dann werden die Rollen getauscht. In der 3. Runde sollen wir keine bestimmte Rolle einnehmen. Mal schauen, was passiert. Wir lachen viel, probieren schwierige Figuren aus. Wir verlieren manchmal die Hände des anderen aus den Augen, aber es geht hier ja um ein Spiel. Nichts muss perfekt sein. Wie angenehm.

Sinne ausschalten – Kontrolle loslassen

Wieder stehen wir uns paarweise gegenüber, unsere Augen sind mit Tüchern verbunden. Diesmal ist ein Mann mein Übungspartner.Vorsichtig tasten wir nach den Händen unseres Gegenübers. Wir legen unsere Handflächen aneinander. Ein Tanz beginnt. Ich lasse mich von ihm führen, dann wieder gebe ich die Richtung vor. Ich kenne ihn schon von anderen Kuschelpartys. Vertrauen ist da. Die Übung gelingt uns leicht. Sogar Drehungen probieren wir aus, ohne jedoch die Verbindung der Hände zu verlieren.

Kontrolle lässt sich leichter loslassen, wenn man nicht sieht. Seltsam, oder? Man möchte doch denken, dass es umgekehrt ist. Ich denke, das liegt daran, weil keiner von beiden sein Gesicht verlieren kann. Menschen, die mit geschlossenen Augen tanzen, machen das auch viel befreiter, weil sie die Reaktion der anderen darauf nicht mitbekommen, solange diese nicht ausgesprochen wird. Alle angeblichen eigenen Unzulänglichkeiten verschwinden in Finsternis. Man kann ganz authentisch auftreten, ohne Angst vor Ablehnung zu spüren. Natürlich nur, solange keiner spricht.

Auf „Tuchfühlung“

Jetzt sollen wir Andreas Stimme folgen, die Augen sind immer noch verbunden, und uns vorsichtig vorwärtstasten, bis wir auf jemanden anderen treffen. Diesen sollen wir dann achtsam und vorsichtig streicheln. Natürlich sind wir alle immer vollständig bekleidet, intime Stellen sind lt. Kuschelregeln sowieso tabu. Seltsam, ich hatte zwar durch Andreas Stimme kurz Orientierung, doch nach der Übung wundere ich mich, wo ich wieder aus der Nacht aufgetaucht bin. Ich kann mir zwar denken, wenn ich da neben mir hatte, aber wissen tue ich es nicht.

Auf die innere Stimme hören – Grenzen setzen

„Zufällig“ traf ich diesmal auch wieder auf den Kuschelpartner von der allerersten Kuschelparty.  Diesmal passte es nicht mehr. Ich habe gelernt, besser auf mich und meine Grenzen zu achten und mir die Leute nach ihrer Energie auszusuchen, sonst werde ich aufgedreht, lasse mich von deren Gefühlen anstecken oder fühle mich unwohl. Auch bitte ich bei jeder Vorstellungsrunde die geistige Welt um Schutz und Führung für alle Beteiligten, um ein liebevolles, achtsames und ausgeglichenes Umfeld zu schaffen.

Es ist immer wieder neu, aber doch schon vertraut für mich. Ein sympathisches Stammklientel hilft, dass ich mich schnell wohlgefühlt habe. Meine Aufregung vom Anfang ist ganz verschwunden. Nur wenn es mal mit jemanden nicht passt, bekomme ich ein eindeutiges Signal meines Körper. Dann halte ich Abstand.

Ich freue mich schon auf die nächste Party. ❤

Alles Liebe

Eure Caroline

PS: Trainerin Andrea von www.diekuschelparty.at macht jetzt Sommerpause, Trainerin Maria  macht auch im Sommer jeden Monat eine Party

 

 

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